DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
So menschenleer sieht man den Markusplatz in Venedig selten.
So menschenleer sieht man den Markusplatz in Venedig selten.
Bild: AP

Ganz Italien steht unter Quarantäne – die neuesten Entwicklungen in der Übersicht

Am Wochenende der Norden, nun also ganz Italien: Unser südlicher Nachbar steht wegen des Coronavirus unter Quarantäne. Hier verschaffst du dir einen Überblick zur Situation.
10.03.2020, 13:3511.03.2020, 14:21

Hinweis: Dieser Artikel wird laufend ergänzt ...

Was ist passiert?

Die italienische Regierung weitet die Sperrungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit wegen der Coronavirus-Krise auf das ganze Land aus. Es gebe keine Zeit zu verlieren, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, sagte Premier Giuseppe Conte am Montagabend.

>> Hier geht es zum Liveticker mit allen aktuellen News

>> Das sind die aktuellen Massnahmen gegen das Virus

Was wird geschlossen, was nicht?

Internationale Zug- und Flugverbindungen sowie der öffentliche Nahverkehr sollen nicht ausgesetzt werden. Dafür bleiben Schulen, Universitäten und Kindergärten in ganz Italien geschlossen. Auch alle Sportveranstaltungen, eingeschlossen die Spiele der Serie A, werden ausgesetzt. Rund 60 Millionen Menschen sind von den Massnahmen betroffen.

Der internationale Bahnverkehr sowie der öffentliche Nahverkehr wird nicht ausgesetzt, Kontrollen aber verstärkt.
Der internationale Bahnverkehr sowie der öffentliche Nahverkehr wird nicht ausgesetzt, Kontrollen aber verstärkt.
Bild: AP

Ausserdem, so Conte, werde ein «Versammlungsverbot unter freiem Himmel und in öffentlich zugänglichen Räumen» eingeführt. Bars und Restaurants in ganz Italien müssen ab sofort um 18 Uhr schliessen. Gäste müssen mindestens einen Meter Abstand zueinander haben, anderenfalls werde das Lokal geschlossen.

Weiter werde es diesen Monat keine Hochzeiten, keine Beerdigungen und auch keine Gottesdienste mehr geben.

Wie lange gilt die Verordnung?

Vorerst bis mindestens 4. April

Wie viele Menschen sind infiziert?

9172 Infektionen wurden in Italien bis Montag erfasst, das sind fast 1800 Fälle mehr als am Vortag, wie aus den Zahlen des Zivilschutzes hervorgeht. Die Zahl der Toten erhöhte sich von 366 auf 463, davon allein 333 in der Lombardei mit ihrer Metropole Mailand. 724 Patienten sind wieder genesen.

Welche wirtschaftlichen Massnahmen wurden ergriffen?

Conte, der sich mit der EU-Kommission auf zusätzliche Defizitflexibilität in der Grössenordnung von 7,5 Milliarden Euro zur Eingrenzung der negativen Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie auf die italienische Wirtschaft geeinigt hat, will von Brüssel noch mehr Spielraum fordern.

Was passiert mit der Grenze zur Schweiz?

Auf die jüngsten Entwicklungen gibt es hier noch keine Stellungnahme von Seiten des Bundesamts für Gesundheit oder des Bundesrats. Vorerst also bleibt es beim Stand von Montag: Die Grenzen bleiben für Grenzgänger offen.

Alle Erwerbstätigen können sich demnach weiterhin fortbewegen, um ihrer Berufstätigkeit nachzugehen, und das sowohl zwischen den italienischen Regionen wie auch zwischen der Schweiz und Italien. Der Fortbestand des Tessiner Gesundheitssystems sollte damit gesichert sein, schreibt der Bundesrat.

(jaw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Leeres Venedig

1 / 59
Leeres Venedig
quelle: ap / claudio furlan
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Zugdesinfektion bei der RhB

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wie ein 33-jähriger Winterthurer die Impfskeptiker mit ihren eigenen Waffen schlug

Mit einer einfachen Wordpress-Seite und einem von A bis Z erfundenen Artikel über den «Sputim-Krankheitsverlauf» brachte es der 33-jährige Sasha zu über hunderttausend Views von Impfskeptikerinnen. Wie er die Szene hinters Licht führte.

«Ein Secondo, der in die Sek B ging, hat es mit fünf Stutz geschafft, Tausende von Leuten einen absoluten Quatsch-Artikel unterzujubeln», erzählt «Sputim» auf dem gleichnamigen Kanal in einem seiner YouTube-Videos. Was danach folgt, ist eine Abrechnung – und die akribische Erzählung seines Vorgehens.

Sputim heisst eigentlich Sasha, ist 33 Jahre alt, in Winterthur aufgewachsen und auf YouTube kein unbeschriebenes Blatt. In den 00er Jahren verzückte der Secondo die Video-Community mit …

Artikel lesen
Link zum Artikel