USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Erster republikanischer Abgeordneter fordert Absetzung von Trump



In den USA hat sich erstmals ein republikanisches Kongressmitglied für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump ausgesprochen. Der Bericht von Sonderermittler Robert Mueller zur Russland-Affäre belege mehrfach Verhalten, das eine Amtsenthebung rechtfertige, erklärte der republikanische Abgeordnete Justin Amash aus dem Bundesstaat Michigan am Samstag.

«Zweifellos jede Person, die nicht der Präsident der Vereinigten Staaten ist, würde bei dieser Beweislage angeklagt», schrieb Amash in einer Serie von Tweets. Auch Justizminister William Barr machte der Abgeordnete der ultrakonservativen Republikaner-Gruppe Freedom Caucus schwere Vorhaltungen. Barr habe die Öffentlichkeit «vorsätzlich» über den Mueller-Report in die Irre geführt, den selbst im US-Kongress nur wenige gelesen hätten.

FILE - In this Thursday, Feb. 23, 2017 file photo, U.S Rep. Justin Amash, R-Cascade Township, speaks to the audience during a town hall meeting at the Full Blast Recreation Center in Battle Creek, Mich. Amash, a Republican congressman from Michigan says he’s concluded that President Donald Trump has “engaged in impeachable conduct.” Congressman Justin Amash tweeted Saturday, May 18, 2019 that he has read the entire redacted version of special counsel Robert Mueller’s Russia report. (Carly Geraci//Kalamazoo Gazette via AP, File)

Der Republikaner Justin Amash. Bild: AP/Kalamazoo Gazette

Der Bericht enthalte aber «zahlreiche Beispiele für ein Verhalten, dass alle Elemente von Behinderung der Justiz erfüllt», schrieb Amash auf Twitter. «Im Gegensatz zu Barrs Darstellung enthüllt der Mueller-Report, dass Präsident Trump an bestimmten Handlungen beteiligt war und ein Verhaltensmuster aufwies, womit die Schwelle für eine Amtsenthebung überschritten wird», bilanzierte der Republikaner. Damit ging Amash in seinem Urteil noch weiter als die meisten führenden Demokraten im Kongress.

Die Veröffentlichung des Ermittlungsberichts zur Russland-Affäre hatte im April die Debatte über ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump angeheizt. Sonderermittler Mueller hatte zwar keine hinreichenden Belege für illegale heimliche Absprachen des Trump-Teams mit Russland während des Wahlkampfs 2016 gefunden.

Vom Vorwurf, später die Ermittlungen zu den Russland-Kontakten in strafrechtlich relevanter Form behindert zu haben, entlastete er den Präsidenten aber ausdrücklich nicht. Barr interpretierte den Bericht trotzdem als vollkommene Entlastung von Präsident Trump und übermittelte dem Kongress eine entsprechende vierseitige Zusammenfassung des Mueller-Berichts.

Nach Amashs Äusserungen forderte ihn die ebenfalls aus Michigan stammende demokratische Abgeordnete Rashida Tlaib auf, sich ihrer Resolution für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump anzuschliessen. Die Demokraten haben in dieser Frage allerdings keine einheitliche Haltung. Während etwa die linksgerichtete Präsidentschaftsbewerberin Elizabeth Warren für das sogenannte Impeachment-Verfahren ist, warnt die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, ein solches Verfahren könne zu einer tiefen Spaltung des Landes führen. (sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Das sind die besten Rekruten der besten Armee der Welt

Link zum Artikel

9 «Ratschlag»-Klassiker, die du dir in Zukunft einfach mal sparen kannst

Link zum Artikel

Christian Wasserfallen nicht mehr FDP-Vize – wegen der Klimafrage?

Link zum Artikel

Heute wird es noch heisser ++ Spitäler bereiten sich auf Ansturm vor

Link zum Artikel

Das gab's noch nie: Schweizer Mathe-Genie startet als 15-Jähriger mit Master-Studium

Link zum Artikel

Fans raten GNTM-Gewinnerin Stefanie Giesinger zu grösseren Brüsten – aber ihr Konter sitzt

Link zum Artikel

«Die Schweiz ist eine Gold-Weltmacht – ein enormes Risiko»

Link zum Artikel

Turbo Jens ist alles, was du heute gesehen haben musst (wer hat den Typen eingestellt?)

Link zum Artikel

YouTuberin verwandelt Teslas Model 3 in Pick-up – und das Resultat ist grandios

Link zum Artikel

«Ab 30 kann Mann keine kurzen Hosen mehr tragen!» – watson-Chef klärt uns auf 🙄

Link zum Artikel

Diese Schweizer Fussballer haben noch keinen Vertrag für nächste Saison

Link zum Artikel

Herr Matthes, wie gross ist die Schadenfreude bei Nokia über Huaweis Trump-Schlamassel?

Link zum Artikel

Ein Streik kommt selten allein – so wollen die Frauen weitermachen

Link zum Artikel

Nach 27 Jahren kommt der Nachfolger der SMS – das musst du über RCS wissen

Link zum Artikel

Merkel beginnt bei Staatsbesuch plötzlich zu zittern – Entwarnung folgt kurz darauf

Link zum Artikel

Wegen Song: SRF-Ombudsmann rügt Radio SRF 3 

Link zum Artikel

Ohrfeige für Bundesanwalt vom Bundesstrafgericht – Lauber ist im FIFA-Fall befangen

Link zum Artikel

40 Millionen Liter Trinkwasser verschwunden? Das Rätsel von Tägerig ist gelöst

Link zum Artikel

OMG – wir haben Knoblauch unser ganzes Leben lang falsch geschält

Link zum Artikel

Warum Donald Trump 2020 wiedergewählt wird – und warum nicht

Link zum Artikel

Ein 3-jähriges Mädchen zerstört eine Fliege – das macht dann 56'000 Franken

Link zum Artikel

«Kann man sich in einen guten Freund verlieben?»

Link zum Artikel

79-Jährige mit zwei Promille auf Felgen unterwegs

Link zum Artikel

Federer vor Halle-Auftakt: «Rasen hat seine eigenen Regeln – vor allem für mich»

Link zum Artikel

We will always love you – vor 60 Jahren veröffentlichte Dolly ihre erste Single

Link zum Artikel

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Muselbert Qrate 19.05.2019 13:47
    Highlight Highlight Ich fordere gratis Bier bis zu meinem Lebensende. Bringt ihr jetzt auch eine Story über mich?
  • Sisiphos 19.05.2019 10:48
    Highlight Highlight Schon vor seiner Präsidentschaft wusste die Mehrheit der Nicht-Amerikaner, dass der Typ einfach als Präsident nicht geht. Meine amerikanischen Freunde waren ebenfalls der Meinung. Wer zum Henker wollte diesen Idioten? Und was stimmt mit der amerikanischen Demokratie und Verfassung nicht... Das sollten sich die Amerikaner dingend überlegen und vor allem ob man einen einzelnen Menschen mit einer derartigen Machtfülle ausrüsten soll. Das sollte man sich auch in Europa überlegen....
    • Pafeld 19.05.2019 13:12
      Highlight Highlight Amerika besteht eben nicht mehrheitlich aus den zivilisierten Leuten von den Ost- und Westküstenmetropolen, die wohlhabend, gebildet und weltoffen sind und wir durch persönliche Bekanntschaft oder durch Film und Fernsehen kennen. Die absolute Mehrheit der Amerikaner lebt unter Bedingungen, die wir aus Entwicklungs- und Schwellenländer kennen. Diese Leute verlassen in ihrem Leben vielleicht einmal ihr County (wenn überhaupt), deren Welt ist schwarz-weiss und sie wissen, dass sie die Guten sind. Klar, auch diese Leute können nett und freundlich sein. Aber der geistige Horizont endet am Dorfrand.
  • Gurgelhals 19.05.2019 09:58
    Highlight Highlight Amash ist kein Tea Party-Spinner und Trump-Arschkriecher, sondern eher so etwas wie ein echter Rechtslibertärer (und kein falscher, wie das z.B. Rand Paul im Senat ist) – also einer, der zwar auch abstruse politische Ansichten vertitt, aber zumindest noch eine gewisse Integrität als Politiker bewahrt (ausserdem vertritt er einen Wahlbezirk, der wohl an die Demokraten gehen würde, wenn die Republikaner dort mit einem Tea Partier antreten würden).

    Damit steht er in der GOP aber alleine auf weiter Flur (was das wirklich Bedenkliche an der Sache ist) und daher ist dieses Statement bedeutungslos.
  • Gawayn 19.05.2019 09:41
    Highlight Highlight Ich finde die Entscheidungen und Überlegung Pelosis oft gut.
    Aber in diesem Fall liegt sie schwer daneben.

    Die Angst das Land zu spalten ist leider unbegründet.

    Leider, weil es seit Trumpels Wahl schon gespalten ist.

    Ich kann mich bis Präsident Carter zurück erinnern.
    Aber noch niemals, an einem Präsidenten der das Land derart aufgespalten hätte wie die 45.

    So Einer hätte niemals zur Wahl zugelassen werden sollen.
    Schon viel früher hätte man den Irren kippen sollen.
    Es wird auch im Folgejahr und sollte er wieder gewählt werden, die nächsten Jahren nicht besser werden
  • LLewelyn 19.05.2019 09:00
    Highlight Highlight Amash gehört zum eher libertären Flügel der Republikaner und ist damit eher isoliert. Das zeigte sich schon bei der Anhörung von Michael Cohen - er war einer der einzigen Republikaner, der sachliche Fragen stellte. Ich denke daher nicht, dass sein Beispiel Schule macht - insbesondere der Senat ist blind parteiisch.
  • FR90 19.05.2019 08:08
    Highlight Highlight Bringt mal was neues. Trump wird (leider) nie abgesetzt.
    • alessandro 19.05.2019 10:56
      Highlight Highlight Bernie wird von den firmenfinanzierten Demokraten noch vor Trump abgesetzt...

US-Regierung stellt Nahost-Friedensplan vor – Palästinenser lehnen ab

Der Nahost-Friedensplan der USA soll den Palästinensern innerhalb von zehn Jahren internationale Investitionen in Höhe von 50 Milliarden Dollar und eine Million neue Jobs bringen.

Ziel sei es, das Bruttoinlandsprodukt der Palästinenser in diesem Zeitraum zu verdoppeln, teilte die Regierung von US-Präsident Donald Trump am Samstag mit. Damit gab sie erstmals Details zum wirtschaftlichen Teil des Friedensplans preis.

Eine führende Vertreterin der Palästinenser lehnte den Vorstoss umgehend ab. Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel