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epa07158250 People light flares as they gather in the city center to take part in the National White and Red March 'For You Poland' to mark Polish Independence Day in Warsaw, Poland, 11 November 2018. Poland is celebrating the centenary of regaining of Independence on 11 November 2018.  EPA/RADEK PIETRUSZKA POLAND OUT

Teilnehmer des Aufmarsches in Warschau. Bild: EPA/PAP

70'000 Hassnachrichten – Schweizer Journalist gerät ins Visier von Rechtsextremen



Am Sonntag postete der profilierte Journalist Fabian Eberhard auf Twitter ein Video von einem Aufmarsch in der polnischen Hauptstadt Warschau. Dort hatten sich am Wochenende aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der Unabhängigkeit Polens vom ungarisch-österreichischen Kaiserreich 200'000 Menschen versammelt. Zu den Rednern gehörte Polens Staatspräsident Andrzej Duda.

Als Organisatoren des Umzugs fungierte unter anderen die Gruppe «National-Radikales Lager» («Obóz Narodowo-Radykalny», ONR). ONR sieht sich selber als Nachfolgeorganisation der gleichnamigen faschistischen Gruppierung, die vor dem 2. Weltkrieg offen antisemitische Positionen vertreten hatte. Gemäss Medienberichten waren beim diesjährigen Umzug Symbole von weissen Suprematisten zu sehen und es kam zu rassistischen Sprechchören.

Der für seine Recherchen im rechtsextremen Milieu bekannte «SonntagsBlick»-Journalist Eberhard schrieb in seinem Twitter-Post zum Video, dass 200'000 Nationalisten und Neo-Nazis durch Warschau marschierten. Und zog damit eine Welle des Hasses von gewaltigem Ausmass auf sich.

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Bild: facebook.com/EberhardFabian/

«Rechte Kreise in Polen und später in Deutschland und den USA starteten eine orchestrierte Kampagne gegen mich», schrieb Eberhard am Donnerstag auf Facebook. Tenor der Vorwürfe: Eberhard habe mit seinem Tweet alle Demonstrationsteilnehmer mit Neonazis gleichgesetzt. Auch Bundestagsabgeordnete der Alternative für Deutschland (AfD) verbreiteten diese falsche Behauptung.

Eberhard beschrieb auf Facebook, wie er «Beschimpfungen, Verleumdungen und Morddrohungen» erhielt. Nach hohen Politikern stimmten am Mittwoch auch polnische Medien in den Chor ein. Die Bilanz: «Knapp 70'000 Hass-Mitteilungen alleine auf Twitter. Viele hundert über Facebook und andere Kanäle und Dutzende Hackerattacken.»

Als Konsequenz davon hat Eberhard seinen Twitter-Account vorübergehend deaktiviert. Es sei nicht seine Art, den Hatern das Feld zu überlassen. Doch dieser Shitstorm sei grad etwas zu viel. «Wir sollten uns alle fragen: In was für einer Zeit leben wir? Eine Zeit, in der Menschen dermassen angegriffen werden, weil sie Fakten beschreiben», schreibt Eberhard.

Am Donnerstagmittag löscht Eberhard auch den Facebook-Post, von dem watson ein Screenshot vorliegt. Zu den verschiedenen Gründen, die dazu geführt haben, könne er momentan leider keine Angaben machen, schreibt Eberhard auf Anfrage. (cbe)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Juliet Bravo 15.11.2018 23:39
    Highlight Highlight Es sollte uns zum Nachdenken anregen. Braucht man wirklich Facebook oder Twitter?
    Social Media destabilisiert die Demokratie, entfacht Hass und ist asocial media! Es sind Datenkraken, sie sammeln eure Daten und verdienen ein heiden Geld damit! Überlegt und handelt - geht raus!
    • happybeast 16.11.2018 13:08
      Highlight Highlight Genau. Geht raus und unterhaltet euch wieder mit einander, schaut einem in die Augen und flirtet einander von Angesicht zu Angesicht an... es macht so viel mehr Spass als Bilder hin und her zu senden.
  • Tobsol 15.11.2018 20:55
    Highlight Highlight Hmm. 70k Hassnachrichten. Zieht eigentlich irgendjemand diese Angabe in Zweifel?

    Erstens: Was sind denn "Hassnachrichten"? Da gibts ja wohl keine Definition. Ob er wohl blosses Widersprechen da einstuft?

    Zweitens: 70'000? Die wenigsten User auf SoMe interagieren überhaupt, geschweige denn mit Texten. Und gerade Twizte hat eine besonders niedrige Engagement-Rate und den SoMe Channels.

    Ich glaube nicht, was der Journalist behauptet. Es gibt ja auch keinen bekannten Beweis, oder doch?
  • James McNew 15.11.2018 17:49
    Highlight Highlight Hört doch auf, die Hasskommentare mit „unpräziser Ausdrucksweise“ zu rechtfertigen...ihr tut so, als hätten sich hier 70‘000 rechtschaffene, gesetzes- und verfassungstreue, ein bisschen patriotisch einfestellte Bürger beleidigt gefühlt und darum so harsch reagiert. Die Kommentare kommen organisiert von ganz rechts, oder einfach gesagt: Von extremen Nationalisten, Rassisten und Neonazis.
    • Tobsol 16.11.2018 08:51
      Highlight Highlight Beweis?? Ich sehe im Artikel und in Ihrem Kommentar nur Behauptungen.
    • James McNew 16.11.2018 11:45
      Highlight Highlight Na gut, dann sind es halt 70‘000 unabhängige Spontanreaktionen anständiger Patrioten aus der ganzen Welt, die von den Begriffen Nationalist und Neonazi so beleidigt sind, dass sie zu Todesdrohungen greifen. Kann schon mal vorkommen, auch wenn man sonst eine ruhige, demokratische Stütze der Gesellschaft ist, klar.
  • Lowend 15.11.2018 17:02
    Highlight Highlight Die Wähler der Nazis waren auch keine blutdrünstigen Mörder oder ähnliches, sondern ganz normale, durch die Propaganda aufgehetzte Wutbürger, wie sie heute in der westlichen Welt auf Schritt und Tritt anzutreffen sind.
    • Saraina 16.11.2018 07:40
      Highlight Highlight Sehr richtig. Und wichtig, darauf aufmerksam zu machen. Auch Hitler war kein „Monster“, sondern ein Mann mit einem Defizit, der seinen Hund liebte und die Massen begeistern konnte. Ohne die aufgehetzten Wutbürger wäre seine Wirkung begrenzt geblieben.
  • Schlingel 15.11.2018 16:18
    Highlight Highlight Tag der Unabhängigkeit feiern = Nationalist und Neo-Nazi... 🤦🏼‍♂️ Genau so wie alle Fussballfans Hooligans sind. Und alle Muslime Terroristen. Ja es hatte sicher Neo-Nazis beim Umzug und ja der wurde von Nationalisten organisiert und nein wegen dem sind nicht alle Teilnehmer Neo-Nazis...
    • Tomoko 15.11.2018 16:42
      Highlight Highlight Wenn ein Event von Nationalisten organisiert wird, kann man davon ausgehen, dass Nationalisten und Neo-Nazis auftauchen. Und auch wenn Non-Nationalisten dort auftauchen wissen sie genau, mit welchem Milieu sie grade mitmarschieren.
    • Fabio74 15.11.2018 17:58
      Highlight Highlight Nein aber jeder der diese schön redet und verharmlost
    • Geralt 15.11.2018 20:40
      Highlight Highlight Ganau das hat er ja eben nicht geschrieben!
    Weitere Antworten anzeigen
  • MrXanyde 15.11.2018 15:20
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
  • Slypher 15.11.2018 15:20
    Highlight Highlight «Wir sollten uns alle fragen: In was für einer Zeit leben wir? Eine Zeit, in der Menschen dermassen angegriffen werden, weil sie Fakten beschreiben»

    Eine Fünftelmillion Menschen mal pauschal als Nazis bezeichnen weil sie ihre Unabhängigkeit feiern und wenn der Backlash kommt so tun als wär das ein Fakt. Meint er nicht ernst oder?
    • meine senf 15.11.2018 16:21
      Highlight Highlight Er hat geschrieben "Nationalisten und Neonazis". Er hat also keinenfalls alle als Neonazis beschimpft. Und das Wort "Nationalisten" sollte für eher rechts-orientierte doch kein Schimpfwort sein.
    • Florotor 16.11.2018 07:49
      Highlight Highlight Die Zweite polnische Republik (1918-39) war ein aggressiv nationalistisches Gebilde und ab 1926 eine Diktatur.

      In dieser Zeit nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reichs und des Zarentums wollten die Polen, selber "wieder" Grossmacht werden und machten eine aggressive Politik mit kriegerischen Aktionen gegen die baltischen Staaten, Deutschland, Weissrussland, die Ukraine und auch die Tschechoslowakei, also rundum Puff mit allen Nachbarn, "ethnische Säuberungen" etc. inbegriffen.

      Wir wissen, wo das hinführte:

      "Seit 5 Uhr 45 wird nun zurückgeschossen!"

      Das sind keine Zeiten, die man feiert!
  • Cédric Wermutstropfen 15.11.2018 15:15
    Highlight Highlight Tja, hätte er seinen Job richtig gemacht und nicht subjektiv gefärbt berichtet, hätte es keinen Shitstorm gegeben. Ich hoffe er hat jetzt daraus gelernt und fügt seinem Berufsstand nicht noch weiteren Schaden zu.
    • Fabio74 15.11.2018 18:02
      Highlight Highlight Er hat FAKTEN benannt und KLARTEXT geredet.
      Nämlich dass Neonazis in Polen existieren und dort Krawall machen
      Im einem Land dass grauenhafte 6 Jahre Nazi-Besatzung erlebte!
      Ekelhaft ist es den Mob zu verteidigen und den Journalisten zu attackieren!
      80 Jahre nach der Reichsprogrom-Nacht scheinen die Gräuel vergessen zu sein!
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 15.11.2018 18:06
      Highlight Highlight Du meinst so objektiv wie der Mann mit dem Notizblock in Chemnitz?
    • Raembe 15.11.2018 18:47
      Highlight Highlight 1. Die Berichtserfassung war provokant aber korrekt.
      2. Du rechtfertigst hier gerade Morddrohungen, ist dir das bewusst?
    Weitere Antworten anzeigen
  • zombie woof 15.11.2018 15:02
    Highlight Highlight Das braune Gedankengut verbreitet sich immer mehr und etabliert sich. Der Tag kommt, und wir werden ein böses erwachen haben. Ich hoffe sehr, dass ich völlig falsch liege, aber irgendwie tue ich mich schwer damit.....
  • thompson 15.11.2018 14:54
    Highlight Highlight Fairplay, die Empörung auf Twitter war zuerst, vorallem da weil er alle Marschteilnehmer mit Nazis gleichsetzte. Es ist bildlich bewiesen, das alle Kulturen, Religionen und Hautfarben vertreten waren.
    • James McNew 15.11.2018 17:46
      Highlight Highlight Hat er nicht. Oder sind Nationalisten automatisch Nazis?
    • Garp 15.11.2018 18:19
      Highlight Highlight Er hat doch nicht alle mit Nazis gleichgesetzt. Nationalisten und Neonazis. Wenn ich sage: Zwetschgen und Birnen, sag ich auch nicht alle Zwetschgen sind Birnen.
    • Raembe 15.11.2018 18:50
      Highlight Highlight Nationalisten und Nazis, hat er geschrieben, was auch stimmte. Btw. Nationalisten sind nicht nur weisse Christen....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herr J. 15.11.2018 14:50
    Highlight Highlight "...dass 200'000 Nationalisten und Neo-Nazis durch Warschau marschierten"...
    Nun ja, eine solche Formulierung ist gelinde gesagt angreifbar. Sie würde auch dann stimmen, wenn einer ein Nazi und die anderen 199'999 Nationalisten sind.
    Präziser formulieren würde helfen - was Hasskommentare natürlich nicht rechtfertigt (Hasskommentare sind in jedem Zusammenhang schlecht).
    • Fabio74 15.11.2018 18:03
      Highlight Highlight Die Formulierung ist Korrekt. Weil die Zahl eine Schätzung ist, weil Nazis und Nationalisten mitliefen und klar ist, dass Nationalisten nicht per se Nazis sind!
  • Echo der Zeit 15.11.2018 14:42
    Highlight Highlight Was bedenklich ist - das wenn ein Journalist Menschen die an einer Demo Egal - G8, Umweltschutz usw.... als Kommunisten Brandmarkt - Social Media nicht gleich durchdreht. Es ist schon Langsam offensichtlich das mit der unterschwelligen Hetze, das Agressions Potential erhöht werden will - Erste Fälle in denn USA und bald auch in Europa.
  • Dr. oec. 15.11.2018 14:41
    Highlight Highlight Willkommen im präfaschistischen Europa von morgen. Widerstand zwecklos. Kritiker werden einfach mundtot gemacht.
  • Adi E. 15.11.2018 14:37
    Highlight Highlight Einem profilierten Journalisten darf so etwas nicht passieren. Er hat alle 200'000 Teilnehmer als Nationalisten und Neo-Nazis bezeichnet. Darauf hin kamen viele Twitter-Reaktionen von Polen, die das Gegenteil bewiesen. Viele Fotos von Menschen aller Couleur, die die Unabhängigkeit Polens feierten. Ohne Ausschreitungen btw. Der Shitstorm ist natürlich unnötig und heftig. Allerdings war der Post schon sehr unüberlegt...
    • Garp 15.11.2018 15:04
      Highlight Highlight Shitstorm? Morddrohungen sind etwas anderes als ein Shitstorm. Warum verwässern sie die Sprache so?
    • Juliet Bravo 15.11.2018 15:07
      Highlight Highlight Mordrohungen sind etwas mehr als nur „unnötig“ finde ich. Aber nett wie du diese „fine people“ auch noch in Schutz nimmst. Echt.
    • Imnon 15.11.2018 15:16
      Highlight Highlight Er sagt, er habe nicht alle Teilnehmer als Neonazis bezeichnet. Das sei eine Behauptung der Hater.

      Wem glauben wir nun mehr? Dem renommierten Journalisten, der für seinen Mut zur Wahrheit bekannt ist oder dem unbekannten, anonymen Kommentatoren Adi E.?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garp 15.11.2018 14:30
    Highlight Highlight Da können wir uns freuen, was da noch so alles auf uns zukommt! Die extreme Rechte ist sehr gut vernetzt und das inzwischen weltweit.
    • Yummy 15.11.2018 15:53
      Highlight Highlight Wenn die Linke halt zu fest mit der Rassistenkeule schwingt und jeden der rechts der Mitte ist, als Nazi bezeichnet, dann passiert das halt...

      Vor 10Jahren hätte ich einen Krieg in Europa für unmöglich gehalten... Langsam glaub ich, dass die Idee gar nicht mehr so unrealistisch ist :(
    • Astrogator 15.11.2018 17:05
      Highlight Highlight @Yummy: Was ich nicht verstehe, die ganzen Rechten wollen immer die harten Männer sein, die Aufrechten, stolzen und was weiss ich noch. Und trotzdem heult man ständig rum und behauptet man werde gezwungen zum Abschaum der Menschheit zu gehören - Nein, das ist nicht so. Jeder entscheidet selbst ob er Rassist und/oder Rechtsextrem sein will.

      Da zeigt sich doch der mangelhafte Charakter, nicht mal zu seinem Entscheid und zu seiner Meinung stehen zu können. Und diese Gruppe Soll man respektieren und politisch einbinden? Lächerlich...
    • Garp 15.11.2018 18:44
      Highlight Highlight Soso das passiert einfach so und es gibt keine Neonazis und Mordrohungen an einen Journalisten sind völlig ok. Nein, sind sie nicht! Jemand der rechts der Mitte ist, kommt nicht mit Morddrohungen und findet die auch nicht ok, ausser er ist Rechtsextremist. Manche Rechten verderben es sich doch selber, indem sie Rassismus verharmlosen, und Neonazis ignorieren und diese Morddrohungen verharmlosen und anfangen zu jammern, statt aufzustehen und auch zu sagen, das dulden wir nicht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denis3033 15.11.2018 14:24
    Highlight Highlight Hat der gute Herr Eberhard schon mal die Kommentare auf blick.ch gelesen? Die Kommentare dort sind meistens weit unter der Gürtellinie. Hasskommentare. Die Tweets sind nicht okay, die werden im Gegensatz zu den Kommentare auf blick.ch aber auch nicht moderiert.
    • Curly Turkey 15.11.2018 16:26
      Highlight Highlight Ich finde es genau deshalb gut, hat auch der "Blick" Leute wie einen Fabian Eberhard, die sich exponieren.
  • roger.schmid 15.11.2018 14:21
    Highlight Highlight " «Wir sollten uns alle fragen: In was für einer Zeit leben wir? Eine Zeit, in der Menschen dermassen angegriffen werden, weil sie Fakten beschreiben»"

    Wir leben leider in einer Zeit, in der Nationalismus wieder salonfähig geworden ist. Das sind die Folgen davon.. und wenn dem Nationalismus und Faschismus nicht konsequent entgegen getreten wird, wird es noch viel schlimmer.
    • Sebastian Wendelspiess 15.11.2018 15:41
      Highlight Highlight Schau dir mal die Rede von Gregor Gysi aus dem Bundestag von 1998(!) an. Der hat das alles beteits damals vorausgesagt, den Politikern ist dies also eigentlich schon lange bewusst.
    • Marc< 15.11.2018 17:04
      Highlight Highlight Es sind einfach keine Fakten, dass 200'000 "Neonazis" und "Nationalisten" "marschiert" sind.

      Sorry, auch das fast umgehängte Schild "Journalist des Jahres" schützt nicht vor törichten Aktionen.
    • SteveLaCroix 15.11.2018 17:51
      Highlight Highlight Das stimmt leider. Jedoch wurde der Rechtsrutsch in Europa durch das Versagen der etablierten Parteien stark begünstigt. Ich verurteile in D Merkel, welche ich früher einmal sehr schätzte, jedoch mit ihrer völlig übertriebenen Willkommens-Kultur besten Wahlkampf für die AfD machte. In den USA ist es die Schuld der Demokraten, dass Trump gewählt werden konnte, der war ja eigentlich unwählbar, aber die Demokraten schafften es, eine Kandidatin zu nominieren, welche die Wahl gegen den verlieren konnte... Italien, ähm alles klar, oder?
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  • Clife 15.11.2018 13:56
    Highlight Highlight Ich muss das jetzt mal klar fragen. Bspw. In unserer BV steht, dass Rassismus klar verboten ist (und auch in der EMRK). Dann steht natürlich auch, dass die Meinungsfreiheit ein Grundrecht ist. Nun ist es ja auch so bzw. Es so sein sollte, dass nach dem Verhältnismässigkeitsprinzip Rassismus vor Meinungsfreiheit kommt. Wieso wird da nicht endlich mal gehandelt und Radikalismus geahndet? Die Köpfe solcher Veranstaltungen oder Aussagen sind ja weitgehend bekannt
    • sihtalrebel 15.11.2018 14:25
      Highlight Highlight Könnte es sein, dass die exekutiven Organe selbst mit den rechtsextremen sympathisieren? Also so ähnlich wie der zürcher Executive Symphatisien mit Linksautonomen vorgeworfen wird. Oder dass sie sich schlicht und einfach dem Druck der Masse ergeben und mit dem Strom schwimmen.
    • James McNew 15.11.2018 14:47
      Highlight Highlight Vielleicht weil die Veranstaltung in Polen stattfand und dort nicht die Schweizer Verfassung gilt? ;-) (nicht, dass du nicht grundsätzlich recht hast. Aber man muss eben auch handeln wollen gegen Radikale. Und in Bereich Rechtsradikale ist die polnische Regierung nun mal nicht so wirklich darauf erpicht, durchzugreifen, weil sie dieser Seite relativ nahe steht oder zumindest stark von der Unterstützung von Rechts profitiert...)
    • Joe Smith 15.11.2018 15:01
      Highlight Highlight Erstens gelten die Schweizer Gesetze nur in der Schweiz. Und zweitens ist auch in der Schweiz Rassismus nicht verboten, sondern nur gewisse rassistisch motivierte Handlungen.
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Angesichts der jüngsten haarsträubenden Enthüllungen zu Facebook werden sich viele Beobachter fragen:

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