Zürich
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Der Kampf um den Waschturm – ein Zürcher Kriegstagebuch in 5 Akten

Tatort: Ein Mehrfamilienhaus in Zürich Wipkingen. Tatbestand: Sabotage des Waschplans. Die Folge: Krieg.



Und plötzlich war klar: Es herrschte Krieg. Ich spürte ein Hochgefühl, wie zuletzt bei der Liveübertragung der Schachweltmeisterschaft – eine fiebrige Erwartung, dass die Welt von einer Sekunde auf die andere aus den Angeln gehoben werden kann.

Noch blieben die Kampfhandlungen aus, aber die Botschaft war unmissverständlich. Da war einer zu weit gegangen.

Viel zu weit.

Sabotage.

In unserer Waschküche.

Was war passiert?

Der Fehdehandschuh

Eine unbekannte Person hatte sich vor zwei Wochen erdreistet, in unserer Waschküche den Monatsplan März zu entfernen. Stundenlange, mühselige Kleinarbeit innert Sekunden der Zerstörungswut eines kaltblütigen Killers zum Opfer gefallen. Seither hängt der Haussegen schief.

Ich hatte bislang ein eher unverkrampftes Verhältnis zu Waschküchen. Keine Gerichtsfälle, keine Friedensrichter-Vorladungen. Jahrelang musste ich mich begnügen mit gestohlenen Socken und vorwurfsvoll auf den Tumbler gehäuften Kleiderbergen. Lächerliche Vorkommnisse, die nicht einmal den Grad eines Kleinkriegs erreichten. Die sagenumwobene Kleingeistigkeit der Schweizer Waschküchen kannte ich primär aus Erzählungen von Gastarbeitern.

Endlich sagt mal jemand, wie's ist: Waschen in der Schweiz ist sch*****

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Video: watson

Wenn in der Runde Anekdoten ausgetauscht wurden, richtete ich den Blick schuldbewusst auf meine frisch gewaschenen weissen Socken: Inmitten dieser Veteranen des Waschküchen-Händels war ich Wehrdienstverweigerer und Kriegsgewinnler. Ein verkommenes Subjekt, Personifizierung des um sich greifenden Duckmäusertums, eine nasse Hose inmitten eines Rudels gestärkter Hemden.

Und jetzt war ich plötzlich mittendrin, unfreiwillig. Nachdem «eine unverschämte, egoistische Person» den Märzplan niederträchtig «sabotiert» hatte, formierte sich Widerstand im Mehrfamilienhaus. Eine Art Kriegserklärung hing da, unmissverständlich und in hibbeliger Comic-Sans-Typografie gehalten. Ein Meisterwerk der unverblümten Entenhausen-Diplomatie. Der Geniestreich eines schlachterprobten Strategen, ein Borderline-General, ein Röschibach-Rommel, seine Panzer die schwungvollen Grossbuchstaben, die jegliche Verhältnismässigkeit zu Brei walzen.

«EINE UNVERSCHÄMTE, EGOISTISCHE PERSON HAT UNSEREN WASCHPLAN SABOTIERT!»

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Bild: watson

Der «mühevoll ersetzte» Märzplan:

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Bild: watson

Das Gesellschaftsproblem

Unser Schicksal ist kein Einzelfall. Millionen von rechtschaffenen Bürgerinnen und Bürgern in diesem Land fechten tagtäglich den gleichen Kampf aus. Eine Umfrage von Homegate ergab 2015, dass sich 79 Prozent der Befragten mehrmals pro Jahr über die Waschküche nervt. Jeder vierte ärgert sich sogar wöchentlich. Es sind Zahlen des Grauens, die sich da manifestieren.

Immerhin ist für eine gewisse Nivellierung gesorgt. Die Waschküche ignoriert Stand, Vermögen und Bildungshintergrund. Sie macht alles gleich, ungeachtet von Farbe und Stoffbeschaffenheit.

Hugo Loetscher hat den Waschküchenschlüssel einst als integrierender Bestandteil der Demokratie beschrieben. Aber Loetscher lebte auch in einer Zeit, als «der Waschtag einen hohen Stellenwert im Ritualleben der schweizerischen Hausfrau» einnahm. In unserem Mehrfamilienhaus fände Loetschter eine Nation im Zerfall vor – Dutzende verfeindete Fraktionen, eine schwache Zentralregierung, eine sich anbahnende Anarchie. Zudem haben wir keinen Waschküchenschlüssel, sondern einen Münzzähler, womit wir auch noch in den Ruch des Nepotismus geraten.

Missglückte Mediation

Ein paar Tage später versuchte unsere Verwaltung etwas unbeholfen Frieden zu stiften. Diverse Mieter hätten sich beschwert, hiess es in dem an alle Bewohner adressierten Brief, dass jemand den Waschplan des Monats März «eliminiert» habe. Osama Bin Laden wurde 2010 von einem Navy-Seal-Team «eliminiert», der «Guardian» «eliminierte» 2013 Daten des NSA-Whistleblowers Edward Snowden, indem er Festplatten und ein MacBook schredderte. Und nun, im März 2019, wurde in der Sprachregelung unserer Verwaltung auch ein unschuldiger Wipkinger Waschplan «eliminiert».

Dann wies sie darauf hin, dass Selbstjustiz nicht toleriert werden könne:

«Das danach aufgehängte Schreiben an den Briefkästen geht aber leider trotzdem nicht!»

Mit der in martialischem Ton verfassten Protestnote verspielte sich die Verwaltung den kläglichen Rest an Sympathie, der ihr noch blieb.

In der konspirativen Behaglichkeit des Trocknungsraums verriet mir Barbara später, dass es im Mietervolk brodle. Barbara ist meine Informantin, sie wohnt in der anderen Haushälfte und sperrt die Augen weit auf, wenn sie spricht. Vor kurzem sei in der Waschküche ein Zettel aufgetaucht, der dem Urheber des «mühevoll ersetzten» Märzplans mit Schlägen drohte. Sie sprach es nicht aus, aber ich sah in ihren Augen, dass sie sich in Zukunft nur noch mit Helm und Kevlar-Weste in die oberen Stockwerke wagen wird. Ich werde es ihr gleich tun.

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Bild: watson

Das Schreiben blieb trotz des Ultimatums der Verwaltung hängen. Ein Mahnmal des Widerstands gegen die Obrigkeit, unverbrüchlich wie Luthers Thesen an die Eingangstür geheftet mit transparentem Klebeband.

Um Hilfe von aussen einzuholen, erkundigte ich mich in der Whatsapp-Gruppe meines Vertrauens (mehrere Anwälte, ein Journalist, unzählige schlechte Wortspiele), was man in solchen Fällen als guter und grundsätzlich konfliktscheuer Mieter eigentlich zu tun hat, und erhielt die erwartet konstruktive Rückmeldung.

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bild: watson

Die Waffen schweigen – noch

Noch ist kein Blut geflossen. Aber das ist nur eine Frage der Zeit. Vorausgesetzt, die involvierten Kriegsparteien begegnen sich überhaupt irgendwann.

Denn: Auf keinem Schlachtfeld bewegen sich die Schweizerinnen und Schweizer geschickter als im Mehrfamilienhaus. Selbst die unhandlichsten, unförmigsten Gestalten entwickeln plötzlich Fähigkeiten von Meisterdieben, sobald sie den Türrahmen durchschreiten. Schemen huschen dann durchs Treppenhaus, Türen fallen wie von Geisterhand ins Schloss, bei der Verwaltung klingelt das Telefon ins Leere.

Barbara, meine Informantin, zum Beispiel. Kaum hatte ich die Unterhose damals im Trockenraum säuberlich zusammengefaltet, war sie verschwunden. Zurück blieb ein Hauch von Omo Actilift.

Und dann gibt es ja noch den Lift, dieser Deus ex Machina. Barbara nennt ihn den sozialen Tod. Er verschluckt Menschen und erspart ihnen unangenehme Begegnungen im Treppenhaus.

Früher, als ich mich noch nach sozialer Gesellschaft sehnte, stürzte ich jeweils erwartungsfroh an die Türe, sobald ich Schritte im Treppenhaus hörte. Dann öffnete ich die Türe und sah ein Gummibaumblatt sanft im Gehwind wippen.

Der Sitzkrieg

Mittlerweile hat sich eine Art Stellungskrieg etabliert. Die anfängliche Euphorie wich längst einer Ernüchterung, der tägliche Gang zum Briefkasten ist ein Spiessrutenlauf, im Quartierkiosk begegnet man sich mit feindseligen Blicken.

Wem kann man noch trauen? Die Nachbarin im Rollator, die mich lange Zeit immer höflich grüsste, wenn ich die Türe aufhielt, speiste mich letzthin mit einem schnöden Dankeschön ab. Das bisher geläufige Merci gilt in Kriegszeiten offenbar nicht mehr. Verdächtigt sie mich? Oder hat sie selber etwas zu verbergen?

Es heisst, im Krieg stirbt zuerst die Wahrheit. Ich würde sagen, zuerst stirbt Sabine, die Nachbarin vom dritten Stock, dann die Pflanze im Treppenhaus. In der Zwischenzeit versuchen wir vor den Nachbarn den Schein aufrechtzuerhalten, unvorstellbar, wenn sich der Konflikt zu einem Mehrfrontenkrieg ausdehnen würde.

Jetzt, in der zweiten Woche, ist die Kriegsmüdigkeit den Bewohnern ins Gesicht geschrieben. Zermürbte, abgekämpfte Visagen allenthalben, viele, vor allem ältere Bewohner, stützen sich auf Gehhilfen, vor unserem Hauseingang stapelt sich der Unrat. Das Chaos schreitet täglich voran, die Apokalypse wird wohl in Form von Katzenhaarrückständen im Flusensieb eintreten.

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Symptome der voranschreitenden sozialen Havarie: anarchistisch derangierte Werbeprospekte. Bild: watson

Von Zeit zu Zeit keimt Hoffnung auf. Kleine Symbole der Menschlichkeit inmitten der Schreckenslandschaft. Lustige Satzzeichen-Gesichter oder formvollendete Herzchen unter den Dokumenten.

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Bild: watson

Aber man sollte sich nicht durch Smileys täuschen lassen. Sie sind nur ein weiteres Instrument der psychologischen Kriegsführung. Sie symbolisieren vermeintlich Zustimmung und Unterstützung. Hinter den dümmlich-harmlosen Satzzeichen steht aber eine knallharte ironische Machtdemonstration: Mit einem Pinselstrich wird aus einem aufmunternd lächelnden Gesicht ein eine manisch-grinsende Fratze.

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bild: watson

Die unabhängige SVP, seit einiger Zeit auf Schmusekurs, hat in den vergangenen Tagen noch einmal verzweifelt versucht, den Friedensprozess anzustossen. Wie Flugblätter über Nordkorea warf sie ihre vielgepriesene Konfliktlösungsformel in unsere Briefkästen – «Nöd motze, wähle!». Die Bewohner aber liessen sich nicht erweichen. Die Friedenstaube SVP ist am Wochenende auch in Wipkingen brutal abgestürzt, minus 5,9 Prozent im Kreis zehn. Währenddessen schweigen die Waffen hier weiterhin drohend.

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Bild: watson

* Alle Namen geändert. Wipkingen ist ein schöner Ort, die Waschküche Hort des Friedens und der Eintracht. Beim Autor handelt es sich NICHT um eine unverschämte und egoistische Person.

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    Alle Leser-Kommentare
  • reactor 26.03.2019 19:19
    Highlight Highlight wir haben keinen Waschplan, jeder trägt sich relativ spontan ein und es funktioniert bestens. lustig, in meinen bald 60 jahren hab ich noch nie Waschküchenstress erlebt. Anscheinend hatte ich immer Glück mit meiner Nachbarschaft :)
  • Röhrli 26.03.2019 18:48
    Highlight Highlight Haben bei uns im Block auch einen Waschplan. Wird von allen Mietern erfolgreich ignoriert. Wer waschen will und frei ist wäscht, wer waschen will und besetzt ist fragt nach. Hach <3
    Wäsche kann auch mal länger hängen, stört keinen...
  • who cares? 26.03.2019 18:38
    Highlight Highlight Ich habe mal bei meinem Freund gewaschen und war laut Plan eine halbe Stunde zu spät mit rausnehmen weil ich noch weg war. Als ich züruckkam, sah ich von aussen durchs Waschküchenfenster schon jemanden da sitzen. Ich so "oh ooh". Ich ging rein, habe mich gleich entschuldigt bei ihm, dass ich für meinen Freund wasche und darum die Maschine nicht kenne. Der Typ schaut mich verständnislos an "Sry, I don't speak German". Habe das Ganze nochmals auf Englisch erklärt und er meinte so, das sei absolut kein Problem, er habe ja Zeit und mein Freund sei "a lucky guy". Zum Glück wars kein Schweizer!
  • Ferranya 26.03.2019 16:54
    Highlight Highlight Ich hab da auch so eine nachbarin... Sie hat den samstag morgen bis 13 uhr und ich ab 13 uhr... Fast jedes mal hat die frau noch wäsche in den maschinen und ist den ganzen tag unterwegs... Ich sag ja schon nichts dagegen das der secomat die ganze nacht läuft (wohne direkt über dem trockenraum)
  • Rhabarber 26.03.2019 16:45
    Highlight Highlight Kennen wir. Bei uns gab's Wäsche auf dem Boden, ausgekippte Waschmittel, etc.
    Das war tatsächlich die ältere Dame, die am nächsten zur Waschküche wohnte und diese daher für ihr Revier hielt. Unter anderem wusch sie dort auch ölige Pfannen. Oder sie putzte die Schuhe ihrer Söhne (35+38), die bei ihr lebten und laut Aussagen diverser hübscher Mitbewohnerinnen fleissig deren Unterwäsche klauten. Da ich kein Teil des Blockkriegs werden und meine Unterwäsche behalten wollte, besorgten wir uns im Brocki eine Maschine. Beim Auszug Jahre später schenkten wir diese dem Nachmieter.
  • Harri Hirsch 26.03.2019 15:57
    Highlight Highlight Ein Haus.
    Acht Parteien.
    Eine Wachküche.
    Acht Waschtürme.
    Keine Probleme! 😁
  • Pingune 26.03.2019 15:36
    Highlight Highlight Wunderbar geschrieben. Da hofft man gleich auf eine Vorsetzung.
    Und oh Glückliche, hab ich meine eigene Waschmaschine.
    Vorbei sind die Zeiten des kalten Waschküchenkrieges und der Ungewissheit, ob der Waschplan nun Mythos oder Fakt ist.

  • Gender Bender 26.03.2019 14:56
    Highlight Highlight Wunderbarer Text, musste dauernd schmunzeln!
  • Carlo5 26.03.2019 13:35
    Highlight Highlight Wir sind das wohl reichste Land der Welt, im durchschnittlichen Einkommen betrachtet, und kriegen es nicht mal fertig, dass die Leute ihre Wäsche regelmässig waschen können. Welch eine selbstauferlegte Askese sondergleichen! Wie leicht wäre eine 2. Waschmaschine installiert, und man hätte die doppelte Kapazität, und alle wären glücklich. Aber vielleicht brauchen wir in unserem Land diese 1.Welt Probleme, damit wir uns an etwas reiben können.
  • Feuerwanze 26.03.2019 13:26
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, warum Vermieter nicht mehr Waschmaschinen (und Trockenräume) vorsehen oder grad jedem Mieter seine eigene Maschine in die Wohnung stellen. Dann noch eine anständige Lüftung und eine zentrale Steuerung, die das Waschen in der Nacht verhindert (wegen des Lärms), und es geht schon deutlich friedlicher her und zu bzw. es wird wegen anderen Dingen gestritten 😉
  • devotedtodreams 26.03.2019 13:20
    Highlight Highlight Freue mich riesig auf meine neue Wohnung mit eigenem Waschturm, sodass ich die Waschküche hinter mich lassen kann! 🎉 Klar, man sollte keine Sauerei hinterlassen, aber wenn man (lies: v.a. ältere Mieterinnen) wegen einem Haar am Boden gleich rummotzt... herrje 🙄 Frage mich dann immer ob solche Leute keine anderen Probleme haben.
  • Henri Lapin 26.03.2019 13:08
    Highlight Highlight Wer klaut weisse Socken?
    • bebra 26.03.2019 14:08
      Highlight Highlight Das muss ein Aargauer sein. Oder vielleicht steckt Putin dahinter.
    • Ridcully 26.03.2019 14:09
      Highlight Highlight Aargauer
  • Hardy18 26.03.2019 12:52
    Highlight Highlight So entstehen Gettos. Am Anfang Friede Freude und dann gehts los 😂
    Erst die Waschküche,
    Dann der Unrat der zum Müllproblem wird,
    Leer stehende Wohnungen und
    Sinkende Mieten...
    • River 26.03.2019 21:46
      Highlight Highlight Endlich wieder günstiger Wohnraum
  • Baeri19 26.03.2019 12:52
    Highlight Highlight Super finde ich meine Nachbarin welche am Sonntag um 7 Uhr die Waschmaschine nutzt und dann bis um 16 Uhr alles stehen und liegen lässt und dann vielleicht mal eine 2. Ladung macht. Der Wäscheplan ist auch vor einiger Zeit einfach verschwunden. Ist seither angenehmer geworden.
  • c_meier 26.03.2019 12:25
    Highlight Highlight am besten eine Wochenagenda wo sich die Mieter selber eintragen können, wenn frei ist kann auch spontan gewaschen werden.
    noch nie Probleme gehabt damit
  • Saxappeal 26.03.2019 12:09
    Highlight Highlight Die Geschichte schien mir interessant, aber der Schreibstil brachte mich dazu, nach dem 2 Absatz aufzuhören.
    Blumige Sprache schön und gut, aber der Lesefluss geht komplett verloren...
    • Natürlich 26.03.2019 17:02
      Highlight Highlight Ich finds eigentlich schön, aber es ist ein wenig „too much“ meiner Meinung nach
  • Dörfu 26.03.2019 12:05
    Highlight Highlight Macht doch einen online Kalender für den Wäscheplan.
    So kann jeder auch im Tram seine Berechtigungen prüfen und der Plan kann nicht einfach entfernt werden.
    Die Verwaltung könnte auch noch ein iPad einbetonieren in der Waschküche ;-)
  • Knety 26.03.2019 12:01
    Highlight Highlight Jaja die „Weltstadt“ 😂🤣
  • sirlurkalot 26.03.2019 11:53
    Highlight Highlight Bei uns im Haus geht seit kurzem ein Wäschedieb um. Die betroffene Dame verdächtigt nun alle Frauen mit ähnlicher Statur im Haus und der Haussegen hängt schief. Ich verdächtige den Trampel über mir, mit geklauter Damenwäsche heimlich seine Dragqueen Fantasien auszuleben. Anders als mit Ego-Modeschauen in Highheels und geklauter Damenwäsche kann ich mir das stundenlange getrampel nicht erklären. Hab ich ihr aber noch nicht mitgeteilt, meinen Verdacht. Weil sie über dem Trampel wohnt, und ich auf ihren Auszug hoffe. Damit ich dem Trampel auf der Decke rumtrampeln kann...
    • Niccs 26.03.2019 22:33
      Highlight Highlight 😂👌🏼❤️
  • ToniM 26.03.2019 11:41
    Highlight Highlight Bei uns war der Waschplan jeweils jährlich!!
    Hab mich gar nicht erst eingeschrieben, welche Psychopathen wissen schon, an welchem Tag in 4 Monaten sie waschen müssen?
    Wenn die Maschine am Abend frei war, habe ich sie einfach genutzt und basta. Hoch lebe die Anarchie!
  • Christian Mueller (1) 26.03.2019 11:09
    Highlight Highlight Ich habe ja grosses Verständnis für Vieles, aber: Die Schrift ist nicht Comic Sans! 😉
    • The Hat Guy 26.03.2019 12:50
      Highlight Highlight War auch mein erster Gedanke: «DAS IST DOCH NICHT COMIC SAAAaaaach so, das ist eine Handschrift.» 😂
    • Natürlich 26.03.2019 17:04
      Highlight Highlight Es steht: „In Comic Sans Typografie gehalten“
      Also für mich heisst das es erinnert ihn an diese Schrift/angelehnt an.
  • Goon 26.03.2019 10:54
    Highlight Highlight Bei uns teilen sich 8 Parteien 2 Maschinen. Und wir kommen aus ohne Waschplan. Jeder wäscht ungefähr jeweils am gleichen Tag und wenn mal nicht frei ist wartet man halt. Alles ganz easy.

    Ich mag meinen Block :-)
  • stadtner 26.03.2019 10:44
    Highlight Highlight Ich wäre für Überwachungskameras in Waschküchen. Nur das hilft gegen verdreckte Maschinen und Waschplan-DiebInnen.
    • maude 26.03.2019 18:01
      Highlight Highlight und gegen Unterwäscheklauer/innen!!
  • Queen C 26.03.2019 10:35
    Highlight Highlight Könnte man die Geschichte vielleicht metaphorisch und im Grösseren betrachten?
    Dass es vielleicht doch gut ist, wenn es einen Besitzer gibt? Einen Chef? Dass es schwierig ist mit Dingen, die allen und doch niemandem gehören?
    • Firefly 26.03.2019 13:28
      Highlight Highlight Bei uns klappt das gut ohne Chef, bei fünf Parteien. Man geht halt mal schauen, wenns besetzt ist, stellt man seine Wäsche in die Reihe und kommt später wieder.
      Ich denke eher, es ist eine Frage der Organisation und wenn sich alle Parteien auf eine bestimmte Vorgehensweise einigen können, ob mit Chef oder ohne, dann klappts.
      Oder eine Frage der Zeit, wenn jemand genug Zeit hat um Stunk zu machen.
    • Queen C 26.03.2019 15:16
      Highlight Highlight Firefly, ich habe im kleinen Rahmen auch gute Erfahrungen gemacht damit, im grossen eben leider nicht.
  • Janis Joplin 26.03.2019 10:30
    Highlight Highlight Ich feier gerade meine eigene steinalte störanfällige Waschmaschine, wie sie (fast) in jeder ungarischen Mietwohnung anzutreffen ist.
    Waschplan hier würde in etwa so gut funktionieren wie einen Sack Flöhe zu hüten.
  • Walter Sahli 26.03.2019 10:26
    Highlight Highlight Lieber Herr Stern,

    danke für die Geschichte, aber wenn Sie so weitermachen, landet dieser Kleinkrieg nie auf der Titelseite der ältesten Boulevardzeitung!
    Dabei würde schon eine kleine Notiz genügen, um der Geschichte eine ganz neue Dimension zu geben. Eine Notiz wie diese z.Bsp.:

    "Halo Nachbaren, habe Papir gebrucht fur Katzenhauffen aus Waschkuche zu nehme. Und dan in Notfall wegen Sheisevergieftung noch kaine noie Zetel. Sorrygäu! Ismaël al Islami"

    Die Vermischung von Waschküche, Katzenscheisse, Ausländer und Islam ist unbezahlbar. Sie werden bestens unterhalten werden. Ich schwör!
  • LeChef 26.03.2019 10:25
    Highlight Highlight Herrlich geschrieben, William, weiter so :) (grinsende Fratze Smiley)
  • Posersalami 26.03.2019 10:22
    Highlight Highlight Ich habe nun nach 20 Jahren Waschküche teilen zum ersten mal eine eigene Waschmaschine in der Wohnung.

    Erleichtert fast alles und darauf will ich in Zukunft nicht mehr verzichten müssen!
  • Nurmalso 26.03.2019 10:05
    Highlight Highlight Ich mache dad alles wie die Ninjas. Bei mir ist Mo-So Waschtag von 02:00-05:00 Uhr

  • Frausowieso 26.03.2019 10:05
    Highlight Highlight Es gibt wenig, dass mich so graust, wie die Waschmaschine mit anderen zu teilen. Früher war ich sehr unvoreingenommen, bis meine damalige Nachbarin ein Baby bekam. Diese Nachbarin benutzte Stoffwindeln und diese, vom gröbsten Dreck bfreiten Windeln, landeten in der Gemeinschafts Waschmaschine. Die Waschmaschine wurde anschliessend natürlich nicht gereinigt, denn so die Nachbarin "hat sich ja gerade selbst gewaschen". Seither würde ich niemals mehr eine Wohnung mieten, die keinen eigene Waschmaschine besitzt.
    • atomschlaf 26.03.2019 10:12
      Highlight Highlight Auch wenn mich die Klimabewegten jetzt gleich zublitzen: Darum immer zuerst ein Kochwaschgang. (Oder mindestens Hygieneprogramm, falls vorhanden)
    • aglio e olio 26.03.2019 10:47
      Highlight Highlight Weicheier! Max 30°C - egal was vorher war. Fitness fürs Immunsystem. :)
    • Oh Dae-su 26.03.2019 10:54
      Highlight Highlight Naja ich nehme mal an, dass die Windeln selbst schon ziemlich heiss gewaschen wurden. Würde mich daher schon ziemlich erstaunen, wenn danach noch Dreck übrig bleibt.
      Zudem ist das doch schon ein sehr spezieller Fall, der wohl sonst kaum je vorkommt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • metall 26.03.2019 10:04
    Highlight Highlight Jede Verwaltung weiss heute dass es viel "günstiger" ist das Geld in eine eigene Waschmaschine für jede Wohnung zu investieren. Auch wenns eigentlich eine riesen Verschwendung ist.
  • Bro J from da Nazareth 26.03.2019 10:00
    Highlight Highlight Oh ja die Waschküche. Wäre im Bad platz, hätte ich schon längst meine eigene Waschmacshine mit Black Jack und Nutten!
  • DichterLenz 26.03.2019 09:57
    Highlight Highlight Hach, jetzt hab ich schon so häufig vom berühmten Schweizer Waschküchenkrieg gehört, war aber immer noch nie in einen verwickelt. Vielleicht gibt sich da in Zukunft ja noch was.
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 26.03.2019 23:18
      Highlight Highlight Ich hatte mal einen
      War alleiniger fixer Mieter einer 2 x 2 Wohneinheit (also 2 Häuser a 2 Wohnungen), der Rest waren kurzmieter oder Monteure.
      Darum hatte ich absoluten vorrang beim Waschen.

      Was ich amigs nach Auszug der Kurzzeitler aus Trockner und Maschine an Material rausnehmen musste...
      Werkzeuge, Unterwäsche, Dreck, ganze Waschgänge...
      Aber im Gegensatz zu einem Personalhaus wurde mir dort meine Beschriftete Stewi nicht geklaut
  • Leckerbissen 26.03.2019 09:54
    Highlight Highlight Ein Hoch auf meinen Waschturm im eigenen Badezimmer!
    • Ironiker 26.03.2019 10:40
      Highlight Highlight Immer dann wenn unsere Kinder eine Magen/Darm Grippe hatten war ich irgendwann um Mitternacht froh, eine eigene Waschmaschine im Keller zu haben, welche 24/7 laufen darf.

      Ich bin etwas vom Thema abgekommen... Ich mag mich erinnern, als Kind im Wohnblock mit nur einer Waschmaschine und Waschplan. War ist und bleibt wohl so eine Sache...
  • Blablatok 26.03.2019 09:50
    Highlight Highlight Hach ja die Waschküche. Bei uns im Haus wohnte lange eine ältere Dame, welche die Waschküche auch als Kriegsschauplatz betrachtete. An ihrem Waschtag warf sie alle fremde Wäsche in den Flur auf den Boden und schloss die Türe ab. Seit sie weg ist gibt es keinen Waschplan mehr und alle leben glücklich und harmonisch in Anarchie. Oft ist die Ursache solcher Probleme nur eine Person.
    • aglio e olio 26.03.2019 10:51
      Highlight Highlight "warf sie alle fremde Wäsche in den Flur auf den Boden"
      Zwischen spülen und schleudern in die WaMa kacken. So lange bis es begriffen ist. ;)
      Aber im Ernst, das ist doch bereits Sachbeschädigung. Oder, liebe Rechtskundige? Also das auf den Boden werfen.
    • Bene_ 26.03.2019 12:14
      Highlight Highlight Sachbeschädigung ist das nicht, aber menschlich ziemlich fragwürdig;-)
      Habe mir deinen Tipp gerade bildlich vorgestellt. Kommst du eines abends in die Waschküche und siehst aglio e olio da sitzen mit dem Arsch in der Maschine, gemütlich eine Zeitung aufgeschlagen😂
    • Commander Salamander 26.03.2019 13:17
      Highlight Highlight Da hab ich schon die übelsten Dinge erlebt.. Eine Vermieterin hat schon meine (zugegebenermassen zu lange hängende) Wäsche geklaut, also abgehängt und in ihre Wohnung mitgenommen, so dass ich bei ihr zu Kreuze kriechen musste und sie mir eine Lektion in Sachen Verträglichkeit erteilen konnte... Bei einer anderen Wohnung hatte es neben einem akribischen Waschplan für die nächsten zig Jahre auch noch einen Putzplan, im Sinne von, im Mai muss Mieterschaft X die Grossreinigung der Waschküche übernehmen, inkl. Reinigung der Glühbirne!:-D WTF!
    Weitere Antworten anzeigen
  • lawrzk 26.03.2019 09:50
    Highlight Highlight Haha, sehr amüsant zum lesen. Ich warte gespannt auf eine Fortsetzung :)
  • atorator 26.03.2019 09:48
    Highlight Highlight Ich habe nie verstanden, wieso es in Zürich keine Waschsalons gibt wie so gut wie allen anderen Städten in Europas. Wette, man könnte in der Schweiz ein Vermögen damit verdienen.

    PS: Guerilla-Taktik: Beim Nachbar kurz die Waschkarte ziehen und dann wieder einstecken...
    • herrkern (1) 26.03.2019 10:17
      Highlight Highlight Gibt's doch: Lea's Waschhaus, Sihlfeldstrasse 88, 8004 Zürich
    • El_Guero 26.03.2019 11:27
      Highlight Highlight Es gibt noch Waschsalons, z.B. bei der Haltestelle Kinkelstrasse (Kreis 6), einfach nicht sehr viele. Wahrscheinlich, weil sie zu selten benutzt wurden?
    • Oh Dae-su 26.03.2019 12:14
      Highlight Highlight Ich denke Waschsalons in Zürich wären ziemlich teuer. So gross ist zudem der Leidensdruck mit der Waschküche dann doch nicht, dass da eine grosse Nachfrage nach Waschsalons bestehen würde.
      Waschsalons gibt es ja primär an Orten, wo Leute sonst gar keinen Zugang zu einer Waschmaschine haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ridcully 26.03.2019 09:38
    Highlight Highlight Ich empfehle zur Lektüre,
    Hugo Lötscher: Der Waschküchenschlüssel
  • curled09 26.03.2019 09:34
    Highlight Highlight Habe eine eigene Waschmaschine in meiner Mietwohnung. Schade, dass ich den ganzen Spass verpasse :-(
    • The Writer Formerly Known as Peter 26.03.2019 21:32
      Highlight Highlight Alles kann man nicht haben ;)
  • Benji Spike Bodmer 26.03.2019 09:30
    Highlight Highlight .
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