Schweiz

Christian Levrat (l.) warf der FDP öffentlich vor, sie erkläre die Reform zum strategischen Geschäft, Ignazio Cassis (r.) wehrt sich, er mache nur seinen Job als Fraktionschef. (Fotomontage) bild: keystone

«Das ist eine Schweinerei!» Verlierer Cassis (FDP) im offenen Krach mit SP-Chef Levrat

FDP-Fraktionschef Ignazio Cassis verlor den AHV-Hosenlupf – und wohl auch seine Bundesrats-Wahlchance.

17.03.17, 05:24 17.03.17, 13:49

Henry Habegger / aargauer zeitung

Ignazio Cassis (55), Arzt, Nationalrat, FDP-Fraktionschef. Der charmante Tessiner gilt als Hoffnungsträger des Südkantons für einen Bundesratssitz.

Aber die letzten Wochen, die Debatte zur Altersreform, könnten alles verändert haben. Vorab hat Cassis, der auch Präsident der für die Reform zuständigen Sozialkommission SGK ist, «viele Sympathien verloren», wie sich SP-Sprecher Michael Sorg ausdrückt: «Er hat knallharte Partei- und Machtpolitik über das Gemeinwohl gestellt.»

Geht es nach Cassis, hat ihm SP-Chef Christian Levrat sogar bereits Konsequenzen in Aussicht gestellt: «Am Dienstagmorgen hat er mir in der Wandelhalle gedroht. Wenn die Altersreform zum strategischen Geschäft in der FDP werde, habe das für mich schwere personelle Konsequenzen. Ich habe so etwas noch nie erlebt, das ist eine Schweinerei.»

«So etwas habe ich noch nie erlebt»: Ignazio Cassis ist mit den Methoden Levrats alles andere als einverstanden.  Bild: KEYSTONE

Hintergrund war der erbitterte Kampf um jede Stimme im Nationalrat. Levrat warf der FDP öffentlich vor, sie erkläre die Reform zum strategischen Geschäft und zwinge so die Fraktionsmitglieder, Nein zu stimmen. Das sei verfassungswidrig.

Cassis wehrt sich, er mache nur seinen Job als Fraktionschef. Und überhaupt: «Es gibt bei uns keinen Fraktionszwang.» Vielmehr: «Wir erklären gewisse Geschäfte zu zentralen Anliegen, wie alle anderen Partei auch.» Jeder könne von der Fraktionsmeinung abweichen. «Er muss es nur vorher sagen, wie das Ständerat Raphaël Comte getan hat.»

Levrats Vorwürfe

Frage an Levrat: Haben Sie Ignazio Cassis mit Konsequenzen gedroht? «Zutreffend ist, dass Cassis eine miserable Leistung als Kommissionspräsident, als Fraktionschef und als Präsident eines Versicherungsverbands abgeliefert hat», sagt der SP-Ständerat.

Als SGK-Präsident hätte Cassis «dafür sorgen müssen, dass ein Kompromiss möglich wird – stattdessen hat er den Konflikt angeheizt», so Christian Levrat. Als Präsident des Versicherungsverbands Curafutura habe «er willentlich die Vorlage im Rücken der Versicherungen in zwei für sie entscheidenden Punkten verschlechtert», um die Versicherer ins Nein-Lager zu treiben.

«Und als Fraktionschef einer staatstragenden Partei hat er diese Rolle, die seit je der FDP zukam, der GLP überlassen. Das ist eine schlechte Leistung, und das habe ich ihm gesagt», erklärt Levrat.

Christian Levrat: «Cassis hat eine miserable Leistung abgeliefert.» Bild: KEYSTONE

Nicht nur Levrat wirft Cassis vor, er politisiere unter zu vielen Hüten. Der Tessiner kontert: «Das sind nur Vorwände, mich anzugreifen». Hier trügen alle mehrere Hüte, nur Tessinern werfe man das vor. «Fulvio Pelli hat mir einst gesagt: Als Tessiner musst du dreimal so gut sein wie andere, wenn du etwas erreichen willst.»

Zum Thema Bundesrat sagt Cassis: «Ob ich Bundesrat werde, spielt jetzt keine Rolle. Ich bin Fraktionschef, das bin ich sehr gerne, und darauf bin ich stolz.» Im Übrigen will er die Wogen nun wieder glätten. «Die Altersreform hat die Flora und Fauna im Bundeshaus auf eine noch nie gesehene Emotionsstufe gehoben. Wir sollten uns jetzt bemühen, wieder vernünftig miteinander zu reden. Ich werde meinen Teil beitragen.»

Von Levrat sei er «enttäuscht», verlange aber keine Entschuldigung, so der FDP-Nationalrat. «Er kann mich aber ruhig zum Kaffee einladen.»

Levrat gibt zurück: «Ich trinke mit allen Kaffee. Ich gehöre zu den Leuten, die hart kämpfen und trotzdem umgänglich sind.»

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Eagle21 18.03.2017 03:25
    Highlight Als Junger staune ich einfach, wie wenig Weitsicht die ansonsten so progressiv denkende Linke bei diesem Thema zeigt. Das Rentenalter stammt aus einer Zeit, wo die Lebenserwartung um ein Vielfaches tiefer war. Schon nur ein paar Monate mehr Arbeit von jeder und jedem (mir inklusive) würde das Problem lösen und die AHV sanieren. Diese Lösung würde meinem Verständnis von Solidarität entsprechen; alle hätten ja nach wie vor einen deutlich längeren Lebensabend als frühere Generationen . What's the big deal?! ich verstehs nicht...
    3 6 Melden
    • satyros 18.03.2017 09:09
      Highlight Nur so ein Gedanke, aber könnte man nicht auch argumentieren, dass die gestiegene Lebenserwartung in erster Linie den Menschen zu Gute kommen sollte? Wieso sollte man noch mehr Profit aus den Menschen pressen, die während der 45 Jahre, die sie gearbeitet haben, weit produktiver waren, als alle Generationen vor ihnen? Macht es Sinn, das Rentenalter zu erhöhen, wenn bereits heute Stellen für alte Menschen fehlen und viele Leute bereits mit 65 einfach nicht mehr können?
      4 1 Melden
    • satyros 18.03.2017 09:14
      Highlight Noch zur Finanzierung: Mit der Reform ist die AHV bis 2030 gesichert. Und das relativ günstig (zumindest für Männer). Wahrscheinlich braucht es dann nochmal Massnahmen. Aber wieso wir die jetzt beschliessen sollten, wenn wir gar nicht wissen, wie die Wirtschaftsleistung und die Löhne dann aussehen werden, erschliesst sich mir nicht. Die berühmten Babyboomer, werden im Übrigen auch nicht ewig leben. Es macht keinen Sinn, das System dauerhaft auf sie auszurichten.
      3 1 Melden
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  • Wolfsblut_2 17.03.2017 12:06
    Highlight Erschreckend ist, dass FDP und SVP Lobbyinteressen über das Gemeinwohl stellen und Parteiarolen-Gehorsam über den freien Willen.
    48 16 Melden
    600
  • acove 17.03.2017 10:55
    Highlight Herr Cassis hat sicher viel gelernt in seinem bisherigen Leben, nur eines, und das ist offenbar sein grosses Problem. Verlieren und andere Meinungen zu akzeptieren kann er offenbar nicht und eignet sich als BR schon deshalb nicht.
    45 24 Melden
    600
  • piedone lo sbirro 17.03.2017 10:37
    Highlight SVP/FDP dienen einerseits den tabakkonzernen, andererseits den krankenkassen - eine hand wäscht die andere!
    darum ist für SVP/FDP transparenz ein gräuel, sie kämpfen fürs bankgeheimnis und gegen ein lobbyregister - um auf kosten des bürgers ihre taschen und die ihrer klientel zu füllen.

    https://wecollect.ch/de/campaign/transparenzinitiative/

    http://www.infosperber.ch/Artikel/Gesundheit/Tabakgesetz-FDP-SVP-und-NZZ-Den-Tabakkonzernen-zu-Diensten

    http://www.woz.ch/1608/krankenkassenfilz/wer-unsere-praemien-explodieren-laesst

    https://lobbywatch.ch/de/daten/parlamentarier/5/Cassis%20Ignazio
    43 22 Melden
    • Maragia 17.03.2017 11:58
      Highlight Poste doch nicht immer diese Verschwörungsseiten wie "wecollect.ch", "infosperber.ch" und "lobbywatch.ch"!!!
      20 38 Melden
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  • Thinktank 17.03.2017 09:28
    Highlight Was ist hier die Story und die Relevanz?
    27 15 Melden
    • stadtner 17.03.2017 10:25
      Highlight Eine Story lebt nicht von der News.
      15 4 Melden
    600
  • Chesus80 17.03.2017 08:30
    Highlight Ohne Offenlegung der Mandate ist unser Milizsystem das kurrepteste Regierungssystem von allen
    62 15 Melden
    • stan1993 17.03.2017 10:12
      Highlight Nein nur die parteifinanzierungnist entscheidend!!!!! ;)
      12 14 Melden
    • Thinktank 17.03.2017 10:16
      Highlight Was genau ist unklar?
      Linke und Grüne vetreten Sozialindustrie, Staat und Gewerkschaften
      FDP wird von Pharma und Wirtschaft bezahlt
      SVP dient dem Volk
      19 96 Melden
    • bibaboo 17.03.2017 10:48
      Highlight SVP dient dem Volk 😂😂😂
      78 12 Melden
    • Platon 17.03.2017 10:53
      Highlight @Thinktank
      Sarkasmus?
      44 9 Melden
    • Snaggy 17.03.2017 10:56
      Highlight @Thinktank hahhahahahahahhahahahahahahahhahahahahahahahahahahaaha ...eh nein.

      SVP dient genauso der Wirtschaft wie die FDP, zusätzlich zu den Bauern die sie mit Subventionen nur so überschütten um ihre Stimmen zu sichern.
      47 15 Melden
    • piedone lo sbirro 17.03.2017 10:59
      Highlight @Thinktank

      "SVP dient dem Volk"

      in welcher parallelwelt sie wohl leben. die SVP dient sich selbst und dem volk der millionäre.
      glauben sie immer noch an die mär, der milliardär von herrliberg setze sich für den büezer ein?
      USR III, bankgeheimnis usw. soll dem volk dienen?
      zeit des erwachens!

      http://www.woz.ch/1638/schweizerische-volkspartei/die-partei-des-geldes

      http://www.watson.ch/!652454861

      http://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Vermogen-Gerechtigkeit

      http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/die-elite-die-sprachliche-voodoopuppe-der-svp/story/28571570
      36 10 Melden
    • Triumvir 17.03.2017 11:00
      Highlight @Thinktank: Dein Kommentar ist wohl ironisch gemeint. Seit wann bitte schön, dient die $VP dem Volk. Das wäre ja mal ganz was neues...
      33 7 Melden
    • acove 17.03.2017 11:09
      Highlight genau so ist es, nur wollen dies viele einfach nicht wahrhaben.
      10 25 Melden
    • Goldfish 17.03.2017 12:31
      Highlight Thinktank: Troll oder SVP-Brainwashing-Opfer?
      27 3 Melden
    • Irieman 17.03.2017 12:59
      Highlight Bringt doch mal ein Beispiel wo, wann und wie die SVP dem Volk dient
      17 2 Melden
    • CASSIO 17.03.2017 13:50
      Highlight Ach kommt schon, thinktank hat dies doch vollkommen sarkastisch gemeint... Hast Du doch, thinktank???
      11 2 Melden
    • Calvin WatsoFF 17.03.2017 14:33
      Highlight 😂😂😂 @thinktank der war gut, und die Meute schreit.
      9 1 Melden
    • CASSIO 17.03.2017 18:16
      Highlight calvin, noch schlimmer... es gibt solche, die nehmen das noch ernst 🤣🤣🤣
      7 2 Melden
    • rodolofo 18.03.2017 09:31
      Highlight @ thinktank
      Habe ich das jetzt richtig verstanden?
      Die Pharma-Industrie gehört zum Volk, die Sozialdienste aber nicht?
      Dann ist also die EMS-Chemie die Speerspitze des Volkes im Kampf gegen Volks-Schädlinge und Volks-Schmarotzer und das Schweizer Armee-Sackmesser wurde dazu konstruiert, im Nahkampf den terroristischen Gegner von der Volksfeindlichen Politischen Opposition ausser Gefecht zu setzen, der mit dem Establishment gemeinsame Sache macht?
      5 1 Melden
    600
  • Gratwanderer 17.03.2017 08:27
    Highlight Erwacht die SP gaaaaanz laaaaaangsaaaam aus ihrem Dornröschenschlaf und fängt an zaghaft Opposition zu betreiben ?!? Es wäre höchste Zeit diese politische Naturgesetz der Minderheit endlich mit Nachdruck zu betreiben. So wie einst Bodenmann!
    35 23 Melden
    600
  • Triumvir 17.03.2017 08:25
    Highlight Die FDP und SVP Heinis im Parlament sind zum grössten Teil alles reine Interessenvertreter/innen. Denen ist das gemeine Volk total egal. Das ist mit ein Grund, weshalb ich in diesem Leben keinen dieser Lobby-Subjekte mehr wählen werde...
    50 23 Melden
    • CASSIO 17.03.2017 13:52
      Highlight Triumvir, ALLE PARLAMENTARIER SIND INTERESSENVERTRETER. WELCOME TO THE REAL WORLD...
      13 5 Melden
    • Triumvir 17.03.2017 19:53
      Highlight @Cassio: Stimmt nicht. Ich kenne Parlamentarier/innen persönlich, die noch ECHTE Volksvertreter/innen sind. So etwas gibt es tatsächlich! Aber solche raren Exemplare findest Du nicht unter $VP & FDP-Heinis! Willkommen in der Realität😄
      6 1 Melden
    600
  • P@ric 17.03.2017 07:55
    Highlight Das Strickmuster ist mir zu einfach: "Man ist nur böse weil ich Tessiner bin". Analog den schnellen Rassismus- und Sexismusvorwürfen. Es geht um Leistung - ohne Stigmatisierung als Ausrede
    46 9 Melden
    600
  • pamayer 17.03.2017 07:34
    Highlight Dass Leute gegen eine altersreform, welche den pensionierten lediglich kleine Verbesserungen zuschanzt, politisieren, sind sie schlicht nicht wählbar.
    15 23 Melden
    • DonPedro 17.03.2017 10:02
      Highlight sorry, Du hast das Wesentliche der Reform vergessen, nicht die Pensionierten, sondern diejenigen, die nach dem In-Kraft-Tretens der Reform pensioniert werden, erhalten monatlich 70 Fr mehr und zwar die Hilfskassierein und der Millionär und alle (Pensionierte, noch Arbeitende, Junge, Alte etc) finanzieren diese einseitige AHV Erhöhung via 0,6 Prozent Mehrwertsteuer!
      28 5 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 17.03.2017 07:20
    Highlight Dieser Levrat sollte mal von seinem hohen Ross herunter kommen. Er hat das Gefühl, er sei der Einzige im Parlament der etwas von Politik versteht!! Einfach nur traurig.
    30 75 Melden
    • simiimi 17.03.2017 10:54
      Highlight Was ihm an Kompetenz fehlt, macht er mit Arroganz wett. Dabei kommt dann solcher Schwachsinn wie 70 CHF AHV mehr raus.
      18 36 Melden
    • Makatitom 17.03.2017 12:32
      Highlight Wenigstens keine automatische Rentenerhöhung wie es die Bürgerlichen und die Nationalkapitalisten wollten. Von wegen Schwachsinn...
      Seit 1948 existiert die AHV, seit 1949 wollen die bürgerlichen und rechtsnationalen Kreise die AHV zerschlagen.
      20 6 Melden
    • Goldfish 17.03.2017 12:33
      Highlight Levrat ist ein sehr kompetenter Politiker, der Rückgrat hat und fürs Volk politisiert.
      CVP, FDP, SVP sind korrumpierte Parteien von Lobbyisten und werden von vielen Branchen geschmiert.
      22 11 Melden
    • Fabio74 17.03.2017 19:41
      Highlight Lieber Levrat, als irgendwelche scheinheiligen SVPler die glauben fürs Volk reden zu müssen
      6 3 Melden
    • CASSIO 17.03.2017 20:12
      Highlight goldfish.... blablablablablablabla.... welcher spler politisiert fürs volk. lange zeit dachte ich, es gäbe einen... aber selbst von meinem vater wurde ich in dieser hinsicht teilweise enttäuscht, weil auch er plötzlich die (rosa)rote brille anhat. zumindest hat er als entwicklungshelfer armut gesehen und auch gespürt, deshalb verzeih ich ihm diese rosaroten träume und klassenkämpferischen aussagen, die er mit einsetzendem alter verwirrt von sich gibt. der klassenkampf muss zuerst bei sich selber stattfinden. auf dem bequemen fauteuil lässt es sich gut über unternehmer schimpfen.
      5 4 Melden
    • Goldfish 17.03.2017 21:58
      Highlight @Cassio: ich bin selber Unternehmer
      4 2 Melden
    600
  • rodolofo 17.03.2017 07:12
    Highlight Die Tessiner wirken halt immer sympathisch, ganz gleich, wie sie politisieren
    Das Gleiche gilt natürlich auch für unsere lieben Romands!
    Die Enttäuschung von Levraz über die knallharte Interessen-Politik des Freisinns zugunsten der Pensionskassen (in denen viele FDP-Verwaltungsräte sitzen), und zugunsten ihrer reichen bis steinreichen Wähler-Klientel kann ich allerdings sehr gut verstehen!
    Eben noch spielten FDP und SP bei der realistischen Umsetzung der MEI sehr gut zusammen, und jetzt das!
    Dafür hat sich die CVP wieder im Geschehen zurückgemeldet!
    Dieses Mal machten SP und CVP einen Paartanz
    25 19 Melden
    600
  • Hugo Wottaupott 17.03.2017 07:09
    Highlight Die Mehrwertsteuer! Ein Segen! Alle können sich bedienen und keinen störts.
    30 9 Melden
    600
  • DonPedro 17.03.2017 06:41
    Highlight Die beiden würden besser zusammen ein Glas Vully oder Merlot trinken, aber erst nach der Volksabstimmung im September, die für Levrat und Co noch lange nicht gewonnen und für Cassis und Co auch noch nicht verloren ist!
    51 19 Melden
    600
  • Max Havelaar 17.03.2017 06:09
    Highlight Man sollte Doppel-Mandate verbieten, wenn eine Person eine öffentliche Funktion innehat. Zudem bin ich dafür, dass man all die Badges der Lobbyisten entzieht. Dieser Lobbyismus korumpiert unser System. Vielleicht wird dann wieder Politik für uns Menschen gemacht, die dieses Land tragen. Und nicht für Wirtschaft und Verbände, oder seine eigene Karriere im Bundeshaus.
    189 21 Melden
    • Asmodeus 17.03.2017 07:37
      Highlight Lobbyismus sollte endlich Korruption genannt und verboten werden.
      48 11 Melden
    • Töfflifahrer 17.03.2017 08:06
      Highlight Ja aber wer sagt dann Leuten wie Föhn was sie stimmen sollen? Der erwähnte Herr sagte ja selbst sie brauchen diese Lobbyisten.
      Aber ich bin ihrer Meinung, speziell, das der Schweizer Normalo in Bern wohl keine Lobbyisten (mehr?) hat.
      21 5 Melden
    • Skip Bo 17.03.2017 08:09
      Highlight Dürfte dann ein Gewerkschaftsangestellter noch Arbeitnehmerpolitik im Bundeshaus mitgestalten?
      23 4 Melden
    • mrcharliebrown 17.03.2017 09:40
      Highlight schöne idee. leider wertlos. wenn die lobbyisten nicht mehr in die wandelhalle dürfen, wird einfach anderswo oder per whatsapp lobbyiert. bereits jetzt passiert der überwiegende teil der lobbying-arbeit ausserhalb der wandelhalle.

      das gehört zu einer direkten demokratie eben auch dazu. besser es geschieht (wenigstens halbwegs) öffentlich und transparent, statt im verborgenen. es lässt sich sowieso nicht gänzlich kontrollieren. verbieten bringt schon gar nichts.

      natürlich ist es mehr als ärgerlich, wenn grosse verbände/multis politische entscheide "erkaufen". was würdest du konkret ändern?
      19 3 Melden
    • Herr J. 17.03.2017 10:13
      Highlight Dann sind also alle Gewerkschafts- und Umweltlobbyisten Korrupte, gell...
      14 13 Melden
    • Asmodeus 17.03.2017 10:18
      Highlight Ich würde konkrett ändern, dass jeder der ein politisches Amt bekleidet ALLE Einnahmen/Ausgaben offen legen muss.

      Ebenfalls würde ich verbieten, dass jemand mehr als 200% angestellt sein darf.

      Leute die in 4-8 Firmen eine 50%-Verwaltungsratsstelle haben sind einfach ein Witz. Keine Arbeit leisten aber überall Kohle abgreifen.
      32 5 Melden
    • CASSIO 17.03.2017 13:55
      Highlight Wer denn so, Asmodeus? Bitte konkrete Beispiele mit konkreten Zahlen!
      0 2 Melden
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