Wirtschaft

«Dreckige» Geschäfte in Afrika: Schweizer Rohstoffhändler im Fokus von Aktivisten

Publiziert: 15.09.16, 11:34 Aktualisiert: 15.09.16, 12:08

Die Organisation Public Eye, die besser als «Erklärung von Bern» bekannt ist, hat am Donnerstag erneut mit einer Kampagne zugeschlagen. Diesmal trifft es die Schweizer Rohwarenkonzerne, die mit mehreren Aktionen zur Schau gestellt werden.

Website der NGO Public Eye.

Public Eye prangert in der neuesten Aktion an, dass Schweizer Rohstoffhändler und -produzenten für ihre Geschäfte lasche Standards in Afrika ausnutzten. So verkaufen die betroffenen Firmen, zu denen etwa «Vitol», «Trafigura» oder auch «Addax & Oryx» gehören, laut einer Medienmitteilung der Aktivisten stark schwefelhaltige, und somit gesundheitsschädliche Treibstoffe auf dem schwarzen Kontinent.

Damit trügen die Schweizer Firmen massgeblich zur rasant steigenden Luftverschmutzung in Afrika bei und gefährdeten die Gesundheit von Millionen von Menschen, hiess es von Public Eye. Dass die aufgeworfene Thematik ein wichtiges Problem ist, verdeutlicht die Nichtregierungsorganisation in mehrfacher Hinsicht. So hat unlängst die UNO in einer Studie auf die weltweit steigende Luftverschmutzung in Afrika aufmerksam gemacht.

Die grössten Klimasünder

Zudem schätzt die amerikanische Organisation ICCT (International Council on Clean Transportation), dass es in Afrika im Jahr 2030 dreimal mehr Todesfälle durch verkehrsbedingte Feinstaubbelastung geben wird als in Europa, den USA und Japan zusammen. Die Schweizer Umwelt- und Menschenschützer nahmen obendrein selbst Dieselproben an Zapfsäulen in acht afrikanischen Ländern.

Die Analysen ergaben, dass die Proben einen bis zu 378-Mal höheren Schwefelgehalt enthielten als hierzulande erlaubt wäre. Die Proben enthielten ausserdem toxische Substanzen wie Benzol und gewisse Kohlenwasserstoffe in Konzentrationen, die in Europa ebenfalls verboten seien.

Schweizer Umwelt: Sauberes Wasser, dreckige Luft und zu viel Lärm

(sda)

Das könnte dich auch interessieren:

«Welches Arschloch hat mein Velo geklaut?» Diese 11 wütenden Zettel an Velodiebe verstehen Radler nur zu gut

Wenn du für das NDG bist, klick hier nicht drauf! Diese Karikaturen könnten dich umstimmen

«Hahaha» und so weiter: Der PICDUMP ist da! 

Keine Gnade für Rösti: Wermuth und Co. demontieren den SVP-Präsidenten in der MEI-«Arena»

Kontingente sind ausgeschöpft – Schweizer Firmen sitzen ohne Fachkräfte da

Schweizer Ex-Offizier bezichtigt «Tagesschau»-Legende der Kriegsverbrechen

Dumm gelaufen, Brangelina! Diese Liebes-Tattoos müssen jetzt wohl weg ...

14 Dinge, die du nur kennst, wenn du einen grossen Bruder hast

RTL provoziert mit Tweet ARTE – die Retourkutsche ist grossartig

Prostata-Rocker in Deckung! Der Shit, der Sophie Hunger entgegen stürmte, fliegt zurück

12 Bekenntnisse für Atheisten

Studium vs. Arbeit: Diese 6 wichtigen Unterschiede musst du kennen

Gewählt wegen Katzenbild: Black-Metal-Musiker ist jetzt Politiker – gegen seinen Willen

Verlorene Panzer, übermütige Rekruten und Wasserdiebstahl: Die 11 grössten Fails der Schweizer Armee

Kein Witz! Zürcher PR-Profi startet Kampagne für ein Kebab-Verbot

Zürcher Pub nach Schwulen-Rauswurf im Shitstorm – und nun rufen die Jusos zum «Kiss In»-Protest

Brisante «Kassensturz»-Recherchen: So beutet die Uni Zürich ihre Studenten aus

Basler fotografiert Flüchtlinge mit ihrer wichtigsten Habe – Ashton Kutcher gefällt das

Von der direkten Demokratie bis zum Bier: Was Expats an der Schweiz wirklich nicht mögen 

Dem Geheimnis des ewigen Lebens auf der Spur: An diesen 5 Orten werden Menschen steinalt

Willst du deine Wohnung neu einrichten? Hier kommen 6 Fehler, die du dabei vermeiden kannst

Der Schweiz kann die EU egal sein? Von wegen! Schau dir mal diese 4 Grafiken an 

Weisst du, wozu das kleine Loch im Flugzeugfenster gut ist? Wir erklären es dir

Alle Artikel anzeigen

Meistgelesen

1

1. Hochrechnung: 2-Drittel-Mehrheit für NDG ++ Grüne Wirtschaft und …

2

14 Dinge, die du nur kennst, wenn du einen grossen Bruder hast

3

16 Dinge, die man nur als U25 im Ausgang macht

4

Nackte Schönheitsköniginnen und goldenes Besteck: Wie Pablo Escobars …

5

Keine Gnade für Rösti: Wermuth und Co. demontieren den …

Meistkommentiert

1

Gott, dich gibt es nicht – oder würdest du unschuldige Kinder im …

2

Die besten Sportlerpics auf Social Media: Schwingerkönig trifft …

3

«Hillary Clinton for President»: «New York Times» gibt …

4

Die Woche in Aleppo beweist: Sie lügen alle. ALLE!!!

5

Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli: «Wer zu uns kommt, soll …

Meistgeteilt

1

Innerer Dialog – heute: Die Menstruation

2

Härtere Linie gegen Flüchtlinge: Merkel will illegale Einwanderung …

3

Kanada zieht mit Sieg über Erzrivale Russland in den World-Cup-Final …

4

Der alte Mann und der Dialog mit der Bierflasche – warum Kloten …

5

Lausanne nach Derby-Pleite des ZSC neuer Leader +++ Biel deklassiert …

0 Kommentare anzeigen
0
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Gut ausgebildete Migranten finden keinen Job in der Schweiz, obwohl es an Fachkräften mangelt    

Das Hilfswerk der evangelischen Kirche HEKS hat im Internet eine Stellenvermittlung lanciert: Gut ausgebildete Migrantinnen und Migranten – beispielsweise aus dem Thurgau – werden dort mit Foto und Begleittext präsentiert. Eine richtige Stellenbörse will das HEKS aber nicht anbieten.

Beispielsweise Eyader Addis, Herkunft Äthiopien, Wohnkanton Thurgau. Er hat in Ägypten ein Bachelor-Studium in englischer und amharischer Literatur abgeschlossen und verfügt über eine journalistische Ausbildung. …

Artikel lesen