Lateinamerika
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Mindestens drei Tote bei Unruhen in Bolivien



Bei Zusammenstössen zwischen Anhängern des zurückgetretenen bolivianischen Präsidenten Evo Morales und Sicherheitskräften sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 30 Menschen wurden verletzt.

epa08010352 A group of people participates in the wake of policeman Juan Jose Alcon Parra, who died yesterday after he was attacked by a mob, during the looting and burning of the Integral Police Station (EPI) of El Alto, in Alto, Bolivia, 19 November 2019. Bolivia has engulfed by protests after the contested elections result of 20 October.  EPA/MARTIN ALIPAZ

Hier wird ein Toter in El Alto im Sarg weggetragen. Bild: EPA

Dies geschah, als Soldaten und Polizisten in der Stadt El Alto Blockaden der Demonstranten räumten, um den Weg für Tanklastzüge freizumachen, wie die staatliche Ombudsstelle am Dienstag (Ortszeit) mitteilte.

Die Streitkräfte erklärten, sie hätten durchgreifen müssen, weil die Demonstranten mit Sprengsätzen hantiert hätten und wegen der grossen Mengen an Treibstoff in dem Gebiet die Gefahr einer Kettenreaktion bestanden hätte. Die Ombudsstelle rief die Sicherheitskräfte zur Zurückhaltung auf, um weitere Opfer zu vermeiden.

Verletzte bei Kundgebungen

Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Verteidiger des Volkes (Defensoría del Pueblo) wurde ein 31-jähriger Mann am Dienstag in El Alto nahe La Paz erschossen. «Wir fordern Ermittlungen der Behörden», erklärte ein Sprecher der Organisation. Bolivianischen Medienberichten zufolge wurden zudem mehrere Menschen bei den Kundgebungen verletzt.

Morales war vor gut einer Woche unter dem Druck von Militär und Polizei zurückgetreten, nachdem internationale Beobachter ihm Wahlbetrug bei der Abstimmung vom 20. Oktober vorgeworfen hatten. Er setzte sich ins Exil nach Mexiko ab - in Bolivien übernahm derweil eine Interimsregierung die Amtsgeschäfte. Die Anhänger des ersten indigenen Präsidenten des Landes blockieren seitdem wichtige Landstrassen, liefern sich Auseinandersetzungen mit der Polizei und fordern die Rückkehr von Morales. (sda/dpa/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Huckleberry 21.11.2019 19:38
    Highlight Highlight Die Partei von Evo Morales (MAS) hat heute anerkannt, dass Morales, der Vizepräsident sowie die Präsidenten des Senats und des Kongresses formell zurückgetreten sind beziehungsweise das Land und damit das Amt verlassen haben.
    Gleichzeitig anerkennt die Partei Jeanine Añez als konstitutionell legale Interims Präsidentin!
    Dies ist ein sehr wichtiger Schritt hin zur Normalisierung des Landes!
  • Huckleberry 20.11.2019 23:46
    Highlight Highlight https://www.google.ch/amp/s/amp.dw.com/de/evo-morales-das-unr%25C3%25BChmliche-ende-einer-politischen-ikone/a-51206778

    Sehr guter, neutraler Artikel in der Deutschen Welle zum Thema!
    Wer behauptet , dass das alles ein von den USA unterstützter Putsch ist kennt die Situation in Bolivien schlicht nicht.
  • HabbyHab 20.11.2019 19:42
    Highlight Highlight Kann man bitte mal mit diesem Quatsch mit "nachdem internationale Beobachter ihm Wahlbetrug bei der Abstimmung vom 20. Oktober vorgeworfen hatten." Es war die OAS. Bekannt als anti-sozialistisch. Und die hat erwiesenermassen gelogen. Morales hat die Abstimmung fair gewonnen. Und wer nun mit "oh Loch von 24h!" kommt, das war, weil es einfach später wählende Gegenden gibt. Ausserdem, der sogenannte "Quick Count" hat keine legale Basis.
  • Huckleberry 20.11.2019 17:06
    Highlight Highlight Die von Evo Morales in seinen letzten Amtstagen angedrohte Blockade von La Paz wird heute umgesetzt.
    Juan Ramón Quintana, einer der engsten Verbündeten Morales der diverse Minister Posten besetzte, hatte übrigens kurz bevor er untergetaucht ist gedroht, Bolivien werde zu einem zweiten Vietnam.
    Die neue Regierung ist übrigens in engen Verhandlungen mit der COB (Central Obrero Boliviana), der wichtigsten Gewerkschaft Boliviens. Die COB, die von Indigenen dominiert wird war traditionell ein wichtiger Verbündeten von Morales. Am Schluss haben jedoch auch diese Morales die Gefolgschaft verweigert.
  • Puki 20.11.2019 08:27
    Highlight Highlight Die Bevölkerung in La Paz muss stundenlang anstehen für gewisse Nahrungsmittel, vorallem frische Sachen, da nichts mehr in die belagerte Stadt kommt. Diese werden wegen den Blockaden auf den Hauptverbindungsstrassen vom Tiefland auf den Altiplano nach El Alto geflogen. Andere nichtverderbliche Lebensmittel werden immer knapper und teurer. Die Zivilbevölkerung von Lebensmittellieferungen abschneiden ist meines Wissens ein Kriegsverbrechen. Oder wie sehen das die Morales-Versteher?
    • loquito 20.11.2019 08:48
      Highlight Highlight Was soll denn Morales dakit zu tun haben? Er ist im Exil in Mexiko. Ein stabiles, sicheres und weniger armes Bolivien wird aufgrund von Rassismus und Gier von der Opposition in Gefahr gebracht... Informieren Sie sich über die Hintergründe des Putches. Nix mit Demokratie, reine wieder errichten von apartheitähnlichen Zuständen ist das Ziel der Oppositionellen
    • Liselote Meier 20.11.2019 14:01
      Highlight Highlight Nö normaler Ziviler Wiederstand gegen eine nicht gewählte Putschisten-Regierung!
    • Puki 20.11.2019 23:42
      Highlight Highlight Loquito, du machst deinem Namen alle Ehre. Du kennst Bolivien aus den Ferien, 2 Wochen Backpacking? Mit "was soll Morales damit zu tun haben" zeigst du, dass du das Land und die Geschichte nicht wirklich kennst. Evo, der erste Aymara-Präsident, der kein Aymara spricht und Indigenas verprügeln lässt, die ihr Schutzgebiet friedlich verteidigen, siehd TIPNIS.
      Schau dir das letzte Interview von BBC an, zeigt, was für eine Person er ist.
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    Weitere Antworten anzeigen
  • Puki 20.11.2019 08:12
    Highlight Highlight Die Drohungen des Ex-Präsidenten werden umgesetzt. Städte werden von der Umwelt abgeschnitten. Seit Tagen gelangt kein Treibstoff und Gas, das man dort zum Kochen braucht, nach La Paz. Die Hauptgasleitung vom Tief- ins Hochland wurde auf einer Länge von 200 Meter zerstört. Alle Zufahrtsstrassen sind blockiert.
    Gestern versuchten die Evo-Anhänger die Gas- und Treibstofflager mitten in El Alto zu stürmen und zu in die Luft zu jagen. Mit Dynamit sprengten sie die Aussenmauer, dann wurden sie zum Glück aufgehalten. Was wäre wohl passiert, wenn dies gelungen wäre, mitten in der Millionenstadt?
    • loquito 21.11.2019 13:27
      Highlight Highlight Das nennt man Wiederstand gegen einen Putch, sehr legitim und wenn man sich etwas imformiert findet man relativ rasch heraus, dass es zu massiven Übergriffen von Polizei und Militär gegen Evo Unterstützer gibt. Vergewaltigungen und Morde, orchestriert durch eine Oberschicht, welche keine Demokratie und Gleichheit, sondern ihre Privilegien zurückwill....
    • Huckleberry 21.11.2019 18:36
      Highlight Highlight @loquito
      Darf ich davon ausgehen, dass ihre Informationsquellen Telesur, Russia Today, Sputnik News, Cuba vision etc. heissen?
    • Puki 21.11.2019 18:53
      Highlight Highlight Siehst du, keine Ahnung hast du. Die Vergewaltigungen gingen von Evo Anhängern aus, als sie die Demonstranten von Potosi kommend auf dem Altiplano abfingen und mehrere Studentinnen mitnahmen.
      https://www.eldiario.net/movil/index.php?n=55&a=2019&m=11&d=10

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