Fatale 1:5-Pleite gegen Schweden – Tunesien entlässt Trainer nach 1. WM-Spiel
Knall während der WM! Der tunesische Fussballverband hat nach der heftigen 1:5-Auftaktpleite gegen Schweden Nationaltrainer Sabri Lamouchi noch während des Turniers entlassen. Dies berichtet der tunesische Journalist Romain Molina, der unter anderem für die «New York Times», den «Guardian» oder die BBC schreibt, auf X. «Es ist aus für Sabri Lamouchi als Chef der tunesischen Auswahl», schrieb er kurz und knapp.
C'est la fin pour Sabri Lamouchi à la tête de la sélection tunisienne 🇹🇳
— Romain Molina (@Romain_Molina) June 15, 2026
Matteo Trabelsi, ein anderer Journalist aus Tunesien, schreibt:
Avec @Romain_Molina, on avait évoqué le comportement de Lamouchi dans le vestiaire 🇹🇳 et sa faible capacité à mobiliser. On nous a accusé de mentir pour déstabiliser le groupe. Résultat : viré après le premier match de poule. Bravo coach, ça doit être la faute des journalistes.
— Matteo Trabelsi (@TrabelsiMt) June 15, 2026
Kebaier übernimmt
Im Verlauf des Montags folgte dann auch die Bestätigung des Verbands. «Es wurde offiziell vereinbart, Trainer Sabri Lamouchi zu entlassen», schrieb der tunesische Fussballverband auf Instagram. Für die weiteren Gruppenspiele gegen Japan und die Niederlande wird Mondher Kebaier interimistisch übernehmen.
Der 56-jährige Kebaier trainierte die Nationalmannschaft Tunesiens bereits von 2019 bis 2022. Als Technischer Direktor des Verbands war er bereits mit dem Team zur Weltmeisterschaft gereist. Bei der WM 2022 in Katar hatten die Tunesier in der Vorrunde noch den späteren Finalisten Frankreich besiegt. Vier Jahre später geriet der Auftakt gegen Schweden jedoch zum Debakel für das Team.
Erst fünf Spiele im Amt
«Das ist eine schmerzliche Niederlage. Sie tut weh. Den Wettbewerb mit einer solch herben Niederlage zu beginnen, ist schwer», sagte Lamouchi danach. Da ahnte der 54-jährige Franzose noch nicht, dass er gerade seine letzte Pressekonferenz als Nationaltrainer Tunesiens gab.
Übernommen hatte Lamouchi diese Aufgabe erst vor fünf Monaten. In den fünf Länderspielen seiner kurzen Amtszeit gab es nur einen Sieg gegen den WM-Aussenseiter Haiti (1:0). Tunesische Medien schrieben schon vor Beginn der Weltmeisterschaft von einem schwer zu führenden Team, in dem erfahrene und neu berufene Spieler kaum harmonieren. Schon der Afrika Cup im vergangenen Winter endete mit einem enttäuschenden Achtelfinal-Aus gegen Mali. (abu/sda/apa)
