Wissen
Wirtschaft

Neuer Magnetzug soll mit Tempo 500 durch Japan rasen

Ministerpräsident Shinzo Abe besichtigt die Teststrecke des neuen Superzugs (hinten).Bild: AP/AFP POOL
Schneller als die Shinkansen

Neuer Magnetzug soll mit Tempo 500 durch Japan rasen

18.10.2014, 11:5918.10.2014, 13:29

Die Hightech-Nation Japan läutet ein neues Zeitalter für Hochgeschwindigkeitszüge ein. Die Magnetschwebebahn Maglev mit einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 500 Kilometern in der Stunde soll zum Jahr 2027 die Hauptstadt Tokio mit der Industriestadt Nagoya verbinden.

Die Regierung gab der Bahngesellschaft Central Japan Railway (JR Tokai) am Freitag grünes Licht zum Bau der Trasse. Bis 2045 soll die Strecke bis zur Millionenstadt Osaka ausgebaut werden. Die Gesamtkosten für das Mammutprojekt werden mit neun Billionen Yen (rund 80 Milliarden Franken) veranschlagt. Die Bauarbeiten könnten noch in diesem Monat beginnen.

Der Grossteil der 286 Kilometer langen Strecke bis nach Nagoya soll durch Tunnel führen. JR Tokai ist zuversichtlich, die immensen Kosten alleine schultern zu können. Das Unternehmen verdient viel Geld mit der Shinkansen, Japans derzeit schnellster Bahn. Die Shinkansen hatte vor genau 50 Jahren die Ära der Hochgeschwindigkeitszüge eingeläutet.

40 Minuten Reisezeit

Mit dem Maglev würde die Reisezeit zwischen dem Bahnhof Shinagawa in Tokio und Nagoya auf gerade einmal 40 Minuten verkürzt. Die Shinkansen benötigt derzeit gut das Doppelte der Zeit. Zwischen Tokio und Osaka würde die Reisezeit von derzeit 145 Minuten mit der Shinkansen auf 67 Minuten mit dem Maglev sinken.

Kürzlich hatte JR Tokai den Magnetzug erfolgreich erprobt und dabei auf einer Teststrecke eine Höchstgeschwindigkeit von 500 Kilometern pro Stunde erreicht. Das ist deutlich rasanter als die schnellste derzeit im Betrieb befindliche Shinkansen «Hayabusa» mit einer Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Öl ist erst der Anfang: Wie der Iran-Krieg die Weltwirtschaft noch schocken wird
Steigende Ölpreise sind längst nicht mehr der einzige Faktor, wie der Iran‑Krieg die Weltwirtschaft unter Druck setzt. Lieferengpässe bei Energie, Düngemitteln, Medikamenten und wichtigen Industrie‑Rohstoffen treiben die Inflation an. Sie könnten noch tiefere ökonomische Folgen auslösen – selbst wenn der Konflikt bald endet.
Ökonominnen und Experten geben gerade eine Warnung nach der anderen aus: Der Iran-Krieg könnte die grösste globale Wirtschaftskrise seit Jahren auslösen.
Zur Story