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Wahlen in Ungarn 2026: Alle News zu Orban und Magyar live im Ticker

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Peter Magyar gewinnt Wahlen in Ungarn

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat seine Niederlage bei der Parlamentswahl in Ungarn am Sonntagabend eingestanden.

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Magyar fordert «Orban-Marionetten» zum Rücktritt auf +++ Zweidrittelmehrheit für Tisza

12.04.2026, 06:3013.04.2026, 09:15
  • Am Sonntag, 12. April, wird in Ungarn ein neues Parlament gewählt
  • Um 18:30 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei 77,8 Prozent. Dies ist eine Rekordwahlbeteiligung.
  • Der Trend weist auf eine Zweidrittelmehrheit von Magyars Oppositionspartei Tisza hin.
  • Viktor Orban hat seine Niederlage bereits eingeräumt und Magyar zum Sieg gratuliert.
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10:34
Ukraine hebt Reisewarnung für Ungarn auf
Nach dem Wahlsieg des ungarischen Oppositionsführers Peter Magyar hat die Ukraine ihre Reisewarnung für das Nachbarland aufgehoben.

«Der Wahlkampf, der leider von Manipulationen zur Ukraine geprägt war, liegt hinter uns», erklärte der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha gemäss einer Mitteilung. Damit seien die erhöhten Risiken für Provokationen entfallen, auf deren Grundlage die Reisewarnung ausgesprochen wurde.

Am 6. März hatte Kiew seinen Bürgern von Reisen nach Ungarn abgeraten. Zuvor hatte die Regierung in Budapest Geldtransporter der ukrainischen Oschadbank auf dem Weg von Österreich in die Ukraine beschlagnahmt und sieben Begleiter festgenommen.

Ministerpräsident und Wahlverlierer Viktor Orban hatte seinen Wahlkampf auf der Ablehnung von Hilfen für die Ukraine und gegen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufgebaut. (sda/dpa)
00:29
Magyars Partei bekommt Zweidrittelmehrheit
Die Tisza-Partei des ungarischen Oppositionsführers Peter Magyar hat nach Berechnungen der Wahlkommission eine Zweidrittelmehrheit im neuen Parlament erreicht. Nach Auszählung der Stimmzettel in 98,13 Prozent der Wahllokale kommt Tisza auf 138 von 199 Mandaten im Parlament.

Wahlsieger Magyar liess sich von zehntausenden Anhängern am Budapester Donauufer feiern. «Gemeinsam haben wir das Orban-System abgewählt, gemeinsam haben wir Ungarn befreit», rief er in die begeisterte Menge. Nach Jahren der Misswirtschaft und Korruption unter dem abgewählten Ministerpräsidenten Viktor Orban kündigte er einen Neuanfang an.

Orban gestand indes seine Niederlage ein. «Was auch immer kommt, wir werden auch in der Opposition der Heimat dienen», sagte er vor Anhängern in Budapest. «Die Aufgabe ist klar: Nachdem die Last der Regierungsarbeit nicht mehr auf unseren Schultern liegt, müssen wir unsere eigene Gemeinschaft stärken», fügte er mit Blick auf seine Anhängerschaft hinzu. Dem Wahlsieger gratulierte er telefonisch.

Mit der parlamentarischen Zweidrittelmehrheit kann Magyar Reformen durchführen, die Verfassungsänderungen erfordern, sowie Amtsträger austauschen, die Orban eingesetzt hat. Ohne diese Möglichkeit könnte etwa das Verfassungsgericht Reformvorhaben der künftigen Tisza-Regierung blockieren.

Magyar ging in seiner Wahlnacht-Rede ausdrücklich darauf ein. «Ich fordere alle Marionetten, die uns die (Orban-)Regierung in den Nacken gesetzt hat, zum Rücktritt auf», betonte er. Konkret erwähnte er unter anderem den Staatspräsidenten Tamas Sulyok, den Obersten Staatsanwalt Gabor Balint Nagy und die Spitzen des Verfassungsgerichts und der Medienaufsichtsanstalt. (sda/dpa)


23:37
Selenskyj äussert sich zur Wahl
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem bisherigen ungarischen Oppositionsführer Peter Magyar zu seinem «überwältigenden Sieg» bei der Parlamentswahl gratuliert. Es sei wichtig, dass sich ein konstruktiver Ansatz durchsetze, schrieb Selenskyj am späten Abend auf der Plattform X. Die Ukraine habe stets gute nachbarschaftliche Beziehungen zu allen europäischen Staaten angestrebt und sei bereit, ihre Zusammenarbeit mit Ungarn zu vertiefen.

Selenskyj schrieb weiter, Kiew sei zu gemeinsamer konstruktiver Arbeit zum Wohle beider Nationen bereit. Europa und alle europäischen Nationen müssten gestärkt werden, Millionen von Europäern wünschten sich Zusammenarbeit und Stabilität.
23:52
Leichte Korrektur: Tisza neu mit 137 Mandaten
Bei rund 96 Prozent ausgezählter Stimmen wurde die Sitzverteilung leicht angepasst. Die Oppositionspartei Tisza kommt neu auf 137 Mandate, ein Sitz weniger als zuvor.

Fidesz liegt aktuell bei 55 Sitzen, Mi Hazank bei 7. Die Zweidrittelmehrheit der Tisza bleibt damit weiterhin bestehen. (mke)
23:06
92 Prozent ausgezählte Stimmen: Tisza steuert auf klare Zweidrittelmehrheit zu
Bei rund 92 Prozent ausgezählter Stimmen liegt die Oppositionspartei Tisza weiterhin deutlich vorne. Auf der nationalen Liste kommt sie auf knapp 54 Prozent, während Fidesz bei rund 38 Prozent liegt. Mi Hazánk erreicht etwa 6 Prozent.

Auch bei den Sitzen bleibt das Bild stabil: Tisza kommt aktuell auf rund 138 Mandate, Fidesz auf 54 und Mi Hazánk auf 7. (mke)

22:52
Tisza-Politiker: «Heute beginnt der Aufbau eines freien Ungarns»
Der neu gewählte Tisza-Politiker Ervin Nagy hat nach dem Wahlsieg einen politischen Neustart ausgerufen. «Heute endet nicht der Wahlkampf, sondern der Aufbau eines freien Ungarns», schrieb er auf Facebook.

Nagy, der in seinem Wahlkreis gewonnen hat, kündigte an, sich für ein Land einzusetzen, «in dem alle gleichberechtigt sind» und Leistung mehr zählt als Herkunft oder Beziehungen.

Nach den Feierlichkeiten müsse nun die Arbeit beginnen: «Jetzt ist es Zeit zu feiern, aber morgen beginnt die harte Arbeit.» (mke)

22:31
«Russen, geht nach Hause!» – Spannungen vor Fidesz-Wahlparty
Vor der verbliebenen Wahlveranstaltung von Fidesz kommt es zu lautstarken Szenen. Anhänger der Oppositionspartei Tisza skandieren «Russen, geht nach Hause!» in Richtung der noch anwesenden Fidesz-Unterstützer.

Einige bleiben vor Ort, während es vereinzelt zu Provokationen durch feiernde Tisza-Anhänger kommt. (mke)
22:24
Forint legt nach Wahlsieg der Tisza deutlich zu
Die ungarische Währung reagiert positiv auf das Wahlergebnis: Der Forint gewinnt an Wert und steigt auf rund 368,2 pro Euro.

So stark stand der Forint zuletzt im Juni 2023. (mke)
22:23
Internationale Medien berichten breit über Orbans Niederlage
Die Wahlniederlage von Viktor Orban sorgt weltweit für grosse Aufmerksamkeit. Internationale Medien bewerten das Ergebnis als politisch bedeutend für Europa.

Der «Guardian» berichtet live und spricht von einem klaren Ergebnis. Die BBC bezeichnet den Sieg der Tisza-Partei als «Erdrutschsieg» und hebt hervor, dass eine erst wenige Jahre alte Bewegung die Regierung gestürzt hat. Auch CNN ordnet die Niederlage Orbans als geopolitisch relevant ein und verweist auf mögliche Auswirkungen für die EU.

Weitere Medien betonen, dass Orban trotz Unterstützung aus den USA die Wahl verloren hat. Französische und britische Zeitungen sehen im künftigen Regierungschef Peter Magyar einen proeuropäischen Politiker und sprechen von einem möglichen Kurswechsel Ungarns. (mke)
22:14
Tisza hält klaren Vorsprung – Zweidrittelmehrheit in Reichweite
Bei über 81 Prozent ausgezählter Stimmen bleibt die Oppositionspartei Tisza deutlich vorne und kommt aktuell auf rund 137 Sitze. Damit würde sie die für Verfassungsänderungen nötige Zweidrittelmehrheit klar erreichen.

In Budapest zeichnet sich zudem ein klarer Sieg der Opposition ab: In allen Wahlkreisen der Hauptstadt liegen Tisza-Kandidaten vorne. (mke)

22:08
22:00
Orban tritt ohne Medienauftritt vor Anhänger
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat die deutliche Niederlage seiner Partei Fidesz vor Anhängern eingeräumt – jedoch ohne Medienauftritt. Ein geplanter Auftritt vor Journalisten wurde abgesagt.

Nach seiner Ansprache verliessen viele Gäste die Veranstaltung, die Wahlparty endete kurz darauf. (mke)

21:57
Tisza baut Vorsprung weiter aus – deutliche Zweidrittelmehrheit
Bei rund 73 Prozent ausgezählter Stimmen liegt die Oppositionspartei Tisza weiterhin klar vorne und kommt aktuell auf etwa 138 Sitze. Damit baut sie ihre Zweidrittelmehrheit weiter aus.

Fidesz fällt auf rund 54 Mandate zurück, Mi Hazánk liegt bei 7.

Auch bei den Listenstimmen bleibt Tisza deutlich vorne mit über 53 Prozent, während Fidesz unter 38 Prozent fällt. (mke)
21:49
Ausgelassene Stimmung bei Tisza-Wahlparty
An der Wahlparty der Tisza-Partei herrscht inzwischen grosse Euphorie. Unterstützer feiern den Wahlausgang ausgelassen, es wird getanzt und umarmt.

Als Viktor Orbán seine Niederlage eingestand, brach vor Ort lauter Jubel aus. (mke)



21:37
Tisza baut Zweidrittelmehrheit weiter aus
Auch bei rund 60 Prozent ausgezählter Stimmen bleibt die Oppositionspartei Tisza klar vorne und kommt aktuell auf etwa 136 Sitze. Damit würde sie die nötige Schwelle von 133 Mandaten für eine Zweidrittelmehrheit deutlich übertreffen.

Fidesz liegt derzeit bei rund 56 Sitzen, Mi Hazánk bei 7.

Auch bei den Listenstimmen legt Tisza weiter zu und erreicht inzwischen über 52 Prozent, während Fidesz auf unter 39 Prozent fällt. (mke)
21:27
Orban gesteht Niederlage ein
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat seine Niederlage eingeräumt. «Was auch immer kommt, wir werden auch in der Opposition der Heimat dienen», sagte er vor Anhängern in Budapest. Die Last der Regierungsarbeit liege nicht mehr auf seinen Schultern, fügte er hinzu. (mke/sda/dpa)

21:25
Jubel bei Tisza: Zweidrittelmehrheit sorgt für «donnernden Applaus»
Am Donauufer in Budapest ist es zu lautstarkem Jubel gekommen, als die Oppositionspartei Tisza laut Hochrechnungen die Zweidrittelmehrheit überschritten hat.

Augenzeugen berichten von «donnerndem Applaus» im Ergebnissaal, als die Nachricht über die Bildschirme lief. (mke)

21:20
Bericht: Orban soll Opposition zum Sieg gratuliert haben
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat der Opposition laut deren Spitzenkandidat Peter Magyar bereits zum Wahlsieg gratuliert. Magyar schrieb auf Facebook, Orban habe ihm telefonisch seine Glückwünsche übermittelt.

Eine offizielle Bestätigung von Regierungsseite liegt bislang nicht vor. (mke)

21:14
Tisza überschreitet Zwei-Drittel-Marke
Bei rund 45 Prozent ausgezählter Stimmen hat die Oppositionspartei Tisza erstmals die Schwelle zur Zweidrittelmehrheit überschritten. Damit würde sie aktuell über die nötigen 133 Sitze im Parlament verfügen.

Die Zahlen bleiben vorläufig, bestätigen aber den klaren Trend zugunsten der Opposition. (mke)
21:08
Magyar: «Vielen Dank, Ungarn»
In einem knappen Facebook-Post meldet sich Orban-Herausforderer Peter Magyar mit den Worten: «Köszönjük Magyarország!». Zu Deutsch: «Vielen Dank, Ungarn!»
21:01
Tisza hält Kurs Richtung Zweidrittelmehrheit
Auch bei einem Auszählungsstand von rund 37 Prozent bleibt die Oppositionspartei Tisza klar vorne und kommt weiterhin auf etwa 132 Sitze – nur ein Mandat fehlt zur Zweidrittelmehrheit.

Fidesz liegt unverändert bei rund 59 Sitzen, Mi Hazánk bei 8.

Bei den Listenstimmen baut Tisza ihren Vorsprung weiter aus und liegt inzwischen bei über 51 Prozent, während Fidesz auf rund 40 Prozent kommt.

Die Zahlen deuten auf einen stabilen Trend hin, bleiben aber weiterhin vorläufig. (mke)
20:53
Tisza kratzt an Zweidrittelmehrheit
Bei einem Auszählungsstand von rund 29 Prozent liegt die Oppositionspartei Tisza weiterhin deutlich vorne und kommt aktuell auf etwa 132 Sitze. Für eine Zweidrittelmehrheit wären 133 Mandate nötig.

Fidesz liegt derzeit bei rund 59 Sitzen, Mi Hazánk bei 8. Auch bei den Listenstimmen baut Tisza ihren Vorsprung aus und kommt auf über 50 Prozent, während Fidesz bei gut 41 Prozent liegt.

Trotz des klaren Trends handelt es sich weiterhin um frühe Zwischenergebnisse, die sich noch verändern können. (mke)
20:49
Tisza baut Vorsprung bei Auszählung weiter aus
Nach rund 21,5 Prozent ausgezählter Stimmen liegt die Oppositionspartei Tisza klar vorne. Erste Berechnungen sehen sie aktuell bei rund 128 Mandaten, während Fidesz auf etwa 62 Sitze kommt.

Auffällig: Tisza führt derzeit in rund 90 Prozent der Wahlkreise. Auch bei den Listenstimmen liegt die Partei mit rund 49 Prozent deutlich vor Fidesz mit etwa 42 Prozent.

Die Zahlen basieren weiterhin auf einem frühen Auszählungsstand und sind noch keine verlässliche Hochrechnung. (mke)
20:42
Erste Trends: Tisza aktuell vorne – Resultate noch unsicher
Nach rund 15 Prozent ausgezählter Stimmen liegt die Oppositionspartei Tisza derzeit vorne. Erste Berechnungen sehen sie bei rund 125 Mandaten, während Fidesz auf etwa 65 Sitze kommt.

Auch bei den Listenstimmen führt Tisza aktuell knapp vor Fidesz.

Die Zahlen basieren jedoch auf einem frühen Auszählungsstand und sind noch keine verlässliche Hochrechnung. Verschiebungen im weiteren Verlauf sind wahrscheinlich. (mke)
20:27
Viele erste Teilergebnisse – Tisza oft vorne
Aus immer mehr Wahlkreisen treffen erste Teilergebnisse ein. In vielen davon liegen aktuell Kandidaten der Oppositionspartei Tisza vorne.

Eine verlässliche nationale Hochrechnung lässt sich daraus jedoch noch nicht ableiten. (mke)
20:15
Ungarn wartet gespannt auf erste Wahlergebnisse
In mehreren Städten verfolgen Menschen auf Grossleinwänden und in der Öffentlichkeit die Auszählung – die Spannung vor den ersten Resultaten ist spürbar. (mke)



20:08
Regierungsnahe Umfrage sieht Fidesz vorne – andere Institute widersprechen
Eine Umfrage des regierungsnahen «Zentrums für Grundrechte» sieht die Partei Fidesz-KDNP vor den Wahlen leicht in Führung. Demnach kommt sie auf 44,5 Prozent, während die Oppositionspartei Tisza bei 42 Prozent liegt. Die Partei Mi Hazánk erreicht 7 Prozent.

Laut der Erhebung könnte Fidesz in der Mehrheit der Wahlkreise gewinnen und damit erneut eine Regierungsmehrheit sichern. Kleinere Parteien bleiben gemäss dieser Umfrage unter der Einzugshürde oder nur knapp darüber.

Die Zahlen stehen jedoch im deutlichen Gegensatz zu mehreren unabhängigen Instituten. Diese sehen Tisza teils klar vorne und prognostizieren einen möglichen Machtwechsel. (mke)
20:03
Optimistische Stimmung bei Tisza-Wahlparty in Budapest
Bei der Wahlparty der Oppositionspartei Tisza in Budapest herrscht eine auffallend optimistische Stimmung. Beobachter berichten, dass sich die Atmosphäre deutlich von früheren Oppositionsveranstaltungen unterscheidet – viele wirkten, als würden sie bereits mit einem Machtwechsel rechnen.

Politiker der Partei zeigen sich offen, stehen für Gespräche zur Verfügung und beantworten Fragen der Medien. Eine solche Stimmung sei bei drohenden Niederlagen eher ungewöhnlich, heisst es.

Am Donauufer versammeln sich derweil immer mehr Unterstützer. Auf Grossleinwänden wird das Wahlprogramm übertragen, während viele Besucher auf das beleuchtete Parlamentsgebäude blicken oder gemeinsam an Biertischen sitzen. (mke)
19:49
Magyar spricht von «historischem Moment»
Der Oppositionspolitiker Péter Magyar hat nach Schliessung der Wahllokale von einem «historischen» Tag für Ungarn gesprochen. «Ungarn hat erneut Geschichte geschrieben», sagte der Spitzenkandidat der Tisza-Partei und verwies auf die hohe Wahlbeteiligung.

Trotz optimistischer Umfragen betonte Magyar, man wolle «eine Wahl gewinnen, nicht eine Umfrage».

Er dankte zudem den mehr als 50'000 Freiwilligen, die als Wahlbeobachter und Stimmenzähler im Einsatz waren. Gleichzeitig sprach er von «tausenden Meldungen über Wahlbetrug», denen nun nachgegangen werde. (mke)

19:33
Umfrage sieht klare Mehrheit für Tisza-Partei
Eine neue Umfrage des Instituts Závecz Research sieht die Oppositionspartei Tisza deutlich vorne. Demnach kommt sie bei einer hohen Wahlbeteiligung von rund 80 Prozent auf 54 Prozent der Stimmen, während Fidesz-KDNP auf 40 Prozent geschätzt wird. (mke)
19:27
Ungarns Präsident: Wahl «ordnungsgemäss» verlaufen
Ungarns Präsident Tamás Sulyok hat den Ablauf der Parlamentswahl als korrekt bezeichnet. Er habe vom Nationalen Wahlamt die Information erhalten, «dass die Wahl ordnungsgemäss verlaufen ist», sagte er in einer Rede. (mke)
18:57
Wahllokale in Ungarn schliessen um 19 Uhr – erste Resultate ab 20 Uhr erwartet
Um 19 Uhr schliessen in ganz Ungarn die Wahllokale. Anschliessend beginnt die Auszählung der Stimmen, bei einer überdurchschnittlich hohen Wahlbeteiligung. Erste Resultate werden gegen 20 Uhr erwartet.
18:44
Experte hält angeblichen «Aufstandsplan» der Opposition für Fälschung
In ungarischen Staatsmedien kursiert ein Dokument, das der Oppositionspartei Tisza angeblich Pläne für gewaltsame Proteste in der Wahlnacht zuschreibt. Veröffentlicht wurde das einseitige, englischsprachige Papier von einem ehemaligen Parteimitglied.

Der Russlandexperte András Rácz zweifelt jedoch stark an der Echtheit. Es gebe keine Belege für einen Zusammenhang mit der Partei. Zudem sei der Text sprachlich auffällig: Er enthalte zahlreiche typische russische Formulierungen und wirke wie aus dem Russischen übersetzt.

Rácz spricht von einer «wahrscheinlich minderwertigen Fälschung», die kurzfristig erstellt worden sei. Dass staatliche Medien das Dokument ohne Einordnung verbreiteten, werte er als Hinweis auf politischen Druck im Wahlkampf. (mke)
18:29
Höchsten Wahlbeteiligung der modernen ungarischen Demokratie
Bis 17 Uhr hatten bereits 74,23 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Damit verzeichnete die heutige Parlamentswahl die höchste Wahlbeteiligung in der Geschichte der modernen ungarischen Demokratie. Die Wahl 2002 (erster Wahlgang) hatte mit 70,53 Prozent die höchste Wahlbeteiligung erreicht, doch die heutigen Ergebnisse übertrafen diesen Wert bereits um 17 Uhr.

Das Interesse war vor vier und acht Jahren deutlich geringer: Im Jahr 2022 gaben 62,92 Prozent der Wähler ihre Stimme bis 17 Uhr ab, im Jahr 2018 waren es 63,21 Prozent. (mke)
18:17
Bombendrohungen stören Wahlbetrieb in Ungarn
Bombendrohungen haben den Ablauf der Wahlen in den Städten Pécs und Miskolc zeitweise beeinträchtigt. In Pécs ging laut lokalen Medien am Nachmittag gegen 14:45 Uhr ein Anruf ein, bei dem eine mechanisch klingende Stimme behauptete, eine Bombe sei platziert worden. In der Folge wurde ein Gebäude vorübergehend geschlossen.

Die Polizei rückte aus, unterbrach die Abstimmung kurzzeitig und kontrollierte die betroffenen Wahllokale. Die Drohung erwies sich rasch als unbegründet, worauf die Wahl ohne weitere Zwischenfälle fortgesetzt werden konnte.

Auch in Miskolc kam es zu Störungen: Dort waren drei Wahllokale in einem Kulturzentrum betroffen. Die Abstimmung wurde vorübergehend unterbrochen, die Behörden leiteten Ermittlungen ein.

Bemerkenswert ist, dass Oppositionspolitiker Péter Magyar bereits im Vorfeld vor möglichen Störungen durch Bombendrohungen gewarnt hatte. (mke)
18:17
Orbán sagt, alles könne von nur einer Stimme abhängen
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat am Sonntagnachmittag vor einem äusserst knappen Wahlausgang gewarnt. Auf Facebook schrieb er, «der Frieden und die Sicherheit Ungarns könnten heute von einer einzigen Stimme abhängen».

In einem begleitenden Video sagte Orbán: «Viele Menschen gehen wählen, und es steht viel auf dem Spiel.» Weiter erklärte er: «Sollten wir scheitern, droht uns ein Krieg.»

Zugleich stellte Orbán auch die wirtschaftliche Stabilität des Landes in den Mittelpunkt. «Wenn wir scheitern, ist die finanzielle Sicherheit ungarischer Familien gefährdet», sagte er. Es handle sich um «eine Entscheidung, die morgen nicht rückgängig gemacht werden kann». (mke)

17:15
Vorwürfe von Stimmenkäufen bei Wahlen in Ungarn
In der Stadt Kerepes gibt es Berichte über mutmassliche Stimmenkäufe zugunsten der Regierungspartei Fidesz. Auslöser ist eine Audioaufnahme, in der der Präsident der lokalen Roma-Gemeinde sowie ein Pastor darüber sprechen sollen, dass Wähler für ihre Unterstützung eine Karte im Wert von 10'000 Forint (CHF 25) erhalten.

Demnach sollen Personen diese Karte erhalten haben, wenn sie für den Fidesz-Kandidaten Balázs Hankó stimmen.

Nach der Stimmabgabe sei zudem eine Feier mit Musik und Essen organisiert worden. Personen, die nicht als Fidesz-Unterstützer galten, hätten daran nicht teilnehmen dürfen. (mke)

16:56
Ungarische Staatsagentur berichtet deutlich häufiger über Orbán als über Oppositionspolitiker
Die Ungarische Telegrafenagentur (MTI) ist die staatliche Nachrichtenagentur des Landes und ein zentraler Pfeiler des öffentlich-rechtlichen Mediensystems. Laut Gesetz ist sie verpflichtet, ausgewogen, unparteiisch und objektiv zu berichten.

Eine Auswertung der Berichterstattung während des Wahlkampfs zeigt jedoch deutliche Unterschiede: Zwischen dem 1. und 11. April wurde Ministerpräsident Viktor Orbán in 354 Beiträgen erwähnt, während Oppositionspolitiker Péter Magyar nur in 36 Artikeln vorkam.

Untersucht wurde dabei, in wie vielen Meldungen die Namen der beiden Politiker genannt wurden. (mke)
16:48
Berichte über Unregelmässigkeiten bei Wahlen in Ungarn
Die Organisation «Clean Voting Coalition» meldet mehrere mögliche Fälle von Wahlbetrug und Unregelmässigkeiten an verschiedenen Orten in Ungarn.

Unter anderem sollen in einzelnen Wahllokalen fehlerhafte Stimmzettel ausgegeben worden sein. Zudem berichten Beobachter von verdächtigen Geldtransaktionen im Umfeld von Wahllokalen sowie von mutmasslich beeinflussten Wählern, etwa durch Begleitung oder wiederkehrende Fahrzeuge.

Auch aus einem Gefängnis gibt es Vorwürfe: Dort sollen bestimmten Wählern die Stimmabgabe verweigert worden sein. In anderen Fällen wird berichtet, dass Wahlmaterial an Bürger verteilt worden sei.

Die gemeldeten Vorfälle werden derzeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen geprüft. (mke)
16:32
Bis 15 Uhr haben bereits zwei Drittel der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben
Die Wahlbeteiligung ist weiterhin auf einem Rekordhoch: Laut dem ungarischen Nationalen Wahlbüro hatten bis 15 Uhr bereits 66,01 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Dies ist deutlich höher als die Wahlbeteiligung von 52,75 Prozent vor vier Jahren und auch höher als die von 53,64 Prozent im Jahr 2018. (mke)

16:00
Orban und Magyar rufen Bürger zur Wahl auf
Sowohl Orban als auch sein Herausforderer Peter Magyar würdigten die hohe Wahlbeteiligung und riefen mehrmals die Menschen zum Urnengang auf. «Eine Menge Ungarn sind aufgebrochen, das System zu ändern», sagte Magyar per Video bei Facebook. «Heute Abend wird der Alptraum zu Ende sein, den wir jahrelang erlebt haben.» Der Wahltag sei «ein Fest der Demokratie».



Orban schrieb wiederum bei Facebook: «Sehr viele gehen zur Wahl. Das bedeutet nur eines: Wenn wir Ungarns Sicherheit verteidigen wollen, darf kein einziger Vaterlandsliebender zu Hause bleiben.» Mit dem Verweis auf die Sicherheit spielte Orban auf sein wichtigstes Thema im Wahlkampf an. Er hatte sich den Wählern vor allem als Garant dafür empfohlen, dafür zu sorgen, dass Ungarn nicht in den Krieg im von Russland angegriffenen Nachbarland Ukraine hineingezogen werde. (sda/dpa)

15:58
Unklar, wem hohe Wahlbeteiligung nützt
Mehrere ungarische Medien bezeichneten die Wahlbeteiligung als Rekord. Welcher Seite die hohe Beteiligung nützt, ist Experten zufolge vorerst unklar. Als entscheidend gilt die geografische Verteilung des Wählerverhaltens, denn von den 199 Abgeordneten werden 106 in den Wahlkreisen direkt mit relativer Mehrheit gewählt – und der Rest über Parteilisten. (sda/dpa)

13:51
Orban: «Die Entscheidung des Volkes muss respektiert werden»
Bei der Stimmabgabe in einem Budapester Wahllokal gab sich Viktor Orban erst kämpferisch, um sich dann zu einer möglichen Niederlage bei der Wahl zu äussern: «Ich bin hier, um zu gewinnen», sagte der Regierungschef und Vorsitzende der nationalen Fidesz-Partei am heutigen Tag der Wahl in Ungarn. Gleichzeitig macht er aber auch die Andeutung, dass er eine mögliche Niederlage anerkennen würde. «Die Entscheidung des Volkes muss respektiert werden», sagte Orban.

13:41
13:39
Aussagekräftige Ergebnisse erst am Sonntagabend
Die Wahllokale haben seit 6 Uhr geöffnet und schliessen um 19. Es gibt keine Wahltagsumfragen und keine Hochrechnungen. Mit aussagekräftigen Teilergebnissen wird am späten Sonntagabend gerechnet.
12:41
Hohe Beteiligung bei Parlamentswahl in Ungarn
Bei der Parlamentswahl in Ungarn zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Fünf Stunden nach Öffnung der Wahllokale haben nach Angaben der zentralen Wahlbehörde bereits 37,98 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Damit lag die Beteiligung deutlich höher als bei der letzten Parlamentswahl 2022 zum selben Zeitpunkt, als sie 25,8 Prozent betrug. Das regierungskritische Portal «hvg.hu» nennt dies bereits einen «absoluten Rekord». (sda/dpa)
12:22
Auch in Bern geben Leute ihre Stimme ab
Auch in Bern gibt heute die ungarische Diaspora ihre Stimme ab. Der Andrang ist gross.
11:53
Wettplattform sieht Magyar als Sieger
Auf der Wettplattform Polymarket gehen die Nutzer mit einer überwältigenden Mehrheit von einem Sieg des Herausforderers Péter Magyar aus. Ganze 78 Prozent der abgeschlossenen Wetten sehen den Vorsitzenden der Tisza-Partei als Sieger, während der amtierende Ministerpräsident Viktor Orban am Sonntagmittag bei 22 Prozent liegt. (cpf)
10:04
Die Ungarn geben ihre Stimmen ab
In der ungarischen Hauptstadt Budapest herrscht bereits reger Betrieb in den Wahllokalen. Drei Stunden nach Öffnung der Wahllokale lag die Wahlbeteiligung landesweit bei 16,89 Prozent und damit deutlich höher als bei der letzten Wahl zum selben Zeitpunkt, als sie 10,31 Prozent betrug.








Ebenfalls bereits gewählt haben Ministerpräsident Viktor Orban ...



... und sein grösster Herausforderer Péter Magyar.



Orban erklärte nach der Stimmabgabe vor Journalisten, dass er seinem Herausforderer Magyar gratulieren würde, sollte dieser die Wahl gewinnen. Auf die Frage, welches Ausmass eine Niederlage seiner Partei Fidesz haben müsste, damit er deren Vorsitz niederlegt, sagte Orban kurz: «Ein grosses». Magyar betonte, er sei sicher, dass seine Partei die Wahl gewinne. (sda/dpa/cpf)
8:34
6:33
Magyar mit guten Chancen auf Sieg
Jüngsten Umfragen zufolge hat Orbans Herausforderer Peter Magyar gute Chancen auf einen Wahlsieg. Der 45-jährige Magyar ist ein ehemaliger Gefolgsmann Orbans, der demonstrativ mit ihm gebrochen hat. Mit der bürgerlichen Tisza-Partei hat er eine Oppositionskraft geschaffen, die eine Wende verspricht und grosse Beliebtheit erlangt hat.

6:29
Wahllokale sind geöffnet
Rund acht Millionen Ungarn sind heute wahlberechtigt. Die Wahllokale öffneten um 6.00 Uhr und schliessen um 19.00 Uhr. Es gibt keine Wahltagsumfragen und keine Hochrechnungen. Mit aussagekräftigen Teilergebnissen wird am späten Sonntagabend gerechnet. (sda)
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213 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Bikemate
12.04.2026 12:27registriert Mai 2021
Ungarn kann heute einen unfassbar wichtigen Beitrag zur Stärkung Europas leisten. Drücken wir die Daumen, dass Orban endlich abgestraft wird.
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Kont2550
12.04.2026 13:00registriert Juni 2021
Ich höre Orban schon von Wahlbetrug durch die EU schwafeln. Er kann die gleichen Worte, die sein Kumpane von über dem Teich nach Bidens Wahl brauchte, verwenden: The Big Lie. Und der Entscheid in Ungarn ist auch ein Entscheid gegen Putins Russland. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
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Wolfman
12.04.2026 13:06registriert April 2020
Ob bei dieser Wahl alles mit rechten Dingen zugehen wird? Ich habe da so meine Zweifel. Genauso wie ich Zweifel habe, das bei den Midterms, wenn sie denn stattfinden, auch alles mit rechten Dingen zugehen wird.
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