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Wehrt sich gegen die Beschlüsse Trumps: Die holländische Ministerin für Entwicklungszusammenarbeit Lilianne Ploumen. Bild: JAKUB GAVLAK/EPA/KEYSTONE

Trump streicht Hilfe für Frauen – diese Holländerin kontert mit Klasse 

In einem Zimmer voller Männer strich Donald Trump Hilfe für Frauen, die sie am dringendsten benötigen. Zeit, um dagegen etwas zu unternehmen, dachte sich eine holländische Politikerin – und erhält bereits jede Menge Zuspruch. 

26.01.17, 03:38 26.01.17, 15:19

Es war eine der ersten Amtshandlungen Donald Trumps. Am Montag unterzeichnete der US-Präsident ein Anti-Abtreibungs-Dekret. Dieser Erlass verbietet staatliche Finanzhilfen für ausländische NGOs, die Abtreibungsberatung anbieten oder Abtreibungsempfehlungen aussprechen. 

Der Aufschrei, der darauf durch die sozialen Netzwerke und die Medien ging, war gross. Nicht zuletzt weil der Szene etwas Groteskes anhaftete. Als Trump das Dekret unterzeichnete, welches Frauen betrifft, war er ausschliesslich von Männern umgeben. 

«So lange du lebst, wirst du niemals ein Foto von sieben Frauen sehen, die ein Gesetz unterschreiben, das Männern sagt, was sie mit ihren Fortpflanzungsorganen machen dürfen», empörte sich ein Twitter-User. 

Nur: So falsch dies für viele aussehen mag, so voraussehbar war die Unterzeichnung des Dekrets auch. Seit Reagans Präsidentschaft liegt es in der Tradition der Republikaner, dieses Gesetz zu erlassen. George W. Bush vollzog nach Bill Clinton den selben Schritt wie jetzt Donald Trump nach Barack Obama. Nichts Aussergewöhnliches also. 

Kampfansage aus Holland

Aussergewöhnlich ist hingegen die Reaktion einer holländischen Politikerin. Sie beschwert sich nicht nur über Social Media, sondern schreitet in Aktion. In der Nacht auf Mittwoch verkündete Lilianne Ploumen, dass sie einen Fonds gründen wolle, der die weggefallene Finanzhilfe der USA ersetzen soll. 

Seither ist die Politikerin der linken Arbeiterpartei (PvdA) die Frau der Stunde. Und das nicht nur in Holland, sondern in ganz Europa. Denn Ploumen sendet mit ihrer Aktion ein Signal. Es ist eine Kampfansage.

Sie beendet ein Ohnmachtsgefühl, das viele Frauen und Männer in Europa beschlich, seit Donald Trump ins Oval Office gewählt wurde.

Die Message: Wir können sehr wohl etwas tun. Es geht uns alle etwas an, was gerade im Weissen Haus passiert. Auch hier auf der anderen Seite des Atlantiks. 

Loch von 600 Millionen US-Dollar

Rund 600 Millionen US-Dollar dürften den Hilfsorganisationen aufgrund Trumps Entscheidung fehlen. «Das ist sehr enttäuschend», meint Ploumen, «das ist sehr schlecht für sehr viele Frauen in Entwicklungsländern». Vor allem Frauen in Afrika werden gemäss Ploumen unter Trumps Entscheid leiden müssen.

«Die Abtreibungen werden einfach ins Hinterzimmer verlegt.»

Lilianne Ploumen

Ploumen erklärt: «Ein Verbot hat nicht weniger Abtreibungen zur Folge. Die Abtreibungen werden einfach ins Hinterzimmer verlegt, wo sie unverantwortlich durchgeführt werden. Die Muttersterblichkeit wird zunehmen.» 

«Das öffentliche Sprechen über sexuelle Themen hat in Holland lange Tradition», sagt Ploumen. Die Niederlande habe in den vergangenen Jahren durch Unterstützung von Hilfsorganisationen bereits viel erreicht. «Allein vergangenes Jahr haben wir rund sechs Millionen ungewünschte Schwangerschaften und eine halbe Million Abtreibungen verhindern können.» Der Beschluss der Vereinigten Staaten würde diese schönen Resultate jetzt wieder zunichte machen. «Das dürfen wir nicht zulassen.» 

Ploumen sagt: «Ein Mädchen muss selber beschliessen können, ob es Sex will und daraus ein Kind resultieren soll. Mit unserer Unterstützung sind wir auf gutem Weg, aber das 600-Millionen-Loch, welches Trump schlägt, durchkreuzt unsere Pläne.»

«Frauen sollen Chef über ihren eigenen Körper bleiben», sagt Lilianne Ploumen.  Bild: ENRIQUE DE LA OSA/REUTERS

Interesse aus «allerlei Ecken»

Ploumen, die momentan Ministerin für Aussenhandel und Entwicklungszusammenarbeit ist, arbeitet jetzt mit Hochdruck daran, die fehlenden 600 Millionen Dollar zusammenzutreiben.

Ploumens Sprecher lässt am Mittwoch verlauten, dass die Ministerin bereits diverse Telefonate geführt hat, um ihre Ansage in die Realität umzusetzen. Sie sei in Gesprächen mit einer breiten Koalition aus Ländern, Firmen und Organisationen. Diese Woche werde sie Gespräche mit Kollegen in Europa und Latein-Amerika führen.

«Allerlei Ecken», hätten bereits Interesse an ihrem Vorhaben bekundet, verkündete ihr Sprecher vielversprechend. Wie viel Geld tatsächlich zusammenkommt, werde man aber erst in einigen Wochen erfahren.

Und dann sagte er noch Folgendes: «Die Ministerin respektiert selbstverständlich die Massnahmen eines demokratisch gewählten Präsidenten. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie damit einverstanden ist.» (cma)

Passend zu: Was ist Trumps Global Gag Rule – und warum kann sie tödlich sein?

Video: watson.ch

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  • joevanbeeck 03.02.2017 18:21
    Highlight Ich hoffe Frau Ministerin ist gut im Geld sammeln... wenn sie die Wahlen im März überraschend übersteht könnte sie ja direkt weiter sammeln. Der Holländische Privatsektor ist mit rund 230 Prozent der Wirtschaftsleistung verschuldet...
    doppelt so hoch wie z.B. Deutschland.
    1 0 Melden
  • ThePower 26.01.2017 17:49
    Highlight Typisch Republikaner halt, nach dem Motto: schütz das Leben-bis es auf der Welt ist. Dann darfst du jeden abknallen, der unbefugt deinen Garten betritt🤔😄
    73 5 Melden
  • Karl33 26.01.2017 11:04
    Highlight Manchmal tun die Resultate eines zurückschwingenden Pendels gar nicht so schlecht. Man überlegt sich dann vielleicht vorher, ob man es überhaupt so stark auf die eine Seite schwingen lassen will.

    Man lese etwa: Hexenjagd auf dem Campus. Das schreit geradezu nach einer Korrektur. Nun ist sie da.
    https://www.nzz.ch/meinung/political-correctness-in-den-usa-hexenjagd-auf-dem-campus-ld.90416
    15 48 Melden
    • Macke 26.01.2017 15:52
      Highlight Den Frauen, die nicht unter medizinisch-hygienischen Bedingungen abtreiben können, nützt es sicher viel, wenn du als Beispiel die "political correctness" in amerikanischen Universitäten aufführst.
      Was genau willst du mit deinem Kommentar zur Abtreibungsthematik aussagen? Oder handelt es sich hier um Derailing, indem du Äpfel mit Birnen vergleichst?
      47 6 Melden
  • Bits_and_More 26.01.2017 10:51
    Highlight Warum wird jetzt wieder ein MannVSFrau daraus kreiert? Hier treffen konservative Werte auf Liberale...
    Es gibt wohl auch etliche Frauen aus dem konservativen Lager in Amerika, welches dieses Dekret unterstützen.
    43 8 Melden
  • leu84 26.01.2017 09:50
    Highlight Jetzt durfte wohl Mike Pence eine Wunsch äussern.
    26 8 Melden
  • Denk nach 26.01.2017 09:28
    Highlight Das einzige positive daran ist, dass Europa nun lernt auf eigenen Füssen zu stehen. Sind uns Werte wichtig, müssen wir selber dafür einstehen und Geld in die Hand nehmen und uns nicht auf Amerika verlassen.
    85 4 Melden
  • plaga versus 26.01.2017 09:13
    Highlight Das ist doch das was Trump will: Die Privatisierung von staatlichen Aufgaben wie die Abtreibungshilfe. Ist ja toll, wenn es plötzlich geht, dass sich andere drum scheren und finanzieren...
    Und hört auf, den Frauen alleine die Schuld und Verantwortung über Schwangerschaft und Abtreibung zu geben. Es passieren Frauen und Mädchen viele Dinge , von denen viele Leute keinen Schimmer haben.
    64 13 Melden
    • kleiner_Schurke 26.01.2017 09:37
      Highlight Dad ist ja doch längst privatisiert....
      11 5 Melden
  • Claudia Jaquier 26.01.2017 08:43
    Highlight Hut ab vor den Holländern. Zuerst das superwitzige Video und nun diese ausgezeichnete Initiative. Chapeau.
    55 18 Melden
  • kleiner_Schurke 26.01.2017 08:33
    Highlight Abtreibungen in den USA sind weiterhin erlaubt und werden weiterhin durchgeführt. Planed Parenthood wird weitestgehend privat finanziert. So wie Abtreibung ebenfalls privat finanziert werden müssen im US Krankensystem. Die Aktion von Trump, hat nur den Zweck den eigenen evangelikalen Wählern, ca 25% der Amerikaner) zu gefallen. Frau Polumen nutzt die Gunst der Stunden um Werbung für sich zu machen . Willkommen im postfaktischen Zeitalter.
    41 56 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 26.01.2017 12:28
      Highlight Ich glaube, er wollte schon auch noch etwas seine persönlichen Rachegelüste ausleben gegen den WomensMarch und die hundertausenden Anti-Trump-Pussies. Aber ich gebe dir insofern Recht, dass diese ganzen Trump-Dekrete bisher nicht viel bewirken, ausser viel Mediengrummel.
      13 11 Melden
  • zoink 26.01.2017 08:17
    Highlight Wieso müssen andere nun Entwicklungshilfe für die USA leisten ? Die Amerikaner erhalten den Präsidenten den sie verdienen die sie ihn gewählt haben und mit den Konsequenzen müssen sie leben.
    28 58 Melden
    • Gilbert Schiess 26.01.2017 08:49
      Highlight Weil es hier nicht nur um die USA geht, die betroffenen NGOs agieren auch und vorallem in anderen Ländern.
      54 12 Melden
    • HeforShe 26.01.2017 08:53
      Highlight Die US-Amerikaner sind aber nicht die direkten Leidtragenden dieser gag order - auch sie werden darunter leiden, aber die Entscheidung betrifft Frauen weltweit, besonders in armen Ländern und wo (sexuelle) Gewalt und Missbrauch hoch sind, da die NGOs dort ein Mindestmass an medizinischer Hilfe leisten.
      41 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.01.2017 08:58
      Highlight äh ja, wieso soll die USA fremde NGOs bezahlen? Haha! Sind ja Nicht-Regierungsorganisationen?

      OMG gut räumt mal einer den Stall aus!!
      26 97 Melden
    • zsalizäme 26.01.2017 09:25
      Highlight Es geht hier nicht um die USA sondern vorallem um die Eintwicklungsländer. Nicht die amerikanischen Frauen sind davon betroffen, sondern hauptsächlich Frauen in solchen Ländern. Deshalb springen andere ein. Ihr Bild finde ich aber ganz gut.
      22 5 Melden
    • HeforShe 26.01.2017 09:55
      Highlight @Stipps
      Moralische, soziale, (historische), humanistische Verantwortung für Menschen, denen nicht einmal die Menschenrechte gewährt werden.

      Das ist natürlich auch eine Frage der persönlichen Einstellung, des eigenen Humanismus und der Hilfsbereitschaft, sowie der Empathie und dem Umgang mit den eigenen Privilegien.
      42 6 Melden
    • stef2014 26.01.2017 10:11
      Highlight @Stipps: Aber wenn es dann wieder um die Asyldiskussion geht, dann schreien alle "Hilfe vor Ort", gell? So kann man es sich zurecht legen wie es gerade passt....
      28 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.01.2017 10:26
      Highlight @HeforShe: Ist natürlich wieder die Keule der Verantwortung des Westens statt der Eigenverantwortung der Völker - wodurch ihr deren Gleichberechtigung und Selbstbestimmung unterminiert und zwar in den vergangenen Jahrzehnten auch ziemlich erfolgreich.
      9 40 Melden
    • HeforShe 26.01.2017 11:06
      Highlight @Stipps
      Das ist ein Totschlagargument, welches den komsozialen, politischen und geschichtlichen Hintergründen in ihrer Komplexität keinen Respekt zollt.

      Einzig das in Klammern gesetzte Wort "historisch" wird von deiner Ablehnung, Hilfeleistung in anderen Ländern zu erbringen, höchstens ansatzmässig berührt. Humanitäre Hilfe ist aber zeitlich, historisch, politisch, geografisch losgelöst, denn der Ursprung ist, wie zu erraten ist, in der Menschlichkeit - die Opfer der Systeme und der jeweiligen Gesellschaft seit 1948 verdient haben.
      13 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.01.2017 11:26
      Highlight @stef2014: Braucht die USA hilfe vor Ort durch fremde NGO's - allem Anschein nach neeein ;-) Gilt auch bezüglich Entwicklungshilfe - kann jeder Staat selbst entscheiden, ob er das will oder nicht ... entscheidend ist, dass er mitsprechen darf, nicht einfach mit Projekten und Geldern überstülpt wird.
      7 23 Melden
    • stef2014 26.01.2017 13:21
      Highlight Du redest am Thema vorbei Stipps. Das hat nix mit Hilfe vor Ort der USA zu tun. Es geht darum, dass wenn die Probleme im eigenen Land sind, Hilfe vor Ort gefordert wird. Sind die Probleme anderswo, ist es wieder zu teuer. Diese Doppelmoral ist einfach - mit Verlaub - verlogen. Als Schweizer sollte man stolz darauf sein, dass NGOs existieren, da die Schweiz diesbezüglich eine Pionierrolle einnimmt. Was Trump da macht ist nix anderes als seine erzkonservativen Milliardären-Freunde zufriedenzustellen unter dem Deckmantel einer pseudoreligiösen Strategie.
      15 3 Melden
  • fcsg 26.01.2017 08:14
    Highlight Er hat ja Abtreibungen nicht verboten, sondern lediglich die Finanzierung von ausländischen NGO's. Es ist doch keine Staatsaufgabe Abtreibungen im Ausland zu finanzieren. Oder habe ich etwas falsch verstanden?
    60 55 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.01.2017 08:22
      Highlight Sehe ich auch so vor allem, wenn der eigene Staat extrem viele schulden hat.
      20 20 Melden
    • HeforShe 26.01.2017 08:48
      Highlight Nein, NGOs, welche US-Gelder beziehen, dürfen in KEINER Form über Abtreibungen SPRECHEN. Sie dürfen nicht an Diskussionen teilnehmen oder überhaupt diese Möglichkeit erwähnen. Da diese NGOs aber auch andere, wichtige Massnahmen unternehmen, wie Aufklärung, Verhütungsmittel, Medikamente, medizinische Versorgung nach (Hinterhof-)Abtreibungen und Prävention von HIV-Ansteckungen, fehlen diese Gelder auch in diesen Bereichen.
      Sie dürfen ausserdem keine ausländischen Gelder annehmen!
      49 9 Melden
    • HeforShe 26.01.2017 08:52
      Highlight Dazu kommt, dass diese NGOs in Ländern wichtig sind, die kein funktionierendes Gesundheitssystem haben. In der Schweiz wird diese gag order Frauen weniger betreffen. In Ghana, wo Frauen verwundbar sind, eher Opfer von (sexueller) Gewalt werden und von Missbrauch, stellen diese NGOs lebensrettende Hilfen dar und geben ihnen wenigstens einen Teil der Menschenrechte zurück. Hier entscheiden weisse, alte, reiche Männer über das Schicksal von verwundbaren Frauen anhand ihres Glaubens - und Frauen WERDEN sterben.
      47 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.01.2017 08:59
      Highlight Vorallem NGO's - verstehen wir jetzt was falsch? Sind doch regierungsunabhängige Org.?!
      9 42 Melden
    • hektor7 26.01.2017 09:06
      Highlight Ja, du hast da was falsch verstanden. Zieh dir am besten mal das Video am Ende des Artikels rein...
      14 9 Melden
    • fcsg 26.01.2017 09:44
      Highlight @HeforShe
      Aber heissen NGO's nicht gerade NGO's, weil sie unabhängig vom Staat sind? Es kann doch nicht sein, dass der Steuerzahler für Abtreibungsaufklärung im Ausland durch NGO's aufkommen muss. Ich bin kein Abtreibungsgegner, aber es ist nunmal ein Fakt, dass Abtreibungen höchst umstritten sind in der Bevölkerung. Und inländische NGO's sind ja nicht betroffen, dafür bräuchte es eine Gesetzesänderung, welche Trump nicht alleine beschliessen kann.
      13 14 Melden
    • stef2014 26.01.2017 11:17
      Highlight fcsg, es geht hier nicht um die paar Millionen, sondern um das republikanische Image, dass nunmal von erzkonservativen Ansichten geprägt ist. Dazu zählt auch das Thema Abtreibung. Auch die Schweiz leistet Hilfe an NGOs. Die heissen nicht so, weil sie finanziell unabhängig sind vom Staat, sondern weil sie nicht zwischen Staaten agieren und politisieren. Gerade als Schweizer sollte man dieser Tradition Respekt entgegenbringen.
      9 4 Melden
    • HeforShe 26.01.2017 13:11
      Highlight Grundsätzlich sind NGOs keine staatlichen Einrichtungen, das ist korrekt. Es obliegt jeder NGO zu entscheiden, ob sie staatliche Unterstützungshilfen entgegennehmen. Greenpeace z. B. tut dies nicht. Da dies zu einer gewissen Abhängigkeit in der Hilfspolitik führt, ist es umstritten, aber die private Unterstützung deckt u. U. den Bedarf nicht.
      Hier ist insbesondere die USAID betroffen. Internationale Hilfsgelder sind auf politischer Ebene sowieso Sache des jeweiligen Staates.
      8 2 Melden
    • HeforShe 26.01.2017 13:14
      Highlight Es werden auch keine Steuergelder für Abtreibungen an sich genutzt, weder im In- noch Ausland. Das ist gesetzlich seit 1973 geregelt und wird äusserst ernst genommen.

      Aber Aufklärung ist keine Werbetrommel für Abtreibungen. Es heisst lediglich, dass Frauen INFORMIERTE und damit SICHERERE Entscheidungen für ihren Körper und (psychische) Gesundheit treffen können. Und sich auch gegen eine Abtreibung entscheiden, wenn sie es wünschen.
      Aufklärung bedeutet auch Vor- und Nachsorge.
      Ausserdem werden jegliche Diskussionen, die zwingend für Fortschritt sind, im Keim erstickt.
      12 1 Melden
    • HeforShe 26.01.2017 13:20
      Highlight Es werden nicht nur Gelder der USAID eingefroren, die eben nicht für Abtreibungen eingesetzt werden, sondern für andere Dienstleistungen, wie medizinische Versorgung, Verhütungsmittel, AIDS-Prävention usw., sondern weil auch FREMDE Gelder nicht für Dienstleistungen, die mit Abtreibungen in Zusammenhang stehen, z.B. eben Aufklärungen, eingesetzt werden dürfen.
      D.h. diese Verordnung blockiert den gesamten Zugang zu finanzieller Hilfe. Und die Haltung der derzeitigen US-Regierung wird ähnliche Konsequenzen für Frauen in den USA haben. Diese Übergriffigkeit ist für Frauen weltweit von Bedeutung!
      7 2 Melden
    • fcsg 26.01.2017 14:03
      Highlight @stef2014
      Ich würde das Thema Abtreibungen nicht einfach in die erzkonservative Ecke stellen. Es ist vielmehr eine grundlegende philosophische und rechtliche Diskussion wann das Recht auf Leben beginnt, welche nicht einfach ins Schema links-rechts einzuordnen ist.
      Ich bin der Meinung, dass für Beiträge an NGO keine Beiträge aus Steuergeldern bezahlt werden sollten. Denn über diese Gelder geht die Kontrolle grösstenteils verloren, so setzen sie z.B. der WWF und andere NGO inzwischen ein, um Wind- und Wasserkraftwerke zu blockieren und ihre Anwälte zu finanzieren. Spenden ist Privatsache!
      4 3 Melden
    • stef2014 26.01.2017 14:51
      Highlight fcsg, du hast insofern Recht, dass es nicht ausschliesslich eine Frage des Konservatismus ist. Fakt ist aber auch, dass aus eben dieser Ecke ein ziemlich eindeutige Haltung hervorgeht, was oft einen religiösen Hintergrund hat. Das Thema Abtreibung ist für sich schon komplex genug. Nur obliegt es am allerwenigsten diesen Herren über das Leben und den Körper anderer Menschen zu bestimmen. Das mit der Finanzierung ist Ansichtssache. Und natürlich ist es kein Geheimnis, dass auch nicht alle NGOs weisse Westen tragen. Für den Rest hat HeforShe eigentlich alles Wesentliche schon gesagt.
      4 1 Melden
    • fcsg 26.01.2017 18:00
      Highlight @Stef2014
      Ein Abtreibungsgegner würde dem entgegnen: Wieso soll dann die Mutter das Recht haben über das Leben des ungeborenen Kindes zu entscheiden? Ich bin zwar der Meinung, dass bis zu einem gewissen Zeipunkt eine Abtreibung möglich sein soll. Aber die gegenteilige Ansicht kann ich auch verstehen (ähnlich wie bei der Organspende). Da viele Menschen Abtreibungen mit Mord (insbesondere in den USA) gleichsetzen, finde ich es nur konsequent, wenn man dafür nicht Steuergelder aufwendet.
      1 4 Melden
  • Menel 26.01.2017 08:03
    Highlight Grossartige Sache! Trump bringt wohl das schlechteste und das beste in Menschen zum Vorschein.
    Vielleicht bewirkt seine Amtszeit ja, dass sich die Welt von den USA emanzipiert!
    81 18 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.01.2017 09:00
      Highlight Ja Menel, mit Ausrichtung Russland oder China oder Afrika? Kannst dich von den mächtigen leider nur begrenzt emanzipieren ... der muss dem zustimmen ...
      11 31 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.01.2017 09:43
      Highlight @Menel: Ja genau, und Du warst der Trendsetter schlechthin und bist eigentlich im Grunde Deines Wesens ein Rassist. Nur weil Dir die Richtung und Denkweise eines Staates und Volkes nicht passt, muss man sich von ihm emanzipieren. Toleranz und Demokratie sind für Dich Fremdwörter.... Aber das hast Du ja mit Deinen pseudointellektuellen Posts (copy-paste) ja mehrmals bewiesen.

      Du folgst mit Deinen Posts einfach dem Mainstream der vielfach ganz engstirnigen und untoleranten Watson-User.... von daher herzlichen Glückwunsch zu Deiner Anpassungsfähigkeit. Darwin hätte seine Freude an Dir.
      10 41 Melden
    • dmark 26.01.2017 09:59
      Highlight Wieso "mit Ausrichtung"? Es ging @Menel um "Emanzipation".
      26 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.01.2017 10:19
      Highlight @Frooonk: Stimmt eigentlich ... guter Punkt. Wenn ich das über irgendeine andere Volksgruppe schreiben, ausserhalb des Westens, bin ich Rassist.
      4 21 Melden
    • Menel 26.01.2017 10:26
      Highlight @Frooonk, Trendsetter für was? Rassist, weil man die Vorgehensweise eines Landes nicht toll findet? Dadurch ist man dann auch noch nicht mehr demokratisch?


      Und ich glaube sie verwechseln mich mit jemandem. Copy-Paste ist nicht mein Ding.
      26 4 Melden
    • Menel 26.01.2017 10:55
      Highlight @Frooonk und Stipps, bitte informieren sie sich mal darüber, was man unter Rassismus und Volksgruppe versteht. Danach diskutiere ich sehr gerne mit ihnen.
      18 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.01.2017 11:58
      Highlight Trendsetter für einen Hass auf ein Volk. Nicht ein Land hat eine Vorgehensweise sondern das Volk. Habe noch keinen Fluss, Baum oder Wiese gesehen, die etwas zur Weltpolitik beiträgt oder?

      Und wenn man ein ganzes Volk pauschalisiert, dann ist das Rassismus (war von 1933 - 1945 auch nicht anders).

      Nein Demokratie bedingt, dass man andere Meinungen akzeptiert. Alles andere ist Faschismus und Diktatur.

      Doch Copy-Paste ist genau Ihr Ding. Der grösste Teil Ihrer Posts ist aus dem Internet kopiert (nur weil man es nach einer Weile selber schreibt, muss es noch lange keine eigene Idee sein).
      4 22 Melden
    • Menel 26.01.2017 12:52
      Highlight Hass auf ein Volk? Pauschalisierung? Wo um alles in der Welt lesen sie das heraus?

      Rass-ismus bezieht sich auf Rasse. Sie sind also der Ansicht, dass die gesamte Bevölkerung der USA eine Rasse ist? Versteh ich das richtig?

      Und nein, ich bin nicht der Meinung, dass ich andere Meinungen einfach akzeptieren muss. Ich kann meine eigene Meinung haben. Diktatur wäre es erst, wenn ich meine Meinung gewaltvoll (mit einem Diktat) durchsetzen wollte. Aber auch dann wäre es nicht zwangsläufig faschistisch.

      Zeigen sie mir bitte, woher ich meine Kommentare beziehe und copy-paste.
      21 2 Melden
    • stef2014 26.01.2017 15:38
      Highlight Froonk/Stipps, ihr tätet gut daran, Kommentare aufmerksamer zu lesen. Menel hat das Wort "Volk" nicht benutzt. Weder ist Rassismus darin enthalten noch ist Hass herauszulesen. Ich kann mit dem ganzen USA-Bashing auch nix anfangen. Wenn ich kritisch bin, dann gegen die Politik und ihren Handlungen im globalen/innenpolitischen oder gegen die Ideologie gewisser Gruppen im engeren Kontext (z.B. Waffenlobby). Kritik und Hass sollte man schon zu unterscheiden wissen. Zuguterletzt betreibt DT selbst nix anderes als Emanzipation, wenn man den Begriff auf seinen Ursprung reduziert.
      11 0 Melden
    • Raembe 26.01.2017 18:39
      Highlight @ Deleted: Seien Sie froh tragen Bäume, Flüsse etc. nichts zur Weltpolitik bei. Deren erste Amtshandlung wäre nämlich "s Volch regiert" Leuten wie Ihnen, in den Arsch zu treten. Damit Sie endlich kapieren das Demokratie auch ihre Schwächen hat und nicht jeden Kritiker, der diese Anspricht nicht gleich ein Faschist ist.

      Btw. scheint Menel ihre Meinung mehr zu akzeptieren, als Sie ihre. Sie sind der der mit Beleidigungen argumentiert und Ihr falsche Tatsachen unterstellen. Bin schon lange Watson User und täglich mehrmals on. Ja, Menels Comments enthalten manchmal Links, aber dies als Quelle.
      9 0 Melden
    • Waedliman 28.01.2017 11:23
      Highlight Diese Emanzipierung halte ich auch für richtig. Hätte es Europa in den letzten Jahren geschafft, sich geschlossen zu zeigen, gäbe es auch eine Chance dazu. Leider wird nun jedes einzelne Land seinen eigenen Weg wählen müssen, mit diesem Präsidenten umzugehen. Und ich bin gespannt, wie es in den USA selbst weitergeht, wo die Spaltung ja munter vorangetrieben wird. Wahrscheinlich werden wir in ein paar Monaten keine Nachrichten über Trump mehr lesen können, weil unser Hirn die Menge an Schwachsinn nicht mehr verarbeiten kann und dann erledigt sich das alles sowieso von selbst.
      2 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 26.01.2017 07:17
    Highlight Komisch irgendwie wird immer kritisiert, dass sich die USA in fremde Angelegenheiten mischen.... aber diese(r) Holländer(in) nimmt sich das Recht raus gleich zu handeln.

    Klar sind die Frauen Bestimmer über ihren Körper. Aber müssen dass demzufolge alle mittragen? Abtreibung ist Mord und wir es immer bleiben, dass kann man mit Parolen jeglicher Couleur umschreiben, es bleibt so....

    32 193 Melden
    • Lukas Küng 26.01.2017 08:06
      Highlight Ja. Aber so wie ich es verstanden habe, geht es auch darum, Abtreibungen zu verhindern durch Aufklärung etc.
      57 7 Melden
    • HeforShe 26.01.2017 08:59
      Highlight Abtreibungen gibt es so oder so. Es ist deshalb nicht eine Frage, ob der individuelle Glaube, ob Abtreibung Mord ist auf dem politischen Parkett diskutiert werden sollte, sondern um das Leben von Frauen und die Rechte über ihren Körper. Abtreibungen werden grundsätzlich nicht von staatlichen (Steuern) Geldern in den USA finanziert, auch nicht unter Obama. Da gibt es ein eigenes Gesetz dazu. Es besteht also kein Konflikt, dass das eigene Geld gegen den Glauben verwendet wird... in dieser Hinsicht.
      23 2 Melden
    • nJuice 26.01.2017 09:31
      Highlight Wer Abtreibungen mit Mord gleichsetzt, bei dem sind die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten 60 Jahre komplett vorbeigegangen. Das kann man mit Parolen jeder Art umschreiben, es bleibt so....
      31 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.01.2017 11:54
      Highlight Aha 60 Jahre gesellschaftliche Entwicklungen ändern das? Wunderbar wie sich alles vereinfacht und relativiert...
      6 18 Melden
    • Waedliman 28.01.2017 11:26
      Highlight Der Standpunkt zum Thema Abtreibung ist ein emotional-religiös-ethischer und bei vielen Menschen deshalb überhaupt nicht diskutierbar. So wie das Thema Evolution bei evangelikalen Menschen auch nicht. Das bedeutet, dass wir uns wissenschaftlichen Erkenntnissen und auch rationalen Entscheidungen gegenüber immer beugen müssen, weil es irrationale Befindlichkeiten gibt? Man bewahre uns davor, denn dann haben wir einen Flächenbrand von Demagogie und Faschismus, weil Ängste und Befindlichkeiten im Wahlvolk genau das begründen. Wir müssen endlich nutzen, was wir haben: das Hirn!
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  • R. Peter 26.01.2017 07:12
    Highlight Hat er nun die (freiwillige) Abtreibung verboten oder Finanzhilfen an ausländische NGOs für Abtreibugen?
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  • Holla die Waldfee 26.01.2017 07:10
    Highlight Hass und Verachtung für Frauen, die sich nicht männlicher Vorherrschaft unterwerfen. Typisch für Konservative.
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    • Deathinteresse 26.01.2017 09:36
      Highlight Stipps, das aus deinem Mund! Höhö
      25 6 Melden
    • Holla die Waldfee 26.01.2017 12:46
      Highlight Stipps, gestatte mir die Frage wie alt du selbst bist!
      Ich frage dich das, weil du mir empfohlen hast, erwachsen zu werden. Denn in der Regel kommt dieser Spruch entweder von jungen Leuten, die selbst kaum erwachsen sind. Oder er kommt von weniger gebildeten oder intoleranten Leuten, die denken, Alter würde ihnen automatisch auch zum Rechthaben verhelfen.
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    • Gelöschter Benutzer 26.01.2017 13:33
      Highlight Tatsächlich? Hmm, die beiden Ansätze sind nicht die einzigen - überdenken ;-) Eine wichtige Eigenschaft der Erwachsenen ... Grautöne.
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    • Holla die Waldfee 26.01.2017 16:58
      Highlight Hör auf mit dem Kindergarten und sag uns, wie alt du bist! Und sonst hör auf, auf dem Alter von anderen herumzureiten!

      WATSON! ICH BRAUCHE EINE IGNORE-FUNKTION für nervige User!
      14 5 Melden
  • Bolly 26.01.2017 06:51
    Highlight 💪🏼💪🏼💪🏼💪🏼💪🏼
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