Swisscom
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epa08178504 Swiss President Simonetta Sommaruga attends a joint press conference with Austrian Federal President Van der Bellen after their meeing at the presidential office of the Hofburg Palace in Vienna, Austria, 30 January 2020. Sommaruga is on an official visit to Vienna.  EPA/DANIEL NOVOTNY

Die Swisscom müsse jederzeit den Zugang zu den Notrufdiensten sicherstellten, verlangt UVEK-Chefin Simonetta Sommaruga (SP). Bild: EPA

Bereits drei Swisscom-Pannen in diesem Jahr – Sommaruga trifft CEO



Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat sich über die neuesten Störungsfälle bei der Swisscom informieren lassen. Sie traf bei einer ordentlichen Aussprache Swisscom- Verwaltungsratspräsident Hansueli Loosli sowie CEO Urs Schaeppi des Telekomunternehmens. Innert weniger Wochen war es zu drei Pannen gekommen.

Urs Schaeppi, CEO Swisscom, spricht an der Bilanzmedienkonferenz zum Jahresabschluss 2019, aufgenommen am Donnerstag, 6. Februar 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Muss sich erklären: Swisscom-CEO Urs Schaeppi. Bild: KEYSTONE

Die Swisscom habe bei dieser Gelegenheit «Analysen, Erkenntnisse sowie geplante Massnahmen» dargestellt, wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

Das Uvek erwarte, dass die Swisscom, wie auch andere Anbieter, jederzeit den Zugang zu den Notrufdiensten gewähren würden. Bei den Eignergesprächen, die laut einem Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung» am Donnerstag stattfanden, sei vereinbart worden, dass über wichtige Erkenntnisse und Massnahmen gegenseitig orientiert werde. Das Thema habe bei Swisscom und Uvek höchste Priorität, hiess es auf Anfrage weiter.

Kommende Woche finde ein erstes Treffen zwischen Swisscom und Bundesamt für Kommunikation (Bakom) statt. Dabei sollen die Vorfälle besprochen und weitere Klärungsschritte festgelegt werden. Da die Abklärungen des Bakom erst in der Anfangsphase stehen, können noch keine genauen zeitlichen oder inhaltlichen Angaben gemacht werden, wie es weiter hiess. Es sei davon auszugehen, dass die Klärungen mehrere Wochen benötigen werden.

Bereits drei Pannen im neuen Jahr

Zur dritten Panne in diesem Jahr kam es am Mittwoch. Vor allem in der nördlichen Schweiz war der Internetzugang über das mobile Netz beeinträchtigt. Bereits am Dienstagabend und frühen Mittwochmorgen der vergangenen Woche lagen grosse Teile des Swisscom-Netzes lahm. Der Unterbruch wurde durch Wartungsarbeiten verursacht.

Für viele Swisscom-Kunden hiess es: Keine 4G-Mobiltelefonie, kein mobiles Internet, aber auch keine Festnetzverbindung und kein Internet zu Hause. Auch die Notruf-Nummern auf allen Kanälen waren betroffen. Die Swisscom machte menschliches Versagen für den Ausfall verantwortlich. Auch am 17. Januar hatte das Unternehmen für eine Stunde mit schweren Störungen im Netz zu kämpfen.

Die zweite Panne rief das Bakom auf den Plan. Es kündigte eine vertiefte Untersuchung an. Von Gesetzes wegen ist die Swisscom verpflichtet, den Zugang zu den Notfalldiensten zu gewährleisten.

Auch die zuständige Nationalratskommission verlangt Auskunft über die Pannenserie. Die Kommission will herausfinden, ob die wiederholten Ausfälle im Swisscom-Netz systemische oder personelle Gründe haben oder mit Investitionsentscheiden zusammenhängen. (cbe/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Petoman 21.02.2020 15:54
    Highlight Highlight Ursli in der Presse: „Menschliches Versagen - Köpfe werden rollen“

    Ursli im Intranet: „Ich stehe voll hinter meinen Mitarbeitenden“

    Ursli beim Entscheiden: „Ach komm, entlassen wir die teuren Alten und ersetzen sie (wenn überhaupt) mit unerfahrenen Jungen.“

    Ich staune immer wieder über die gelebte Schizophrenie der Top-Kader. Die goldenen Saläre mit Verantwortung verargumentieren und dann, wenn Verantwortung gefragt ist, weiss man von nichts und ist Opfer der Mitarbeiter.

    Der Ursli und der H-Ueli sind richtige Prachtsbeispiele dafür. Könnten glatt zu einer Bank wechseln.
  • wolge 21.02.2020 06:09
    Highlight Highlight Der Fisch beginnt bekanntlich ja immer am Kopf zu stinken...

    Leider lassen wir uns jedoch all zu oft von Symptomen ablenken...

    Darum wird meist immer bei den „Arbeitern“ geguckt...
  • Donald 21.02.2020 00:34
    Highlight Highlight Gespräche.... Bei digitaler Technologie lässt sich der Verursacher genau bestimmen. Dazu muss niemand mit 400k pro Jahr sprechen...

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