Interview
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Isabelle Wildhaber

Isabelle Wildhaber ist Professorin an der Universität St. Gallen und spezialisiert auf das Thema Arbeitsrecht. Bild: zvg

Interview

«Ein Clubbesuch allein ist kein Kündigungsgrund» –Arbeitsrecht-Expertin klärt auf

Kann die Chefin den Clubbesuch verbieten? Oder Ferien im Ausland? Die Arbeitsrecht-Expertin Isabelle Wildhaber sagt, was erlaubt ist und wann Arbeitnehmende eine Kündigung riskieren.



Frau Wildhaber, die Partygänger befürchten, dass sie ihre Jobs verlieren könnten, wenn sie die Wochenenden in Clubs verbringen. Ist der Clubbesuch tatsächlich ein Kündigungsgrund?
Isabelle Wildhaber: Grundsätzlich eher nein. Ob man einen Club besucht oder nicht, ist eine private Angelegenheit. Die Arbeitgeberin darf nicht einfach so Weisungen erlassen, wie der Arbeitsnehmende seine Freizeit zu gestalten hat. Und da die Clubs derzeit geöffnet sind, ist es legal, in den Club zu gehen.

Also reicht der Clubbesuch allein nicht aus. Was ist, wenn jemand nach dem Club krank wird und womöglich noch andere Mitarbeiterinnen ansteckt?
In der Schweiz gilt im Grundsatz die Kündigungsfreiheit. Das heisst, ein Arbeitsverhältnis kann jederzeit von beiden Seiten gekündigt werden, sodann gibt es aber Kündigungsschutzbestimmungen. Die Kündigungsschutzbestimmungen gehen bei Selbstverschulden des Arbeitnehmers verloren. Gekündigt werden könnte, wenn nachgewiesen wird, dass eine Partygängerin selbstverschuldet gehandelt hat und deshalb in Quarantäne kommt.

Und ab wann ist es selbstverschuldet?
Selbstverschuldet ist, wenn man jegliche Form der Sorgfaltsregel beiseitelässt und wider besseres Wissen handelt und dies dann zu einer Arbeitsverhinderung führt. Ein juristisches Selbstverschulden hat aber hier zum Schutz der Arbeitnehmer eine relativ hohe Hürde. Ein Beispiel: Wer eine Risikosportart ausübt und einen Unfall hat, dann ist das nicht selbstverschuldet passiert. So entschied das Bundesgericht.

«Wenn argumentiert wird, dass Clubbesuche trotz Schutzkonzepten so viel gefährlicher sind als andere Freizeitaktivitäten, dann müsste man ernsthaft darüber nachdenken, die Clubs wieder zu schliessen.»

Ist beim Clubbesuch nicht der entscheidende Unterschied, dass ich mit einer Covid-19-Ansteckung eben nicht nur mich selbst, sondern auch meine Arbeitskolleginnen und den Betrieb gefährde?
Das stimmt absolut. In diesem Fall gibt es verschiedene Interessen, die es abzuwägen gilt. Auf der einen Seite die Arbeitgeberin, die nicht will, dass ihre Mitarbeiterinnen krank werden oder in Quarantäne müssen, auf der anderen Seite die Freizeitgestaltung der Mitarbeitenden, die privat ist. Alles in allem würde ich sagen, dass es vielleicht unvernünftig ist, in einen Club zu gehen, aber nicht, dass automatisch ein juristisches Selbstverschulden gegeben ist und dadurch der Kündigungsschutz verloren geht. Aber abschliessend lässt sich das nicht klar beantworten. Es gibt dazu keine Rechtsprechung. Ausserdem finde ich, wenn argumentiert wird, dass Clubbesuche trotz Schutzkonzepten so viel gefährlicher sind als andere Freizeitaktivitäten, dann müsste man ernsthaft darüber nachdenken, die Clubs wieder zu schliessen.

«Wer in ein Risikoland reist und danach in Quarantäne geschickt wird, könnte eine Kündigung riskieren.»

Wie sieht es bei den Ferien aus? Kann mir der Arbeitgeber vorschreiben, wohin ich reisen darf und wohin nicht?
Nein, kann er nicht. Aber das Bundesamt für Gesundheit hat eine Liste von Risikoländern definiert, wohin man jetzt nicht reisen sollte. Und tut man es trotzdem, muss man sich nach der Rückkehr in Quarantäne begeben. Das ist also eine etwas andere Situation als bei den Clubs.

Hier gilt also die Selbstverschuldung und es könnte zu einer Kündigung kommen?
Auch hierzu gibt es derzeit noch keine Rechtsprechung, da es eine Pandemie wie diese und damit verbundene Situationen vorher noch nie gegeben hat. Aber ja, wer auf eigene Gefahr hin und ohne besonderen Grund in ein Risikoland reist und danach in Quarantäne geschickt wird, könnte für diese Zeit keine Lohnfortzahlung erhalten und vielleicht sogar eine Kündigung riskieren.

Mitarbeit: Helene Obrist

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47
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47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dommen 10.07.2020 02:42
    Highlight Highlight Mir ist bewusst, dass sich nicht jeder daran halten wird und auch "durchschlüpfen" kann. Aber unsere Leute z.B in der Firma halten sich dran. Das hat etwas mit Firmenkultur zu tun. Und mit vorgelebten Idealen. Klar fand ich es geil, mit 21 (lange her) im Club abzuhängen, in Zürich, wo ich wohne. Aber wisst ihr was? Die Szene ist klatschsüchtig und intrigant. Habe eine Doku über Köhler aus dem Entlebuch gesehen. Einer von denen war noch nie in Zürich. Da kann ich nur sagen, Bro: Verpasst hast Du nichts...
  • Tom Scherrer (1) 09.07.2020 22:14
    Highlight Highlight Sorry dass auch noch reingrätsche :

    Die Schweiz pflegt ein sehr liberales Arbeitsrecht. Immerhin, sie hat eines und die Vertragsfreiheit ist das Stichwort.

    Da braucht es keine Expertin, die überkompliziert theoretische Szenarien durchspielt.

    Ordentliche Kündigung, neutraler Grund, zu keiner Unzeit ausgesprochen und das wars. Kündigung ist raus.

    Ausserordentlich, zu einer Unzeit oder mit einem anfechtbaren Grund wird kein Profi künden.

    Et voila.

    Beweislast liegt beim Gekündeten, also wird der Profi keine Beweise produzieren.
  • Chris86 09.07.2020 10:10
    Highlight Highlight Am einfachsten ist es, aufgrund wirtschaftlichen Gründen zu kündigen. Das funktioniert meistens ohne Probleme.
  • Kanuli 09.07.2020 07:21
    Highlight Highlight Bin ich der einzige der sich stört, weil die Frau nur von Arbeitgeberin und Arbeitnehmerinnen spricht? Oder hat die Redaktion geschlammt und das i nicht gross geschrieben? Der Bund ist zb keine Arbeitgeberin...
    • Peter Vogel 09.07.2020 10:55
      Highlight Highlight Pssst. Lass den Schafen ihre Illusion. Das geht vorbei.
  • Trommelnicht 08.07.2020 16:51
    Highlight Highlight Kündigungen werden für die meisten kein Thema sein. Viel interessanter finde ich ob Quarantänezeit vom Arbeitgeber oder - nehmer bezahlt werden soll.
  • Blues 08.07.2020 16:14
    Highlight Highlight Der Chef kann ohne Grund ein Arbeitsverhältnis künden, siehe auch:
    Im Schweizer "Arbeitsvertragsrecht" herrscht der Grundsatz der Kündigungsfreiheit. Ein Arbeitsverhältnis kann von beiden Seiten jederzeit gekündigt werden – mit wenigen Ausnahmen. Es braucht dazu weder einen triftigen Grund noch eine Vorwarnung. Somit sind auch Kündigungen aus heiterem Himmel zulässig. Laut Bundesgericht ist es zwar «kaum anständig», wenn ohne vorgängiges Gespräch gekündigt wird – aber eben nicht rechtswidrig. Besser geschützt sind in der Regel Staatsangestellte.
  • SeboZh 08.07.2020 15:19
    Highlight Highlight "Gekündigt werden könnte, wenn nachgewiesen wird, dass eine Partygängerin selbstverschuldet gehandelt hat und deshalb in Quarantäne kommt."

    Man wird ja selten dazu gezwungen... Mit dieser Aussage hebt sie ja den ganzen vorher gesagten Teil auf. Oder wie soll man belegen, dass man nicht selbstverschuldet im Club war und sich dann angesteckt hat?
    • Phrosch 08.07.2020 18:05
      Highlight Highlight Sie erklärt doch, dass die Hürde für Selbstverschulden sehr hoch ist.
    • SeboZh 08.07.2020 18:16
      Highlight Highlight Finde die kopierte Passage, ist da sehr schwammig. Es geht um selbstverschuldetes Handeln, was bitte schön wäre an einer Ansteckung im Club denn nicht selbstverschuldet? Das einzige ist, der AG kann nicht belegen, dass die Abstandsregel nicht eingehalten wurde. Wenn man aber nach einem Partyweekend dann krank (quarantäne bedingt) ausfällt wird man ja wohl die Regeln nicht eingehalten haben!?
  • Terraner 08.07.2020 14:53
    Highlight Highlight Wenn ein Arbeitgeber jemanden entlassen muss, wird er immer zuerst diejenigen entlassen welche ihm am meisten Kosten verursachen.

    Kosten sind:
    - Schlechte Leistung
    - Viele Absenzen
    - Meinungsverschiedenheiten
    usw. usf.

    Ein guter Mitarbeiter wird aber sicher nicht wegen einem Clubbesuch entlassen. Bei einem schlechten wird der Kündigungsgrund aber auch nicht Clubbesuch lauten. Arbeitgeber sind ja nicht blöd und werden einen nicht anfechtbaren Grund erfinden.
    • Liselote Meier 08.07.2020 16:27
      Highlight Highlight Geht es hier nicht um die Fristlose Kündigung?

      Ordentlich kann man immer künden.
  • COVID-19 ist Evolution 08.07.2020 14:11
    Highlight Highlight Das Problem ist, dass man nun trotz bester Vorsicht bei Quarantäne-Anordnung in einen Topf mit Partygängern geworfen wird. Da kann der Leumund noch so gut sein, das gibt zumindest eine tiefen Schnitzer im Kerbholz.

    Logische Konsequenz des menschlichen Instinkt ist: man macht sich für das Contact-Tracing möglichst unerreichbar.

    Nicht etwaige Mängel der Schutzkonzepte, unser Verständnis des sozialen Zusammenlebens ist das Problem bei der Corona-Eindämmung.
  • dommen 08.07.2020 14:04
    Highlight Highlight Bei uns hiess es klipp und klar: Wer vorsätzlich in ein Land reist, von welchem er weiss, dass es auf der Liste ist, hat kein Anrecht auf Entschädigung für die darauf folgende 14-Tägige Quarantäne. Sonderausnahmen können aber beantragt werden (Familienmitglied gestorben oder was weiss ich), dann wird im Einzelfall beurteilt. Wird das Land währendseines dortigen Aufenthaltes zum Listenland, kann man nichts dafür.
  • Platon 08.07.2020 13:48
    Highlight Highlight All diese alten prüden Spassbremsen hier, du meine Güte! Nur um eins klarzustellen, ich habe Clubs auch schon vor Corona gemieden. Ohrenbetäubender Lärm („Nz kz nz kz...“) und dicke Luft sind nichts für mich. Aber lasst doch die Jungen feiern, die ganze Zeit zu Hause hocken ist beileibe nicht gesund. Ihr könnt diesen Leuten nicht einfach ihre Jugend verbieten. Als Junger will man einfach mal Party machen und kann nicht zwei Jahre auf eine Impfung warten.
    • dommen 08.07.2020 14:26
      Highlight Highlight Du scheinst einer von denen zu sein, die immer noch nicht gecheckt haben, dass es zwischen "mir macht das nichts" und "tot umfallen" eine ausgedehnte Grauzone mit langjährigen Folgeschäden gibt (nie mehr den Geschmack/Geruch von frisch zubereitetem Essen wahrnehmen zum Beispiel. Tolle Aussichten oder?) Gilt übrigens auch für "Junge", den Viren ist deine Einstellung egal, falls du das noch nicht bemerkt haben solltest...
    • AFK 08.07.2020 14:50
      Highlight Highlight die Jugend hat mein Verständnis, die Party-It-People welche die Nobelklubs besucht, nicht.
    • SeboZh 08.07.2020 15:23
      Highlight Highlight Klar, aber müssen es denn Parties im Club sein? Mit der jeweiligen Stadt sprechen und dann outdoor parties veranstalten wäre ja auch was...Aber das man während einer Pandemie auf Biegen und Brechen party feiern muss ist schon was spezielle
    Weitere Antworten anzeigen
  • iudex 08.07.2020 13:46
    Highlight Highlight Im Artikel fehlt der Hinweis, dass das Arbeitsverhältnis dennoch endet. Hier geht es nur noch um die Sanktionen.
  • Spellbinder 08.07.2020 13:35
    Highlight Highlight Was passiert wenn man in ein Land reist das noch nicht auf der Liste ist, welches aber bis zur Rückkehr auf die Liste gesetzt wird und man deswegen in Quarantäne muss? Wer trägt das Risiko?
    Wenn es beim Arbeitnehmer liegt, kommt das für Leute mit niedrigerem Einkommen einem Auslandferienverbot gleich.

    Und was passiert mit Buchungen für Reisen und Flüge die vor Abreise, aber nach Buchung neu auf die Liste gesetzt werden?
    Kann man da Verschieben/Stornieren? Zahlt die Reiseschutzversicherung?
    • SJ_California 08.07.2020 17:32
      Highlight Highlight Ist doch klar: wenn das Land nicht auf der Liste war bis zur Abreise, dann hat der Arbeitnehmer nicht selbstverschuldet gehandelt, denn er kann das ja nicht vorhersehen.
    • Spellbinder 10.07.2020 08:42
      Highlight Highlight Das ist übrigens nicht korrekt:

      In der Verordnung steht zu Erwerbsausfall nur das:
      Bei einer Quarantäne im Sinne von Artikel 2 der Covid-19-Verordnung Mass-
      nahmen im Bereich des internationalen Personenverkehrs vom 2. Juli 20205 besteht
      kein Anspruch auf Entschädigung.

      Für eine Verordnung mal ziemlich klar und echt scheisse.
      Vorallem geht das nicht auf, wenn die Reisebüros und Airlines die Leute zwingen, ihre Reisen in die nähere Zukunft zu verschieben anstatt zu erstatten.
  • El Vals del Obrero 08.07.2020 13:24
    Highlight Highlight Irgendwie erinnert mich das oder auch wie es bei den Masken war antiautoriäre Erziehung:

    "Du musst das nicht tun. Aber wir fänden es super, wenn du es tun würdest. Du musst es nicht tun, wenn du es nicht willst. Aber es wäre sehr gut, wenn du willst. Eigentlich musst du es wollen. Aber in Eigenverantwortung."
    • CalibriLight 08.07.2020 14:00
      Highlight Highlight Hihi.....Also genau so wie heute die meiste Erziehung läuft...;-)
    • sapperlord 08.07.2020 14:02
      Highlight Highlight Wie treffend! ☝🏽
    • Zwingli 08.07.2020 15:30
      Highlight Highlight Ich fänds mal schon wenn beim Steuern zahlen auch auf Eigenverantwortung gesetzt würde :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fairness 08.07.2020 13:20
    Highlight Highlight „... eher nein....“, meint sie. Ich denke „eher ja“, da die Partygänger bewusst das Risiko sich und/oder Andere anzustecken eingehen.
    • fidget 08.07.2020 13:34
      Highlight Highlight Es dürfte aber schwierig sein zu beweisen, dass man sich im Club ansteckte. Hätte genau so auf dem Arbeitsweg im ÖV oder beim Einkaufen passieren können.
    • Blitzableiter 08.07.2020 13:51
      Highlight Highlight Club besuche sind laut BAG ausdrücklich erlaubt. Also für mich nein. Dass da ein gewisses Risiko ist, ist halt so. So wie bei der Arbeit oder z.b beim gemeinsamen Sport. Der Arbeitgeber müsste quasi belegen können man hätte im Club die Regeln nicht eingehalten. Kann mir nicht vorstellen dass da ein Arbeitgeber damit durchkommt.
  • B. Bakker 08.07.2020 13:15
    Highlight Highlight Ich finde den Titel irreführend. Sie sagt, dass es noch keine Rechtssprechung gibt dazu und sie glaubt, es sei kein Kündigungsgrund. Wissen tut sie es nicht.
    • SeboZh 08.07.2020 15:25
      Highlight Highlight Noch besser dann der Schluss der Aussage:

      Gekündigt werden könnte, wenn nachgewiesen wird, dass eine Partygängerin selbstverschuldet gehandelt hat und deshalb in Quarantäne kommt.

      Ja was denn nun?🤷‍♂️
    • Phrosch 08.07.2020 18:12
      Highlight Highlight B. Bakker, es gibt ja das Gesetz, und man weiss, wie Gerichte im Streitfall bisher entschieden haben. Daraus lassen sich Vermutungen für mögliche kommende Entscheide ableiten.
  • Swen Goldpreis 08.07.2020 13:00
    Highlight Highlight Die Clubs sollten geschlossen bleiben, denn vernüftige Schutzkonzepte sind da einfach nicht möglich. Social Distancing widerspricht ja dem tiefen Wesen von Clubs.
    • dommen 08.07.2020 14:06
      Highlight Highlight Im Club passiert genau das Gegenteil von dem, was man zwecks eigener Sicherheit einhalten sollte...
  • drüber Nachgedacht 08.07.2020 12:47
    Highlight Highlight Ein Arbeitgeber wird niemals einem Mitarbeiter mit welchem er rundum zufrieden ist künden, nur weil er in Quarantäne muss, weil er in einem Club war, oder ein Risikoland besuchte.

    Wenn man jedoch eh schon immer Zwist mit dem Chef hat, dann wird so ein Fall vielleicht das Tüpfchen auf dem i sein und zur Kündigung führen.

    Der Kündigungsgrund wird dann wohl einfach schlechter Geschäftsgang wegen Corona Krise lauten.
    • Scaros_2 08.07.2020 16:08
      Highlight Highlight Bei uns gab es heute die weisung.

      Es ist die pflicht des AN den vorgesetztem über eine reise in ein risikoland zu informieren.

      Danach habe er 10 tage unbezahlten urlaub bei rückreise. (Analog verordnung).

      Hei zuwiderhandlung gebe es verwarnungen etc.
  • Brasser 08.07.2020 12:42
    Highlight Highlight Interessant wäre ja die Antwort zur Frage, ob der Arbeitgeber jemanden die notwendig gewordene Quarantäne nach einem Clubbesuch vom Ferienguthaben in Abzug bringen kann oder nicht (oder unbezahlte Ferien daraus werden).
    • Mad Heidi 08.07.2020 14:15
      Highlight Highlight Der Arbeitgeber ist daran interessiert, dass der Mitarbeitende seine regulären Ferien hergibt, da er so weniger fehlt, als wenn er zusätzlich zum Ferienanspruch noch unbezahlten Urlaub nimmt. Ausserdem sind Ferien vorgeschrieben. Anspruch auf unbezahlten Urlaub gibt es hingegen nicht. Es hängt also vom Goodwill des Chefs ab, ob er einen solchen gewährt.

      Kniffliger wird's, wenn kein Ferienguthaben mehr besteht. Als vernünftige Arbeitgeberin würde ich den Unbezahlten zähneknirschend geben. Aber eben. Ich bin keine. Hingegen kann ich nachvollziehen, wenn der Chef einen danach auf dem Kieker hat.
    • SJ_California 08.07.2020 17:35
      Highlight Highlight Auch hier gilt: keine Lohnfortzahlungspflicht bei Selbstverschulden seitens des Arbeitnehmers. Das kommt schlussendlich unbezahltem Urlaub gleich. Und ist auch richtig so!
  • Asmodeus 08.07.2020 12:42
    Highlight Highlight "Selbstverschuldet ist, wenn man jegliche Form der Sorgfaltsregel beiseitelässt und wider besseres Wissen handelt und dies dann zu einer Arbeitsverhinderung führt"

    Ich würde argumentieren, dass man spätestens jetzt wissen müsste, dass ein Clubbesuch per se die Sorgfaltsregel wider besseren Wissens beiseite lässt.
    • fidget 08.07.2020 13:36
      Highlight Highlight Müsste man dann aber nicht konsequenterweise sämtliche Clubs wieder schliessen?
    • Asmodeus 08.07.2020 14:37
      Highlight Highlight Sie wurden bereits heute wieder auf 100 Personen begrenzt. Und ganz ehrlich? In meinen Augen hätte man sie gar nicht erst aufmachen sollen.

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