Zürich

Der Wasserwerfer im Einsatz am Letten. bild: tsüri.ch

Zürcher Polizei beendet illegale Outdoor-Party – mit Grossaufgebot und Wasserwerfer

Publiziert: 17.09.16, 12:51 Aktualisiert: 17.09.16, 13:53

In der Nacht auf Samstag hat die Stadtpolizei Zürich nach zahlreichen Lärmklagen zwei illegale Partys beim Letten aufgelöst – gewaltsam, nach Ablauf eines «Ultimatums» für die Partygäste, wie es in einer Medienmitteilung der Polizei heisst. Eine erste Patrouille habe die 200 – 300 Gäste aufgefordert, die Partys bis 02.15 Uhr zu beenden.

In Vollmontur: Die Stapo beim Letten. bild: tsüri.ch

Die Polizei rückte danach mit einem Grossaufgebot an. Dabei seien die Einsatzkräfte mit Flaschen und Steinen beworfen, schreibt die Polizei. Ein Patrouillenfahrzeug sei beschädigt worden. «Das Areal wurde darauf mithilfe eines Wasserwerfers und dem Einsatz von Gummischrot und Reizstoff geräumt», heisst es.

Taktik- und strategielos

Partygäste bezeichnen das Vorgehen der Polizei gegenüber dem Newsportal tsüri.ch als taktik- und strategielos. Immer wieder seien die Polizisten vorgerückt und wieder zurückgewichen, hätten Unbeteiligte mit dem Wasserwerfer beinahe von einem Holzturm gespritzt und die Feiernden von der Brücke herab mit Pfefferspray und Gummigeschossen eingedeckt.

quelle: tsüri.ch

Erst während die Menschenmenge zurückgedrängt worden sei, seien vereinzelt Steine und Flaschen in Richtung der Polizisten geflogen.

Drei Männer wurden laut Angaben der Polizei wegen Hinderung einer Amtshandlung sowie Gewalt und Drohung gegen Beamte vorübergehend festgenommen. «Diverse elektronische Geräte und grössere Mengen Alkohol und andere Getränke» seien sichergestellt worden. Die Polizei kläre nun ab, wer für die unbewilligten Veranstaltungen verantwortlich war. (dwi/sda)

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34 Kommentare anzeigen
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  • Roaming212 18.09.2016 00:11
    Highlight Es sollten mal ein paar US-Polizisten in der Schweiz einen Einsatz machen dann wäre das Wort "unverhältnismässig" wenigstens angebracht. Anweisungen der Polizei nicht befolgen so weit kommts noch, könnt froh sein darf die Polizei nur so leichte Sachen einsetzen. Die Amerikaner hätten schon lange "Warnschüsse" abgegeben.
    6 21 Melden
    • Fabio74 18.09.2016 02:57
      Highlight Es braucht keine US-Cops hier die auf Rambo machen.
      8 1 Melden
    600
  • lapos 17.09.2016 17:22
    Highlight Ich kann es verstehen dass die Anwohner genervt sind aber auch die wollen die Tatsache nicht sehen, das auch Lärm und "Chaos" seinen Platz braucht und nicht nur Zucht und Ordnung.
    Und wenn diese Plätze nicht zur Verfügung stehen, passieren halt solche Dinge. Das war schon immer so und wird immer so bleiben. So einfach ist das.
    62 70 Melden
    • Stipps 17.09.2016 19:14
      Highlight Klar, städtische Wohlstandskinder müssen sich spät nachts so ausleben - gibts da nicht Ritalin dagegen? Oder Sport? Oder eine gute Kinderstube? Nein, ich vergass, dass die toleranten Stadtkinder auf alles und jeden Rücksicht nehmen ...
      44 53 Melden
    • Pokus 17.09.2016 19:19
      Highlight - OHROPAX SOFT Schaumstoffstöpsel 10 Stk - 6.60CHF
      - Ein Anruf bei der Polizei: Kostenlos


      Und die paar Tausend für den Einsatz bezahlen ja alle...
      23 39 Melden
    • Fabio74 17.09.2016 19:24
      Highlight Bisschen sehr einfach. Freuräume gut und recht. Aber auch du willdt ihn nicht vor deiner Tür nehme ich an.
      36 13 Melden
    • lapos 17.09.2016 20:00
      Highlight Naja, es ist ja ein weltweites phänomen, dass es immer weniger freiräume zum lärmen gibt. Wie gesagt, wundern darf man sich im nachhinein nicht.
      13 17 Melden
    • Pokus 17.09.2016 20:16
      Highlight Selbst wenn mich die paar Feste hier stören würden, man kann doch auch mal ein Auge zudrücken. Sich selbst zuliebe, ist nicht gut für die Pumpe ☺️
      11 17 Melden
    • Fabio74 18.09.2016 02:58
      Highlight Mit bisschen Kreativität findet man Freiräume
      6 2 Melden
    • Brummbaer76 18.09.2016 03:59
      Highlight Wenn du das Gebiet und die Geschichte herum kennst, dann wüstest du das die Anwohner dort sehr Tolerant sind. Aber irgendwann will jeder mal seine Ruhe. Es gibt auch leute die am Sonntag Arbeiten müssen und da das Letten Quartier "noch" ein Arbeiter Quartier ist. (Viele Genossenschaften von EisenbahnerInnen und VBZlerInnen) Gibt des dort einige die im Schichtdienst Arbeiten. Die Restaurants beim Letten sind kein Problem, da dort relativ ruhig gefeiert wird. Aber die Volle Dröhnung brauchts wirklich nicht.
      5 3 Melden
    600
  • Zaafee 17.09.2016 15:07
    Highlight Ich kann immer noch nicht verstehen, warum sich Vollpfosten einfach immer wieder den Anweisungen der Polizei widersetzen müssen...
    166 92 Melden
    • Rhabarber 17.09.2016 15:26
      Highlight Du warst niemals jung, immer perfekt angepasst, fehlerfrei und insgesamt der ideale Untertane. Oder?
      113 166 Melden
    • Hierundjetzt 17.09.2016 16:25
      Highlight Ergo ist man nur dann nicht angepasst, wenn due Polizei in Vollmontur vor einem steht? o.O

      Etwas sehr seltsame Lebenseinstellung ;-)
      35 14 Melden
    • Pokus 17.09.2016 16:26
      Highlight @Rhabarber: Die gibts auch in echt 🙈 Noch nie über ihre wunderbare Existenz nachgedacht.
      10 10 Melden
    • leclerc 17.09.2016 16:29
      Highlight An gewisse Regeln muss man sich auch als junger Mensch halten ;)
      47 16 Melden
    • guby 17.09.2016 16:52
      Highlight @Rhabarber: Die Freiheit des Einzelnen hört auf wo die Freiheit des Anderen beginnt. Entweder schaffen wir die Regeln ab und lassen jede/n seine Freiheit selbst einfordern oder aber alle schränken sich etwas ein damit friedliches Zusammenleben funktioniert. Das hat überhaupt nichts mit untertänig zu tun, sondern mit gegenseitigem Respekt. Ausserdem: Klar darf man jung Fehler machen. Aber die Konsequenzen sind halt je nach dem Gummischrot...
      63 14 Melden
    • Oban 17.09.2016 17:09
      Highlight Öppe so?
      15 9 Melden
    • Mockingbird 17.09.2016 17:41
      Highlight @ Rhabarber: Man kann in jungen Jahren durchaus ausgeflippt und exzentrisch sein UND die Gesetze sowie Anweisungen der Polizei befolgen. Geht bestens und schliesst sich nicht aus. Ich jedenfalls habe mich so zwischen 17 und 25 ziiiiemlich ausgelebt und kam trotzdem nie mit dem Gesetz in Konflikt...
      48 15 Melden
    • Soulrider 17.09.2016 20:59
      Highlight Mann kann eine Party auch an Orten ohne Anwohner feiern. Einige Plätze am See, im Wald usw. Dort ist die Polizei meistens auch tolerant und es gibt keine Probleme, vorausgesetzt man entsorgt den Abfall selbst und bleibt freundlich...
      15 3 Melden
    • Rhabarber 17.09.2016 21:20
      Highlight Menschen machen Fehler. Vor allem junge Menschen. Wer das nicht verstehen kann, ist ein Vollpfosten.

      Wer das mit einem Aufruf zu illegalem Verhalten verwechselt, ist auch ein Vollpfosten.

      18 16 Melden
    • guby 17.09.2016 23:32
      Highlight @Rhabarber: Sollte man denn diese "Fehler" unbestraft lassen? Würden diese Leute denn lernen dass es ein Fehler war wenn niemand etwas sagt? Was genau ist deine Haltung, ich scheine sie nicht zu verstehen.
      4 0 Melden
    • Rhabarber 18.09.2016 01:11
      Highlight Unperfekte Menschen stellen sich selbst als perfekt dar, um über andere zu fluchen, ohne zu merken, dass sie damit ihre eigene Unperfektheit demonstrieren.

      Darum, hab ich hier kommentiert.

      Das man etwas verstehen kann, bedeutet nicht automatisch, dass man es gut findet.
      4 9 Melden
    • Zaafee 18.09.2016 01:43
      Highlight Rhabarber, ich halte mich nicht für perfekt und hatte in meiner Jugend auch hin und wieder Mist gebaut. Aber wenn die Polizei eine Party geräumt hat, die länger als erlaubt dauerte, haben ich und 95% meiner Freunde es geschnallt und die 5% meiner Freunde, die es wegen Alkohol oder auch so nich kapiert hatten mit nach hause genommen.

      Es gibt einen Unterschied zwischen in der Jugend zu übertreiben und sich der Polizei zu widersetzen. Ersteres gibt eine Busse oder Strafarbeit, letzteres gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei!
      8 1 Melden
    • Rhabarber 18.09.2016 09:00
      Highlight Ja siehst du, Zaafee, wenn du es so formulierst, dann klingt das doch gleich ganz anders und ich hab nichts mehr daran auszusetzen :-)
      1 2 Melden
    600
  • Pokus 17.09.2016 15:01
    Highlight Das wäre ja friedlich ausgegangen, geht ja mal garnicht. Da muss die Zürcher Stadtpolizei natürlich eingreifen.

    Passt zu ihrem sowieso schon sehr schlechten Ruf.
    59 151 Melden
    • Petrum 17.09.2016 16:00
      Highlight Man hätte auch um 1:30 die Musik und den Alkoholverkauf stoppen können. Aber was weiss ich schon von Deeskalation.
      145 23 Melden
    • Pokus 17.09.2016 22:47
      Highlight ja, im Video hört man ja sogar noch Musik.
      3 3 Melden
    600
  • EMkaEL 17.09.2016 13:34
    Highlight Völlig übertrieben und unverhältnismässig..! :-(
    74 151 Melden
    • Johnny Chimpo 17.09.2016 17:42
      Highlight Eine unbewilligte Party verursacht Beschwerden. Die Polizei erscheint und legt ein Ultimatum zur Beendigung der Party fest. Diese Frist verstreicht ohne dass Anstalten gemacht werden, die Party zu beenden. Die Einsatzkräfte werden dann beschimpft und mit Flaschen und Steinen beworfen. Was wäre deiner Ansicht nach eine Verhältnismässige Reaktion seitens der Polizei?

      Wir hatten vor 15,20 Jahren auch "illegale" Parties, meist aber an Orten wo es keinen störte (Natur, Industrie) und falls doch mal die Polizei auftauchte, war es halt vorbei. Oder die Party wurde verlegt😉 Aber Zoff gabs NIE!
      61 8 Melden
    • Lorent Patron 17.09.2016 18:44
      Highlight D.I.L.L.I.G.A.F.: Es wäre nicht Aufgabe der Polizei, Ultimaten zur Beendigung von Parties festzulegen, ebenso wenig wäre es Aufgabe der Polizei, eine in ihren Augen illegale Party mit Gewalt aufzulösen. Wer sagt hier, was illegal ist?

      In einem Rechtsstaat ist es Aufgabe der Polizei, die rechtliche Klärung des Sachverhalts zu ermöglichen. Wenn Reklamationen von Anwohnern vorliegen, haben diese nicht automatisch Recht. Wenn nach Information und Aufforderung der Polizei die Party nicht beendet wird, ist das eine Rechtsstreitigkeit.

      Das gehört von Richtern und nicht von Polizisten beurteilt.
      9 45 Melden
    • Fabio74 17.09.2016 19:26
      Highlight Nein es war richtig. Früher hat man das Ultimatum befolgt und ging.
      Heute glaubt man sich über alles stellen zu müssen.
      43 6 Melden
    • Lorent Patron 17.09.2016 20:26
      Highlight Hier der Videobeweis, wie das früher noch so gehandhabt wurde, wenn schwerbewaffnete Polizeikräfte ultimativ Jugendliche aufforderten, innert Minuten zu verschwinden (ab 00:50):

      http://www.srf.ch/play/tv/10vor10/video/10vor10-vom-31-05-2005?id=01e56410-ab81-4458-b5e6-7039f068112f
      2 6 Melden
    • Lorent Patron 18.09.2016 00:33
      Highlight Sorry, hier nochmals hofflich ein korrekter Link (ab 22'50''):

      http://www.srf.ch/play/tv/popupvideoplayer?id=01e56410-ab81-4458-b5e6-7039f068112f#/t=1332.116
      2 2 Melden
    • Pokus 18.09.2016 08:19
      Highlight Ich mag freie Sicht aufs Mittelmeer.
      1 0 Melden
    600

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