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Schifffahrt

Zahl der Piratenangriffe gestiegen - Schwerpunkt Westafrika

Zahl der Piratenangriffe gestiegen – hier solltest du besser nicht durchsegeln 

16.01.2019, 09:2516.01.2019, 09:25

Die Zahl der Piratenangriffe hat im vergangenen Jahr weltweit deutlich zugenommen. Das Internationale Schifffahrtsbüro der Internationalen Handelskammer zählte 201 Fälle, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht hervorgeht.

Im Jahr davor waren 180 Angriffe registriert worden. Schwerpunkt der Piraterie ist Westafrika. Die Zahl der Übergriffe im Golf von Guinea habe sich mehr als verdoppelt, hiess es.

Nirgends ist die Gefahr von Piratenangriffen grösser als im Golf von Guinea

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Alle der sechs weltweit gemeldeten Schiffsentführungen hätten sich in den Gewässern zwischen der Elfenbeinküste und dem Kongo ereignet. 13 von weltweit 18 beschossenen Schiffen hätten sich in diesem Seegebiet befunden. Auch 130 der 141 Geiselnahmen und 78 von 83 entführten Seefahrern mit Lösegeldforderung gingen auf das Konto der Piraten im Golf von Guinea.

«Es besteht dringender Bedarf an verstärkter Zusammenarbeit»

Im letzten Quartal 2018 habe es einen signifikanten Anstieg von Gewalt in Westafrika gegeben. Seeräuber hätten Schiffe weit ausserhalb der Hoheitsgewässer geentert und Besatzungen nach Nigeria entführt. «Es besteht dringender Bedarf an verstärkter Zusammenarbeit und Austausch von Informationen zwischen den Anrainerstaaten des Golfs von Guinea», sagte ein Sprecher des Schifffahrtsbüros.

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Ein mutmassliches Piratenschiff wird vor der Küste Somalias gefunden.Bild: EPA/EUNAVFOR

Auch vor dem ostafrikanischen Somalia müssen Schiffsbesatzungen weiter auf der Hut sein. Im Golf von Aden hätten Piraten einen grösseren und einen kleineren Tanker sowie einen grossen Frachter mehr als 300 Kilometer vor der Küste beschossen. Die ständige Präsenz der europäischen und internationalen Marineeinheiten am Horn von Afrika sei weiterhin wichtig, betonte das Schifffahrtsbüro.

In den südostasiatischen Seegebieten von Indonesien, Malaysia und den Philippinen verbesserte sich die Sicherheit. Die Patrouillen der indonesischen Marinepolizei, aber auch der Einsatz der philippinischen Küstenwache zeigten Wirkung. (sda/dpa)

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