Leichtathletik
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epa07914793 Eliud Kipchoge, Kenyan marathon world record holder, celebrates with the flag of Kenya in front of the finish line after the INEOS 1:59 Challenge in Vienna, Austria, 12 October 2019. Kipchoge attempted on the day to beat his own record becoming the first person to run a marathon distance under two hours, recording a time of 1 hour 59 minutes 40 seconds at the event.  EPA/CHRISTIAN BRUNA   EDITORIAL USE ONLY

Eliud Kipchoge lief in Wien als erster Mensch die Marathon-Distanz unter zwei Stunden – in «Vaporfly» von Nike. Bild: EPA

Nach dem Rekordlauf wird Kipchoges Wunderschuh zum Streitpunkt



Der Weltverband der Leichtathleten nimmt das neueste Laufschuhmodell von Nike wegen möglicher Wettbewerbsvorteile genauer unter die Lupe. Mehrere Athleten haben nach übereinstimmenden Medienberichten World Athletics gebeten, das Modell «Vaporfly» zu untersuchen.

Mit den High-Tech-Schuhen des amerikanischen Ausrüsters war zuletzt Eliud Kipchoge in Wien als erster Mensch den Marathon unter zwei Stunden gelaufen. Auch seine kenianische Landsfrau Brigid Kosgei hatte vor zehn Tagen beim Chicago-Marathon einen Weltrekord aufgestellt. Und bei Triathleten – unter anderen bei der deutschen Hawaii-Siegerin Anne Haug – wird der Schuh immer häufiger benutzt.

epa07918365 Brigid Kosgei of Kenya heads to the finish line to win with a women world record time of 02:14:04 in the 2019 Chicago Marathon in Chicago, Illinois, USA, 13 October 2019. The Chicago Marathon, first run in 1977, is one of six World Marathon Majors and allows up to 45,000 runners to participate.  EPA/TANNEN MAURY

Brigid Kosgei läuft in Chicago zum Weltrekord. Bild: EPA

Die Technik-Kommission des Leichtathletik-Weltverbandes habe eine Arbeitsgruppe einberufen, die aus ehemaligen Athleten, Sozial- und Rechtswissenschaftlern, sowie Biomechanikern bestehe, berichtet der «Guardian».

Luftkissen und Karbon-Platten

Es geht auch um die Verfügbarkeit des Nike-Exemplars. Bisher gilt die Regel, dass ein Schuh für alle Athleten frei zugänglich sein muss und den Sportlern keinen unfairen Vorteil bieten darf. Die Athleten sind jedoch durch Sponsorenverträge oft an andere Ausrüster gebunden.

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Der Schuh im Test eines Fachmagazins. Video: YouTube/RUNNER'S WORLD

Der Nike-Schuh dürfte aufgrund seiner neuartigen Bauweise energieeffizienter als andere Laufschuhe sein. «Die Luftkissen im Zusammenspiel mit dem Karbon-Platten stellen ein federndes Element dar», sagte Uwe Kersting, Sportwissenschaftler vom Institut für Biomechanik und Orthopädie an der Sporthochschule Köln, der Nachrichtenagentur dpa. Karbon-Platten hingegen seien bei Laufschuh-Herstellern schon länger in Gebrauch. «Man kann damit die Laufökonomie geringfügig verbessern», meint Kersting. (ram/sda/dpa)

Alle Leichtathletik-Weltrekorde

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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • 45rpm 23.10.2019 22:13
    Highlight Highlight Wenn ich mit dem Wunderschuh einen Marathon laufen würde, so würde selbst der langsamste Athlet schneller als ich sein.

    Will heissen, die Athleten sind da eh schon schnell. Der Schuh macht nicht viel aus.
  • Bunix 23.10.2019 21:03
    Highlight Highlight Nimmt das Ihr On Laufschuh fanboy/girls! NIKE Rulez.....
  • Lucas29 23.10.2019 19:39
    Highlight Highlight Für was gibt es denn Fortschritt, wenn dieser nicht benutzt werden darf?
  • lilie 23.10.2019 17:53
    Highlight Highlight 1. Der Lauf war von Nike gesponsert. Natürlich wollen sie ihren Wunderschuh in den Schlagzeilen sehen (egal wie).

    2. Die Kritik, es sei unfair, weil andere einen anderen Ausrüster hätten, beisst sich mit dem Konkurrenzkampf der Ausrüster untereinander.

    3. Es wäre auch dann immer noch unfair, wenn alle gezwungen würden, mit der exakt gleichen Ausrüstung anzutreten - ein Schuh (oder sonst ein Sportausrüstungsgegenstand) kann für den einen Athleten perfekt, für einen anderen aber ungünstig sein.

    Fair wäre es nur, wenn alle nackt antreten würden. Wie im alten Griechenland...
    • Nelson Muntz 24.10.2019 06:46
      Highlight Highlight „Fair wäre es nur, wenn alle nackt antreten würden“




      Auch die Hammerwerferinnen aus dem ehemaligen Ostblock? 😱
    • lilie 24.10.2019 07:32
      Highlight Highlight @Nelson: Worauf spielst du an? 😲
  • Paddiesli 23.10.2019 16:00
    Highlight Highlight Ich melde mich jetzt auch für einen Marathon mit meinen neuen Turnschuhen. 😉
    • Paddiesli 23.10.2019 16:18
      Highlight Highlight Hmm, hatte eigentlich noch ein Bild mit Sprungstelzen hinzugefügt. 😁 Scheint leider nicht gekkappt zu haben.
  • Kiro Striked 23.10.2019 15:09
    Highlight Highlight "Die Athleten sind jedoch durch Sponsorenverträge oft an andere Ausrüster gebunden."

    Und jetzt ist es Unfair dass eine Firma ein besseres Produkt hat? Ups, dann müsste man ja in jeder Sportart alles untersuchen. Tennis? Ist Schläger 1 Vielleicht besser als Schläger 2. Ist Ski 1 Besser als Ski 2? Geben die Unterhosen der Marke X eine bessere Aerodynamik als Marke Y?

    Dann müsste man halt sagen "alle müssen die Selben schuhe anziehen" damit man "mechanischem" doping vorbeugen kann. Aber wer beszahlt dann die ganzen Leute fürs Sponsoring...?
  • Abu Nid As Saasi 23.10.2019 14:19
    Highlight Highlight Sollen sie doch alle barfuss laufen, dann würde niemand bevorteilt
  • ursus3000 23.10.2019 13:34
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • 's all good, man! 23.10.2019 13:10
    Highlight Highlight Das Rumgeheule in der Szene ist gross und völlig übertrieben. Das erste Modell des Schuhs wurde schon vor zwei Jahren herausgebracht und erst jetzt ist es plötzlich so ein Riesenproblem?

    Irgendwann sind wir barfuss gelaufen. Dann kamen Sandalen. Dann Lederschuhe. Dann Laufschuhe. Und die haben sich auch seither stetig weiterentwickelt. Jetzt hat ein Hersteller halt mal einen grossen Vorsprung gegenüber den anderen herausgeholt. Doch nicht deren Problem, wenn die anderen da noch nix auf dem Markt haben. Ich wette, dass es ab dann nämlich plötzlich kein Problem mehr sein wird.
    • Selbst-Verantwortin 23.10.2019 13:19
      Highlight Highlight Offensichtlich nicht in der Szene. Der Schuh und sein Vorgänger ist schon länger ein Thema.
      Laufsport ist von der Idee her kein Technik/Ingenieur-Sport.
      Darum ist‘s umstritten.
      Irgendwo braucht es Grenzen (nicht dass ich wüsste wo/wie), sonst sind auch Rollschuhe zulässig.
    • 's all good, man! 23.10.2019 14:21
      Highlight Highlight Doch, natürlich bewege ich mich in der Szene. Nicht, dass es gar kein Thema gewesen wäre, aber in dieser Heftigkeit wird es doch wirklich erst neuerdings diskutiert und nach einem Verbot geschrieen.

      Klar, braucht es Grenzen. Diese gibt es ja eigentlich und der Schuh wäre doch von den zuständigen Verbänden schon längst verboten worden, wenn es dafür Gründe gäbe. Jeder Schuhhersteller hat dieselben Voraussetzungen und versucht seit Jahrzehnten, sich mit seinen Weiterentwicklungen zu behaupten. Jetzt hat Nike einen Vorsprung und jetzt ist das auf einmal für alle ein Problem?
    • 's all good, man! 23.10.2019 14:25
      Highlight Highlight Selbstverständlich ist auch der Laufsport ein Technik-/ Ingenieur-Sport. Auch der schweizerische Hersteller On hat vor einigen Jahren ein völlig neuartiges Konzept einer Sohle auf den Markt gebracht und da fand das auch keiner problematisch. Es versucht doch nun wirklich jeder, mit seinen Erfindungen (Asics Gel damals...), gegenüber den anderen einen Vorsprung rauszuholen.

      Und nein, ich laufe die Vaporflys nicht. ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • HerbertBert 23.10.2019 12:55
    Highlight Highlight "Bisher gilt die Regel, dass ein Schuh für alle Athleten frei zugänglich sein muss und den Sportlern keinen unfairen Vorteil bieten darf. Die Athleten sind jedoch durch Sponsorenverträge oft an andere Ausrüster gebunden."

    Dann dürfte man ja gar nichts mehr anhaben, da man ja an der gesamten Kleidung an Sponsorenverträge gebunden ist... Niemand zwingt sie einen Sponsor zu wählen, welcher diese Schuhart nicht herstellen kann.
  • Finöggeli 23.10.2019 11:50
    Highlight Highlight Der Lauf war kein offizieller Weltrekord. Er hätte EPO und alles mögliche nehmen können. Von da her ist es egal ob er möglicherweise 'mechanisches Doping' hatte. ging ja nur darum, dass er in unter 2 Stunden ans Ziel kommt. Und die hat er ja gemacht.
    • Amboss 23.10.2019 13:59
      Highlight Highlight Das stimmt.
      Aber bei den Frauen ist es ein richtger Weltrekord. Insofern stellt sich die Schuhfrage schon
    • Scaros_2 23.10.2019 14:24
      Highlight Highlight Richtig - Und es soll auch ruhig untersucht werden, ob die technologie von Nike, die es derzeit nur einseitig gibt eben ein Wettbewerbsvorteil sein kann weil bei offiziellen Anlässen du als Adidas träger nicht einfach den Nike nutzen kannst. Resp. deine Gegner in nike ein Mechanisches Doping zu ihrem Vorteil nutzen können.

      Daher - Die Untersuchung ist gerechtfertig weil eben die gleichen bedingungen bei Mechanischem Doping gelten muss.
    • sickkicks21 23.10.2019 17:04
      Highlight Highlight Selbstschuld wenn man bei einem spezifischen Hersteller unterschreibt.
      Jeder weiss das Nike mehr in die Entwicklung von Runningtechnologien investiert seit adidas sich auf den Boost-Lorbeeren ausruht.

Totgeglaubter Japaner beendet Olympia-Marathon nach 54 Jahren

13. November 1983: Heute stirbt der Mann, der bei den Olympischen Spielen 1912 einen skurrilen Rekord aufstellte. Oder besser: Zu diesem aufbrach. Denn erst 1967 endet sein längstes Rennen der Geschichte. Unterwegs heiratete er und zeugte sechs Kinder.

Olympia ist 1912 noch kein Kassenschlager. Das Stadion in Stockholm ist meist gähnend leer. Bis am letzten Tag, dem 14. Juli 1912 um 13.45 Uhr. Dann steht der Marathon auf dem Programm. Im laufsportverrückten Schweden DAS Ereignis. 22'000 füllen die Arena, Tausende stehen an der Strecke.

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