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Zürcher Polizei lässt Fussballfans feiern – wenns im Rahmen bleibt

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Zürcher Polizei lässt Fussballfans feiern – wenns im Rahmen bleibt

Die Zürcher Stadtpolizei möchte während der Fussball-EM kein Spielverderber sein. Bei Autokorsos und Hupkonzerten will sie Augenmass bewahren. Sollte es die Situation aber erfordern, wird die Polizei «konsequent einschreiten» und die Feiern auflösen.
06.07.2024, 11:2606.07.2024, 11:26
Angela Rosser / ch media
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Am Samstag kommt es in Düsseldorf zum Megakracher für die Schweiz. Im Viertelfinal trifft die Schweizer Nati auf England. Bringt sie den Sieg nach Hause, gibt es in Zürich eine Freinacht. Feiern, als ob es kein Morgen gäbe, mit allem drum und dran? Fast. Regeln müssen trotzdem sein, um auch die Sicherheit aller gewährleisten zu können.

Autokorsos werden bei Gefahr aufgelöst

Die Stadtpolizei Zürich meint daher zum Thema Autos und Feierlichkeiten auf der Strasse, dass man mit Autokorsos gleich umgehe, wie man es bereits in der Vergangenheit konsequent getan habe. «Die Polizei wird den Autoverkehr im Rahmen der Fussballspiele beobachten und auf Zusehen hin intervenieren. Allfällige Autokorsos wird sie auflösen, wenn die Verkehrsbelastung, die Gefahren oder der Lärm überhandnehmen», so Marc Surber vom Mediendienst der Stadtpolizei.

Weiter erklärt Surber: «Fehlbare Fahrzeuglenker müssen damit rechnen, verzeigt zu werden. Für die Stadtpolizei ist das richtige Augenmass in dieser Angelegenheit genauso wichtig wie konsequentes Einschreiten. Die Einsatzleitung wird situativ beurteilen und entscheiden.»

Hupen ist nicht gleich Hupen

Im Bereich der Langstrasse kommt es immer wieder zu Verkehrsbehinderungen durch Fans. Am vergangenen Samstag musste die Langstrasse aufgrund des hohen Personenaufkommens vorübergehend gesperrt werden. Nach den Spielen lassen Fans der verschiedenen Mannschaften ihrer Freude auch im Auto freien Lauf und drücken auf die Hupe.

Das Gesetz schreibt grundsätzlich vor, dass akustische Warn- oder Lichtsignale nur verwendet werden dürfen, wenn es die Sicherheit des Verkehrs erfordert. Hupt also ein Autofahrer oder eine Autofahrerin ohne Notwendigkeit, droht ihm oder ihr eine Busse in der Höhe von 40 Franken.

Auch hier erklärt die Polizei, dass man nach Augenmass handle. Bis eine Stunde nach dem Spiel drücke man beim Hupen ein Auge zu. Maximal jedoch bis Mitternacht.

Umleitungen und verzeigte Lenker

Die Spiele lassen sich in der Stadt Zürich praktisch überall verfolgen: Die Stadt erteilte die generelle Erlaubnis, dass Gastrobetreiber in ihren bestehenden Gartenbeizen und Boulevard-Cafés Fernsehgeräte mit einer Bildschirmdiagonale von bis zu drei Metern aufstellen dürfen. Besonders beliebt ist das grosse Angebot an Public Viewings in der Stadt Zürich.

Besonders laut wurde es im Quartier am Dienstag nach dem Sieg der Türkei über Österreich, wie eine Anwohnerin erzählt. Die Polizei erklärt: «Nach dem letzten Sieg der Türkei musste der Verkehr im Langstrassenquartier für rund eine Stunde umgeleitet werden. Es kam zu Autokorsos, die der Langstrasse entlang und im Quartier umher fuhren. In rund 20 Fällen mussten Lenkende verzeigt werden.»

Wie laut es am Sonntag werden wird, hängt ganz davon ab, wie sich unsere Nati gegen England behauptet. Hopp Schwiiz.

(sda/roa)

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