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Die Ähnlichkeit zu Paul ist frappant: Florentin Pogba hier im Zweikampf mit Inters Pablo Osvaldo.
Bild: Laurent Cipriani/AP/KEYSTONE

Florentin Pogba will heute mit Saint-Etienne dem FCB einheizen – eigentlich träumt er aber von einem ganz anderen Duell

Wenn Saint-Etienne heute den FC Basel empfängt wird es der Schweizer Meister mit Pogba zu tun bekommen. Allerdings nicht mit Paul, sondern mit seinem älteren Bruder Florentin. Dieser träumt aber von etwas viel grösserem als der Europa League.

18.02.16, 11:43
Oliver Linow
Oliver Linow

Beinahe schwerelos tänzelt Paul Pogba durch Europas Fussballstadien. Mit grösster Leichtigkeit lässt er seine Gegner aussteigen, er spielt Pässe, wie kein anderer und trifft aus den unmöglichsten Positionen Barcelona, Real, Bayern: mit praktisch jedem Topklub wurde der Franzose schon in Verbindung gebracht.

Ärgern dürfte dies vor allem Manchester United. Die Engländer gaben den damals 19-Jährigen im Sommer 2012 ablösefrei an Juventus Turin ab. Mittlerweile liegt sein Marktwert bei 55 Millionen Euro. Der tatsächliche Verkaufspreis dürfte noch einmal deutlich höher sein.

Zurücklehnen und geniessen: Paul Pogba zeigt uns Fussball in Perfektion.
YouTube/SportVideosMM

Aber Paul ist nicht der einzige Pogba, der es zum Fussballprofi gebracht hat. Auch seine beiden älteren Brüder Florentin und Mathias verdienen ihr Geld damit, einem Ball hinterher zu jagen. Allerdings sind die 25-jährigen Zwillinge weit weniger talentiert als der «kleine» Paul. So kommt es also, dass es die Basler heute in der Europa League tatsächlich mit einem Pogba zu tun bekommen. Florentin verteidigt seit Sommer 2013 für Saint-Etienne.

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Für Pogba wir der morgige Tag sicher ein spezieller. Noch nie stand er einem K.o.-Spiel eines internationalen Wettbewerbs auf dem Platz. Auch für seinen Verein, den französischen Rekordmeister, ist das schon sechs Jahre her. Florentin hat allerdings einen grösseren Traum: Einmal im Leben möchte er gleichzeitig mit seinen beiden Brüdern auf dem Platz stehen.

Florentin und Mathias posieren mit ihrem berühmten Bruder.

«Wir sprechen manchmal darüber. Es ist unser Traum, aber wir wissen dass es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass es in nächster Zeit passiert. Das ist etwas, was wir im Hinterkopf behalten. Vorerst sind wir alle auf die Entwicklung der eigenen Karriere konzentriert. Wenn wir eines Tages alle gemeinsam spielen, zum Beispiel an der Weltmeisterschaft, würde uns das glücklicher machen, als wir es je zuvor waren», schwärmt Florentin.

Ein Duell ist zwar theoretisch möglich, aber eher unwahrscheinlich. Zu gross ist der Niveau-Unterschied zwischen Pauls Juventus und Florentins Saint-Etienne. Auch eine Begegnung mit dem dritten Bruder Mathias scheint nicht sehr wahrscheinlich. Dieser stürmt in der höchsten schottischen Liga bei Partick Thistle.

Mathias Pogba stürmt für den schottischen Erstligisten Partick Thistle.
Bild: Graham Stuart/REUTERS

Bleibt also eine Begegnung der Nationalmannschaften. Während Paul mit Frankreich bereits die WM in Brasilien bestritt, laufen seine beiden Brüder für Guinea auf. Damit es zu einer Direktbegegnung kommt, müssten sich Mathias und Florentin mit ihrem Heimatland ebenfalls für eine Weltmeisterschaft qualifizieren.

Ein Duell an der Endrunde in Russland liegt im Bereich des Möglichen. Guinea, das sich noch nie für eine Weltmeisterschaft qualifiziert hat, hat zwei von drei Ausscheidungsrunden überstanden. Der Traum der Pogba-Brothers geht somit weiter.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • Gelöschter Benutzer 18.02.2016 12:09
    Highlight Verständlich, Basel ist nicht gerade ein Traumlos für die Franzosen. In der nächsten Runde wird's bestimmt besser für St. Etienne!
    6 19 Melden
    • toofast2.0 18.02.2016 17:36
      Highlight Nächste Runde?
      0 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.02.2016 07:40
      Highlight Lockerer Sieg gestern, ja nächste Runde. Brauchst du ne Zeichnung?
      2 0 Melden
    • toofast2.0 19.02.2016 17:47
      Highlight Wenn du so fragst, gerne.
      Denn so schlecht war Basel gar nicht.
      Auch wenn es für ein weiterkommen eng werden könnte.
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    • toofast2.0 26.02.2016 13:34
      Highlight Und?
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