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Als Nati-Fans getarnt – Polizei schnappt Taschendiebe am HB

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Bild: TeleZüri

Als Nati-Fans getarnt – Polizei schnappt Taschendiebe am HB

Frenetisch empfingen am Sonntagabend die Fans beim Zürcher Hauptbahnhof die Schweizer Nati. Unter ihnen waren auch Taschendiebe. Weit kamen sie aber nicht.
08.07.2024, 10:3208.07.2024, 11:17
Orgetorix Kuhn, Bettina Zanni / ch media
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Eine jubelnde Menschenmenge empfing die Schweizer Nati auf dem Europaplatz. Über 1000 Fans versammelten sich am frühen Sonntagabend dort, um den Erfolg des Teams an der EM in Deutschland zu feiern. Der Anlass zog aber nicht nur Fans, sondern auch Taschendiebe an.

Am Empfang gab es gratis Nati-Mützen für alle. Getarnt als Fans mit solchen Mützen auf dem Kopf versuchten zwei Männer am Sonntag gegen 17 Uhr Fans zu beklauen. Weit kamen sie dabei aber nicht. Beim Zürcher Hauptbahnhof nahm die Kantonspolizei Zürich die beiden Männer fest. Einen davon führten die Polizisten in Handschellen ab. «Ich habe mich schon darüber gewundert, dass die Polizei plötzlich Fans abführt», berichtet ein ZüriReporter.

33-jähriger Marokkaner verhaftet

Die Kantonspolizei Zürich bestätigt auf Anfrage, dass sie am Sonntag zwei Männer aus Maghreb-Staaten festgenommen habe. «Sie wurden wegen Verdachts auf Vermögensdelikte aufgegriffen und kontrolliert», sagt ein Mediensprecher. Die Polizisten hätten den typischen Modus operandi beobachtet. Konkret bedeutet dies, dass die beiden Fake-Fans die Leute beobachteten und sich ihnen mit der Absicht zu klauen näherten.

Bei einem der Taschendiebe handelte es sich um einen 33-jährigen Marokkaner, der sich illegal in der Schweiz aufhielt. Diesen habe die Polizei verhaftet, sagt ein Mediensprecher. Der zweite Mann habe sich ausweisen können, worauf sie ihn wieder freigelassen hätten.

Hotspot für Taschendiebe

Das Gebiet um den Zürcher Hauptbahnhof ist für Taschendiebe schon lange attraktiv. Letzte Saison entdeckten sie den Zürcher Weihnachtsmarkt an der Europaallee, um auf Beute zu gehen. Sie stahlen Handys und Geldbörsen, wie die Organisatoren damals bestätigten. Die Polizeikontrollen seien erhöht worden.

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