DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild: KANTONSPOLIZEI SOLOTHURN

Frau gesteht, im Bett geraucht zu haben – und wird aus Haft entlassen

Die Frau, die für das Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Solothurn mit sechs Toten verantwortlich ist, wurde wieder aus Polizeigewahrsam entlassen. Sie hat gestanden, im Bett geraucht zu haben.
28.11.2018, 13:5028.11.2018, 13:51

Am Montagnachmittag nahm die Polizei eine Frau vorläufig fest. Sie hatte in der Nacht auf Montag im Haus an der Wengistrasse 40 «durch unsachgemässen Umgang mit Raucherwaren» ein Feuer mit verheerendem Ausgang ausgelöst. Sechs Personen starben. 

Die Staatsanwaltschaft könnte innert 48 Stunden nach der polizeilichen Festnahme entweder Antrag auf Untersuchungshaft beim Zwangsmassnahmengericht stellen oder die Person frei lassen. 

Nun hat die Solothurner Staatsanwaltschaft entschieden, keinen Antrag zu stellen. «Es liegen keine Haftgründe vor», sagt Mediensprecherin Cony Zubler gegenüber TeleM1. Der Sachverhalt sei so weit geklärt. Die beschuldigte Person habe ausgesagt, im Bett geraucht zu haben. «Das deckt sich mit den derzeitigen Erkenntnissen der Brandermittler», so Zubler.

Damit eine Untersuchungshaft angeordnet werden kann, müssen mehrere Voraussetzungen gegeben sein. Dazu gehört ein dringender Tatverdacht zu einem Vergehen. Darüber hinaus müsste aber zusätzlich mindestens ein sogenannter «besonderer Haftgrund» gegeben sein – dazu gehören etwa Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr oder Ausführungsgefahr. Diese sind im Fall der Frau nicht gegeben.

Ein Bewohner des Mehrfamilienhauses hatte gegen 2.10 Uhr Rauch im Treppenhaus bemerkt und Alarm ausgelöst. Die Feuerwehr rückte mit einem Grossaufgebot aus. 19 Personen konnten von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden. Sechs Personen starben. Darunter befinden sich zwei Kinder. (ldu)

Brand Solothurn: Vierköpfige Familie wird vermisst

Bei dem gestrigen Hausbrand kamen sechs Menschen ums Leben. Darunter könnte auch eine Familie aus Eritrea betroffen sein.
Video: © TeleM1

Sechs Todesopfer nach Brand in Solothurn

In der Wengistrasse in Solothurn spielte sich heute Nacht eine Tragödie ab. Unter den sechs Opfern befinden sich auch Kinder.
Video: © Tele M1

Aktuelle Polizeibilder

1 / 95
Aktuelle Polizeibilder: Lagergebäude durch Brand beschädigt
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Netzcourage-Co-Präsidium Funiciello und Gysin tritt zurück

Bei Netzcourage kommt es zum Doppelrücktritt: Die Nationalrätinnen Tamara Funiciello (SP/BE) und Greta Gysin (Grüne/TI) legen ihr Amt per sofort nieder. Der Grund: «strategische Differenzen über die Ausrichtung des Vereins» zur Bekämpfung digitaler Gewalt mit Geschäftsführerin Jolanda Spiess-Hegglin.

Das Präsidium übernimmt interimistisch Liliane Ritzi, langjähriges Netzcourage-Mitglied, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Funiciello und Gysin waren erst im November 2020 ins …

Artikel lesen
Link zum Artikel