Frankreich
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Massenproteste in Frankreich eskalieren:

283'000 demonstrierten gegen französische Regierung – Macron unbeliebter denn je



Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron verliert in der Bevölkerung weiter an Rückhalt: In einer Umfrage sank seine Zustimmungsrate auf einen neuen Tiefststand von 25 Prozent. Im Oktober hatte sie noch bei 29 Prozent gelegen.

In der jüngsten Umfrage des Instituts Ifop, die in der Sonntagszeitung «Journal du Dimanche» veröffentlicht wurde, gaben lediglich vier Prozent der Teilnehmer an, dass sie «sehr zufrieden» mit Macrons Regierungsarbeit seien, 21 Prozent waren demnach «überwiegend zufrieden». Deutlich höher war der Anteil der Macron-Kritiker: 34 Prozent der Teilnehmer gaben an, «überwiegend unzufrieden» mit ihrem Präsidenten zu sein, 39 Prozent bezeichneten sich gar als «sehr unzufrieden».

French President Emmanuel Macron listens to employees during a visit at the Whirlpool factory in Amiens, France, Tuesday, Oct. 3, 2017. Macron visits an ailing Whirlpool dryer factory in northern France that was the site of a pivotal moment in his presidential campaign, when he debated with angry workers about his strategy to stop job losses. (Philippe Wojazer/Pool Photo via AP)

Nur noch jeder vierte Franzose unterstützt Macron. Bild: AP/REUTERS

Die Zustimmungsrate von Macrons Premierminister Edouard Philippe sank ebenfalls: Sie sank um sieben Prozentpunkte auf 34 Prozent. Für die Umfrage waren vom 9. November an bis Samstag knapp 2000 Erwachsene befragt worden.

Macron hatte das Präsidentenamt im Mai vergangenen Jahres angetreten. Seine Umfrageergebnisse bestätigen den Trend, dass französische Präsidenten bereits kurz nach ihrer Wahl bei einer Mehrheit der Bürger auf Kritik stossen. So hatte Macrons sozialistischer Amtsvorgänger François Hollande nach etwa der gleichen Zeit im Amt eine Zustimmungsrate von nur noch 20 Prozent, bei Nicolas Sarkozy waren es immerhin 44 Prozent.

So erzieht Emmanuel Macron einen Teenager:

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Video: srf

Massenprotest am Samstag

Mit seiner Reformpolitik löste Macron in den vergangenen Monaten immer wieder Massenproteste aus. Am Samstag gab es nach Angaben des Innenministeriums rund 2000 Protestaktionen der Bewegung «Gelbe Warnwesten» (gilets jaunes) mit knapp 283'000 Teilnehmern. Dabei wurden eine Demonstrantin getötet und mehr als 220 Menschen verletzt.

Die Demonstranten blockierten unter anderem Strassen, Supermärkte und Tankstellen und verursachten so enorme Verkehrsbehinderungen. 117 Menschen wurden festgenommen.

Auf den Autobahnen ging zeitweise gar nichts mehr. 

Die Protestbewegung der «Gelben Warnwesten» richtet sich gegen das Vorhaben der Regierung, die Steuern für Autofahrer im kommenden Jahr weiter zu erhöhen. Geplant ist unter anderem eine Anhebung der Abgaben auf Diesel und Benzin. Ein Liter Superbenzin kostet derzeit in Frankreich rund zwei Euro. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bongalicius 18.11.2018 13:57
    Highlight Highlight Ist bekannt was der französische Staat mit den Mehreinnahmen anstellen möchte?
    Wenn das Geld in den ÖV fliesst ist es eine Lenkungsabgabe und die Reform im Bahnbereich von letztem Jahr würde Sinn machen.
  • rodolofo 18.11.2018 10:47
    Highlight Highlight Eine Genferin hat mir mal erzählt, dass die Franzosen immer reklamieren würden.
    Das hat schon was!
    Diese Genferin reklamierte übrigens selber auch ausgiebig und häufig.
    Frankreich ist nicht ohne Grund das "Mutterland aller Revolutionen" (Revolution, wer hat's erfunden?), denn Frankreich war auch einmal das Land, wo der "Sonnenkönig" regierte.
    Wir haben ja immerhin einen "Sünelikönig" und einige streikende UNIA-Gewerkschafter...
  • Cachesito 18.11.2018 08:28
    Highlight Highlight Liebe Franzosen weniger lang arbeiten, früher in Pansion, Benzin fast gratis usw...muss jemand bezahlen.
    Hättet ihr nicht noch das gestohlene Geld von Afrika das ihr jedes Jahr bekommt. Ja dann weiss ich nicht wie ihr das schaffen wollt ohne den Gürtel enger zu schnallen.

    Wenn es jemand interessiert wie und woher das Geld aus Afrika kommt lest mal den Artikel
    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/03/15/frankreich-kann-seinen-status-nur-mit-ausbeutung-der-ehemaligen-kolonien-halten/

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