International
Luftfahrt

Germanwings-Co-Pilot probte den Absturz schon auf dem Hinflug

Was genau spielte sich im Cockpit der Germanwings-Maschine ab?
Was genau spielte sich im Cockpit der Germanwings-Maschine ab?Bild: LEONHARD FOEGER/REUTERS

Germanwings-Co-Pilot probte den Absturz schon auf dem Hinflug

06.05.2015, 03:1906.05.2015, 12:10

Zum Germanwings-Unglück im März, bei dem 150 Insassen ums Leben gekommen sind, gibt es neue Details.

Laut einem Medienbericht lenkte Co-Pilot Andreas Lubitz die Unglücks-Maschine bereits auf dem Hinflug von Düsseldorf am 24. März in einen Sinkflug. Dabei habe er die Flughöhe leicht verändert. 

Der Absturz von Germanwings 4U9525 in Frankreich

1 / 49
Der Absturz von Germanwings 4U9525 in Frankreich
Um ca. 11.15 Uhr am Dienstagmorgen, dem 24. März 2015, ist ein A320 der Germanwings in Südfrankreich abgestürzt.
quelle: ap/ap / martin meissner
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Das berichtet die Bild-Zeitung und beruft sich auf Kreise französischer Ermittlungsbehörden. In einem Zwischenbericht der Ermittler sei die Rede von einem «minutenlangen kontrollierten flugtechnisch unbegründeten Sinkflug». Dabei wich Lubitz vom geplanten Flugverlauf ab. 

Bisher hatten die Ermittler auch eine Tat im Affekt in einer psychologischen Ausnahmesituation nicht ausgeschlossen. Die Ermittler wollen den Bericht offenbar heute veröffentlichen und der französischen Staatsanwaltschaft vorlegen. (feb)

Trauergottesdienst für Germanwings-Opfer in Köln

1 / 9
Trauergottesdienst für Germanwings-Opfer in Köln
«Es sind 150 Opfer», sagte Kardinal Rainer Woelki. Das Urteil über den Copiloten müsse man Gott überlassen.
quelle: epa/dpa pool / oliver berg / pool
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Jacques Moretti wurde auch in der Schweiz bereits verurteilt – die Sonntagsnews
Mängel bei den Ermittlungen zur Brandkatastrophe in Crans-Montana, eine Verurteilung des Barbetreibers im 2016 und die Walliser Staatsanwaltschaft an der Kapazitätsgrenze: Das findet sich in den Sonntagszeitungen.
Akten zur Strafuntersuchung zum Brand von Crans-Montana VS haben laut der «NZZ am Sonntag» grosse Mängel bei den Ermittlungen aufgezeigt. Unter anderem seien die Smartphones der Betreiber der Bar erst acht Tage nach der Katastrophe beschlagnahmt worden, wie die Zeitung gestützt auf Ermittlungsakten schrieb. Die Staatsanwaltschaft habe die Mitglieder der Walliser Behörden zudem mit Samthandschuhen angefasst, urteilte die Zeitung. Der Sicherheitschef der Gemeinde habe zwei Tage nach dem Brand persönlich Dokumente zur Bar bei der Staatsanwaltschaft abliefern dürfen – obschon er sich in einem Interessenskonflikt befinde. Die Akten bestätigen laut der Zeitung zudem, dass die Staatsanwaltschaft offenbar die Autopsie der Opfer vergessen hatte. Die Dokumente lassen laut der «NZZ am Sonntag» weiter darauf schliessen, dass die Wohnung der Barbetreiber nicht durchsucht worden ist. Die Staatsanwaltschaft und die Anwälte der Barbetreiber nahmen demnach keine Stellung.
Zur Story