Kanton Wallis forderte Brandschutzkontrolle für Crans-Montana über Jahre nicht ein
Seit der Katastrophe in Crans-Montana kursiert die Frage, wer für die laschen Brandschutz-Kontrollen in der Bar «Le Constellation» verantwortlich war.
Der Walliser Sicherheitsdirektor zeigt sich gegenüber dem RTS schockiert und sagt, er wisse nicht, wie die Gemeinde Crans-Montana solche Versäumnisse begehen konnte.
Die Pflichten des Brandschutzes im Kanton Wallis seien klar geregelt. Laut Gesetz sind die Gemeinden verantwortlich für die Kontrollen. Anschliessend müssen Kontrollberichte an den Kanton eingereicht werden, wie das «SRF» schreibt.
Somit hätte der Kanton bemerken müssen, dass Brandschutzberichte aus Crans-Montana fehlen. Und entsprechend die Bar «Le Constellation» und andere Betriebe über Jahre nicht kontrolliert wurden.
Aktiv geworden sei die Behörde bei den fehlenden Berichten nicht. Auf Anfrage des SRF sagte der Chef des Amts für Feuerwesen des Kantons Wallis, dass sie, wenn sie keinen Bericht erhalten, davon ausgehen, dass alles in Ordnung sei.
Der Kanton hat fehlende Berichte aus Bars, Hotels und Restaurants bei Gemeinden nicht eingefordert. Hildbrand sagt, dies habe auch mit Lockerungen beim Brandschutz zu tun. Ursprünglich sei geplant gewesen, ab 2027 schweizweit auf einen 10-Jahres-Rhythmus umzusteigen. Weswegen die Gemeinden in den letzten Jahren nicht zusätzlich belastet worden seien.
Die geplante Lockerung wurde Anfang Woche von den Verantwortlichen auf Eis gelegt. Grund dafür: die Brandkatastrophe in Crans-Montana.
Der Kanton Wallis prüft nun, ob der Kanton vorübergehend zusätzliches Personal einsetzen kann, um die Lokale in den Gemeinden zu kontrollieren. Das soll auch die Schulungen der Sicherheitsbeauftragten unterstützen und stärken. (nib)
