DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wie Feinmotorik-Training das Gehirn verändert

12.06.2019, 14:52
Forschung der Uni Basel: Feinmotorische Bewegungen verändern das Gehirn. (Archivbild)
Forschung der Uni Basel: Feinmotorische Bewegungen verändern das Gehirn. (Archivbild)Bild: KEYSTONE

Forschende der Uni Basel haben entdeckt, wie das Erlernen von Greifbewegungen das Gehirn verändert. Sie beschreiben Nervenzellen im Mittelhirn, deren Verbindungen beim Üben der Bewegungen stärker werden. Die Erkenntnis könnte auch bei Parkinson eine Rolle spielen.

In den ersten Lebensjahren beginnen Kinder zunächst grob, dann immer feiner nach Gegenständen zu greifen und sie zu bewegen. Aber auch Erwachsene können feinmotorische Bewegungen durch Üben verbessern. Dieses Training verändert das Gehirn, und zwar speziell eine Gruppe Nervenzellen in einer Region des Mittelhirns namens Nucleus ruber, wie Forschende der Universität Basel nun durch Versuche mit Mäusen herausgefunden haben. Davon berichten sie im Fachblatt «Nature Communications».

Das Forschungsteam um Kelly Tan hat in dieser wenig erforschten Hirnregion eine neue Population von Nervenzellen identifiziert, die sich durch das Erlernen feinmotorischer Bewegungen plastisch verändert, wie die Universität am Mittwoch mitteilte. Das Üben neuer Greifbewegungen stärke die Verbindungen zwischen diesen Nervenzellen. «Dadurch wird beim Lernen neuer feinmotorischer Bewegungen die ausgeführte Bewegung optimiert und im Gehirn quasi als Code gespeichert», liess sich Tan zitieren.

In weiteren Untersuchungen wollen die Forscherin und ihr Team nun prüfen, wie robust diese gestärkten Nervenzellverbindungen sind und ob sie sich zurückbilden, wenn die erlernte Bewegung nicht mehr ausgeführt wird.

Ausserdem könnte der Nucleus ruber auch bei der Parkinson-Krankheit und den damit verbundenen motorischen Störungen eine Rolle spielen, hiess es weiter. Tan und ihre Mitarbeitenden wollen daher prüfen, ob die Neuronen des Nucleus ruber bei Parkinson-Patienten verändert sind und ob sich die entsprechenden Nervenzellverbindungen durch Feinmotorik-Training wieder stärken liessen. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das sind die besten Universitäten der Welt

1 / 22
Das sind die besten Universitäten der Welt
quelle: wikicommons / peter trimming
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Du denkst, mittelalterliche Schlachtrösser waren riesig? Es waren eher so … hmmm … Ponys!

Kleiner als ihr Ruf: Mittelalterliche Schlachtrösser waren gemäss einer Studie keinesfalls beeindruckend, sondern nur so gross wie heutige Ponys. Die Pferde hätten früher häufig ein Stockmass von weniger als 14.2 Handbreit gehabt, das entspricht gut 1.44 Metern.

Zur Story