Wirtschaft
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«Dreckige» Geschäfte in Afrika: Schweizer Rohstoffhändler im Fokus von Aktivisten



Die Organisation Public Eye, die besser als «Erklärung von Bern» bekannt ist, hat am Donnerstag erneut mit einer Kampagne zugeschlagen. Diesmal trifft es die Schweizer Rohwarenkonzerne, die mit mehreren Aktionen zur Schau gestellt werden.

Bild

Website der NGO Public Eye.

Public Eye prangert in der neuesten Aktion an, dass Schweizer Rohstoffhändler und -produzenten für ihre Geschäfte lasche Standards in Afrika ausnutzten. So verkaufen die betroffenen Firmen, zu denen etwa «Vitol», «Trafigura» oder auch «Addax & Oryx» gehören, laut einer Medienmitteilung der Aktivisten stark schwefelhaltige, und somit gesundheitsschädliche Treibstoffe auf dem schwarzen Kontinent.

Damit trügen die Schweizer Firmen massgeblich zur rasant steigenden Luftverschmutzung in Afrika bei und gefährdeten die Gesundheit von Millionen von Menschen, hiess es von Public Eye. Dass die aufgeworfene Thematik ein wichtiges Problem ist, verdeutlicht die Nichtregierungsorganisation in mehrfacher Hinsicht. So hat unlängst die UNO in einer Studie auf die weltweit steigende Luftverschmutzung in Afrika aufmerksam gemacht.

Die grössten Klimasünder

Zudem schätzt die amerikanische Organisation ICCT (International Council on Clean Transportation), dass es in Afrika im Jahr 2030 dreimal mehr Todesfälle durch verkehrsbedingte Feinstaubbelastung geben wird als in Europa, den USA und Japan zusammen. Die Schweizer Umwelt- und Menschenschützer nahmen obendrein selbst Dieselproben an Zapfsäulen in acht afrikanischen Ländern.

Die Analysen ergaben, dass die Proben einen bis zu 378-Mal höheren Schwefelgehalt enthielten als hierzulande erlaubt wäre. Die Proben enthielten ausserdem toxische Substanzen wie Benzol und gewisse Kohlenwasserstoffe in Konzentrationen, die in Europa ebenfalls verboten seien.

Schweizer Umwelt: Sauberes Wasser, dreckige Luft und zu viel Lärm

(sda)

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