«Gott ist auch queer»: Eine lesbische Katholikin erzählt
Mit zwölf Jahren bemerkte Mentari Baumann, dass sie für Jungen nicht dasselbe empfand wie ihre Freundinnen. Kurz darauf verliebte sie sich in ein Mädchen – ein Erlebnis, das ihren persönlichen Weg prägte. Erst später verstand sie, was da passierte, und ihr wurde bewusst, dass sie lesbisch ist.
Mentari Baumann wuchs in einem römisch-katholischen Haushalt auf. Während ihrer Findungsphase vertraute sie sich ihren Eltern an. Diese waren zunächst überfordert, reagierten dann jedoch verständnisvoll und unterstützten sie.
Als sie ihrer Familie in Indonesien kurz vor ihrer Hochzeit von ihrer Sexualität erzählte, sorgte das für Aufsehen. Baumann erzählt, wie die Verwandten nicht mehr mit ihr oder ihrer Mutter sprachen.
In Indonesien ist die Situation für queere Menschen weiterhin stark von gesellschaftlicher und politischer Diskriminierung geprägt. Inzwischen hat sich die Lage innerhalb ihrer Familie beruhigt, doch das Thema wird bei Gesprächen meist vermieden.
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Der Glaube spielt in Mentaris Leben eine zentrale Rolle, sowohl privat als auch beruflich. Bei der Allianz Gleichwürdig Katholisch engagiert sie sich für eine gleichberechtigte Kirche. Sie ist überzeugt: «Gott ist auch queer.»
Doch lassen sich Religiosität und Queerness wirklich vereinbaren? Und ist die Kirche nicht nach wie vor transfeindlich und homophob? Im Fragenbot packt sie damit aus:
