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Autohändler diskriminiert? Weko spricht Amag frei



ARCHIVBILD ZUR MELDUNG DER ABLEHNUNG DER VERBANDSKALGE DES KONSUMENTENSCHUTZES GEGEN AMAG UND VW, AM MITTWOCH, 22. AUGUST 2018 - Blick auf das Logo der Amag bei einer Garage der Amag-Gruppe, des VW-Importeurs fuer die Schweiz, aufgenommen am Freitag, 25. September 2015, in Buchs. Der deutsche Autobauer VW macht derzeit wegen eines Abgasskandals Schlagzeilen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Bild: KEYSTONE

Die Eidg. Wettbewerbskommission Weko verzichtet auf eine Untersuchung gegen die Amag wegen der Diskriminierung von freien Autohändlern. Dies allerdings nur unter der Bedingung, dass die VW-Importeurin und -Verkäuferin die Empfehlungen der Weko umsetzt.

Denn in einer jahrelangen Vorabklärung hatten die Wettbewerbshüter Anhaltspunkte für unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen gefunden, die zur Eröffnung einer Untersuchung führen könnten, schrieb die Weko in der Zusammenfassung ihres Schlussberichts. Verschiedene Händler hatten der Amag vorgeworfen, ihre Position zu schwächen und sie vom Markt zu verdrängen zu versuchen.

Damit wolle die grösste Autoimporteurin der Schweiz ihre eigene Stellung im Verkauf von Neufahrzeugen und im Kundendienst stärken. Zudem habe Amag Händler- und Serviceverträge gekündigt. Auch habe die Autoimporteurin keine Werkstätten mehr zugelassen, die nicht gleichzeitig auch noch Neuwagen verkauften, lauteten die Klagen. Darüber hinaus würden die freien Händler gegenüber den Amag-eigenen Autoverkäufern diskriminiert.

Unzulässige Wettbewerbsabreden

Daraufhin hatte die Weko vor vier Jahren eine Vorabklärung eröffnet. Diese zeigte möglicherweise unzulässige Wettbewerbsabreden zwischen der Amag und ihren Vertriebspartnern einerseits bei der Verknüpfung von Service und Vertrieb. Andererseits gebe es Abreden über die Beschränkung des Bezugs von Ersatzteilen, schrieb die Weko nun in der Zusammenfassung ihres Schlussberichts.

Darin stellte die Weko fest, dass zwar die zahlreichen Kündigungen von Handels- und Serviceverträgen den Grundsätzen der Weko entsprechen würden. «Hingegen widerspricht eine Verknüpfung von Service und Vertrieb den Grundsätzen der KFZ-Bekanntmachung», schrieb die Weko. Die Die KFZ-Bekanntmachung von 2015 legt die Wettbewerbsgrundsätze für den Autohandel fest.

Um die fraglichen Wettbewerbsbeschränkungen zu beseitigen oder zu verhindern, stellt die Weko der Amag eine Reihe von Bedingungen: So empfehlen die Wettbewerbshüter der Amag, in Zukunft auch mit reinen Servicepartnern zusammenzuarbeiten, die nicht im Vertrieb tätig seien.

Amag entgeht Untersuchung durch Aufspaltung

Beim Vorwurf der Diskriminierung der Handelspartner gegenüber den Amag-eigenen Autoverkaufshäusern habe die Weko zur Kenntnis genommen, dass die Amag die Geschäftsbereiche 'Import' und 'Verkauf' seit Anfang dieses Jahres getrennt habe. Damit würden für die konzerneigenen Autoverkäufer dieselben Bedingungen gelten wie für die unabhängigen VW-, Audi-, Skoda- oder Seat-Händler.

So soll die Amag beispielsweise bei Flottengeschäften darauf verzichten, gegenüber Flottenkunden bessere Angebote abzugeben als gegenüber ihren Handelspartnern. «Die Empfehlungen für Preisnachlässe für Flottenkunden sind aufzuheben», erklärte die Weko. Und beim Leasing solle Amag, die Handelspartner informieren, dass sie frei seien, an den Leasingaktionen der Amag teilzunehmen.

Ohne die Trennung der Geschäftsbereiche 'Verkauf' und 'Import' bei der Amag hätte die Weko eine Untersuchung durchgeführt, sagte Weko-Direktor Patrik Ducrey auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Denn es habe Anzeichen für eine Diskriminierung von freien Autohändlern gegeben.

Allerdings hätte man alles noch einmal neu anschauen müssen, ob die Vorwürfe auch unter der neuen Amag-Struktur zutreffen würden. Darauf habe die Weko aus Gründen der Verhältnismässigkeit verzichtet. «Wir haben uns gesagt, wenn die Amag die Empfehlungen der Weko umsetzt, können wir uns eine Untersuchung ersparen», sagte Ducrey.

Die Weko habe Amag eine Frist gesetzt, die aber nicht bekannt gegeben werde. Amag müsse der Weko mitteilen, inwiefern sie bereit sei, die Empfehlungen umzusetzen, sagte Ducrey.

Freude bei der Amag

Amag nimmt den Entscheid der Kartellwächter mit Genugtuung zur Kenntnis. Die Importeurin von Marken des Volkswagenkonzerns zeigte sich erfreut, dass die Weko keine Untersuchung eröffnen werde. Damit bestätige die Weko die Gesetzeskonformität der Strategie der Amag Import AG.

Die Anregungen der Weko über gewisse Anpassungen in der Amag-Vertriebsnetz- und Händlermargenstrategie werde man prüfen. «Wir werden diese (...) mit hoher Geschwindigkeit angehen und den guten Dialog mit der Weko fortsetzen», erklärte Amag Import AG-Chef Bernhard Soltermann in einer Stellungnahme: «Es war und ist das Bestreben der Amag Import AG, dass alle offiziellen Händler und Servicepartner rentabel arbeiten können. An diesem Grundsatz orientiert sich unser Handeln.» (aeg/sda/awp)

«Eine Autoschau, wie sie die Welt noch nie gesehen hat»

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Video: srf

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pasch 16.10.2018 16:17
    Highlight Highlight Vetterliwirtschaft volle Kraft voraus!
    7 0 Melden
  • SchweizAbschaffen 16.10.2018 14:48
    Highlight Highlight Der Amag-Besitzer und Milliardär Walter Frey war ja viele Jahre Finanzchef von Blochers SVP.

    Und wieso war er derart bei der anti-EU SVP engagiert?
    Vaterlandsliebe? Nähe zu Bauern? Oder weil er "vom Volch" ist? Nein.

    Der Grund ist, dass Walter Frey's Amag über Importlizenzen verfügt, die ihn zum alleine berechtigten Generalimporteur für seine Marken macht.
    D.h. für jedes verkaufte Auto "seiner" Marken in der Schweiz, egal ob durch eine freie Garage verkauft, muss man Walter Frey eine Gebühr entrichten.

    Geldverdienen fürs Nichtstun.
    Das wurde in der EU in den 90ern abgeschafft.
    ... ...
    10 5 Melden
    • Urs457 16.10.2018 17:55
      Highlight Highlight Der Walter Frey besitzt vieles, aber ganz sicher nicht die Amag!
      6 0 Melden
    • SchweizAbschaffen 16.10.2018 19:01
      Highlight Highlight Uii... Stimmt
      Da war ich wohl sehr schwer falsch gewickelt.
      2 1 Melden
  • Gustav.s 16.10.2018 12:12
    Highlight Highlight Seltsame Urteil.
    Lustenberger Beromünster macht dicht und 19 Angestellte verlieren den Job weil:
    Zitat / In der Schweiz ist die Amag Import AG für die VW-Verträge zuständig. Im März kündigte sie sämtlichen Service- und Handelspartnern per 31. März 2020 \ Zitat ende.
    16 2 Melden
  • Hausmeister krause 16.10.2018 11:50
    Highlight Highlight Die amag hat weiss gott gwnügend anwälte dass sie keine fehler macht. Das ändert aber nichts an der tatsache dass sie alle freien vertretungen von vw, skoda und audi aus dem geschäft drängt.
    9 2 Melden

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