China
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FILE- In this June 17, 2020, file photo, an Indian army convoy moves on the Srinagar- Ladakh highway at Gagangeer, north-east of Srinagar, India, two days after 20 Indian soldiers died in a brawl with Chinese soldiers in the Ladakh region. Indian and Chinese officials are holding talks Thursday, Aug. 20, 2020 to try to resolve a months-long standoff along their disputed frontier, where the two countries have deployed tens of thousands of soldiers.  (AP Photo/Mukhtar Khan, File)

Ein Konvoi der indischen Armee fährt auf der Autobahn Srinagar-Ladakh im indisch kontrollierten Kaschmir. Bild: keystone

Nach Warnschüssen an Grenze: China und Indien wollen Truppen zurückziehen

China und Indien haben sich auf erste Schritte geeinigt, um die neu aufgeflammten Spannungen an ihrer umstrittenen Himalaya-Grenze zu verringern.



Die Truppen beider Seiten sollten sich «schnell voneinander lösen, angemessenen Abstand halten», ihren Dialog fortsetzen und die Spannungen abbauen, heisst es nach Angaben der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua vom Freitag in einer Vereinbarung beider Aussenminister bei einem Treffen in Moskau.

Chinas Chefdiplomat Wang Yi und sein indischer Kollege Subrahmanyam Jaishankar waren am Vortag am Rande des Aussenministertreffens der Shanghai Kooperationsorganisation (SCO) in der russischen Hauptstadt zusammengetroffen. Indien und China werfen sich gegenseitig Provokationen an der Grenzlinie vor. Erstmals seit mehr als vier Jahrzehnten waren diese Woche wieder Schüsse gefallen – beide Seiten gaben Warnschüsse ab.

Die Beziehungen der benachbarten Atommächte haben sich nach einem tödlichen Grenzzwischenfall vor gut drei Monaten verschlechtert. Dabei waren mindestens 20 indische Soldaten ums Leben gekommen. Anschliessende Deeskalationsgespräche von militärischen und diplomatischen Vertretern der beiden bevölkerungsreichsten Länder konnten die Spannungen bislang nicht vollends beruhigen.

«Was China und Indien jetzt brauchen, ist Kooperation, nicht Konfrontation, sowie gegenseitiges Vertrauen, nicht Argwohn»

Chinas Aussenminister Wang Yi

Der Streit der asiatischen Rivalen um ihre gemeinsame Grenze dauert schon lange. In den 60er Jahren hatten beide Staaten einen kurzen Krieg geführt, den China gewann. Der tödliche Zusammenstoss im Juni war der schlimmste seit Jahrzehnten. Indiens Premierminister Narendra Modi steht innenpolitisch stark unter Druck, Peking eine harte Antwort zu geben.

Die Beziehungen zwischen beiden Ländern stehen nach den Worten von Chinas Aussenminister Wang Yi «wieder einmal an einem Scheideweg». Aber es sei «normal», dass zwei grosse Nachbarn Differenzen hätten. Wichtig sei, dass diese Meinungsunterschiede in einen angemessenen Kontext hinsichtlich ihrer bilateralen Beziehungen gestellt würden. «Was China und Indien jetzt brauchen, ist Kooperation, nicht Konfrontation, sowie gegenseitiges Vertrauen, nicht Argwohn», zitierte die Staatsagentur den Aussenminister.

«Wann immer die Lage schwierig wird, ist es umso wichtiger, die Stabilität der gesamten Beziehungen zu sichern und gegenseitiges Vertrauen zu bewahren», gab Xinhua den Aussenminister wieder. Es sei zwingend eindringlich, «umgehend die Provokationen wie Schüsse und andere gefährliche Aktionen zu stoppen, die gegen Verpflichtungen beider Seiten verstossen», zitierte ihn Xinhua.

Auch sei wichtig, alles Personal und Ausrüstung zurückzuziehen, die die Grenzlinie verletzt hätten, forderte Wang Yi. Er ging nicht weiter darauf ein, dass beide Seiten unterschiedliche Vorstellungen vom Verlauf dieser sogenannten tatsächlichen Kontrolllinie (Line of Actual Control LAC) haben, was genau der Streitpunkt hinter den jüngsten Konfrontationen ist. «Die Grenztruppen müssen sich schnell voneinander lösen, damit die Lage deeskalieren kann», sagte Wang Yi. China wolle den Dialog mit Indien über militärische und diplomatische Kanäle fortsetzen. (chmedia)

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