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Neuer Wahlkampf, gleiche Message: Trump eröffnet vor 20'000 Menschen in Orlando offiziell den Wahlkampf.
Neuer Wahlkampf, gleiche Message: Trump eröffnet vor 20'000 Menschen in Orlando offiziell den Wahlkampf. Bild: AP/AP

Das war Trumps Wahlkampfstart in Florida – zusammengefasst in 5 Szenen

Mit einer Grosskundgebung in Florida hat US-Präsident Donald Trump offiziell seinen Wahlkampf für 2020 eingeläutet. Trump zeigte sich in gewohnter Manier – 5 Szenen, die das veranschaulichen.
19.06.2019, 04:1719.06.2019, 13:33

Der Auftritt des «Rockstars»

Trump will bei der Wahl im November nächsten Jahres für eine zweite Amtszeit antreten. Dies verkündete er am Dienstagabend im US-Bundesstaat Florida. Der Sonnenstaat im Süden gilt als Schlüssel zum Wahlsieg: Mit 29 Wahlmännern ist Florida gemeinsam mit New York der drittgewichtigste Bundesstaat im US-Wahlsystem nach Texas und Kalifornien – und mit Abstand der grösste «Swing State». Darunter versteht man jene US-Staaten, in denen ungewiss ist, ob dort Demokraten oder Republikaner siegen werden.

Trump heizte bereits vor seiner Ankunft in Florida die Stimmung an. Auf Twitter verglich er seinen geplanten Auftritt mit dem eines Rockstars. «Die Leute haben so etwas noch nie gesehen (ausser du spielst Gitarre). Wird wild werden!»

Viele Trump-Anhänger versammelten sich bereits Tage und Stunden im Voraus vor dem Amway Center in Orlando und warteten auf die Ankunft ihres Präsidenten.

Wartende Menschen vor dem Amway Center:

Bild: EPA/EPA

Neben Trump-Anhängern hatten sich in Orlando aber auch viele Gegner versammelt:

Bild: AP/AP

Mit dem Zeigefinger gegen die «Fake-News»-Medien

Bevor Trump vor eine jubelnde Menge in roten Mützen und bewaffnet mit roten Schildern trat, heizte zuerst sein Vizepräsident Mike Pence die Stimmung an. «Die Jobs sind zurück, das Vertrauen ist zurück und, dank der Führung von Präsident Donald Trump, ist Amerika zurück!», rief Pence in die tobende Menge.

Auf Pence folgte ein breit lächelnder Trump, der nicht lange fackelte und bereits am Anfang seiner Rede mit dem Zeigefinger in Richtung Medienschar deutete und meinte: «Falls ihr euch fragt, da hinten sitzen die Fake-News-Medien. Ganz schön viele da heute Abend.»

Bild: AP/AP

«Wisst ihr, wenn wir in dieser Arena drei oder vier leere Sitze haben, dann werden die Fake-News-Medien Schlagzeilen schreiben, wonach sich die Arena nicht gefüllt habe», rief Trump in die jubelnde Menge. Diese begann darauf im Chor «Sagt die Wahrheit» und «CNN sucks» zu rufen.

Die miesen Demokraten und «Crooked» Hillary

Auch für seine demokratischen Gegner hatte der republikanische Präsident wenig Sympathie übrig. «Unsere radikalen demokratischen Gegner sind von Hass, Vorurteilen und Wut getrieben», sagte Trump. «Sie wollen euch zerstören, und sie wollen unser Land zerstören, wie wir es kennen.»

Bild: AP/AP

Neben den Demokraten bekam auch Trumps Erzrivalin Hillary Clinton ihr Fett weg. Vor den 20'000 jubelnden Anhängern sprach Trump die E-Mail-Affäre an, in die Clinton während des Wahlkampfes 2016 verwickelt war. «Wir werden diese E-Mails in den Tiefen des Aussenministeriums finden», so Trump. Er ergänzte: «Hätte ich, Donald Trump, eine E-Mail gelöscht, zum Beispiel eine Liebesnotiz an Melania, dann hätte es geheissen: ‹elektrischer Stuhl für Trump!›»

Trumps persönliche Kriegerin und ihr letzter Auftritt

Trump schien von seinem Protokoll abzuweichen, als er während seiner Rede auf seine scheidende Pressesprecherin Sarah Sanders zu sprechen kam. Sanders hatte vergangenen Donnerstag verkündet, dass sie Ende Monat ihr Amt als Pressesprecherin niederlegen werde. Trump bezeichnete Sanders als «Kriegerin» und bat sie für einen kurzen Moment auf die Bühne. Dort erntete Sanders den womöglich grössten Applaus des Abends.

Ihre Stimme wirkte brüchig, als sie sich dem Publikum zuwandte und meinte, dass es die «Ehre ihres Lebens» war, für Trump zu arbeiten. «Ich hatte die Möglichkeit, in der ersten Reihe zu sitzen und zuzusehen, wie sich unser Land zu einem Besseren verändert», so Sanders.

Der schläfrige Joe

Bild: AP/AP

Obwohl 2020 eine ganze Reihe von demokratischen Kandidaten Trump die Stirn bieten wollen, erwähnte der amtierende US-Präsident nur Joe Biden mit Namen. Trump bezeichnete den ehemaligen Vizepräsidenten unter Barack Obama als «schläfrig».

Diese Demokraten kandidieren gegen Trump

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Diese Demokraten kandidieren gegen Trump
quelle: epa/epa / tannen maury
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Fazit

Obwohl Trumps Auftritt in Orlando die offizielle Eröffnungsfeier seines Wahlkampfs war, fehlte es während seiner Rede an frischem Material. Trump beackerte wie immer seine Lieblingsthemen: Migration und die Mauer in Mexiko, Erzrivalin Hillary Clinton und die Fake-News-Medien.

Auch der Wahlslogan von 2016 «Make America Great Again» scheint derselbe zu bleiben. Denn laut Trump handelt es sich dabei um einen der «besten Slogans, mit denen je ein Wahlkampf geführt wurde.»

Mit Material von sda

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Donald Trump in Japan

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quelle: epa/ap pool / koji sasahara / pool
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