Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die abgewaehlte Gruene Berner Nationalraetin Aline Trede waehrend dem Eingang von  Ergebnissen der Eidgenoessischen Wahlen am Sonntag, 18. Oktober 2015 im Rathaus in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Aline Trede am Tag ihrer Abwahl im Oktober 2015. Bild: KEYSTONE

Rückkehrerin Aline Trede: «Es gab Leute, die mir sagten: ‹Ha, endlich bist du weg!›»

Sie stieg rasch auf – und noch schneller wieder ab: Die grüne Nationalrätin Aline Trede wurde 2015 abgewählt. Inzwischen ist sie wieder zurück.

Maja Briner / ch media



Wie viel Freude haben Sie daran, wieder zurück im Nationalrat zu sein?
Aline Trede: Die erste Session fiel mir schwer. Die Abwahl wurde dadurch wieder präsenter. Alle wussten: Ich bin wieder nachgerutscht. Inzwischen bin ich aber zurück im Kampfmodus (lacht).

Gab es dumme Sprüche?
Ja, recht viele. Auch die Hassmail-Schreiber haben sich gleich vom ersten Tag an wieder bei mir gemeldet. Die meisten Nationalratskolleginnen und -kollegen freuten sich aber, dass ich zurück bin, auch politische Gegnerinnen und Gegner. Und es haben mir Leute geschrieben: «Du bringst Punk ins Parlament, es ist gut, bist du zurück.» Es half mir, zu wissen: Es gibt Leute, die wollen, dass ich im Nationalrat bin.​

Sie wussten beim zweiten Mal schon, was Sie erwartet im Nationalrat. Machte es das einfacher?
Ja, aber nicht ganz so freudig. Beim ersten Mal dachte ich: «Was für eine riesige Ehre! Jetzt mache ich eine Arschbombe in dieses Haifischbecken!» Diese Freude war beim zweiten Mal nicht mehr so gross, aber eine Ehre ist es auf jeden Fall. Was auch interessant ist: Während der Aufschrei-Debatte hatte ich über Sexismus im Bundeshaus geredet. Jetzt gibt es eine Gruppe älterer Herren, die ganz anders mit mir umgehen: keine Sprüche mehr, mehr Respekt.

ZU DEN EIDGENOESSISCHEN WAHLEN VOM 18. OKTOBER 2015 STELLEN WIR IHNEN AUS UNSERER PORTRAITSERIE

Auch Gartenarbeit gehört zum Leben von Aline Trede. Bild: KEYSTONE

Sie sind jung Nationalrätin geworden, waren erfolgsverwöhnt. Dann kam nach zweieinhalb Jahren überraschend die Abwahl. Wie war das für Sie?
Ich wusste immer, dass der dritte grüne Sitz ein Wackelsitz ist, dass ich verlieren kann. Aber das musste ich verdrängen, sonst hätte ich gar keinen freudigen, positiven Wahlkampf machen können. Ich hab nur an die Wiederwahl gedacht, hatte keinen Plan B.​

Wenn Sie an den Tag der Abwahl zurückdenken: Woran erinnern Sie sich?
Ich hatte den ganzen Tag über viel zu tun, hatte einen TV-Auftritt nach dem anderen. Irgendwann am Abend haben wir gerechnet und gesehen: Wenn der dritte Sitz der Grünen weg ist, trifft es mich. Kurz bevor die Resultate öffentlich wurden, bekam ich eine SMS: «Liebe Frau Trede, es hat leider nicht gereicht.»

Bern, 18.6.2015, Nationalraetin Aline Trede, GPS-BE, verfolgt die Debatte zur Weiterentwicklung der Armee in der Grossen Kammer. (Monika Flueckiger/EQ Images)

Kritischer Blick im Bundeshaus. Bild: EQ Images

Kurz und knapp!
Realisiert habe ich das Ganze erst später. Ich ging nach Hause, bedankte mich auf Social Media bei allen. Ich konnte an diesem Abend keinen Alkohol trinken, weil ich schwanger war. Sonst hätte ich mir wahrscheinlich einfach den Gong gegeben.

Wie waren die Reaktionen am nächsten Tag?
Alle wollten etwas, Journalisten, Parteikollegen, politische Gegner. Ich fühlte mich schlecht, wäre am liebsten zuhause geblieben und hätte nichts gesagt. Aber ich wollte meine Niederlage selber kommentieren. Daher riss ich mich zusammen und stellte mich eine halbe Stunde lang den Medienfragen. Immerhin konnte ich mich so einmal wie ein Star fühlen, weil viele Journalisten kamen (lacht).

Die Rückkehrerin

Aline Trede sass von 2009 bis 2012 im Stadtberner Parlament. 2013 rutschte sie ein erstes Mal für die Grünen in den Nationalrat nach. Nach ihrer Abwahl 2015 gründete die Umweltnaturwissenschafterin eine eigene Firma. Seit Sommer 2018 ist sie erneut im Nationalrat – nachgerutscht für Christine Häsler, die als Regierungsrätin gewählt wurde. Die 35-jährige Bernerin ist Vize-Fraktionspräsidentin der Grünen.

Wie schlimm war es für Sie, dass das Scheitern öffentlich geschah?
Die Abwahl ist quasi eine Kündigung mit einem Monat Kündigungsfrist. Dass es öffentlich ist, macht es noch fieser. Es gab Leute, die mir ins Gesicht sagten: «Ha, endlich bist du weg!» Es war anstrengend, immer wieder darauf angesprochen zu werden. Ich wurde auch von Podien ausgeladen: Offenbar interessierte dort nicht meine Einschätzung, sondern nur meine Funktion als Nationalrätin.

Er kann mit grüner Politik nichts anfangen:

Haben Sie die Abwahl als Misstrauensvotum gegen Sie erlebt?
Nein, aber ich war natürlich enttäuscht: Ich habe ein klares Profil, habe niemandem etwas vorgespielt, habe kein Wahlversprechen gebrochen, bin unabhängig von Interessensgruppen. Das wurde offenbar nicht goutiert.

Sie sind während Ihrer Zeit im Nationalrat Mutter geworden und haben Ihren Job aufgegeben. Sie haben also mit der Abwahl auch Ihr Einkommen verloren. Wie haben Sie sich wieder aufgerappelt?
Die Jobsuche war schwierig, gerade wegen meiner Bekanntheit als linke Politikerin. Zum Teil hiess es: Ihr Dossier ist super, aber wir können es uns nicht leisten, Ihr Gesicht auf unserer Website zu haben. Da war ich ziemlich verzweifelt; ich konnte meine Zeit im Nationalrat ja nicht ungeschehen machen.

Wie sind Sie mit diesen Niederlagen – der Abwahl, den Absagen – umgegangen?
Ich hatte immer das Gefühl: Es kommt schon gut. Auch wenn ich manchmal traurig war. Gleichzeitig wusste ich: Es ist nicht das Ende der Welt, anderen geht es viel schlechter. Schliesslich habe ich eine Weiterbildung absolviert und mich mit meiner Kampagnenfirma selbstständig gemacht – im Nachhinein die beste Entscheidung. Beim Aufbau der Firma halfen mir dann mein Name und mein grosses Netzwerk.

Kommissionssprecherin Aline Trede (GP/BE) aeussert sich zum Personenbefoerderungsgesetz (Fantransporte) am Mittwoch, 12. Maerz 2014, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Aline Trede am Rednerpult. Bild: KEYSTONE

Was haben Sie gelernt aus dieser Zeit?
Ich bin gelassener geworden. Ich habe erlebt, dass Politik nicht fair ist, dass man sehr aktiv sein kann und es trotzdem nicht reicht. Es gibt Parlamentarierinnen und Parlamentarier, die engagieren sich viel weniger und werden trotzdem wiedergewählt. Ich finde es aber auch nicht schlecht, wenn man mal «uf d’Schnurre» fliegt. Ich konnte es ins Positive drehen: Jetzt habe ich zwei Kinder, ein Nationalratsmandat und eine eigene Firma – und ich schaffe das alles. Auch wenn nicht immer gleich gut.

Wie blicken Sie auf die Wahlen im Herbst?
Ich würde natürlich gern wiedergewählt werden. Aber ich bin entspannt, mache mir keinen Stress. Ich versuche vor allem, viel für das Grüne Team zu machen.

Was würden Sie einem frisch gewählten jungen Nationalrat, einer jungen Nationalrätin raten?
Ein zweites Standbein zu haben. Ich wusste immer, dass es nicht gut ist, keines zu haben. Es ist aber schwierig, gerade als junge Person in einer kleinen Partei und mit Kindern. Hier muss sich noch viel ändern an unserem politischen System und unserem gesellschaftlichen Denken und Handeln.​

Die besten Schilder des Klimastreiks

Erstmals eine schwarze Frau Bürgermeisterin

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel

Schnelles Denken, langsames Denken: Hast du dein Gehirn im Griff?

Link zum Artikel

«Wales. Golf. Madrid» – Bale provoziert mit Fahnen-Jubel seinen Abgang bei Real

Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

Easyjet-Europachef übt Kritik an Öko-Politik: «Flugsteuern machen keinen Sinn!»

Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

Warten auf Bolton – warum der Erfolg des Impeachments nur über ihn geht

Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

Link zum Artikel

Die nächste Generation steht bereit – unsere U21 schlägt Nachwuchs-Gigant Frankreich

Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

Link zum Artikel

Mustang wird zur grauen Maus (und weitere grauenhafte Relaunches der Auto-Geschichte)

Link zum Artikel

«Wir wollen eine Alternative bieten» – in Lausanne produzieren sie «Fairtrade»-Porno

Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel

Sex on the Beach? Bitch, please! Auf und Ab im «Bachelor», Folge 5

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Picdump. Spass. Jetzt.

219
Link zum Artikel

Schnelles Denken, langsames Denken: Hast du dein Gehirn im Griff?

105
Link zum Artikel

«Wales. Golf. Madrid» – Bale provoziert mit Fahnen-Jubel seinen Abgang bei Real

7
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

Easyjet-Europachef übt Kritik an Öko-Politik: «Flugsteuern machen keinen Sinn!»

44
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

46
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Warten auf Bolton – warum der Erfolg des Impeachments nur über ihn geht

54
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

95
Link zum Artikel

Die nächste Generation steht bereit – unsere U21 schlägt Nachwuchs-Gigant Frankreich

28
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Mustang wird zur grauen Maus (und weitere grauenhafte Relaunches der Auto-Geschichte)

159
Link zum Artikel

«Wir wollen eine Alternative bieten» – in Lausanne produzieren sie «Fairtrade»-Porno

112
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Sex on the Beach? Bitch, please! Auf und Ab im «Bachelor», Folge 5

23
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Picdump. Spass. Jetzt.

219
Link zum Artikel

Schnelles Denken, langsames Denken: Hast du dein Gehirn im Griff?

105
Link zum Artikel

«Wales. Golf. Madrid» – Bale provoziert mit Fahnen-Jubel seinen Abgang bei Real

7
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

Easyjet-Europachef übt Kritik an Öko-Politik: «Flugsteuern machen keinen Sinn!»

44
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

46
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Warten auf Bolton – warum der Erfolg des Impeachments nur über ihn geht

54
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

95
Link zum Artikel

Die nächste Generation steht bereit – unsere U21 schlägt Nachwuchs-Gigant Frankreich

28
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Mustang wird zur grauen Maus (und weitere grauenhafte Relaunches der Auto-Geschichte)

159
Link zum Artikel

«Wir wollen eine Alternative bieten» – in Lausanne produzieren sie «Fairtrade»-Porno

112
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Sex on the Beach? Bitch, please! Auf und Ab im «Bachelor», Folge 5

23
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

90
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
90Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Stambuoch 22.04.2019 08:24
    Highlight Highlight Ob Trede, Frehner oder ob von der FDP, SP, Grüne, CVP oder SVP - ich finde Berufspolitiker in der Schweiz nicht passend und freue mich jeweils über deren Nichtwahl.

    Ich habe da lieber Politiker und Politikerinnen, welche noch einen ordentlichen Beruf haben und nicht solche Scheinberufe wie ausschliessliche VR-Pöstli (va. bei den Bürgerlichen beliebt) oder irgendwelche Sekretariate wie bei Gewerkschaften oder Umweltverbänden. Solche Leute wähle ich nicht. Auch wenn es dann jeweils eine sehr magere Wahlliste wird.
  • Ökonometriker 22.04.2019 02:02
    Highlight Highlight Dass unsere Parteien eine Listen-Reihenfolge führen können, schadet der Demokratie. Die Kandidaten müssten auf den Listen zufällig und in jedem Wahl-Couvert anders angeordnet sein. Dann müssten sich Politiker mehr als Menschen und weniger als Parteifunktionäre profilieren.
    • Platon 22.04.2019 10:46
      Highlight Highlight @Ökonometriker
      🤦🏻‍♂️ Du meine Güte nicht du auch noch. Es waren die grünen Wähler, die die Kandidaten nach dieser Reihenfolge gewählt haben. Nur weil du das Wahlsystem nicht checkst und keine Grünen gewählt hast, heisst das nicht, dass Trede nicht nachrutschen darf. Das Proporzwahlrecht bildet den Wählerwillen am Besten ab, dazu braucht man nicht viel von Wahlsystemen zu verstehen. Ich als Wähler möchte versichert sein, dass jemand von meiner Partei nachrückt. Wenn dich die Listenreihenfolge stört, streich raus, wen du willst. Aber das ist dein Problem, kein Demokratieproblem.
    • Ökonometriker 22.04.2019 19:41
      Highlight Highlight @Platon: bitte lese meinen Kommentar nochmals.
    • Platon 22.04.2019 19:54
      Highlight Highlight @Ökonometriker
      Lies meinen Kommentar nochmals. Es liegt an den Wählern die Reihenfolge zu beeinflussen. Dein Vorschlag bringt genau nix und ist vor allem kompliziert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hayek1902 22.04.2019 00:30
    Highlight Highlight Schade, habe ihre Existenz schon wieder vergessen. Hoffen wir nicht auf ein drittes Mal, eine Wahl gewinnen schafft sie ja anscheinend nicht.
  • Der Landvogt 21.04.2019 15:02
    Highlight Highlight „...du bringst Punk zurück ins Parlament!“ boah der Spruch!! Punk hat nichts zu suchen im Parlament. Anarchie nixzu suchen bei Politikern! Und nur wegen der roten Brille muss man dich nicht mögen! Schade ist die wieder da.
  • Muselbert Qrate 21.04.2019 14:46
    Highlight Highlight Eine Selbstdarstellerin die weiss, wie sie die Medien für sich einsetzen kann.. Jedoch ohne politische Durchsetzungskraft oder Leistungsausweise.

    Ich hoffe sie wird bald wieder abgewählt, eigentlich sitzt sie ja zu Unrecht im Nationalrat und nimmt anderen ihren Platz weg.
    • Platon 21.04.2019 23:19
      Highlight Highlight @Muselbart
      🤦🏻‍♂️ Jemand der nachrutscht sitzt nicht zu Unrecht im Parlament. Die grünen Wähler haben Anrecht auf zwei Sitze im Kanton Bern und haben Trede auf den dritten Platz von über 20 Mistreitern auf der Liste gewählt. Sie rutscht ganz logischerweise nach, ganz egal ob du das Wahlrecht verstehst oder nicht. Und nein, sie wird im Herbst ganz bestimmt nicht abgewählt, wir können gerne wetten.
  • wasylon 21.04.2019 14:35
    Highlight Highlight Von Frau Trede bleiben mir eigentlich nur zwei Sachen Erinnerungen:

    1. Das sie auf Tinder auf Stimmenfang ging.

    2.Ihr Spruch : Im Winter kann man auch über den Gotthard fahren.

    Ich denke sie wurde zurecht abgewählt .
    Benutzer Bild
  • Tschüse Üse 21.04.2019 14:19
    Highlight Highlight Ich hab parteiunabhängig ein Problem damit wenn abgewàhlte Politiker/innen, durch nachrücken wieder in einen Rat kommen. Man wurde ja nicht grundlos abgewählt und es mit nem Richtungswechsel der Wähler zu begründen, ist mMn falsch.
    • Alle haben bessere Namen als ich. 21.04.2019 14:56
      Highlight Highlight Ja, bedingt. Im Proporzsystem ist eine Abwahl selten von der Person abhängig. Beispiel: 9 Bisherige aber durch kleine Wählerverschiebungen oder andere Mobilisierung holt man nur noch 8 Sitze. Ja irgendjemand ist auf der 9. Und da ist auch logisch, dass diese Person nachrückt sie hat ja immernoch mehr Stimmen als alle anderen "neuen" Kandidaten. So muss das nicht heissen, dass jemand der abgewählt wurde in der Missgunst der Wähler ist.
    • Tschüse Üse 21.04.2019 15:08
      Highlight Highlight Ja aber aus nem Grund bist Du Nummer 9. Wenn man als Politiker aufs Proporzsystem angewiesen ist, konnte man selbst zu wenig Wähler generieren.
    • Platon 21.04.2019 15:33
      Highlight Highlight @Raembe
      Trede wurde nicht abgewählt, sie war auf Platz drei von über 20 anderen Konkurrenten auf der Liste. Der Terminus "abgewählt" trifft im Proporz einfach nicht zu. Ich als Wähler will ja bestimmt, dass jemand von der Partei nachrückt, die ich gewählt habe. Das ist einfach so viel Unsinn, was du da rauslässt!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum 21.04.2019 13:48
    Highlight Highlight Die Lektüre der Kommentare zu diesem Interview lässt nur einen Schluss zu: Aline Trede polarisiert, und vor allem triggert sie rechte Broflakes bis aufs Blut (und Boden). Als nächstes käme nun die Frage, was genau die Rechte dermassen auf die Palme bringt an ihr? Eine wahrscheinliche Erklärung dafür sagt sehr viel aus über jene, die hier negativ kommentieren: Dass sie als junge Mutter den Nerv hat, sich politisch auf nationaler Ebene zu engagieren und dabei nicht aufs Maul hockt. Ist ja auch echt eine Zumutung für all die Männlein. Darauf ein grosses Mimimi.
    • Peter R. 21.04.2019 14:20
      Highlight Highlight Das ist ja das Einzige, was sie tut - sie hockt nicht aufs Maul - aber ansonsten produziert sie ausser heisse Luft nichts. Sie verwendet ihre Energie, um sich selbst darzustellen.
    • Magnum 21.04.2019 14:33
      Highlight Highlight Ach ja? Und wie viele Alphamännlein in der Politik stellen sich und ihre Karriere IMMER über die Sache? Ohne dass dies ihnen zum Vorwurf gemacht wird? Diese doppelten Standards sind Teil vom Alltagssexismus. Was bei Frauen nicht in Ordnung ist, sollte es auch bei Männern nicht sein. Diese Art von Konsequenz sucht man aber bei viel zu vielen Männern vergeblich. Was wiederum eher armselig ist.
    • Max Dick 21.04.2019 15:36
      Highlight Highlight Man muss nicht rechts sein, um Frau Trede nicht zu mögen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sonnenfeld28 21.04.2019 13:25
    Highlight Highlight Mir gefallen stille und schaffende Politiker die auch etwas mit ihrer Arbeit erreichen. Lautsprecher und mit allen Mitteln auffallende Ratsmitglieder wie Trede, Köppel, Molina usw. sind schlussendlich nur Selbstdarsteller.
  • sunshineZH 21.04.2019 12:50
    Highlight Highlight Dann halt später ein zweitesmal Tschüss...
    • Nocciolo 21.04.2019 16:00
      Highlight Highlight Unwahrscheinlich, dass die Grünen dieses Jahr wieder einen Sitz verlieren.
    • sunshineZH 21.04.2019 16:21
      Highlight Highlight Wir werden sehen 😊
  • Hierundjetzt 21.04.2019 12:48
    Highlight Highlight Und was genau hat Sie schon wieder im NR bewirkt?

    Richtig: Nichts.

    Eine Flut von Postulaten und Motionen eingereicht und unterschrieben die sich um extrem kleine Minderheiten drehten oder inexistente Probleme als Probleme definiert.

    Nie hatte sue das ganze Land im Blick und Themen aufgebracht die eher in die Kategorie Schulprojekt gehören.

    Sorry. Nein. Tjede. Sie ist der Mörgeli / Glarner der Linken. Ein Lautsprecher und Leierkasten.

    Im Interview irgendwelche konkrete Zuele erfahren? Nö. Gibts nicht
    • Politikinteressierter 22.04.2019 00:43
      Highlight Highlight @HierundJetzt: Wie soll Sie denn bitteschön das ganze Land im Blick haben?

      Sie ist ja bekanntlich mit einem Blick-Journalisten zusammen und beim Blick ist ja der Blick bekanntlich sehr begrenzt. 😂
  • watser98 21.04.2019 12:11
    Highlight Highlight Finde es wunderschön wie sie den Mit fand sich öffentlich zur Abwahl zu äussern! #goTrede
  • Uelifl 21.04.2019 12:01
    Highlight Highlight Danke Aline für deinen Kampfgeist! Lass dich von den „Mürgeln“ nicht unterkriegen!!
    Der Zeitpunkt des Interviews ist eigentlich egal. Die Nörgler finden ja immer was.....
  • Baron Swagham IV 21.04.2019 11:52
    Highlight Highlight Rein inhaltlich gefällt mir Trede. Leider macht sie mir oftmals zu sehr auf Drama.
    Generiert sicher Aufmerksamkeit, lenkt aber auch von ihrer Kompetenz ab.
    Die Rechnung muss sie jetzt halt selbst machen
  • Peter R. 21.04.2019 11:33
    Highlight Highlight Solche Parlamentarier brauchen wir nicht in Bern. Nicht ein einziges Mal vom Volk gewählt, aber hat das Gefühl, das Volk zu vertreten!
    Bezeichnend für dieses Paradebeispiel einer Selbstdarstellerin ist ihr Kommentar im Interview: "Immerhin konnte ich mich so einmal wie ein Star fühlen".
    Es geht ihr nicht um die Sache, nur um ihre Person!
    • wasps 21.04.2019 12:15
      Highlight Highlight Nicht vom Volk gewählt? Was für ein Schwachsinn! Wäre dem so, wäre sie nicht in Bern. Auch Ersatzleute werden vom Volk gewählt! Aber Ihnen geht es ja um die Sache, gell.
    • Baron Swagham IV 21.04.2019 12:33
      Highlight Highlight Gemäss dieser Logik dürfte ja kein Politiker zurücktreten während der Legislatur🤔 Sie wurde, wenn man so will, als ersten Ersatz gewählt. Nun brauchte es halt diesen Ersatz.
      Alles eine Frage der Formulierung😉
    • El Gageli 21.04.2019 12:38
      Highlight Highlight Gellen Sie, Sie verstehen nicht viel vom Wahlprozedere? Jemand der auf dem ersten Ersatzplatz landet, wurde vom Volk dorthin gewählt. Trede machte alles in allem 49'000 Stimmen und verpasst den Sitz. Streiff von der EVP macht knapp 29'000 Stimmen und gewinnt einen Sitz. Guggisberg von der SVP macht gar 90'000 und erhält keinen Sitz. Wurde Guggisberg nun vom VOLCH abgestraft? Wohl kaum. Es hat einfach rechnerisch nicht gereicht. Abgestraft wurden jedoch unteranderem Herr Mörgeli und Herr Fehr, die beide, trotz Zuwachs ihrer Partei, aufs Abstelgleis geschickt wurden. So siehts aus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 8004 Zürich 21.04.2019 11:23
    Highlight Highlight Hm, Berufspolitiker sehe ich halt eher kritisch.
    In diesem Zusammenhang finde ich spannend, dass man immer wieder liest, dass Politprofis dann Mühe bei der Stellensuche bekunden, wenn es wieder zurück in den normalen Arbeitsmarkt geht. Wie kommt es, dass man trotz seines grossen Netztwerks, seinen Qualitäten (die man den Wählern ja verkauft hat) und seiner erhöhten Leistungsbereitschaft keine Arbeitsstelle findet?
    Im Gegenzug wollen sie dann aber mit ihrem eigenen Business immer gleich erfolgreich sein, aufgrund ihres Netzwerks und ihrer immensen Erfahrung.
    Wo ist der Haken?
    • FrancoL 21.04.2019 11:46
      Highlight Highlight Ich würde da unterscheiden. Die bürgerlichen Berufspolitiker finden meistens schneller einen Arbeitgeber, bei linken ist dies weniger der Fall. Jetzt können Sie selbst einige treffende Gründe suchen wieso dies so ist und wieso das Arbeitsnetzwerk von Bürgerlichen besser funktioniert als bei den Linken.
    • Binnennomade 21.04.2019 11:47
      Highlight Highlight Faktisch sind unsere nationalen Politiker Berufspolitiker. Die Jobs, die einige noch nebenbei haben, sind in der Regel an die Politik gekoppelt, sprich Mandate für Lobbyverbände, Beratungstätigkeit, etc. Mir sind da Politiker ohne solche Mandate lieber, da unabhängig.
    • Roterriese #DefendEurope 21.04.2019 11:52
      Highlight Highlight @FrancoL weil Rechte arbeiten und Linke lieber vom Staat leben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • oliversum 21.04.2019 11:03
    Highlight Highlight Ich wähle grün, aber habe meine liebe Mühe mit Politiker*innen, die auf Teufel komm raus ausgeflippt und anders sein wollen ("Arschbombe im Nationalrat"). Am Ende des Tages bewirkt man in der konsensorientierten Schweiz so weniger.
  • El Pepedente 21.04.2019 10:52
    Highlight Highlight Sie sind jung gebildet haben noch nie gearbeitwr ider verantwortung übernehmen müssen aber sagen dir wie du zu leben hast oO
    • karl_e 21.04.2019 12:32
      Highlight Highlight Du hast offenbar die Arbeit erfunden. Angesichts des schludrigen Beitrags zur Diskussion würde ich Dir jedenfalls keine Verantwortung übertragen.
    • Barracuda 21.04.2019 12:48
      Highlight Highlight So lange sie meine Ansichten vertreten, why not? Arbeiten ist nicht gleich Vernunft und gesunder Menschenverstand. Dann lieber Multimillionäre wählen, die uns einreden wollen, was für uns Normalbürger gut sein soll? Viel glaubwürdiger 🙄
    • Philidor 21.04.2019 14:44
      Highlight Highlight Frei nach Gölä: nur Büezer sind anständige Schweizer, gell? Und alle, die beim Staat arbeiten, arbeiten ja eigentlich gar nichts, die schmarotzen nur unsere hart erarbeiteten Steuergelder. Oder habe ich hier etwas falsch verstanden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheDoctor 21.04.2019 10:50
    Highlight Highlight Huii, all diese Hater hier, hätt' ich von Watsonusern nicht erwartet...
    • peeti 21.04.2019 13:28
      Highlight Highlight Ich bin auch sehr erstaunt über die vielen hämischen Kommentare. Sie rückte ein zweites Mal nach so what?!

      Die Kandidat*innen holen bei der NR-Wahl Listenstimmen, von denen dann die NR-Mandate vergeben werden. Tritt jmd zurück, bleibt der Sitz logischerweise in der Partei. Rücktritte während der Amtszeit kann man gut/schlecht finden,aber alle machen es.
    • saugoof 21.04.2019 14:05
      Highlight Highlight Ich auch nicht. Das sieht doch schon ein wenig nach gezieltem Angriff aus.
    • karl_e 21.04.2019 16:33
      Highlight Highlight Wenn ich ein Anhänger von Verschwörungs-Theorien ware, würde ich Trolle der $VP vermuten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • alessandro 21.04.2019 10:40
    Highlight Highlight Sympathisch, ehrlich und kompetent. Ich bin froh, diese wirklich volksnahe Person wieder im Amt zu sehen.
  • TheDoctor 21.04.2019 10:39
    Highlight Highlight Liebe Aline
    Endlich bist du zurück :-D
  • Dmnk 21.04.2019 10:29
    Highlight Highlight Eine richtige Volksvertreterin. Schon zum zweiten mal im Nationalrat. Nicht ein einziges mal gewählt...
    • zaepfli 21.04.2019 10:48
      Highlight Highlight Wer bei einer Wahl auf dem 1. Ersatzplan landet, ist meistens sehr wohl vom Volk als Vertreter gewünscht, jedoch ein bitzeli weniger als diejenigen in den vorderen Rängen.

      Zudem kann bei einer Wahl auch die Partei strafen: Obwohl man mehr Stimmen als jemand aus einer anderen Partei holt (also absolut quasi mehr als Vertreter gewünscht wird), wird man evtl. nicht gewählt.

      Solche Aussagen sind mit Vorsicht zu geniessen / zu behaupten.
    • TheDoctor 21.04.2019 10:49
      Highlight Highlight Doch, sonst wäre sie ja nicht im Nationalrat? Nachrücken gilt auch. Sie hatte das drittbeste Resultat der grünen Liste, welche halt zu wenig Stimmen hatte, um drei Sitze zu erlangen. Wenn wir die Listenverbindungen noch miteinbeziehen, so kann man so oder so nicht sehr strenge Grenzen ziehen. Es gibt 200 Sitze und eine unbegrenzte Zahl an Kandidaten, Listen, Unter- und Oberlistenverbindungen. Wenn man das System versteht, sieht man den Begriff "gewählt" nicht sehr eng.
    • Barracuda 21.04.2019 12:36
      Highlight Highlight Doch, sie wurde als erste Ersatzkandidatin gewählt. Alles rein demokratisch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutbürgerin 21.04.2019 10:29
    Highlight Highlight Wozu dieses Interview? Gibt es irgendeinen Anlass? Von Trede hört man praktisch nichts mehr.
    • paco95 21.04.2019 10:43
      Highlight Highlight Ist, meiner Meinung nach, auch besser so..
    • zaepfli 21.04.2019 10:45
      Highlight Highlight Hörte man nichts mehr, jetzt ist sie ja wieder im Nationalrat! :)
    • äti 21.04.2019 11:11
      Highlight Highlight Vielleicht weil sie Schweizerin, Mutter ist und sich engagiert? Ah, ja, zählt nicht.
    Weitere Antworten anzeigen

Die Journalistin Nellie Bly war undercover im Irrenhaus und als einzige Frau an der Front

Das Leben der Amerikanerin Nellie Bly ist eine der grössten Legenden der Mediengeschichte. Nein, keine Legende! Denn alles, was sie erlebte, schrieb sie nieder. Und fesselte damit die Welt.

Nur vier Journalisten dürfen im Oktober 1914 in die Kriegsgebiete an der Ostfront reisen und darüber berichten. Vier aus unzähligen. Drei Männer. Und eine Frau. Die Amerikanerin Nellie Bly. Sie ist 50 Jahre alt. Der Krieg ist ihr Comeback. Erneut ist sie die prominenteste Journalistin der Welt. Die tollkühnste. Die engagierteste. Immer schon war sie auf der Seite der Armen, der Arbeiter, der Frauen. Und jetzt, im gerade erst ausgebrochenen Ersten Weltkrieg, ist sie die Advokatin der ganz …

Artikel lesen
Link zum Artikel