USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Michael Cohen, former personal lawyer to President Donald Trump, leaves his apartment building, in New York, Tuesday, Aug. 21, 2018. Cohen could be charged before the end of the month with bank fraud in his dealings with the taxi industry and with committing other financial crimes, multiple people familiar with the federal probe said Monday. (AP Photo/Richard Drew)

Hat er die Seiten gewechselt? Anwalt Michael Cohen. Bild: AP/AP

Michael Cohen belastet indirekt Trump und bekennt sich in 8 Punkten schuldig



Der langjährige Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, hat mehrere Verstösse gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung eingeräumt. Cohen sagte am Dienstag vor einem Gericht in New York aus, dass er dies im Auftrag eines Kandidaten getan habe.

Er nannte dessen Namen aber nicht, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur DPA vor Ort berichtete. Seine Aussage wurde aber so interpretiert, dass er sich damit nur auf Trump beziehen konnte.

Insgesamt bekannte sich Cohen in acht Punkten schuldig, darunter Steuerhinterziehung und Falschaussage gegenüber einer Bank. Das Urteil gegen ihn soll am 12. Dezember folgen.

Vor dem Termin vor einem Strafgericht in New York hatten US-Medien berichtet, Cohen habe sich im Rahmen einer Abmachung mit der Staatsanwaltschaft zu einem Schuldeingeständnis bereit erklärt. Eine derartige Abmachung könnte beinhalten, dass Cohen sich im Gegenzug für einen Strafnachlass zur Kooperation mit den Ermittlern bereit erklärt.

Laut Bloomberg erklärte Cohen vor Gericht, er habe zudem 130'000 US-Dollar im Auftrag des Kandidaten an eine Person gezahlt, damit diese schweige. Zu einem anderen Zeitpunkt hatte Cohen erklärt, dass er diese Summe einen Monat vor der Präsidentschaftswahl im November 2016 an die Pornodarstellerin Stormy Daniels bezahlt hatte.

Der stellvertretende Generalstaatsanwalt Robert Khuzami äusserte sich zu Michael Cohen. 

Wie wegweisend dieser Deal sein könnte, erfährst du hier:

Büros durchsucht

Daniels behauptet, sie habe eine Affäre mit Trump gehabt. Ausserdem soll Cohen eine Schweigegeldzahlung von 150'000 Dollar an das ehemalige Playmate Karen McDougal organisiert haben, die ebenfalls sagt, sie habe eine Affäre mit Trump gehabt. Ermittler des FBI hatten im April das Büro, die Wohnung und ein Hotelzimmer von Cohen durchsucht. Dabei beschlagnahmten sie E-Mails, Dokumente und Geschäftsunterlagen zu diversen Themen, darunter zu Cohens umstrittenen Zahlungen.

Den Tipp bekamen die Ermittler laut Cohens Anwalt von Robert Mueller, dem früheren FBI-Direktor und Sonderermittler in der Russland-Affäre. Cohen wurde oft als Trumps «Ausputzer» beschrieben und galt ihm gegenüber als äusserst loyal.

In den vergangenen Wochen deutete er aber in Interviews an, dass er auf Distanz zu seinem früheren Chef gegangen ist. Zudem wurde ein Mitschnitt eines Gesprächs zwischen ihm und Trump öffentlich, den Cohen offenbar heimlich gemacht hatte. Der US-Präsident kritisierte das scharf. (sda/afp/dpa)

Weitere Infromationen folgen

65 bitterböse Trump-Cover

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

43
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Vanessa_2107 22.08.2018 07:17
    Highlight Highlight Wenn wir es ganz genau nehmen, hat er Hillary die Präsidentschaft gestohlen, sie müsste nun Präsidentin werden...wollte das nur mal aussprechen, wenigstens...
    9 3 Melden
    • GustiBrösmeli 22.08.2018 09:18
      Highlight Highlight Na dan viel Glück mit Clinton. Die ist kein bisschen besser als Trump. Trump hat mindestens Süd und Nordkorea zum gemeinschaftlichen Zusammensitzen und Reden gebracht. Trump hatte Mut, die Botschaft in Israel nach Jerusalem zu hollen. Trump macht vieles Gut, nur wird das von Watson und Co schlecht geredet.
      0 4 Melden
    • swisskiss 22.08.2018 10:23
      Highlight Highlight Vanessa_2107: Da kann man nicht Trump verantwortlich machen, für dass bedenkliche Wahlsystem der USA.

      Was soll man von diesem System halten, wenn wie im Jahr 2000, Gore mit 537 Stimmen in Florida verlliert, obwohl er mehr als eine halbe Million Stimmen landesweit mehr hatte, wenn der Supreme Court die Nachzählung der Stimmen von Florida gerichtlich verbietet, mehr als 50 k Latinos und Schwarze alleine in Florida von den Wahllisten gstrichchen wurden?

      Trump ist nicht die Ursache, sondern das Ergebnis eines maroden Systems, dass immer stärker vom Geld und Partikularinteressen beeinflusst wird.
      1 0 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 22.08.2018 11:23
      Highlight Highlight Warum? Hillary hat die Vorwahl gestohlen. Sanders sollte Präsident werden!
      1 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 22.08.2018 06:10
    Highlight Highlight Spannend wäre es zu wissen was die konkreten Punkte sind, es wird nur sehr schwammig formuliert: "hat mehrere Verstösse gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung eingeräumt." Wie schwer waren dieses Verstösse? Wenn ich gegen Gesetze verstosse bekomme ich je nach Situation eine Busse von CHF 100.-- oder 10 Jahre Gefängnis. Also liebe Redaktion, ein bisschen mehr Fleisch am Knochen wäre schön.
    7 12 Melden
  • saugoof 22.08.2018 05:51
    Highlight Highlight Tja...
    User Image
    10 2 Melden
  • Ueli der Knecht 22.08.2018 03:18
    Highlight Highlight Cohen hat auch zugegeben, dass der wirtschaftlich Berechtige des Kontos der Briefkastenfirma "Essential Consultants" Donald Trump ist. Er gab zu, dass er dieses Konto "im Auftrag eines Präsidentschaftskandidaten" geführt habe.

    Das bedeutet: Novartis hat mit 1.2 Millionen Dollar direkt den amtierenden US-Präsidenten geschmiert.

    Es ist eine Schande, dass die Bundesanwaltschaft sich weigert, dieses Offizialdelikt zu untersuchen (StGB 322septies). Es würde der Grundsatz gelten, "in dubio pro duriore". Aber offensichtlich hat die Kleptokraten-Mafia inzwischen auch Schweizer Behörden korrumpiert.
    28 1 Melden
  • Miikee 22.08.2018 02:26
    Highlight Highlight Kann man die Serie eigentlich auf NETFLIX schauen? Jeden Tag was neues, dass geht mir zu langsam. Serien Marathon bis zum Finale. 😎

    Ich bin so gespannt🙃 Kommt bald das Finale oder geht es weiter mit der Staffel 2?

    10 1 Melden
  • Flötist 22.08.2018 00:39
    Highlight Highlight Ich wette mal 20 Flöten, dass auch diese Geschichte im Moment heiss aussieht, aber nach 14 Tagen vergessen sein wird, weil irgend ein Ablenkungsmanöver gestartet wird. Wieder mal.
    12 4 Melden
  • Luca Sieber 21.08.2018 23:59
    Highlight Highlight Wie alle gegen den Präsidenten hetzen...egal welchen. Als ob der überhaupt Macht hat in den USA. Eine Marionette mehr nicht. Obama der heilige Drohnenkrieger hat was erreicht? Nichts. Genau wie alle vor ihm. In den USA hat die Waffenindustrie das Sagen. Leugnen den Genozid an den Indianern, seit ihrer Gründung gab es kein Jahr in dem sie in keinen Kroeg verwickelt waren. Den ganzen arabischen Raub destabilisiert wegen dem Öl aber die Russen sind die Bösen.

    Wacht mal auf! Die USA sind die schlimmste Nation die unsere Erde je gesehen hat.
    33 123 Melden
    • therealest 22.08.2018 00:12
      Highlight Highlight Calm down, mein gott hier geht's um illegale Zahlungen an porn Darstellerinen und playboy models und nicht um der One world Government Verschwörung! Sobald es um den USA geht, kriechen die Verschwörungstheoretikern aus alle löchern!
      20 4 Melden
    • Mira Bond 22.08.2018 00:17
      Highlight Highlight Du hast wohl keine Ahnung vom amerikanischen Politsystem, oder? Eine Marionette ist ein amtierender Präsident dort nie. (Leider).
      6 2 Melden
    • Heinz Schmid 22.08.2018 00:28
      Highlight Highlight Sparen Sie sich Ihren Nihilismus. Hier geht es um Wahlkampfbetrug und keine Moralhoheit.
      19 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • swisskiss 21.08.2018 23:35
    Highlight Highlight Bezahlung von Schweigegeld mit Wahlkampfgeldern: "in coordination and at the direction of a candidate for federal office" he kept information that would have been harmful to the candidate and the campaign from becoming public."

    Tja, Donnie, Vor lauter Sumpftrockenlegen, sind wohl gleich beide Stiefel vollgelaufen.

    Kleiner Tip. Wenn man schon so tief im Sumpf steckt, einfach mal ruhig nachdenken, statt gleich wieder zu strampeln beginnen.

    Könnte sonst leicht sein, dass man noch weiter einsinkt
    58 6 Melden
    • Ueli der Knecht 22.08.2018 06:29
      Highlight Highlight Warten wir mal ab, was Rudy dazu sagt... ;)
      4 2 Melden
  • ströfzgi 21.08.2018 22:23
    Highlight Highlight Trump kann machen was er will, die Reps (die haben nun mal das sagen) werden ihn schützen. Egal was er macht.
    28 45 Melden
  • äti 21.08.2018 22:08
    Highlight Highlight Ein guter und gerissener Anwalt hält sich beide Seiten warm. Solang wie nur möglich.
    59 5 Melden
  • D(r)ummer 21.08.2018 21:10
    Highlight Highlight Wenn Trump aus seinem Büro gejagt würde, käme dann sein Vize nach?
    Oder gäbe es Neuwahlen?

    51 8 Melden
    • qolume 21.08.2018 22:02
      Highlight Highlight Dann hätten wir einen christlichen Fundi... Mike Pence
      92 2 Melden
    • Gurgelhals 21.08.2018 22:02
      Highlight Highlight Vize ist dann bis 2020 an der Reihe. Und wenn der Vize nicht übernehmen kann, weil er auch in den ganzen Schlamassel verwickelt ist, ist theoretisch der Mehrheitsführer des Repräsentantenhauses dran. Es gibt da eine ziemlich lange Liste, die diese Abfolge genau regelt.

      Vorgezogene Neuwahlen sieht die US Verfassung nicht vor. Und ja, das System ist dort in vielerlei Hinsicht sehr archaisch, weil die US Verfassung halt erstens die älteste moderne Verfassung ist und zweitens die Gründerväter bei deren Ausarbeitung sich nicht wirklich auf viele Erfahrungswerte stützen konnten.
      101 1 Melden
    • Pana 21.08.2018 23:37
      Highlight Highlight Ja, die Liste ist ziemlich lang, und mit ein bisschen Glück, ist irgendwann Kiefer Sutherland an der Reihe.
      82 3 Melden
  • cal1ban 21.08.2018 20:59
    Highlight Highlight Die Gesichter von all den Trump-Hassern will ich sehen, wenn er 2020 wiedergewählt wird. Aber zuerst gibt es im November die red wave.
    21 194 Melden
    • Klaus07 21.08.2018 21:48
      Highlight Highlight Red wave? Klar bekommen all die GOP Mitglieder rote Köpfe, wenn sie zusehen müssen wie ein District nach dem anderen blau wird.
      146 9 Melden
    • swisskiss 21.08.2018 22:12
      Highlight Highlight cal1ban: Farbenblind oder Farben der Parteien verwechselt? Blau sind die Dems, die laut Nate Silver zwischen 18 bis 54 Sitze im Kongress gewinnen, mit rund 75% die Mehrheit gewinnen und aktuell mit rund 8% Astand vor den Reps liegen.

      Selbst in den republikanischen Strongholds sind Sitze akut gefährdet.

      Die red wave findet kaum statt. Reinstes Wunschdenken.
      75 6 Melden
    • paddyh 21.08.2018 23:32
      Highlight Highlight Wenn ich eines gelernt habe die letzten 10 Jahre, dann dass Menschen dümmer nicht sein könnten. Ich seh es kommen, dass dieser Trottel nochmals gewählt wird und ich glaube auch nicht, dass die Reps viele Sitze verlieren. Im Unterschied zu dir finde ich dies einfach zu tiefst bedenklich. Ich seh echt keinen Grund, wieso ich davon jetzt begeistert sein sollte. Wieso bist es du?
      67 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sauäschnörrli 21.08.2018 20:53
    Highlight Highlight Goldjunge und Bombenjunge haben sich schon lange nicht mehr dazu geäussert. Es muss wirklich ernst sein.
    237 11 Melden
  • roger.schmid 21.08.2018 20:39
    Highlight Highlight Ich stell mal das Popcorn bereit.. sieht so aus als wäre dies das Finale der ersten Staffel 😄
    326 14 Melden
    • FrancoL 21.08.2018 20:52
      Highlight Highlight Bei den wenigsten guten Serien tritt der Hauptakteur schon ende der ersten Staffel ab.
      101 10 Melden
    • TanookiStormtrooper 21.08.2018 21:37
      Highlight Highlight Die 2. Staffel spielt im Knast... ;P
      96 5 Melden
    • Vanessa_2107 21.08.2018 21:44
      Highlight Highlight @roger s. - bin dabei...Daumen drücken!
      User ImagePlay Icon
      45 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Marshawn 21.08.2018 20:39
    Highlight Highlight it‘s going down, I‘m yelling timber!
    133 10 Melden

Muslimas, Ureinwohner und ein offen Schwuler: Die erstaunlichsten Gewinner der Midterms

Die Wahlnacht in den USA ist im vollen Gange. Bereits sind einige aussergewöhnliche Siegergeschichten zu erzählen. Eine Auswahl – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Im Bundesstaat Colorado eroberte der Demokrat Jared Polis das Gouverneursamt. Damit wird er der erste offen homosexuelle Mann in einem solchen Amt. Polis vertrat den Bundesstaat Colorado seit 2008 im Repräsentantenhaus. Davor hatte er als erfolgreicher IT-Unternehmer ein Millionenvermögen erarbeitet.

In Zeiten, in denen die Trump-Administration einen «Muslim Ban» durchzusetzen versucht, senden die Wähler in Michigan und Minnesota ein starkes Zeichen nach Washington: Mit Rashida Tlaib (42) und …

Artikel lesen
Link to Article