Schweiz

Bundesrat nimmt steigende Sozialhilfekosten unter die Lupe

06.09.17, 10:24 06.09.17, 11:06

Die Zahl der Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger ist zwischen 2005 und 2015 gestiegen. Auch die durchschnittlichen Jahresausgaben pro Person haben zugenommen. Der Anteil der Bezüger an der Wohnbevölkerung blieb dagegen unverändert bei 3.2 Prozent.

Das schreibt der Bundesrat in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht, den das Parlament verlangt hatte. Die Zahlen basieren auf der Schweizerischen Sozialhilfestatistik. Daneben gebe es kaum detaillierte und unter den Kantonen vergleichbare Daten, hält der Bundesrat fest.

Zwischen den Kantonen bestünden grosse Unterschiede, und es fehle an Transparenz. In der Debatte über die Kostenentwicklung würden oft die Sozialhilfe und die weiteren kantonalen Bedarfsleistungen miteinander vermischt.

Fest steht, dass die Kosten zunehmen: Zwischen 2005 und 2015 stiegen die Leistungen der wirtschaftlichen Sozialhilfe von 1.7 auf 2.6 Milliarden Franken, die durchschnittlichen Jahresausgaben pro Person von 7389 auf 9854 Franken.

Die Zunahme sei Ausdruck gesellschaftlicher Entwicklungen, hält der Bundesrat fest. Unter anderem hängt sie damit zusammen, dass es immer mehr Einpersonen- und Einelternhaushalte gibt. Keine zentrale Rolle spielt laut dem Bundesrat die Lastenverschiebung zwischen den Sozialversicherungen, also zwischen Arbeitslosenversicherung, Invalidenversicherung und Sozialhilfe. (sda)

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  • roterriese {gender fluid; AH-64} 08.09.2017 11:45
    Highlight Die Zahl der Bezüger wird in 5-7 Jahren noch mehr steigen, nämlich dann, wenn die Gemeinden für die Wirtschaftsmigranten zuständig werden und nicht mehr der Bund die Kosten trägt.
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  • Schneider Alex 07.09.2017 06:22
    Highlight
    Beschäftigungsprogramme statt Sozialhilfe!

    Viele Sozialhilfebezüger und –bezügerinnen wären bereit, Arbeit im Rahmen von Beschäftigungsprogrammen zu leisten. Sinnvolle Arbeit gibt es genügend, zum Beispiel im Gesundheits- oder Bildungswesen, im Umwelt- oder Naturschutz. Die öffentliche Hand ist aufgerufen, solche Arbeitsplätze in einem sekundären Arbeitsmarkt zu schaffen oder zu unterstützen, ohne allerdings den primären Arbeitsmarkt zu konkurrenzieren oder zu subventionieren.
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  • Telomerase 06.09.2017 20:45
    Highlight Besser man recherchiert da nicht weiter nach oder verschleiert zumindest die Daten, sonst könnte die SVP und Co. sich am Ende noch bestätigt fühlen.
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  • gnp286 06.09.2017 12:37
    Highlight Alsooo die Sozialhilfekosten stiegen um etwas mehr als 50%, pro Person wurde aber nur ca. 1/3 mehr ausgegeben. Der Anteil der Wohnbevölkerung ist gleich geblieben. Wo das wohl her kommt?
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    • pedrinho 06.09.2017 14:59
      Highlight vielleicht Parkinson, zweiter lehrsatz ;)
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    • Tikvaw 06.09.2017 16:10
      Highlight Der (%) Anteil der Bezüger an der Wohnbevölkerung ist gleichgeblieben.

      Da aber die Wohnbevölkerung zugenommen hat, hat auch die Anzahl Bezüger dementsprechend zugenommen.
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    • Naughtious Maximus 06.09.2017 16:36
      Highlight Tikvaw die essentielle Frage in diesem Zusammenhang ist wohl, aus welchem Kulturkreis (ich hasse dieses Wort) die 'zugenommene Wohnbevölkerung' wohl stammt.
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    • gnp286 06.09.2017 16:43
      Highlight @Tikvaw: Korrekt, aber mir wäre es aufgefallen, wenn die Bevölkerung der Schweiz innert 10 Jahren um 50% zugenommen hätte :D Nur auf das Wachstum der Wohnbevölkerung ist es wohl kaum zurückzuführen. Eher auf:

      - Sonstige Sparmassnahmen im sozialen Bereich welche die Soz.Hilfe dann belasten
      - Ausbau der Sozialindustrie als solches
      - Durchfüttern von Hasspredigern und grossen teilen der z.B. eritreischen Diaspora.

      Ich finde es angebracht, das System mal zu überprüfen. Wenn es das Geld wert ist, dann kostet es halt 2.6Mia. und wenn nicht, muss man Wege finden, das Geld besser zu verteilen.
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    • Tikvaw 06.09.2017 16:48
      Highlight okay
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    • Tikvaw 06.09.2017 17:28
      Highlight @gnp286
      Ob man es angebracht findet "sozialpädagogische Familienbegleitung" oder "Unternehmen die Arbeitsintegration übernehmen", zu finanzieren ist natürlich Ansichtssache.
      Stellt sich die Frage, was am Ende der Volkswirtschaft teurer kommt. Ungelernte Langzeitbezüger und unbetreute Kinder die ebenfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Sozialhilfe rutschen oder Ausgaben für solche "Programme".
      Dass es Unternehmen und Personen gibt, die dieses System ausnutzen ist überall so und muss halt wie in anderen Bereichen möglichst verhindert werden. Was aber wohl nicht viel an den Kosten ändert.
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    • gnp286 06.09.2017 20:59
      Highlight @Tikvaw: Ich finde diese Dienste ebenfalls angebracht, richtig und wichtig. Deshalb habe ich geschrieben, dass es okay ist, wenn es 2.6Mia. kostet, wenns dann das Geld auch wert ist. Darum finde ich es angebracht, dass die Kosten mal genauer angeschaut werden wenn diese so in die Höhe schnellen.

      Man kann schon mit Geld nach Problemen schmeissen. Eventuell gäbe es eine günstigere Lösung, welche am Ende gleich viel bringt, vielleicht muss man aber wirklich Geld in die Hand nehmen um ein Problem zu lösen. Eine Kosten-Nutzen-Frage wenn man so will. Das Verhältnis muss einfach stimmen.
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