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epa08176559 US President Donald J. Trump calls members of his Cabinet and the Congress to join him to the stage during a signing ceremony for the United States-Mexico-Canada Trade Agreement (USMCA), on the South Lawn of the White House in Washington, DC, USA, 29 January 2020. The Trump administration says the revised North American Free Trade agreement will create six hundred thousand jobs. EPA/Oliver Contreras / POOL

Donald Trump attackierte seinen Lieblings-Sender «FoxNews» – sie hatten ein Interview mit einem Trump-Kritiker ausgestrahlt. Bild: EPA SIPA POOL

Trumps Nerven liegen blank: Er attackiert FoxNews – weil sie einen Demokraten interviewten



Der Impeachment-Prozess ist noch immer in vollem Gange und derzeit ist noch unklar, ob weitere Zeugen aufgerufen werden. Die Demokraten wollen den ehemaligen Sicherheitsberater im Weissen Haus, John Bolton, vorladen. Er sorgte mit Enthüllungen zur Ukraine-Affäre in einem Buchmanuskript für Aufsehen. Trump habe US-Militärhilfe an Ermittlungen zu seinem politischen Rivalen Joe Biden geknüpft – Bolton bestätigt damit ein sogenanntes «quid pro quo». Das berichtet der «Stern».

Boltons Aussagen setzen den US-Präsidenten unter Druck und sein Nervenkostüm scheint zunehmend dünner zu werden: Weil sein Lieblings-Sender «FoxNews» einen Demokraten interviewte, der Trump im Gespräch stark kritisierte und «Fox News» das Interview tatsächlich ausstrahlte, attackierte Trump den Nachrichtensender auf Twitter.

«Wirklich erbärmlich, wie ‹FoxNews› versucht, politisch korrekt zu sein, indem es Demokraten wie Chris Van Hollen, den namenlosen Senator aus Maryland, über den Äther schickt. Er hat den Amtsenthebungs-Schwindel immer wieder hochgespielt.»

«FoxNews» lud den demokratischen Senator in ihre Sendung «America's Newsroom» ein. Dort forderte Van Hollen die Vorladung von John Bolton. Ausserdem sagte der Demokrat, dass alle Senatoren, die tatsächlich an der Wahrheit interessiert seien, Boltons Zeugenaussage fordern sollten.

Doch Trump beliess es nicht bei einem Tweet, er legte nach: «... Also, was zur Hölle ist mit ‹FoxNews› passiert? Ich weiss es! Chris Wallace und andere sollten für die Fake-News-Sender CNN oder MSNBC arbeiten. Ihr werdet sehen, das wird der Anfang vom Ende für ‹Fox› sein, genau wie bei den anderen beiden, deren Einschaltquoten einbrechen. Social Media ist grossartig!»

Chris Wallace äusserte sich auch schon in der Vergangenheit Trump-kritisch.

Chris Van Hollen wurde schliesslich auf Trumps Tweets aufmerksam und liess es sich nicht nehmen, ihm auf Twitter direkt zu antworten: «Bin froh, dass Sie eingeschaltet haben, Herr Präsident. Da ich nun Ihre Aufmerksamkeit habe, wie wäre es, wenn Sie in den Senat kommen und Ihre Seite der Geschichte unter Strafandrohung wegen Meineides vortragen würden?»

Doch auch Van Hollen beliess es nicht bei einem Tweet, er postete wenig später sein Interview bei FoxNews und richtete folgende Frage an Trump: «Ich glaube, dass alle Amerikaner die Wahrheit verdienen, unabhängig von der politischen Partei oder dem Fernsehsender, den sie sich anschauen. Lassen Sie mich wissen, mit welchen Fakten aus meinem Fox-Interview Sie nicht einverstanden sind. Wollen Sie nicht die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit?»

Auch am Mittwochabend (Ortszeit) stand noch nicht fest, ob weitere Zeugen vorgeladen werden. Die Hoffnung der Demokraten ist folglich noch nicht gestorben.

Der Sender FoxNews berichtet normalerweise nicht Trump-kritisch, ganz im Gegenteil. Dass sie kritische Stimmen zulassen ist eher aussergewöhnlich und für Trump anscheinend jeweils Anlass zu Zorn: Als «FoxNews» im Juni 2019 von schlechten Umfragewerten für Trump berichtete, warf der US-Präsident dem Sender das Verbreiten von «Fake-News» vor.

(mim)

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Das Impeachment-«Who is who»: Diese Zeugen treten auf

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quelle: epa / jim lo scalzo
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