Kanada deklassiert Katar und überholt die Schweiz – doch auch die Nati profitiert
Gleich mit 6:0 schoss Kanada Katar aus dem Stadion in Vancouver. Während sich die Schweiz gegen denselben Gegner am vergangenen Samstag noch überraschend schwer in der Chancenverwertung tat, zeigte der Co-Gastgeber der WM in der Nacht auf Freitag Schweizer Zeit eine souveräne Leistung.
Die Mannschaft von Trainer Jesse Marsch sorgte damit an der dritten WM-Teilnahme des Landes für den ersten Sieg überhaupt und kassierte ebenfalls erstmals in einer WM-Partie kein Gegentor. In der Gruppe mit der Schweiz und Bosnien-Herzegowina führt Kanada nun dank des besseren Torverhältnisses vor der Schweiz. Die Nati profitiert von dem Ergebnis aber insofern, dass sie so gut wie sicher Zweite und damit im Sechzehntelfinal ist. Bosnien-Herzegowina kann die Schweiz wegen der Direktbegegnung nicht mehr überholen und Katar müsste eine um neun Treffer schlechtere Tordifferenz aufholen.
Koné wird vom Platz getragen
Überschattet wurde der kanadische Freudentag dabei von einer Verletzung von Ismaël Koné. Rund fünf Minuten nach dem Beginn der zweiten Halbzeit ging der Mittelfeldspieler nach einem Foul von Assim Madibo, der dafür die Rote Karte sah, zu Boden.
Minutenlang wurde er daraufhin gepflegt, ehe er vom Feld getragen werden musste. Ein kleiner Trost: Auf der Trage konnte sich Koné aufrichten und sich winkend von den 52'497 Zuschauerinnen und Zuschauern im Stadion verabschieden. Wie gravierend die Verletzung ist, ist noch nicht klar.
Auch im Anschluss blieben die Kanadier – wie bereits vor der Verletzung von Koné – dominant. Katar hingegen, das mit zwei Spielern weniger agieren musste – neben Madibo war in der ersten Halbzeit bereits Homam Ahmed wegen einer Notbremse vom Platz geschickt worden – wirkte überfordert.
David glänzt mit drei Toren
Für den Schlusspunkt in der Partie sorgte schliesslich Jonathan David, der in der Nachspielzeit zum 6:0 traf. Zuvor hatte er bereits in der ersten Halbzeit zwei Tore geschossen. Neben David hatte in der ersten Halbzeit Cyle Larin getroffen, in den zweiten 45 Minuten waren es Nathan Dylan Saliba und ein Eigentor der Katari.
Im letzten Gruppenspiel am kommenden Mittwochabend reicht Kanada gegen die Schweiz damit ein Unentschieden für den Gruppensieg, während die Mannschaft von Murat Yakin, wegen des schlechteren Torverhältnisses, auf Sieg spielen muss. (nih/sda)
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