Schweiz

85 Jobs weg: Traditionsfirma Musik Hug baut jede dritte Stelle ab

Publiziert: 11.10.16, 15:12 Aktualisiert: 11.10.16, 15:53

Die Gruppe Musik Hug ergreift angesichts des weiterhin sehr schwierigen Marktumfeldes zusätzliche Massnahmen, um ihre wirtschaftliche Zukunft zu sichern. Durch die geplante Schliessung von zwei Filialen, die Zusammenlegung der Verkaufsgeschäfte in Zürich sowie einer Redimensionierung bei den zentralen Diensten soll eine Anpassung an die verschärften Marktverhältnisse gewährleistet werden, heisst es in einer Medienmitteilung vom Dienstag.

Dies könnte einen Abbau von bis zu 85 Stellen notwendig machen. Die Unternehmensleitung habe die Mitarbeitenden über die Pläne informiert und gleichzeitig das Konsultationsverfahren eröffnet. Nach dessen Abschluss werde über die definitiven Massnahmen entschieden. Ein Sozialplan soll erarbeitet werden.

1807 gegründet

Die Musikbranche habe den fast vollständigen Wegfall des stationären CD-Geschäfts, den massiven Nachfragerückgang bei physischen Noten sowie einigen Instrumentengruppen - vor allem im Blasinstrumentenbereich - zu verkraften.

Das Unternehmen Musik Hug wurde 1807 begründet. Über das Detailhandels-Filialnetz in der Deutsch- und Westschweiz  und einen Webshop vertreibt das Traditionsunternehmen Musikinstrumente. Musik Hug beschäftigt heute rund 230 Mitarbeitende davon 20 Lernende. (whr)

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Gina226 - 6.4.2016
Watson, du bist super. Ich möchte dich nicht mehr missen. ❤️
4 Kommentare anzeigen
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  • tesfa 12.10.2016 09:32
    Highlight Und die neue Gitarre wird zusammen mit den paar Bechern Joghurt ennet der Grenze in Deutschland gekauft. Und dann wundert man sich, dass Jobs verloren gehen.
    1 1 Melden
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  • pamayer 11.10.2016 22:34
    Highlight sehr schade.
    und doch: um musik hug mach(t)e ich immer einen bogen, da einfach trotz anständigem einkommen unbezahlbar.
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  • dracului 11.10.2016 20:21
    Highlight Obwohl ich mit der Hochpreispolitik vom Hug immer Mühe hatte, gibt es halt doch einen, aus meiner Sicht, traurigen Trend. Immer weniger Leute haben Zeit ein Instrument zu spielen, wollen Geld in diesen Bereich investieren oder haben ausreichend tolerante Nachbarn (trotz Silent Brass). Instrumente üben und der langsame Fortschritt passt irgendwie nicht mehr in unsere Zeit, scheint es. Zudem kam heuter jeder, mit Garageband und co., ohne zu üben, ein Hobbymusiker sein.
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  • Rdba 11.10.2016 16:36
    Highlight Ja wer schläft und das Gefühl hat Kunden würden sich nicht über die aktuellen Marktpreise informieren der wird bestraft.

    Für die Mitarbeiter tut's mir leid. Wollen wir hoffen, dass Frau Hug mit ihren Millionen dafür sorgt, dass ein anständiger Sozialplan erarbeitet wird.
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