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Crans-Montana: Neue Vorwürfe gegen Jessica und Jacques Moretti

epa12730080 The owners of "Le Constellation" bar in Crans-Montana, Jacques (C) and Jessica Moretti (R) of France, with their lawyer Yael Hayat, walk to their hearing before the public prosec ...
Das Ehepaar Moretti auf dem Weg zu einer Einvernahme durch die Generalstaatsanwältin in Sion am 12. Februar 2026. Gegen die beiden wird auch wegen Geldwäscherei ermittelt.Bild: keystone

Geheimes Revolut-Konto von Jessica Moretti aufgetaucht

Im Kanton Wallis läuft die Einvernahme des Ehepaars Moretti, Betreiber der Brandbar in Crans-Montana. Auch mutmassliche Geldwäscherei spielt dabei eine Rolle.
31.05.2026, 10:3531.05.2026, 10:35

Nächste Woche markiert eine wichtige Etappe im Prozess gegen Jacques und Jessica Moretti. Am Freitag findet die sogenannte Konfrontations-Einvernahme des Ehepaars statt, das die Bar «Le Constellation» in Crans-Montana betrieb, wo sich in der Silvesternacht ein tödlicher Brand ereignete.

Ein wichtiger Aspekt, zu dem die Morettis Stellung werden beziehen müssen: mutmassliche Geldwäscherei. Am 24. April ist bei der Staatsanwaltschaft Wallis dazu ein möglicherweise wichtiger Hinweis eingegangen, wie die Zeitungen von Tamedia berichten.

Eine Informantin aus Frankreich informierte die Staatsanwaltschaft, dass auf Jessica Moretti eine Kreditkarte der Online-Bank Revolut ausgestellt worden war.

«Diese Karte hat kein Geldlimit, weshalb es sich möglicherweise um einen Fall von Geldwäscherei handeln könnte.»
Informantin

Schon in einem Bericht der Geldwäscherei-Meldestelle (MROS) wurde darauf hingewiesen, dass es bei Jessica Moretti in der Vergangenheit immer wieder zu auffälligen Zahlungen und Buchungen gekommen sei.

So habe Jessica Moretti als Geschäftsführerin der drei Gastrobetriebe der Eheleute viel Geld von einem Betrieb in den anderen verschoben, bis ein Geflecht gegenseitiger Schulden entstanden sei.

Unter den Buchungen seien zudem private Zahlungen ins Ausland, die anschliessend auf Privatkonten von Jacques oder Jessica Moretti gelandet sein sollen. Versteuert seien sie nie worden, und das Ehepaar habe gegenüber der Staatsanwaltschaft auch nie Barvermögen in Frankreich deklariert, schreiben die Zeitungen von Tamedia.

Zudem könne nicht ausgeschlossen werden, dass Gelder von den Morettis via deren Ziehsohn Jean-Marc Gabrielli für die Finanzierung von Angelegenheiten des korsischen Banditentums verwendet worden seien.

Jacques Moretti ist auf Korsika geboren. Ihm wird eine Nähe zu der nationalistischen Unabhängigkeitsbewegung nachgesagt, die den bewaffneten Kampf gegen Frankreich gutheisst.

(her)

Wie im Labor gezüchtete Haut den Brandverletzten von Crans-Montana hilft

Video: watson/hanna dedial
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    38 Kommentare
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    Die beliebtesten Kommentare
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    Neruda
    31.05.2026 12:02registriert September 2016
    Funktionieren ja gut, unsere Geldwäschereigesetze und deren Umsetzung, vielen Dank dafür an die bürgerliche Mehrheit, die solche Geldwäscherei wissentlich geschützt hat in den letzten Jahren!

    Die bürgerlichen Wähler müssen darum gar nicht erst gegen die Morettis stänkern hier. Ihr seid verantwortlich, dass die überhaupt möglich ist und es gibt überhaupt keinen Grund, Geldwäscherei so einfach zu ermöglichen, wie ihr es tut durch eure Wahl! Keine Freiheit wird so geschützt, ausser die der Kriminellen!
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    Apropopos
    31.05.2026 11:40registriert Mai 2025
    Ich hasse Vorverurteilungen. In diesem Fall kommen aber leider erst auf Grund eines schrecklichen Ereignisses, so verdammt viele Puzzleteilchen ans Licht. Da muss man sich einfach fragen, wieviel noch raus kommt. Und auch, wieviele solche Konstrukte nicht aufgedeckt werden, weil nicht zufällig ein Unglück geschieht. Solange in der Schweiz ein paar Franken Steuern gezahlt werden, schaut man weg, oder ist schlicht und einach überfordert mit sytematischem Betrug. Seien es Scheinfirmen, Geldwäsche, Ketten-Barbershops und Kebapläden. Keep cool Swiss. Alles halb so schlimm. Bei 93 j. Chin. Einsatz!!
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    001328.9cb45ed3@apple
    31.05.2026 12:28registriert Februar 2025
    Neeeeein, Geldwäsche? Das kann doch nicht sein. Nichts deutete jemals darauf hin bei denen, da haben doch alle so gut die Augen verschlossen.
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