Luftfahrt
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In this Monday, March 31, 2014 photo, a shadow of a Royal New Zealand Air Force P-3 Orion aircraft is seen on low cloud cover while it searches for missing Malaysia Airlines Flight MH370 in the southern Indian Ocean. Malaysia's national police chief has warned that the investigation into what happened to the plane may take a long time and may never determine the cause of the tragedy. Khalid Abu Bakar said Wednesday, April 2, that the criminal investigation is still focused on four areas — hijacking, sabotage and personal or psychologica problems of those on board the plane. (AP Photo/Rob Griffith, Pool)

Die Silhouette eines Suchflugzeugs der neuseeländischen Luftwaffe. Bild: AP

Verschollen – was mit Flug MH370 wirklich geschah

Der Absturz der Malaysia-Airlines-Maschine mit 239 Menschen an Bord gilt offiziell als ungeklärt. Ein Journalist und Pilot hat nachrecherchiert.



Das Wichtigste in Kürze

«Der Cockpit-Voice-Recorder und der Flugdatenschreiber werden wohl nie gefunden. Aber was wir noch wissen müssen, kommt wahrscheinlich nicht aus der Blackbox.»

William Langewiesche, The Atlantic

In this April 7, 2014 photo provided by the Australian Defense Force Able Seaman Clearance Diver Michael Arnold is towed by a fast response craft from the Australian Defense's ship Ocean Shield as he scans the water for debris of the missing Malaysia Airlines Flight 370 in the southern Indian Ocean. Up to 14 planes and as many ships were focusing on a single search area covering 77, 580 square kilometers (29,954 square miles) of ocean, 2,270 kilometers (1,400 miles) northwest of the Australian west coast city of Perth, Australia. (AP Photo/Australian Defense Force, Lt. Ryan Davis) EDITORIAL USE ONLY

Ein Marinetaucher hält im April 2014 im Indischen Ozean nach Wrackteilen Ausschau, im Hintergrund das australische Arbeitsschiff Ocean Shield. archivBild: Ap

The Point Of No Return

Es war ein Nachtflug. Und die ersten rund eineinhalb Stunden lief an Bord wohl alles ganz normal ab. Jedenfalls lagen keine Hinweise vor, dass etwas nicht stimmte.

Die Rede ist von Flug MH370, der wohl mysteriösesten Katastrophe in der Geschichte der zivilen Luftfahrt.

Nach dem Start in Kuala Lumpur flog Fariq Hamid, der erste Offizier, die Maschine. Er war 27. Dies war ein Trainingsflug für ihn, der letzte; er sollte bald zertifiziert werden.

Sein «Coach» und der zweite Mann im Cockpit war Zaharie Ahmad Shah, der leitende Pilot. Er war mit 53 Jahren einer der ältesten Flugkapitäne von Malaysia Airlines.

In der Kabine: 10 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter, allesamt Malaysier. Sie waren emsig damit beschäftigt, die 227 Passagiere zu versorgen, darunter fünf Kinder.

Die letzten Stunden

epa04146589 A picture made available on 30 March 2014 shows a view of the Indian Ocean taken from a Royal New Zealand Air Force (RNZAF) P-3K2 Orion aircraft searching for missing Malaysian Airlines flight MH370, over the southern Indian Ocean, 29 March 2014. Ships searching for missing flight MH370 have retrieved floating objects from the Indian Ocean, but they were not related to the lost jet, Australian authorities said on 29 March 2014. Three ships arrived in the new search area on 29 March and five more would arrive on 30 March, AMSA said, with a ninth to show up in three days' time. It was apparently the first time any of the eight ships searching had fished flotsam out of the Indian Ocean. The search zone had shifted on 28 March more than 1,000 km north to a region 1,680 km west of Perth, Australia. From the air, planes had seen other objects that could be related to the missing plane, but they have not been physically retrieved yet. The Beijing-bound flight MH 370 disappeared after it took off from Kuala Lumpur, Malaysia, on 08 March 2014.  EPA/JASON REED/POOL AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Was an Bord von MH370 geschah, ist nicht überliefert. Elektronische Signale liefern Hinweise. Bild: EPA

Wie Langewiesche schreibt, kann nun mit Sicherheit viel über das Schicksal von MH370 gesagt werden, und zwar:

«Computerstörung, Zusammenbruch des Steuerungssystems, eine Sturmfront, Eis, Blitzschlag, Vogelschlag, Meteorit, Vulkanasche, mechanisches Versagen, Sensorversagen, Instrumentenversagen, Funkausfall, elektrisches Versagen, Feuer, Rauch, explosive Dekompression, Ladungsexplosion, Pilotenverwirrung, medizinischer Notfall, Bombe, Krieg oder höhere Gewalt – nichts davon kann den Flugweg erklären.»

William Langewiesche, The Atlantic

Kleiner Trost für die Angehörigen: Die Menschen in der Kabine dürften nach dem Druckabfall auf einer Flughöhe von mehr als 10'000 Metern nicht lange gelitten haben ...

«Die Kabineninsassen wären innert weniger Minuten bewegungsunfähig geworden, sie hätten das Bewusstsein verloren und wären sanft gestorben – ohne nach Luft zu schnappen oder zu ersticken. Die Szenerie wäre von den Notlichtern schwach beleuchtet worden, die Toten in ihren Sitzen angeschnallt, mit den Gesichtern in den wertlosen Sauerstoffmasken, die an Schläuchen von der Decke baumelten.»

William Langewiesche, The Atlantic

Dann herrschte Stille – und im Cockpit sass wohl nur noch ein Mann ...

epa04164275 A picture made available 12 April 2014 shows a general view of the Indian Ocean taken from a Royal New Zealand Air Force P-3 Orion taking part in the search trying to locate missing Malaysia Airways Flight MH370 over the Indian Ocean, 11 April 2014. Their search area was located 1,800km North West of Perth and they were tasked with flying at 800ft to visually search for aircraft debris. The search for a missing Malaysia Airlines jet in the Indian Ocean kept its intensity on 12 April despite no new acoustic signals for three days. Ten planes and 14 ships were out looking for traces of MH370, which went missing more than a month ago after takeoff from Kuala Lumpur en route Beijing with 239 people on board.  EPA/RICHARD WAINWRIGHT / POOL AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

MH370 flog Stunden lang aufs Meer hinaus, bis der Treibstoff ausging ... Bild: EPA

Was von MH370 übrig blieb ...

Langewiesche hat sich mit Blaine Gibson getroffen, um über dessen unermüdliche Suche nach Wrackteilen an weit auseinander liegenden Stränden zu sprechen. Er habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass er dereinst noch einen wertvollen Hinweis auf das Schicksal der Menschen an Bord finde.

Doch:

«Die wichtigen Antworten liegen wahrscheinlich nicht im Meer, sondern an Land, in Malaysia. Das sollte der Fokus sein, um vorwärts zu kommen. Sofern sie nicht so inkompetent ist wie die Luftwaffe und die Flugsicherung, weiss die malaysische Polizei mehr, als sie bislang zu sagen gewagt hat.»

In this photo dated Wednesday, July 29, 2015, French police officers carry a piece of debris from a plane in Saint-Andre, Reunion Island. Air safety investigators, one of them a Boeing investigator, have identified the component as a

Auf La Réunion wurde dieser Flügelteil angeschwemmt, 16 Monate nach dem spurlosen Verschwinden von MH370. Bild: AP

Wenn Piloten Amok laufen

Langewiesche erachtete es – wie oben erwähnt – als erwiesen, dass es keine gewaltsame Übernahme im Cockpit gab. Die todbringende Bedrohung kam von innen.

Und auch wenn sich vernünftig denkende Menschen der Vorstellung widersetzten, dass ein Pilot absichtlich hunderte Unschuldige mit in den Tod reisse, schreibt der Journalist, so sei dies in der zivilen Luftfahrt schon vorgekommen ...

Bei MH370 sei es schwierig, den Co-Piloten als Täter zu sehen, schreibt Langewiesche. Es habe sich um einen jungen und optimistischen Mann gehandelt, der zu heiraten plante. «Er hatte keine Vorgeschichte mit irgendwelchen Problemen, Meinungsverschiedenheiten oder Zweifeln.»

Hingegen hätte der deutlich ältere Flugkapitän Anlass zur Sorge gegeben. Zaharie sei oft einsam und traurig gewesen. Seine Frau war ausgezogen und lebte im zweiten Haus der Familie. Gegenüber Freunden habe der Pilot eingeräumt, dass er zuhause verloren durch die leeren Räume lief.

Der Journalist, selbst ein erfahrener Pilot und langjähriger Auslandkorrespondent, schreibt:

«Es scheint, Zaharie wurde irgendwie von seinem früheren, gut etablierten Leben abgekoppelt. Er stand in Kontakt mit seinen Kindern, aber sie waren erwachsen und weg. Die Distanz und Einsamkeit, die mit der Nutzung von Social Media einhergehen können – und Zaharie nutzte Social Media oft – hat wahrscheinlich nicht geholfen.»

Wie Langewiesche erfahren haben will, bestehe unter Ermittlern in der Luftfahrtindustrie und in Kreisen der Nachrichtendienste ein starker Verdacht, dass der Flugkapitän klinisch depressiv gewesen sei.

Im offiziellen Bericht der malaysischen Behörde stand davon nichts. Zaharie wurde als jemand dargestellt, der über jeden Zweifel erhaben sei – ein guter Pilot und ruhiger Familienvater, der gerne mit einem Flugsimulator spielte.

Forensische Untersuchungen von Zaharies privatem PC durch das FBI ergaben allerdings, dass er auf dem Flugsimulator mit einer Route experimentiert hatte, die ungefähr der von MH370 entsprach: Ein Flug nach Norden um Indonesien herum, gefolgt von einem langen «Run» nach Süden, bis über dem Indischen Ozean der Treibstoff ausging.

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Bleibt die Frage, warum in offiziellen Ermittlungsberichten dermassen wichtige Details unerwähnt blieben.

Chinese relatives of passengers aboard a missing Malaysia Airlines plane browse their smartphone for the latest news inside a hotel room set aside for relatives or friends of passengers aboard the missing airplane in Beijing, China Wednesday, March 12, 2014. The missing Malaysian jetliner may have attempted to turn back before it vanished from radar, but there is no evidence it reached the Strait of Malacca, Malaysia's air force chief said Wednesday, denying reported remarks he said otherwise. The statement suggested continued confusion over where the Boeing 777 might have ended up, more than four days after it disappeared en route to Beijing from Kuala Lumpur with 239 people on board. (AP Photo/Andy Wong)

Angehörige der Opfer von Flug MH370. Bild: AP

Am Boden

«Es gibt wahrscheinlich noch mehr, was die Ermittler entdeckt haben und was wir noch nicht wissen.»

William Langewiesche

Das malaysische Regime habe als eines der korruptesten in der Region gegolten, hält Langewiesche fest. Die Verantwortlichen hätten sich als «hinterhältig, ängstlich und unzuverlässig» erwiesen. Die aus Europa, Australien und den Vereinigten Staaten entsandten Unfallermittler seien schockiert gewesen von dem Chaos, das sie antrafen.

Schon in den Stunden nach dem Verschwinden der Unglücksmaschine waren am Boden massive Fehler passiert. Die Koordinierungsstelle für die Flugrettung in Kuala Lumpur wurde viel zu spät, erst am frühen Morgen, alarmiert. Zumindest dies wurde im Untersuchungsbericht eingeräumt.

Ein früherer malaysischer Beamter verriet aber, dass hochrangige Luftwaffenoffiziere vor der Veröffentlichung des abschliessenden Unfallberichts im Sommer 2018 verlangt hatten, diesen zu überprüfen und zu bearbeiten.

Denn die malaysische Luftwaffe, die den Luftraum rund um die Uhr überwachte, hatte auch schlimme Fehler begangen. Nachdem die Passagiermaschine vom Kurs abwich, wurde kein Kampfjet zur Aufklärung losgeschickt.

Tatsache sei:

«Da die Malaysier das, was sie wussten, zurückhielten, konzentrierten sich die ersten Suchaktionen auf den falschen Ort – das Südchinesische Meer – und fanden keine schwimmenden Trümmer. Hätten die Malaysier sofort die Wahrheit gesagt, hätten solche Trümmer gefunden und verwendet werden können, um den ungefähren Standort des Flugzeugs zu bestimmen; die Black Boxes wären vielleicht geborgen worden.»

Dass sich in malaysischen Regierungskreisen die Haltung zum Positiven verändert hat, muss zumindest bezweifelt werden. Am vergangenen Donnerstag meldete sich der Regierungschef mit einer merkwürdigen Kritik zu Wort.

Dabei ging es um die zweite Katastrophe, die 2014 die nationale Fluggesellschaft und das ganze Land ins Mark getroffen hatte. Den Abschuss von MH17.

Zuvor hatten internationale Ermittler in den Niederlanden neue Erkenntnisse vorgelegt, wonach vier hochrangige pro-russische Rebellen für die Tat verantwortlich seien. Ihnen wird wegen 298-fachen Mordes der Prozess gemacht.

Nun kritisiert das offizielle Malaysia die Haftbefehle gegen drei Russen und einen Mann aus der Ukraine. Premierminister Mahathir Mohammad deutete am Donnerstag in Kuala Lumpur eine Verschwörung gegen Russland an.

Sprich: Malaysias Regierung versucht die Aufklärung der einen Flugkatastrophe von 2014 zu stören, und blendet die eigenen Verfehlungen beim MH370-Absturz aus.

Chronologie

Die wichtigsten Ereignisse rund um den Absturz von MH370 und den Abschuss von MH17 im zeitlichen Ablauf:

8. März 2014

In Asien ereignet sich eine der mysteriösesten Katastrophen in der Geschichte der zivilen Luftfahrt. Flug MH370 soll von der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur nach Peking führen. Doch weicht die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord mitten in der Nacht vom Kurs ab. Sie verschwindet – zunächst spurlos – über dem Meer.

Die technische Analyse wird später ergeben, dass das Flugzeug nach der unerwarteten Wende über dem südchinesischen Meer (Punkt A) und dem letzten Radarkontakt schliesslich nach Süden abgedreht sein muss (Punkt B).

Bild

Um 01:08 Uhr überflog die Maschine die malaysische Küste und startete über das Südchinesische Meer in Richtung Vietnam. 11 Minuten später drehte sie ab. screenshot: theatlantic.com

2014, April

Die internationale Suchaktion an der Meeresoberfläche wird abgebrochen und eine Tiefseesuche gestartet. Die Analyse von Satellitendaten ergibt den letzten elektronischen Kontakt («Handshake») mit Flug MH370, der mitten im indischen Ozean, an nicht genau bestimmbarem Ort, erfolgte.

Bild

Abhängig von der (unbekannten) Fluggeschwindigkeit, lag der letzte Kontakt entlang des blauen Bogens. screenshot: avherald.com

2014, 17. Juli

Es folgt die nächste Katastrophe für Malaysia Airlines. Flug MH17 von Amsterdam nach Kuala Lumpur endet abrupt über der Ostukraine, einem Kriegsgebiet. Das Flugzeug vom Typ Boing 777 wird mit einer russischen Militärrakete abgeschossen. Alle 298 Menschen an Bord sterben.

2015, 29. Juli

16 Monate nach dem Verschwinden von MH370 stösst auf der französischen Pazifik-Insel La Réunion eine Strandreinigungs-Crew auf ein etwa zwei Meter langes Wrackteil, das offenbar erst kürzlich an Land gespült worden war.

Andere Teile werden an weit verstreuten Stränden im westlichen Indischen Ozean gefunden. Einige können offiziell bestätigt werden, bei anderen gilt dies als wahrscheinlich.

2017, Januar

Die Suche per Schiff in einem 120'000 Quadratkilometer grossen Gebiet im südlichen Indischen Ozean wird offiziell eingestellt. Dies ist die gemeinsam getroffene Entscheidung von den Behörden in Malaysia, Australien und China.

2018, 30. Juli

Malaysias Transportbehörde veröffentlicht ihren offiziellen Untersuchungsbericht (Safety Investigation Report) zu MH370. Darin heisst es, die tatsächliche Ursache für das Verschwinden des Verkehrsflugzeugs lasse sich nicht feststellen. Es gebe keinerlei Hinweise auf ein mechanisches Problem.

2019, Juni

Knapp fünf Jahre nach dem Abschuss von MH17 über der Ukraine haben die Ermittler die ersten Haftbefehle gegen vier mutmassliche Täter, drei Russen und einen Ukrainer, ausgestellt. Der Strafprozess wegen 298fachen Mordes soll am 9. März 2020 in den Niederlanden beginnen

Externe Quellen

Der Unglücksflug #MH17 – eine Chronik

20 Jahre nach dem Absturz der «Swissair 111»

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    Alle Leser-Kommentare
  • G. 23.06.2019 02:53
    Highlight Highlight Solange die nicht schreiben, es sei ein Iraner gewesen, nur damit Amerika und sein Trumpeltier endlich den Krieg beginnen können, finde ich es noch so eine plausible Erklärung.

    Es entschuldigt den Verlust der Fluginsassen, die dabei ihr Leben lassen mussten, jedoch nicht.
  • Th. Dörnbach 23.06.2019 00:12
    Highlight Highlight Ein interessanter Artikel. Aber die Bezeichnung "erweiterter Suizid" geht einfach nicht, das ist eine Verharmlosung von Mord/Tötung.
  • Asparaguss 22.06.2019 21:21
    Highlight Highlight Danke für den sehr guten Artikel.
  • LarsBoom 22.06.2019 20:30
    Highlight Highlight Bei einem Druckabfall kommen ja die Masken automatisch aus der Decke. Der Sauerstoff reicht für ca. 15 Minuten und in dieser Zeit müsste man auch auf 3000 Meter sinken damit man wieder ohne Sauerstoffmasken auskommt, was ja auf diesem Flug nicht geschah. Ich denke, der Tod war nicht so „schön“ wie hier geschrieben wird.
    • Demo78 22.06.2019 21:21
      Highlight Highlight Bin ja kein Airline-Pilot, soweit mir bekannt ist, reicht der Sauerstoff sehr viel kürzer 2-4 min. Deshalb machen die Flieger bei einem Druckabfall einen kontrollierten Sturzflug auf 12’000 Fuss, wo sie keinen Sauerstoff mehr brauchen 🤷🏻‍♂️
    • LarsBoom 22.06.2019 22:34
      Highlight Highlight Je nach Modell 12 bis 22 Minuten. Wenn du z.B. über den Alpen bist, kannst du ja nicht sofort runter. Einige Fluggesellschaften haben auch grosse Sauerstoffzanks eingebaut, die die Passagiere noch länger mit Sauerstoff versorgen können, damit man direktere Routen über hohe Gebirgszüge fliegen kann.
    • Demo78 22.06.2019 23:51
      Highlight Highlight Naja die Alpen wären kaum ein echtes Problem bei 12-14‘000 Fuss, man muss halt rausschauen un um ein paar wenigen Gipfeln ausweichen😉 Laut Wiki spricht man von mindestens 15 min. Somit hast Du recht 🤦🏻‍♂️👍
      Die Umschreibung des sanften Todes innerhalb Minuten treibt mich jedoch auch um und überzeugt mich leider nicht wirklich😔
      RIP all MH-370 occupants 😪
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  • The Count 22.06.2019 20:05
    Highlight Highlight Langewiesches Theorie ist leider nicht wirklich faktenbasiert bzw. enthält zu viele Behauptungen und andere schwache Variablen. Schade schenkt man dieser so viel Beachtung.
    • drjayvargas 22.06.2019 21:48
      Highlight Highlight Das ist richtig. Sehe hier auch keine bahnbrechenden Neuigkeiten. Zumal die Theorie mit dem willentlich herbeigeführten Druckabfall wirklich nur Fantasterei ist angesichts der Faktenlage.
      Dass die Malaysischen Behörden bestimmt mehr wissen ist klar. Aber auch die Thailändischen, Indonesischen und wahrscheinlich auch die Australischen wissen bestimmt mehr. Hauptsächlich durch militärische Radar und andere Luftraumüberwachungsdaten. Und die werden sich hüten, das preiszugeben, würde es doch auch offenlegen, wieviel und was sie von anderen Ländern in/aus der Luft mitkriegen.
  • Jan. 22.06.2019 19:38
    Highlight Highlight "Mehr als sechs Jahre nach der Katastrophe..."
    "Am 8. März 2014 war die Boeing 777..."

    Da stimmt was nicht mit den Zahlen ;)
    • @schurt3r 22.06.2019 20:02
      Highlight Highlight Zahlensalat! 🙈

      Habs korrigiert, danke.
  • Garp 22.06.2019 19:33
    Highlight Highlight Es kommt leider immer wieder vor, dass Piloten Selbstmord begehen und Passagiere mit in den Tod reissen. Da wäre vorher Unterstützung notwenig und die psychische Verfassung im Auge zu behalten oder besondere Umstände im Privatleben und jeder Pilot sollte sich melden dürfen, wenn er Hilfe braucht ohne Angst vor Kündigung zu haben.
    Es gibt auch Kleinflugzeugabstürze und Autounfälle, die eben keine Unfälle sind, sondern Selbsttötung. Vor allem Männer wählen so einen Weg.
    • TheOnlyZeus 22.06.2019 20:18
      Highlight Highlight Vor allem Männer? Also ja, es sind wohl mehr Männer als Frauen, aber wie viele Piloten gibt es denn im Vergleich zu Pilotinnen?
    • Garp 22.06.2019 21:00
      Highlight Highlight Es geht auch um die "Autounfälle" . Und das war kein Vorwurf, nur eine Feststellung. Frauen wählen andere Methoden zum Suizid, das ist Tatsache.

      Das Thema wird bei Airlines unter dem Deckel gehalten. Weil man das auch nie ganz verhindern kann.
    • Demo78 22.06.2019 21:25
      Highlight Highlight @Garp naja den Tod kann man nicht verhindern🤷🏻‍♂️ Von einem suizidalen Pilot in den Tod geflogen zu werden, ist extrem unwahrscheinlich, einen Lotto-Sechser zu landen ist wahrscheinlicher 🤔
    Weitere Antworten anzeigen
  • salamandre 22.06.2019 18:56
    Highlight Highlight Heisse Geschichte, danke.
  • suchwow 22.06.2019 18:53
    Highlight Highlight Danke für den Artikel!
  • Gmbhh 22.06.2019 17:58
    Highlight Highlight Wow, das ist ziemlich krass.
  • Cosmopolitikus 22.06.2019 17:46
    Highlight Highlight Ein spannender Artikel, welcher auch neue Aspekte beinhaltet - danke Watson.
    Vor allem für die Angehörigen wäre es wichtig zu erfahren, was genau passierte, nur so werden die Meisten mit dem Verlust abschliessen können.
  • reamiado 22.06.2019 17:45
    Highlight Highlight Wow spannend, ein echter Krimi!

    (wohl nur eine Frage der Zeit bis Hollywood das verfilmt, natürlich mit einem Amerikaner in der Hauptrolle)
    • Team Insomnia 22.06.2019 18:19
      Highlight Highlight Rajesh Kutraphali?🤔

Afrika gehen die Esel aus. Der Grund ist zum 🤮

Stell dir vor, du wachst auf und alle Fahrzeuge in deinem Ort sind weg. Es gibt keine Transportmöglichkeiten mehr. Das Leben steht still. In ländlichen Gebieten Afrikas kommt dies vor. Allerdings mit Eseln. Das Grautier droht dem Kontinent auszugehen. Der Grund dafür liegt in China.

Ein Esel ist in Afrika viel mehr als nur ein Tier. In ländlicheren Gegenden hängt der Alltag von ihm ab. Mit dem Esel wird Wasser geholt, die Ware zum Markt getragen, er ist ein Arbeitstier, ermöglicht ein Einkommen, wodurch die Kinder zur Schule können. Kurz gesagt: Esel ermöglichen Familien ein Leben. Mama Nema, eine Eselhalterin in Tansania, sagt: «Esel bedeuten Wohlstand für die ganze Familie. Ohne Esel kein Leben.»

In China ist ein Esel ebenfalls viel mehr als nur ein Tier. Das Fleisch gilt …

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