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Super League, 22. Runde

YB – Thun 3:1 (2:0)

Zürich – Luzern 1:1 (0:1)

Sion – Lausanne 3:1 (2:1)

YBs Guillaume Hoarau, Mitte, jubelt nach seinem Tor zum 1-0 mit seinen Teamkollegen, im Super League Spiel zwischen dem BSC Young Boys Bern und dem FC Thun, am Sonntag, 18. Februar 2018 im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Heute liessen die Young Boys im Derby nichts anbrennen. Bild: KEYSTONE

YB nach Derbysieg acht Punkte vor Basel – neue Hoffnung für Schlusslicht Sion

An der Spitze der Super League geht die Lücke zwischen Leader YB und dem ersten Verfolger Basel weiter auf. Dafür sieht der Tabellenletzte FC Sion das rettende Ufer wieder aus der Nähe.



YB – Thun 3:1

– Die Young Boys nehmen den Steilpass aus Basel auf und gewinnen einen Tag nach der 0:2-Pleite des FCB gegen St.Gallen das Berner Derby gegen Thun. Damit liegt der Leader nach 22 von 36 Runden nun mit acht Punkten voraus. Nach zwei Niederlagen schlägt YB den FC Thun erstmals in dieser Saison.

«Das ist ein unheimlich wichtiger Sieg. Das Spiel war nicht wirklich gut, wir müssen aufpassen, dass wir nicht glauben, mit ein paar Prozenten weniger ginge es auch.»

Adi Hütter, YB-Trainer srf

– Bereits nach einer halben Stunde ist das Spiel vorentschieden. Guillaume Hoarau nutzt es in der 23. Minute aus, dass die Thuner sich selber im Weg stehen. Sie bringen den Ball nach einer Flanke von Kevin Mbabu nicht aus der Gefahrenzone, Hoarau bringt YB im Nachsetzen in Führung. Nur sieben Minuten später heisst es 2:0, als den behäbigen Oberländern alles etwas zu schnell geht. Nach einem Ballverlust im Spielaufbau kontert YB, Roger Assalé verwertet ein Zuspiel von Sékou Sanogo.

– Zwanzig Minuten vor dem Ende heisst es plötzlich nur noch 2:1 für YB. Thuns Captain Dennis Hediger bringt sein Team mit einem eingesprungenen Absatztreffer im Stile eines Zlatan Ibrahimovic wieder heran. Doch die Thuner Hoffnungen währen keine Minute. Gleich nach dem Anspiel kombiniert sich Gelb-Schwarz flink nach vorne, Miralem Sulejmani passt vor das Tor, wo Hoarau frei steht und sich zum Doppeltorschützen macht.

– YB hat in der Winterpause keine nennenswerten Transfers getätigt. Dennoch haben die Berner auf das Frühlingspensum hin einen neuen wertvollen Spieler erhalten: Guillaume Hoarau. Der Franzose scheint in den ersten Spielen der zweiten Saisonhälfte noch stärker zu sein als vor seinen Verletzungen, die ihn ab letztem April für den Rest des Jahres pausieren liessen oder – wenn er spielen konnte – deutlich schwächten.

Zürich – Luzern 1:1

– Individuelle Abwehrfehler bescheren dem FC Zürich gegen Luzern beinahe eine weitere Heimniederlage. Raphael Dwamena sichert den Zürchern mit dem 1:1 immerhin noch einen gerechten Punktgewinn.

«Mit mehr Effizienz und Wettkampfglück wäre sicher mehr als ein Punkt drin gelegen.»

Christian Schneuwly, FCL-Torschütze srf

– Sieben Mal in Folge hatten die Zürcher im eigenen Stadion gegen die Innerschweizer verloren. Auch heute sieht es lange nach einer erneuten Heimniederlage aus. Die Luzerner spielen eine starke erste Halbzeit und könnten zur Pause 2:0 vorne liegen. Christian Schneuwly bringt die Gäste in der 28. Minute mit der ersten Torchance und nach einem schweren Abwehrfehler von Goalie Andris Vanins in Führung. Vanins verhindert dann aber unmittelbar vor dem Pausenpfiff nach einem weiteren Abwehrfehler von Victor Palsson gegen den alleine anstürmenden Tomi Juric den Führungsausbau der Gäste.

Jubellauf der Luzerner mit Torschuetze Christian Schneuwly, rechts, nach seinem Tor zum 1-2 fuer Luzern beim Fussballspiel der Super League Grasshopper Club Zuerich gegen den FC Luzern im Stadion Letzigrund in Zuerich am Sonntag, 11. Februar 2018.  (KEYSTONE/Walter Bieri)

Die Kollegen verfolgen Luzerns Torschützen Christian Schneuwly (rechts), um gemeinsam zu jubeln. Bild: KEYSTONE

– Die Zürcher vermögen sich im zweiten Umgang zu steigern. Sie bringen etwas mehr Druck ins Spiel, während die Gäste merklich abbauen. Luzern kann den Schwung der Führung und der beiden Startsiege nicht aufrecht erhalten. Trotzdem aber könnten ihnen weitere Abwehrschnitzer des Gastgebers in die Karten spielen: Vanins pariert in der 49. Minute einen Schuss von Francisco Rodriguez. Der gleiche Rodriguez besitzt in der 76. Minute die Chance zum Siegtreffer der Gäste. Nach einem Fehler von Rasmus Thelander läuft der Luzerner alleine auf Vanins zu, zögert jedoch zu lange mit der Schussabgabe, so dass Thelander im letzten Moment den Ball noch am Pfosten vorbei lenken kann.

– So bleibt es beim letztlich nicht ungerechten 1:1. Dwamena bewerkstelligt den Ausgleich nach einer Stunde mit der einzigen Torchance der Zürcher per Kopf.

Sion – Lausanne 3:1

– Der FC Sion zeigt im richtigen Moment ein Lebenszeichen. Die Walliser kommen nach fünf Niederlagen in Serie zum 3:1-Heimsieg gegen Lausanne. Noch gibt es für Sion keinen Grund aufzuatmen. Aber der Blick auf die Tabelle ist dank den ersten Meisterschaftspunkten seit Ende November immerhin deutlich erfreulicher, als er es etwa bei einer Niederlage im Westschweizer Derby gewesen wäre. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf Lausanne, fünf Zähler jener auf Thun.

«Meine Mannschaft hat sich den Sieg durch ihre kämpferische Leistung verdient.»

Maurizio Jacobacci, Sion-Trainer srf

– Die Sittener verdienen sich den Sieg in der ersten Halbzeit. Bis zur 16. Minute sorgen Alain Rochat mit einem Eigentor und Marco Schneuwly für die vorentscheidende 2:0-Führung. Die Spieler setzen 45 Minuten lang das um, was Trainer Maurizio Jacobacci vor seinem zweiten Spiel als Sion-Trainer gefordert hatte. Weil Enzo Zidane, dem ältesten Sohn von Zinédine Zidane, in der 39. Minute das Anschlusstor gelingt, geht Sion mit einer angesichts der Kräfteverhältnisse zu knappen 2:1-Führung in die Pause.

L'attaquant sedunois Marco Schneuwly, centre, celebre avec l'attaquant sedunois Pele Mboyo, gauche, apres avoir marque, lors de la rencontre de football de Super League entre le FC Sion et le FC Lausanne-Sport, ce dimanche, 18 fevrier 2018, au stade de Tourbillon a Sion. (KEYSTONE/Valentin Flauraud)

Sündenbock Thomas Castella und die beiden Sittener Stürmer Marco Schneuwly und Petit-Pelé Mboyo (von links). Bild: KEYSTONE

– Das fehlende Selbstvertrauen des FC Sion wird nach dem Seitenwechsel offensichtlich, speziell nach der Auswechslung des starken Carlitos. Goalie Kevin Fickentscher schwingt sich mit einigen guten Paraden zum Retter der Gastgeber auf. Sein Gegenüber Thomas Castella hingegen unterläuft beim 0:2 ein fataler Fehler, den seine Vorderleute trotz der Schlussoffensive nicht mehr ausbügeln können. In der Nachspielzeit fällt dann noch das 3:1 für Sion. (ram/sda)

Die Tabelle

Bild

tabelle: srf

Die Telegramme

Young Boys - Thun 3:1 (2:0)
18'030 Zuschauer. - SR San.
Tore: 23. Hoarau (Assalé) 1:0. 30. Assalé (Sanogo) 2:0. 68. Hediger (Spielmann) 2:1. 69. Hoarau (Sulejmani) 3:1.
Young Boys: Wölfli; Mbabu, Nuhu, von Bergen, Benito; Moumi Ngamaleu (74. Schick), Sanogo, Sow, Sulejmani (85. Lotomba); Assalé (90. Bertone), Hoarau.
Thun: Nikolic; Bürgy (65. Hunziker), Sutter, Righetti; Lauper; Glarner (46. Kablan), Hediger, Costanzo (72. Karlen), Facchinetti; Tosetti, Spielmann.
Bemerkungen: Young Boys ohne von Ballmoos und Fassnacht (beide verletzt). Thun ohne Sorgic, Bigler, Rodrigues, Alessandrini, Faivre und Schwizer (alle verletzt). Glarner verletzt ausgeschieden. Verwarnungen: 25. Spielmann (Foul), 26. Moumi Ngamaleu (Foul), 36. Righetti (Foul), 86. Hediger (Foul), 87. Assalé (Foul), 91. Mbabu (Ballwegschlagen).

Zürich - Luzern 1:1 (0:1)
8273 Zuschauer. - SR Fähndrich.
Tore: 28. Schneuwly (Juric) 0:1. 60. Dwamena (Marchesano) 1:1.
Zürich: Vanins; Nef (80. Bangura) , Palsson, Thelander; Sarr; Winter, Marchesano (70. Rexhepi), Rodriguez, Pa Modou; Frey, Dwamena (86. Odey).
Luzern: Omlin; Grether, Knezevic, Schulz, Lustenberger; Voca, Kryeziu; Schneuwly (87. Custodio), Gvilia (67. Cirkovic), Rodriguez (78. Demhasaj); Juric.
Bemerkungen: Zürich ohne Rüegg (gesperrt), Alesevic, Kempter, Maouche und Schönbächler (alle verletzt). Luzern ohne Kutesa, Schindelholz, Schwegler, Sidler (alle verletzt) sowie Alves und Arnold (beide rekonvaleszent). Verwarnungen: 12. Juric (Foul), 15. Schulz (Foul), 44. Frey (Reklamieren), 49. Lustenberger (Schwalbe), 54. Nef (Foul), 93. Demhasaj (Unsportlichkeit).

Sion - Lausanne 3:1 (2:1)
9000 Zuschauer. - SR Klossner.
Tore: 3. Rochat (Eigentor) 1:0. 16. Schneuwly (Mboyo) 2:0. 39. Zidane (Kololli) 2:1. 94. Adryan 3:1.
Sion: Fickentscher; Angha, Cümart, Neitzke, Lenjani; Cunha, Toma (74. Pinga), Grgic, Carlitos (57. Adryan); Mboyo (63. Kouassi), Schneuwly.
Lausanne: Castella; Loosli, Rochat, Monteiro; Schmid, Pasche, Fransson (79. Zeqiri), Kololli; Geissmann (55. Rapp), Zidane, Margiotta (85. Gétaz).
Bemerkungen: Sion ohne Kasami (suspendiert), Mitrjuschkin, Zock und Uçan (alle verletzt). Lausanne ohne Dominguez, Manière und Zarate (alle verletzt). Verwarnungen: 12. Mboyo. 40. Monteiro. 43. Schneuwly. 49. Carlitos. 61. Rapp. 72. Pasche (alle Foul). 72. Schmid (Unsportlichkeit). 86. Neitzke. 93. Cunha (beide Foul). (sda)

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