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Ein Waldbrand breitete sich am Mittwochabend oberhalb des Bielersees aus. bild: kapo be

28,9 Grad! Der Sommer gibt schon richtig Gas – doch jetzt steigt die Waldbrandgefahr



Das sommerliche Wetter macht Lust auf Grillen im Freien. Doch es ist Vorsicht geboten: Mit den warmen Temperaturen steigt auch die Waldbrandgefahr in einigen Regionen der Schweiz.

«April, April, der macht, was er will», heisst es in einer alten Bauernregel. Dieses Jahr will er sommerliche Temperaturen: In Sitten wurden am Freitag 28.9 Grad gemessen, wie SRF Meteo am Abend mitteilte. Und bereits am 7. April gab es in Sargans SG den ersten Sommertag.

People enjoy the sunny weather next to the Aare river, at Bremgarten bei Bern, Switzerland, on Thursday, April 19, 2018. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Aare in Bremgarten BE. Bild: KEYSTONE

Besonders warme Temperaturen gab es bis jetzt vor allem in den Alpentälern und in Höhenlagen zwischen 800 und 1500 Metern. In den Kantonen Bern, Solothurn und Tessin sowie Teilen der Kantone Graubünden, Wallis und Jura ist derweil die Waldbrandgefahr erheblich, wie das Naturgefahrenportal des Bundes meldet.

Temperaturen deutlich zu warm

Bei unbedachtem Bräteln im Freien sei die Brandgefahr gross, warnt Diego Ochsner vom Amt für Militär und Bevölkerungsschutz des Kantons Solothurn am Freitag. Er rät zu grösster Vorsicht und Zurückhaltung beim Feuern.

Katharina and Stefanie enjoy the sunny weather during a sunset at the river Aare, at Bremgarten bei Bern, Switzerland, on Thursday, April 19, 2018. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Ab an den Strand! Bild: KEYSTONE

Die Temperaturen waren für die Jahreszeit deutlich zu warm, dazu blies mässiger Wind, und im ganzen Kanton fiel nur wenig Niederschlag, wie es auf der Kantonswebseite heisst. In allen Regionen herrscht deshalb erhebliche Waldbrandgefahr - das entspricht der dritten von fünf Warnstufen.

Im Solothurner Jura bei Günsberg hatte bereits Mitte April ein Waldbrand gewütet. Am Mittwoch war ausserdem oberhalb von Neuenstadt am Bielersee ein Stück Wald in Brand geraten. Der Kanton Bern empfiehlt, Grillfeuer nur in bestehenden Feuerstellen zu entfachen und Funkenwurf sofort zu löschen.

Sommer dauert an

Im Graubünden ist bei aufkommendem Wind und Föhn gar ganz auf das Feuern zu verzichten, wie das Amt für Wald und Naturgefahren auf seiner Webseite mitteilte. Dürres Gras und trockene Stauden gerieten derzeit leicht in Brand. Nur wo Schnee liege, sei die Gefahr gering.

Sommerwärme im April sei zwar selten, aber nicht einmalig, schreibt SRF Meteo. Der Rekord der Aprilwärme geht auf den 9. April im Jahr 2011 zurück, als es in Locarno 31.8 Grad warm war - ebenfalls unter Mithilfe des Föhns.

Ein Ende der sommerlichen Temperaturen und damit Entwarnung für die Waldbrandgefahr gibt es vorerst nicht: Bis am Sonntag verheissen die Meteorologen noch immer schönstes Frühsommerwetter. Gemäss SRF Meteo ist es sogar möglich, dass die Höchstwerte vom Freitag noch übertroffen werden. (sda)

Zu viel Rauch vom Grillfeuer? Willi hat die Lösung

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Video: watson/Willi Helfenberger, Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • Maya Eldorado 21.04.2018 13:41
    Highlight Highlight Jetzt hört mal auf zu sagen, dass das Wetter zu trocken oder zu nass war, zu heiss oder zu kalt war, zu wenig oder zu viel Schnee hatte, usw., usw........
    Das kommt wahrscheinlich daher, dass viele gerne alles genormt hätten...... auch das Wetter.

    Zum Glück haben wir keinen Einfluss darauf, sonst würden die Kriege ins Unsermessliche steigen.....
    • Paddiesli 21.04.2018 14:44
      Highlight Highlight Nein, nein, wir haben überhaupt keinen Einfluss auf das Klima. Da kann ich nur den Kopf schütteln. Wir nehmen sogar direkt Einfluss darauf. Schon mal gehört, dass wir bereits Wolken mit Silberjodid besprühen, damit es in trockenen Gebieten überhaupt etwas Niederschlag gibt? Ich hatte letzte Nacht um 4:30 Uhr noch 24,5 Grad im Schlafzimmer. Und das im April, wo Mensch und Natur den Regen brauchen.
    • SemperFi 21.04.2018 15:45
      Highlight Highlight @paddiesli: Mit dem Silberjodid nimmt man Einfluss auf das Wetter und nicht auf das Klima.
    • Paddiesli 21.04.2018 16:52
      Highlight Highlight @ SemperFi: Wegen des Klimawandels greifen wir ins lokale Wetter ein.

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(jaw)

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