Coronavirus
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Fall in Basel: Coronavirus in Hautprobe einer negativ getesteten Patientin gefunden



Die 67-jährige Coronavirus-Patientin starb am Donnerstag im Basler Universitätsspital. (Archivbild)

Die ältere Dame wurde negativ getestet, hatte aber Coronaviren in sich. Bild: KEYSTONE

Bei einer Patientin am Universitätsspital Basel ist das Coronavirus an der Haut nachgewiesen worden, obwohl zuvor sowohl ein Nasen-Rachen-Abstrich als auch ein Antikörpertest negativ ausgefallen waren. Für das Universitätsspital Basel zeigt dieser Fall, dass die derzeitigen Testmethoden nicht fehlerfrei sind.

Beim beschriebenen Fall handelt es sich um eine 81-jährige Frau, die aufgrund ihrer Symptome beim Eintritt ins Spital auf Covid-19 getestet wurde. Neben dem für die Krankheit typischen Fieber sei auch ein ausgeprägter Hautbefall vorgelegen, teilte das Universitätsspital Basel am Freitag mit.

Der Nasen-Rachen-Abstrich war negativ. Auf der anderen Seite zeigte eine Biopsie aus einer entzündeten Hautstelle eine relativ geringe Menge Coronaviren. Ein sechs Wochen später durchgeführter Antikörpertest war ebenfalls negativ.

«Wichtiger» Fall

Für das Forschungsteam um Elisabeth Roider, Ärztin in der Abteilung für Dermatologie des Universitätsspitals Basel, ist dieser Fall «wichtig». Sie zeigt gemäss Mitteilung einerseits, dass die derzeitigen Testmethoden für Coronaviren nicht fehlerfrei sind und dass die Analyse von Hautproben als Ergänzung zu Routinetests nützlich sein kann.

Der Fall habe auch die Vermutung bestätigt, dass nicht jeder Patient, der an Covid-19 erkranke, anschliessend auch Antikörper bilde. Diese Beobachtung sei bei den derzeitigen Bemühungen um die Entwicklung eines Impfstoffs oder um die Herdenimmunität zu erreichen, von grosser Relevanz, heisst es weiter in der Mitteilung.

Der Fall am Universitätsspital Basel wurde am Freitag in der medizinischen Fachzeitschrift «The Lancet» veröffentlicht.

(aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • SBP 15.08.2020 08:31
    Highlight Highlight Wenn wir es nicht schaffen den Virus halbwegs zu verstehen und uns einigermassen dagegen zu schützen, dann gibt es einige Sachen (wie z.B. Genmanipulationen) von denen wir besser die Finger lassen sollten. Auch wenn ich die Wissenschaft grundsätzlich schätze, so hat ihr die Coronakrise doch eindeutig ihre Schranken aufgezeigt. Die intellektuellen Halbgötter sind wohl doch nur normale Menschen.

    Jetzt hat man ja auch eindeutig aktive Viren in Aerosolen nachgewiesen, aber was das genau für die Übertragung bedeutet, weiss man genau so wenig, wie wenn aktive Viren auf der Haut nachgewiesen werden.
  • Mr. Spock 14.08.2020 21:52
    Highlight Highlight Vieleicht liegts an mir, jedoch ist mir nach dem Artikel irgendwie nicht 100% klar, ob die Frau nun an COVID-19 erkrankte oder nicht? Ich gehe davon aus, dass es so ist und ein bereiter falscher NEGATIV-Befund vorlag?
  • Garp 14.08.2020 21:46
    Highlight Highlight Der Fall zeigt, dass das Virus offenbar vielfältig angreifen kann. Bei vielen Infizierten kann das Virus bei Nasen/Halsabstrich festgestellt werden, möglicherweise eben nicht bei allen, weil sich die Viren nicht bei jedem Erkrankten dort konzentrieren. Mich hätte nun interessiert, wie Corona die Haut befällt. Darüber hab ich noch nie etwas gehört.
    • Gopfidam 15.08.2020 01:51
      Highlight Highlight Es geht primär um den Test. Die Aussage der Studienleiterin soll darauf hindeuten dass man sich nicht in jedem Fall auf eine gute Auswertung verlassen kann. Dort können Peaks zum Teil falsch negativ angezeigt werden, was hier wohl der Fall war. Das war also kein falsch positiver, sondern ein falsch negativer Test. Er hätte wohl positiv sein müssen. Was die Dermatologin vorschlägt ist zusätzlich noch Abstriche von der Haut zu nehmen. Und dann noch die Erkenntnis dass die Patientin keine Antikörper gebildet hatte.
  • wilhelmsson 14.08.2020 18:50
    Highlight Highlight Bevor der PCR-Test im allgemeinen kritisiert wird: Es handelt sich hierbei um einen falsch NEGATIVEN Befund. Man wusste bereits, dass solche vorkommen können, weil der Virus nicht bei jedem Patienten zu jedem Zeitpunkt in der Nasenschleimhaut vorhanden ist. Wegen falsch negativer Tests gilt es umso mehr vorsichtig zu bleiben, auch wenn ein solches Ergebniss vorliegt.
  • Döni Trömp 14.08.2020 17:43
    Highlight Highlight Bravo! Das sag ich schon lange! Und wieviele als Positiv getestete waren negativ? Wenn man wie in Deutschland 5x einen Test an einer im Spital liegenden Person macht und diese 3x positiv und 2x negativ testet dann kann dieser Test einfach nur sch... sein!
  • pun 14.08.2020 17:31
    Highlight Highlight Im Christian Drosten Podcast vom 26.03.2020 wurde schon davon gesprochen, dass das Virus in der zweiten Woche der Infektion nicht mehr im Rachen nachweisbar ist, aber noch immer in der Lunge aktiv sein kann. Das ist fast fünf Monat her. Was genau zeigt der neue Fall in Sachen Testgenauigkeit, was nicht längst bekannt ist?

    Seite 2: https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript146.pdf

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