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Die Schweizer Delegation beim Einmarsch während der Eröffnungsfeier.
Die Schweizer Delegation beim Einmarsch während der Eröffnungsfeier.
Bild: keystone

Der grosse Olympia-Guide: Diese 26 Highlights in Tokio solltest du nicht verpassen

23.07.2021, 19:1626.07.2021, 13:54
Dario Bulleri
Dario Bulleri
Dario Bulleri
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Mit der Eröffnungsfeier am 23. Juli haben die Olympischen Spiele in Tokio offiziell begonnen. So werden in den kommenden zwei Wochen in verschiedensten Sportarten die wohl wichtigsten Medaillen überhaupt verteilt.

Insgesamt 339 Medaillensätze werden während des Turniers vergeben, sämtliche Entscheidungen können in der Schweiz bei SRF verfolgt werden. Dennoch ist es bei dieser Fülle an Disziplinen schwierig, den Überblick zu behalten – deshalb bekommt ihr hier eine Übersicht über die wichtigsten, spannendsten und spektakulärsten Events in den nächsten zwei Sportwochen.

24. Juli

Radsport: Strassenrennen der Herren

Start (Schweizer Zeit): 04:00 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: Marc Hirschi

Bereits am Samstag steht die erste Medaillenentscheidung an, bei welcher die Schweiz ein Wörtchen mitreden dürfte: das Strassenrennen der Männer. Marc Hirschi könnte nach seinem Sturz bei der Tour de France gerade rechtzeitig wieder in Form sein und im letzten Jahr hat er gezeigt, dass ihm ein Exploit durchaus zuzutrauen ist. 2020 gewann Hirschi eine Etappe der Tour de France sowie die Flèche Wallone, zudem holte er bei den Weltmeisterschaften die Bronzemedaille. An einem guten Tag ist ihm auch in Tokio ein ähnliches Resultat zuzutrauen.

Bei der Tour de France verhalf Hirschi (links) Tadej Pogacar zum Sieg – bei den Olympischen Spielen ist er selbst Leader.
Bei der Tour de France verhalf Hirschi (links) Tadej Pogacar zum Sieg – bei den Olympischen Spielen ist er selbst Leader.
Bild: keystone

25. Juli

Skateboard: Street-Wettbewerb der Männer

Start (Schweizer Zeit): 05:25 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: –

An diesem Sonntag werden erstmals überhaupt olympische Medaillen im Skateboard vergeben. Die erste Entscheidung fällt dabei im Street-Wettbewerb der Männer – eine Disziplin, die durchaus Spektakel bieten kann. Die Teilnehmer fahren über eine Strecke, auf der diverse Hindernisse wie Bänke und Mauern stehen, auf welchen sie Tricks durchführen müssen.

Der Gold-Lauf von X-Games-Sieger Dashawn Jordan im Video.

26. Juli

Mountainbike: Cross-Country der Männer

Start (Schweizer Zeit): 08:00 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnungen: Mathias Flückiger, Nino Schurter

An Olympischen Spielen gab es für die Schweizer Männer im Mountainbike in den letzten Jahren viel Grund zum Jubeln. Dies vor allem dank Erfolgsgarant Nino Schurter: Der Bündner holte 2008 Bronze, 2012 Silber und 2016 schliesslich Gold. Auch dieses Jahr steht der mittlerweile 35-Jährige wieder am Start, dennoch wird der grösste Schweizer Trumpf ein anderer sein: Mathias Flückiger. Der Berner hat in dieser Saison schon zwei Weltcup-Rennen für sich entscheiden können und holte an den Weltmeisterschaften 2019 und 2020 die Silbermedaille. Nun will er an den Olympischen Spielen seine Karriere krönen.

Der Olympiasieger und sein Nachfolger? Nino Schurter (rechts) und Mathias Flückiger.
Der Olympiasieger und sein Nachfolger? Nino Schurter (rechts) und Mathias Flückiger.
Bild: keystone

Triathlon: Final der Frauen und Männer

Start (Schweizer Zeit): 23:30 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: Nicola Spirig

39 Jahre alt ist Nicola Spirig mittlerweile – trotzdem gehört sie im Triathlon nach wie vor zu den besten der Welt. Nach Gold in London und Silber in Rio will die Zürcherin in Tokio nun eine weitere Medaille holen. Dass sie die Form dazu hat, stellte sie zuletzt in Vorarlberg beim letzten Testwettkampf vor den Olympischen Spielen unter Beweis – Spirig gewann auf überzeugende Art und Weise

2016 konnte Spirig mit ihrer Familie über Olympia-Silber jubeln.
2016 konnte Spirig mit ihrer Familie über Olympia-Silber jubeln.
Bild: KEYSTONE

28. Juli

Surfen: Final der Frauen und Männer

Start (Schweizer Zeit): 01:00 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: –

Am 28. Juli werden erstmals überhaupt Medaillen im Surfen vergeben – voraussichtlich. Da der Surfsport stark vom Wetter abhängt, sind bei den Olympischen Spielen extra Reserve-Tage eingeplant worden, um bei fehlenden Wellen den Event verschieben zu können. Derzeit scheint das Wetter allerdings mitzuspielen, womit eine plangemässe Durchführung realistisch ist.

Wie das Skateboarden könnte auch das Surfen ein Wettbewerb sein, der beim TV-Publikum gut ankommt. Auch hier geht es darum, mit guten Tricks bei der Jury zu punkten. Im Gegensatz zum Skateboard sind im Surfen allerdings jeweils mehrere Athletinnen oder Athleten gleichzeitig im Einsatz und haben 20 bis 30 Minuten Zeit, um die Jury zu überzeugen. Durchgeführt wird der Wettkampf in einem K.o-System, wobei am Ende noch zwei Athletinnen und zwei Athleten die Finals bestreiten werden.

Die Erklärung im Video: So funktioniert das Surfen bei den Olympischen Spielen.

Radsport: Zeitfahren der Frauen

Start (Schweizer Zeit): 04:30 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: Marlen Reusser

Auch im Zeitfahren der Frauen darf sich die Schweiz durchaus Hoffnungen auf Edelmetall machen. Marlene Reusser steigerte sich in den letzten Jahren kontinuierlich und ist mittlerweile Teil der absoluten Weltspitze. 2019 holte sie im Zeitfahren der Europaspiele Gold, 2020 an den Weltmeisterschaften in ebendieser Disziplin Silber. Somit gehört sie auch in Tokio zum erweiterten Favoritenkreis.

Marlen Reusser ist amtierende Schweizermeisterin im Zeitfahren.
Marlen Reusser ist amtierende Schweizermeisterin im Zeitfahren.
Bild: keystone

Radsport: Zeitfahren der Männer

Start (Schweizer Zeit): 07:00 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: Stefan Küng

Bei den Männern sieht die Situation im Zeitfahren ähnlich aus – mit Stefan Küng haben die Schweizer einen Spezialisten in ihren Reihen. Wie Reusser holte auch der Ostschweizer an den letzten Weltmeisterschaften Edelmetall, ihm reichte es zu Bronze. Zu den Topfavoriten wird Küng nicht gezählt, zuletzt war er nicht in Topform. Aussenseiterchancen sind ihm aber durchaus zuzutrauen.

29. Juli

Kunstturnen: Final der Frauen im Mehrkampf

Start (Schweizer Zeit): 12:50 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: –

Am 27. Juli wird in Tokio die Kunstturn-Königin gekrönt. Aus Schweizer Sicht sind die Augen auf Giulia Steingruber gerichtet, die sich bei ihren wohl letzten Olympischen Spielen nochmals für den Final qualifizieren will. Für die ganz grossen Momente wird aber wohl eine andere sorgen – Simone Biles. Die US-Überfliegerin holte schon 2016 in Rio Gold im Mehrkampf sowie im Sprung, am Boden und mit dem Team. Auch in Tokio wird es an der 24-Jährigen wohl keinen Weg vorbei geben.

Wortwörtlich die Überfliegerin: US-Star Simone Biles.
Wortwörtlich die Überfliegerin: US-Star Simone Biles.
Bild: keystone

30. Juli

BMX: Finalrennen der Frauen und Männer

Start (Schweizer Zeit): 02:55 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnungen: Zoé Claessens, David Graf, Simon Marquart

An den BMX-Rennen dürfte das TV-Publikum Freude haben – denn diese bieten jeweils Spektakel. Wie beim Ski- oder Snowboardcross werden jeweils mehrere Fahrerinnen oder Fahrer gemeinsam auf die Strecke gelassen, wo sie durch enge Kurven und über einige Hügel fahren müssen. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren kann sich die Schweiz berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille machen: Die Waadtländerin Zoé Claessens holte vor einigen Tagen an der EM in Belgien die Goldmedaille, David Graf und Simon Marquart holten in diesem Jahr ihren ersten Sieg im Weltcup.

Fechten: Degen-Teamwettkampf der Männer

Start (Schweizer Zeit): 03:00 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: Team Degen

Im Fechten zählen die Schweizer schon seit Jahren immer zu den Medaillenanwärtern, bei Olympischen Spielen blieben sie zuletzt jedoch unter den Erwartungen. Sowohl 2008 als auch 2012 und 2016 mussten die Schweizer Fechter ohne Edelmetall abreisen. Nun unternehmen sie in Tokio den nächsten Versuch – vor allem im Degen-Teamwettkampf gehören die Schweizer zu den Medaillenanwärtern. Denn das Team mit Fahnenträger Max Heinzer, Benjamin Steffen, Michele Niggeler und Lucas Malcotti weiss, wie man an Grossereignissen Erfolg haben kann – 2018 holte es in dieser Konstellation WM-Gold.

Max Heinzer will endlich auch mal bei Olympischen Spielen eine Medaille bejubeln.
Max Heinzer will endlich auch mal bei Olympischen Spielen eine Medaille bejubeln.
Bild: keystone

Schwimmen: 200m Lagen der Männer

Start (Schweizer Zeit): 04:16 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: Jérémy Desplanches

37 Jahre ist es her, als die Schweiz letztmals im Schwimmen eine olympische Medaille gewinnen konnte. Damals holte Étienne Dagon über 200 Meter Brust Bronze. In Tokio soll diese Durststrecke nun zu Ende gehen. Jérémy Desplanches holte 2018 bei der EM in Glasgow Gold über 200 Meter Lagen, 2019 holte er in Gwangju bei der Weltmeisterschaft in derselben Distanz Silber und so die erste Schweizer WM-Medaille seit zwölf Jahren.

Bereit für Olympia: Schwimm-Hoffnung Jérémy Desplanches.
Bereit für Olympia: Schwimm-Hoffnung Jérémy Desplanches.
Bild: keystone

31. Juli

Triathlon: Teamwettkampf

Start (Schweizer Zeit): 00:30 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: Mixed-Staffel

Neben dem Einzel-Wettkampf hat Nicola Spirig auch im Team realistische Chancen auf Edelmetall. Auch in der Mixed-Staffel ist das Schweizer Team gut aufgestellt: Neben Spirig kommen Max Studer, der Europameister im Super-Sprint, sowie Jolanda Annen und Andrea Salvisberg zum Einsatz.

Bei der EM in Glasgow 2018 gewann das Schweizer Team die Silbermedaille.
Bei der EM in Glasgow 2018 gewann das Schweizer Team die Silbermedaille.
Bild: EPA/EPA

Leichtathletik: 100m der Frauen

Start (Schweizer Zeit): 14:50 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: Mujinga Kambundji

Mit der Fahnenträgerin Mujinga Kambundji erhofft sich auch eine Schweizer Athletin, im Final der Königsdisziplin am Start stehen zu können. Vorne dürften aber in Abwesenheit der Amerikanerin Sha'Carri Richardson drei Jamaikanerinnen den Sieg unter sich ausmachen: Shelly-Ann Fraser-Pryce, Elaine Thompson-Hereah und Shericka Jackson liefen in dieser Saison schon alle unter 10,8 Sekunden.

Hat gut Lachen: Shelly-Ann Fraser-Pryce stellte in diesem Jahr die zweitschnellste Zeit der Geschichte auf.
Hat gut Lachen: Shelly-Ann Fraser-Pryce stellte in diesem Jahr die zweitschnellste Zeit der Geschichte auf.
Bild: keystone

Tennis: Final Frauen

Start (Schweizer Zeit): 04:55 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: Belinda Bencic

Ginge es nach den japanischen Fans, soll der 31. Juli der grosse Tag von Naomi Osaka werden. Die Einheimische ist derzeit die Nummer 2 der Weltrangliste und als Hartplatz-Spezialistin eine der grossen Favoritinnen auf den Titel.

Doch auch andere Sportfans dürften gespannt auf diesen Final blicken: In den letzten Monaten lieferte das Frauen-Tennis regelmässig Überraschungen, zuletzt etwa bei den French Open, an welchen die Tschechin Barbora Krejcikova überraschend gewann. So darf sich auch Belinda Bencic berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille machen. Bereits in Rio gab es eine überraschende Siegerin: Damals setzte sich Monica Puig aus Puerto Rico, welche erst einen einzigen WTA-Titel gewinnen konnte, sensationell durch.

Ein Olympia-Märchen: Monica Puig holte 2016 Gold für Puerto Rico.

1. August

Leichtathletik: 100m der Männer

Start (Schweizer Zeit): 14:50 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: –

Einen Tag nach den Frauen steht auch bei den Männern die Entscheidung über 100 Meter an. Die grosse Frage dabei aus Schweizer Sicht: Ist Alex Wilson nach dem viel diskutierten vermeintlichen Rekordlauf von Georgia tatsächlich so schnell, dass er um die Medaillen mitlaufen kann? Die Chancen sind eher gering, stattdessen dürften die USA das Rennen dominieren. Acht der zehn schnellsten Zeiten in diesem Jahr stellten Amerikaner auf, einzig dem Südafrikaner Akani Simbine als Zweitschnellster und dem Italiener Marcell Jacobs als Neuntschnellster gelang es, die Phalanx zu durchbrechen.

Tennis: Final Männer

Start (Schweizer Zeit): 04:55 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: –

Welche zwei Spieler an diesem Tag tatsächlich auf dem Platz stehen werden, ist natürlich noch offen. Einer dürfte aber mit grosser Wahrscheinlichkeit nur schwer am Finaleinzug zu hindern sein: Novak Djokovic. In Abwesenheit seiner Erzrivalen Rafael Nadal und Roger Federer sowie einiger anderer prominenter Spieler ist die Weltnummer 1 grosser Favorit auf den Turniersieg und darf somit zurecht auf seine erste olympische Goldmedaille hoffen. Sollte Djokovic in Tokio gewinnen, würde ihm nur noch der Sieg bei den US Open zum legendären «Golden Slam» – also ein Sieg bei allen vier Grand-Slam-Turnieren sowie bei Olympia in einem Kalenderjahr – fehlen.

Schafft Novak Djokovic in diesem Jahr den «Golden Slam»?
Schafft Novak Djokovic in diesem Jahr den «Golden Slam»?
Bild: keystone

3. August

Leichtathletik: 200m der Frauen

Start (Schweizer Zeit): 14:50 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: Mujinga Kambundji

Soll es für die Schweiz eine Leichtathletik-Medaille geben, muss diese wohl über 200 Meter bei den Frauen her. Mujinga Kambunji holte in dieser Disziplin 2019 an der WM bereits eine Medaille und zeigte sich zuletzt stark in Form. Dennoch wäre es eine Sensation, sollte die Bernerin tatsächlich aufs Podium steigen. Mit ihrer Saisonbestleistung von 22,6 Sekunden liefen schon 27 Athletinnen in dieser Saison schneller als die Bernerin, sechs blieben gar schon unter 22 Sekunden.

2019 holte Mujinga Kambundji WM-Bronze über 200 Meter und konnte es kaum fassen.
2019 holte Mujinga Kambundji WM-Bronze über 200 Meter und konnte es kaum fassen.
Bild: KEYSTONE

4. August

Skateboard: Park-Wettbewerb der Frauen

Start (Schweizer Zeit): 05:30 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: –

Am 4. August steht eine ganz spezielle Entscheidung in Tokio an – die ersten Medaillen in der Skateboard-Disziplin Park werden bei den Frauen vergeben. Das Besondere daran: Die Goldmedaille dürfte an eine gehen, welche noch lange nicht volljährig ist. Topfavoritin ist die 15-jährige Japanerin Misugu Okamoto und auch die Britin Sky Brown, welche erst gerade 13 Jahre alt geworden ist, darf sich berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille machen.

Die Disziplin Park ist mit dem Halfpipe-Wettbewerb im Snowboard vergleichbar: Die Teilnehmerinnen fahren in einer Art Pool den Wänden entlang, springen an den Seiten hoch und versuchen, mit ihren Tricks möglichst viele Punkte zu bekommen.

Reitsport: Springreiten Einzel Final

Start (Schweizer Zeit): 12:00 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: –

In kaum einer Disziplin sind die Schweizer Medaillen-Chancen so gut wie im Springreiten. Steve Guerdat holte 2012 bereits einmal Olympiagold, Martin Fuchs zeigte zuletzt starke Leistungen und belegt in der Weltrangliste momentan den zweiten Platz. Die Vorzeichen könnten kaum besser sein.

Das Sieger-Team von 2012: Steve Guerdat und Nino de Buissonnets.
Das Sieger-Team von 2012: Steve Guerdat und Nino de Buissonnets.
Bild: KEYSTONE

6. August

Fussball: Final der Frauen

Start (Schweizer Zeit): 04:00 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: –

Bei den Frauen ist im Fussball die Crème de la Crème am Start. Die favorisierten USA um Superstar Megan Rapinoe wollen nach dem enttäuschenden Viertelfinal-Out von 2016 wieder den Titel holen. Der Start missglückte dabei jedoch gründlich: Im ersten Gruppenspiel verloren die USA gegen Schweden, das sie schon 2016 eliminierte hatte, mit 0:3. Damit scheint sich bei den Damen ein spannendes Turnier anzubahnen.

Schweden jubelt gegen die USA – das olympische Fussballturnier der Frauen startete gleich mit einer Überraschung.
Schweden jubelt gegen die USA – das olympische Fussballturnier der Frauen startete gleich mit einer Überraschung.
Bild: keystone

Beachvolleyball: Final der Frauen

Start (Schweizer Zeit): 04:30 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnungen: Nina Betschart/Tanja Hüberli, Joana Heidrich/Anouk Vergé-Dépré

Für das Duo Betschart/Hüberli starteten die Spiele auf kuriose Art und Weise: Da die Tschechinnen Barbora Hermannova und Marketa Slukova wegen eines positiven Corona-Tests bei Slukova nicht antreten können, stehen die Schweizerinnen schon vor ihrem ersten Spiel sicher in der K.o.-Phase. Dies soll allerdings nur der erste Schritt gewesen sein – das Duo kann sich durchaus Chancen auf eine Medaille ausrechnen. Gleiches gilt auch für Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré, welche den vierten Platz der Weltrangliste belegen.

Gibt's für die Schweizerinnen in Tokio eine Olympia-Medaille im Beachvolleyball?
Gibt's für die Schweizerinnen in Tokio eine Olympia-Medaille im Beachvolleyball?
Bild: keystone

Sportklettern: Final der Frauen

Start (Schweizer Zeit): 13:00 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: –

Auch das Sportklettern ist eine Disziplin, welche in Tokio erstmals bei Olympischen Spielen durchgeführt wird. Mit Petra Klingler ist auch ein prominenter Name aus der Schweiz dabei. Die 29-Jährige wurde 2016 in Paris Boulder-Weltmeisterin und gewann auch schon im Weltcup. In Tokio zählt sie dennoch nicht zu den Medaillenanwärterinnen. Dies vor allem, weil der Kletter-Wettkampf in einer Kombination aus Speedklettern, Bouldern und Schwierigkeitsklettern durchgeführt wird, was den Allrounderinnen in die Karten spielt.

Boulder-Spezialistin Petra Klingler im Einsatz.
Boulder-Spezialistin Petra Klingler im Einsatz.
Bild: keystone

Fussball: Final der Männer

Start (Schweizer Zeit): 13:00 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: –

Zugegeben: Im Fussball der Männer geniesst das olympische Turnier meistens keine besonders grosse Beachtung – schliesslich fehlen aufgrund der U23-Regelung die ganz grossen Stars meistens. Für die Spieler, welche dabei sind, bietet dieses Turnier aber eine Chance, sich für grössere Aufgaben zu empfehlen – so kommt es immer wieder zu richtig attraktiven Partien. So etwa das Spiel zwischen Brasilien und Deutschland, in welchem die Südamerikaner zur Pause schon 3:0 führten, dann aber Deutschland auf 3:2 herankommen lassen mussten, ehe sie doch noch mit 4:2 gewannen.

7. August

Beachvolleyball: Final der Männer

Start (Schweizer Zeit): 04:30 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: –

Die Beachvolleyball-Spiele gehören mit ihren spektakulären Smashes und Blocks bei vielen Sport-Fans zu den Lieblingsevents bei den Olympischen Spielen. Dies auch in der Schweiz, auch wenn bei den Herren – im Gegensatz zu den Damen – die Chancen auf eine Medaille relativ gering sind. Mit dem Team aus Adrian Heidrich und Mirco Gerson ist nur ein Duo am Start und dieses muss sich bereits in der Gruppenphase mit prominenten Gegnern messen. Mit den Kataris Ahmed/Cherif sowie den US-Amerikanern Taylor Crabb/Jacob Gibb bekamen die Schweizer neben den Italienern Adrian Carambula/Enrico Rossi die Nummern 2 und 4 der Weltrangliste zugelost.

Das Schweizer Duo Heidrich/Gerson gehört nicht zu den Medaillenanwärtern.
Das Schweizer Duo Heidrich/Gerson gehört nicht zu den Medaillenanwärtern.
Bild: keystone

Karate: Kumite +61 kg der Frauen

Start (Schweizer Zeit): 07:00 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: Elena Quirici

Nachdem das IOC 2012 und 2016 noch ein Gesuch des Karate-Verbands abgelehnt hatte, wird der Kampfsport in Tokio zum ersten Mal in seiner Geschichte olympisch sein. Bei der ersten Durchführung will auch die einzige Schweizerin am Start um eine Medaille mitreden. Elena Quirici holte 2018 WM-Gold in ihrer Kategorie und will nun auch bei Olympia hoch hinaus. «Ich fahre wie jede Athletin und jeder Athlet nach Tokio, um eine Medaille zu gewinnen, um zuoberst zu stehen», so die 27-Jährige gegenüber 20 Minuten.

Elena Quirici beim Training für die Olympischen Spiele.
Elena Quirici beim Training für die Olympischen Spiele.
Bild: keystone

Insgesamt werden in Tokio gleich acht Medaillensätze im Karate vergeben. Sechs davon in den unterschiedlichen Gewichtsklassen der Frauen und Männer im Kumite, also dem klassischen Kampf zwischen zwei Athletinnen oder Athleten, und zwei im Kata, also der Übungsform ohne Gegner.

Reitsport: Springreiten Team Final

Start (Schweizer Zeit): 12:00 Uhr
Schweizer Medaillenhoffnung: Schweizer Team

Mit Martin Fuchs und Steve Guerdat hat die Schweiz zwei der drei besten Schweizer in der Weltrangliste im Aufgebot. Dementsprechend realistisch sind auch die Chancen auf Edelmetall mit dem Team. Komplettiert wird die Equipe mit Beat Mändli, der 2000 schon mit der Schweiz Silber im Team holte, und Bryan Balsiger, der mit 24 Jahren der klar jüngste im Team ist.

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Die Schweizer Fahnenträger bei Olympia

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Die Schweizer Fahnenträger bei Olympia
quelle: keystone / laurent gillieron
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