China
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
President Donald Trump, left, meets with Chinese President Xi Jinping during a meeting on the sidelines of the G-20 summit in Osaka, Japan, Saturday, June 29, 2019. (AP Photo/Susan Walsh)
Donald Trump,Xi Jinping

Trump und Xi im Juni in Osaka. Bild: AP

Trump verknüpft China-Deal mit Hongkong-Krise – und schlägt Treffen mit Xi vor



In der Hongkong-Krise hat US-Präsident Donald Trump ein persönliches Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping vorgeschlagen. Trump schrieb am Mittwoch auf Twitter, Xi könne die Krise in Hongkong «schnell und menschlich lösen», wenn er das wolle.

Trump fügte hinzu: «Persönliches Treffen?» Konkretere Angaben zu einem möglichen Treffen machte er allerdings nicht.

Trump machte eine Einigung mit China im Zollstreit davon abhängig, wie sich das Regime in Peking gegenüber den Demonstranten in Hongkong verhält. China verliere «Millionen Jobs» an Länder, die nicht mit US-Strafzöllen belegt worden seien, schrieb Trump auf Twitter. «Tausende Unternehmen gehen.»

China wolle «natürlich» ein Abkommen mit den USA. «Zuerst» solle die Führung in Peking aber «human» mit Hongkong umgehen, twitterte der US-Präsident.

Zuvor hatte sich die US-Regierung «zutiefst besorgt» angesichts von Berichten über chinesische Truppenbewegungen an der Grenze zu Hongkong gezeigt. Ein Sprecher des US-Aussenministeriums erklärte, Washington fordere Peking «nachdrücklich» auf, das «hohe Mass an Autonomie» Hongkongs zu respektieren.

«Wir verurteilen Gewalt und fordern alle Seiten auf, Zurückhaltung zu üben», fügte er hinzu. Die Unterstützung der USA für die Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit in Hongkong sei «ungebrochen».

Proteste seit Wochen

Seit Wochen protestieren Demokratie-Aktivisten in der chinesischen Sonderverwaltungszone gegen die pekingtreue Regierung. Die Furcht vor einer militärischen Eskalation nahm zuletzt zu.

Chinesische Medien berichteten, dass die Volksbefreiungsarmee zahlreiche Militärfahrzeuge zu «Übungszwecken» in die südchinesische Metropole Shenzhen entsandt habe, die an der Grenze zu Hongkong liegt. Auch Trump erklärte unter Verweis auf die US-Geheimdienste, Peking habe Truppen an die Grenze zu Hongkong geschickt.

In Hongkong hatte sich die Lage am Mittwoch nach zweitägigen Protesten und gewaltsamen Zusammenstössen am Flughafen vorerst beruhigt.

Die seit zehn Wochen anhaltenden Demonstrationen richteten sich zunächst gegen ein geplantes Gesetz, das Auslieferungen an Festland-China ermöglicht hätte. Inzwischen haben sich die Proteste zu einer Bewegung gegen den wachsenden Einfluss Pekings in der Sonderverwaltungszone und für mehr Demokratie entwickelt.

China hatte London bei der Übergabe Hongkongs im Jahr 1997 zugesichert, dass in der ehemals britischen Kolonie Grundrechte wie Meinungs- und Pressefreiheit für mindestens 50 Jahre gewahrt blieben (sda/afp/reu)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Hongkong: Neuste Bilder der Proteste und vom Generalstreik

Die Megastadt Hongkong kommt nicht zur Ruhe

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

13
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • TheKen 15.08.2019 17:11
    Highlight Highlight Trump hat wohl eher finanzielle Interessen als humanitäre. Aber wenn es hilft, warum nicht.
  • bruuslii 15.08.2019 12:51
    Highlight Highlight 😲 mal was gutes von trump? schau an...
  • yanoi 15.08.2019 10:56
    Highlight Highlight spannend wär ja, wie trump sich bei einer protestwelle in den usa äussern würde... zb für abtreibung, für das unterrichten der evolutionstheorie oder für eine offene grenze...
  • JoJodeli 15.08.2019 10:10
    Highlight Highlight Das interessiert China nicht was der Trump will, denn spätestens in vier Jahren ist er nicht mehr da und China plant viel langfristiger....
  • AdvocatusDiaboli 15.08.2019 08:04
    Highlight Highlight Gute Sache! Statt Kriege anzufangen, wie seine Vorgänger, arbeitet Donald Trump mit diplomatischen Mitteln.

    Die EU Antwort zu Hongkong lässt mittlerweile auf sich warten...
    • Heidi Weston 15.08.2019 10:14
      Highlight Highlight Sei meinen sein VorVorgänger Bush Jr.
      Obama hat die Kriege von Bush Jr. geerbt und für andere Kriesengebiete immer ein UN-Mandat.

      Trump geht es doch nicht um Diplomatie sondern nur um Wirtschaftliche Interessen. Genau so mit Kim.
    • Chääschueche 15.08.2019 10:47
      Highlight Highlight @Prügelknabe
      Libyen?
      Syrien?

      Beides Obama

      Und die Kriege von Bush hat er trotzdem Weitergeführt. ;)
    • Heidi Weston 15.08.2019 13:46
      Highlight Highlight @Chääschueche
      Libyen UN-Resolution 1973 vom 17. März 2011
      Internationaler Militäreinsatz, Frankreich, USA, Italien, Vereinigtes Königreich, Dänemark, Kanada, Spanien, Belgien, Niederlande, Norwegen, Katar, Griechenland, VAE, Türkei, Schweden, Bulgarien.

      Nein nichts Obama!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Selbstverantwortin 15.08.2019 08:03
    Highlight Highlight Doch, China wird die Einmischung in seine sogenannten ‚inneren Angelegenheiten‘ sicher sehr schätzen...
    Andererseits macht Trumpel genau, was auch hier gefordert wurde: die Unterdrückung in Hongkong nicht einfach akzeptieren, nur weil China mächtig ist.
    🤔
  • RicoH 15.08.2019 07:59
    Highlight Highlight Washington fordere Peking «nachdrücklich» auf, das «hohe Mass an Autonomie» Hongkongs zu respektieren

    «Wir verurteilen Gewalt und fordern alle Seiten auf, Zurückhaltung zu üben»

    Wenn die USA diese Grundsätze auch im nahen Osten konsequent anwenden würde, wäre diese Gegend bedeutend stabiler.

    Aber ja, ist halt nur dann wichtig, wenn es den USA Vorteile bringt.
  • Walter Sahli 15.08.2019 07:26
    Highlight Highlight Na, dann wollen wir hoffen, dass Xi allfällige Verhandlungen nicht von Trumps Willen abhängig macht, die unmenschlichen Zustände in den Internierungslagern an der mexikanischen Grenze zu beenden.
  • Kaffeesatz 15.08.2019 06:35
    Highlight Highlight Das kann Trump sich gleich ans Bein streichen. Chinas Führung lässt sich nicht in ihre Politik dreinreden. Da schaltet sie schnell mal auf stur. Ebensowenig lässt sie sich leicht erpressen.
    Trump versuch auf Stimmenfang 2020 einen "grossartigen Deal" zu landen. Ich denke mal eine Rezession in den usa etc. ist aufgrund des angezettelten Handelskriegs wahrscheindlicher und beim Portemonai hört die Freundschaft auf, deshalb wird er wohl bei den Wahlen nächstes Jahr abgestraft. Das ist wohl eher im Sinne Chinas.

Analyse

Droht den USA das gleiche Schicksal wie der Sowjetunion?

Namhafte amerikanische Wissenschaftler befürchten, dass die Tage der Supermacht gezählt sind.

Harold James ist einer der bekanntesten Wirtschaftshistoriker der Gegenwart. Er ist ein Gelehrter alter Schule: Gentleman, tendenziell konservativ und Professor an der traditionellen Universität Princeton. Leute wie James bilden das Rückgrat der angelsächsischen Elite der Nachkriegszeit. Daher lässt es aufhorchen, wenn James den aktuellen Zustand der USA in einem Essay für Project Syndicate wie folgt beschreibt:

James geht jedoch über die aktuellen Ereignisse hinaus. Er vergleicht die Wall …

Artikel lesen
Link zum Artikel