Schweiz
Zürich

Mauch zur Bührle-Sammlung: «Wir hätten früher aktiv werden sollen»

Mauch zur Bührle-Sammlung: «Wir hätten früher aktiv werden sollen»

09.01.2022, 08:5109.01.2022, 16:03

Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch hat in einem Interview mit dem «SonntagsBlick» eingestanden, dass die Abklärungen um die Herkunft der Bilder in der Sammlung E. G. Bührle früher hätten stattfinden sollen.

Massive Kritik an der mangelnden Abklärung der Herkunft der Bilder hatte namentlich das Magazin «Tachles» geäussert. Das Blatt warf Mauch vor, sie sei einen Pakt mit dem Teufel eingegangen und habe Zürich zur Hauptstadt der Geschichtsvergessenheit gemacht.

Swiss politicians Corinne Mauch and Gerold Lauber arrive on the red carpet prior to the FIFA Ballon d'Or awarding ceremony at the Kongresshaus in Zurich, Switzerland, Monday, January 11, 2016. (K ...
Bild: KEYSTONE

Mauch erwiderte in dem Interview, sie sei in einem guten, konstruktiven Austausch mit dem Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund sowie mit der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich. Die Debatte zur Herkunft der Bilder müsse geführt werden.

Es gebe intensive Gespräche darüber, in einer externen Evaluation die Bührle-Provenienz zu erforschen. Entschieden sei noch nichts. Wichtig sei, dass das sorgfältig gemacht werde. Das Ziel müsse es sein, die angekratzte Glaubwürdigkeit wieder herzustellen.

Darum sei es wichtig, auch die Kritikerinnen und Kritiker einzubinden. Ihr schwebe eine sehr breite Art und Weise unter Einbezug auch der jüdischen Seite vor. Ziel sei es, dass im ersten Quartal 2022 das Konzept stehe und die Arbeit beginnen könne. (saw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Vergängliche Kunstwerke 😍
1 / 61
Vergängliche Kunstwerke 😍
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das könnte dich auch noch interessieren:
Pro Senectute: Jede dritte Person über 60 fühlt sich einsam
Eine neue Umfrage der Pro Senectute zeigt, dass sich etwas mehr als ein Drittel der über 60-Jährigen in der Schweiz einsam fühlt. Am stärksten betroffen sind Verwitwete, Geschiedene und Personen mit niedrigem Einkommen.
Eine neue Umfrage zeigt: Etwa 800'000 ältere Menschen in der Schweiz wünschen sich im Alltag mehr Gesellschaft. Rund 140'000 von ihnen geben sogar an, gesellschaftliche Kontakte häufig zu vermissen.
Zur Story