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Fast ausgestorben

Eines der letzten Nördlichen Breitmaulnashörner der Welt ist gestorben



(FILES) A picture taken on October 2004 shows the northern white rhinoceros Fatu (C) at the Dvur Kralove zoo, east Bohemia. A male white rhinoceros, called Suni, who was born in Dvur Kralove zoo in 1980 died at Kenya's ol Pejeta Conservancy reserve, the zoo said on October 18, 2014.      AFP PHOTO OTAKAR GRUSSER

Nördliche Breitmaulnashörner gibt es nicht mehr viele (Archivbild). Bild: AFP

In Kenia ist eines der letzten Nördlichen Breitmaulnashörner der Welt gestorben. Der Bulle mit dem Name Suni sei «wahrscheinlich das letzte fortpflanzungsfähige männliche Tier» seiner Art gewesen, teilte am Samstag der Zoo im tschechischen Dvur Kralove mit. Dort war Suni 1980 geboren worden. Der Bulle starb im Reservat Ol Pejeta in Kenia offenbar eines natürlichen Todes. Damit leben weltweit nach Angaben des Zoos nur noch sechs Nördliche Breitmaulnashörner.

Suni war im Jahr 2009 zusammen mit einem weiteren Bullen und zwei weiblichen Tieren aus Dvur Kralove nach Kenia gebracht worden. Experten hofften damals, dass die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung wieder einen normalen Hormonhaushalt entwickeln und Nachkommen zeugen würden. Diese Hoffnung erfüllte sich nicht, auch künstliche Befruchtung brachte keine Erfolge.

Ausser den nach Sunis Tod noch drei verbliebenen Tieren in Kenia lebt noch ein Paar der Nördlichen Breitmaulnashörner in einem Wildpark in San Diego, die beiden Tiere sind aber zu alt für Nachwuchs. Zudem gibt es ein weibliches Tier in Dvur Kralove, auch diese Nashorn-Dame ist allerdings zu betagt, um sich fortzupflanzen. Sperma von in dem tschechischen Zoo aufgewachsenen männlichen Tieren ist am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin konserviert.

Nashörner werden in Afrika immer wieder Opfer von Wilderern. In Asien werden den zu Pulver verarbeiteten Hörnern eine sexuell stimulierende Wirkung und Heilkräfte nachgesagt, die wissenschaftlich aber nicht zu belegen sind. (sda/afp) 

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