International

«Amerika kultiviert die Vulgarität» – Anti-Journalist Kummer im ungefakten SMS-Interview

watson hat über die Wahlnacht mit «Antijournalist» Tom Kummer gesimslet. Ein Chat über das postfaktische Zeitalter, Trumpland, neuen Journalismus und Wahlkämpfe als Hollywood-Spektakel. 

Publiziert: 09.11.16, 12:33 Aktualisiert: 09.11.16, 18:56

Der Schweizer Journalist Tom Kummer löste im Jahr 2000 einen Medienskandal aus, weil er mehrere Interviews mit grossen Hollywood-Promis gefälscht und an Schweizer und Deutsche Medien verkauft hatte. Sharon Stone, Bruce Willis, Tom Hanks – allen entlockte Starreporter Kummer grandiose Details – dann kam raus: Sie waren alle erfunden. Kummer nannte sich daraufhin «Antijournalist», und erklärte seine «publizistische Grundidee» als Ausdruck der postmodernen Welt. Seit 2016 lebt er nach fast 20 Jahren in den USA wieder in Bern. Der postfaktische Wahlkampf scheint irgendwie zu ihm zu passen. Oder doch nicht?

watson hat während der ganzen Wahlnacht mit ihm gechattet. 

Donald Trump ist der neue US-Präsident. Die Wahl-Nacht in Bildern

6 Kommentare anzeigen
6
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • pamayer 09.11.2016 16:08
    Highlight Tom Kummet for President!

    Danke für die Ankündigung des tomkummer Buches. Freundliche mich darauf!
    1 4 Melden
    600
  • eigenwach 09.11.2016 15:57
    Highlight Hast Du teilweise die Gross- und Kleinschreibung bei «Sie/sie» und «Ihnen/ihnen» verwechselt? Oder meintest Du jeweils ihn mit Fragen wie: «Inwiefern sind Sie der Verblödung ausgesetz?» oder «Was passiert mit Ihnen, wenn Sie verlieren und frustriert zurückbleiben?» und er hats nicht richtig verstanden?
    4 1 Melden
    • Rafaela Roth 09.11.2016 18:16
      Highlight Ja, hab ich in der Eile, bezüglich der Frage nach den Trump-Wählern.
      3 0 Melden
    600
  • Radiochopf 09.11.2016 14:44
    Highlight Wow, danke für den seriösen, aber auch lustigen Artikel. Das hier ein "Schweizer" alles so direkt auf den Punkt bringt und gut erklärt, was gestern Nacht und wohl all die letzten Jahren in den USA passiert ist, hätte ich nicht gedacht. Ich hoffe, er hat auch mit seinen Voraussage nrecht. Das es neue Parteien gibt, statt nur diese 2. Auch das dieser Hollywood-Journalismus verschwindet und endlich wieder echter Journalismus kommt. CNN, FOX usw. sollten Geschichte sein, es brauchte neue Medien..
    14 3 Melden
    600
  • lilie 09.11.2016 14:01
    Highlight Cooles Interview! 👍
    10 1 Melden
    600
  • Hackphresse 09.11.2016 13:28
    Highlight Geiles interview! Passt zum 'postfaktischen' Rahmen 😂
    Emotionen, Ästhetik usw. Trotzdem unmanipuliert😄 so mit den 1 zu 1 geposteten screenshots.
    Fehlen nur noch Picdumpelemente im interview (Leute die ihre umgebung angezogen haben z.Bsp. 😂😂)😂
    👍🏼👍🏼👍🏼
    8 1 Melden
    600

Shakira, Forest Whitaker und Anne-Sophie Mutter am WEF geehrt

Drei Künstler, die sich für eine bessere Welt einsetzen, sind am Montag in Davos mit dem «Crystal Award» des Weltwirtschaftsforums (WEF) ausgezeichnet worden: Violinistin Anne-Sophie Mutter, Sängerin Shakira und Schauspieler Forest Whitaker.

Popstar Shakira wird für ihr Engagement für die Bildung und die frühkindliche Entwicklung ausgezeichnet. Die 39-jährige Sängerin ist Goodwill-Botschafterin des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF. Mit 18 Jahren gründete sie die Pies Descalzos Foundation, die …

Artikel lesen