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Gesundheit

Ärztin mit Berufsverbot in Schwyz praktiziert nun in einer Bieler Praxis

ARCHIV - 20.03.2024, Bayern, Schwarzenbach An Der Saale: Blutdruckmessen in einer Arztpraxis. (zu dpa: ««Meilenstein» für Medizincampus Koblenz») Foto: Daniel Vogl/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/D ...
Nach dem Impfskandal erteilten die Schwyzer Behörden einer Ärztin ein Berufsverbot. Nun praktiziert sie in Biel – unter anderem Namen. (Symbolbild)Bild: DPA

Skandal-Ärztin mit Berufsverbot in Schwyz praktiziert nun in Biel

11.05.2026, 11:3211.05.2026, 13:32

Im Frühling 2021 verabreichte eine Ärztin in Ibach SZ über 100 Menschen eine Corona-Impfung. Nachdem bekannt wurde, dass die Impfdosen bereits abgelaufen waren, leitete der Kanton Schwyz ein Strafverfahren ein und erteilte ihr ein Berufsverbot. Nun praktiziert sie unter anderem Namen in Biel BE und dies ganz legal, wie der Blick schreibt. Während ehemalige Mitarbeitende ihre beruflichen Kompetenzen anzweifeln, fragen sie sich, weshalb die Behörden dies zulassen.

Mitarbeiterinnen schlagen Alarm

Eine Pflegefachfrau trat am 1. März 2026 ihre Stelle als Praxisassistentin in der Bieler Praxis an. Sehr bald fielen ihr Mängel in der Arbeit ihrer Chefin auf. «Der Ärztin mangelt es an Kompetenzen, die jede Ärztin eigentlich im Schlaf beherrschen sollte. Ich sah Sachen, die mir die Haare zu Berge stehen liessen», erzählt sie gegenüber dem «Blick».

Die Ärztin hätte weder gewusst, was NaCl (Natriumchlorid, Kochsalzlösung) bedeutet, noch hätte sie zuverlässig einen venösen Zugang legen können. Auch erzählt die Pflegefachfrau dem «Blick» von einem Fall, in dem die Ärztin einem Patienten mit Herzproblemen Ritalin verschrieb, was sehr gefährlich werden kann.

Wegen eines Ausschlags liess die Mitarbeiterin ihre Kinder von der Ärztin untersuchen. Diese diagnostizierte Neurodermitis. «Dabei war es Scharlach, was ein anderer Arzt später sofort erkannte», erzählt sie dem «Blick».

Nicht einmal einen Monat nachdem sie die Stelle angetreten hatte, reichte die Pflegefachfrau eine Beschwerde gegen die Ärztin beim Berner Gesundheitsdepartement ein.

Auch eine weitere Pflegefachfrau äusserte sich zur Ärztin. Sie wollte im Juni in der Bieler Praxis starten, bemerkte jedoch bereits an ihren Schnuppertagen die Inkompetenz der Ärztin. Gegenüber dem «Blick» zweifelt sie daran, dass die Ärztin wirklich Medizin studiert hat.

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Eine Bewerberin zweifelt das Medizinstudium der Ärztin an. (Symbolbild)Bild: KEYSTONE

Vorwürfe sind nicht neu

Als die Ärztin im vergangenen Sommer die Praxis in Biel übernehmen wollte, wurde ihre fachliche Legitimation infrage gestellt. Auch der Impfskandal im Kanton Schwyz inklusive Berufsverbot war den Vermietern bekannt. Im Mailverkehr, welcher dem «Blick» vorliegt, konnte die Ärztin die Vorbehalte entkräften. Sie argumentierte: «Hätte ich etwas verbrochen, wäre mir in Bern die Berufsausübung auch entzogen worden. Mir ist speziell gesagt worden, dass ich nichts verbrochen habe, was eine Berufsausübungsbewilligung zu entziehen rechtfertigen würde.» Im Kanton Bern darf die Ärztin Medizin praktizieren.

Die beiden Pflegefachfrauen verstehen diesen Umstand nicht. «Die Behörden wissen seit Monaten, wer diese Frau ist, und dennoch wird sie weiterhin auf die Patienten losgelassen», sagt eine gegenüber dem «Blick».

Die Berner Behörden verwiesen auf Anfrage der Zeitung auf den Datenschutz. «Die zuständigen Behörden prüfen Hinweise im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufsichtspflichten und ergreifen bei Bedarf die erforderlichen Massnahmen», schreibt die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion des Kantons Bern. (nil)

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Berufstätige in der Pflege sind gemäss einer neuen Studie führend bei der Arbeitszufriedenheit

👉 Insgesamt attestierte die Studie des Forschungsinstituts Sotomo, die am Dienstag veröffentlicht wurde, der Pflegebranche die höchsten Zufriedenheitswerte. Dabei konnten kaum Unterschiede nach Geschlecht festgestellt werden.

👉 Ältere Arbeitnehmende empfinden laut der Studie häufiger ein Gefühl der Erfüllung und des Stolzes. Dieses Gefühl sei für ein erfülltes Arbeitsleben mitunter entscheidend.

👉 Wichtig für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz seien aber nicht nur die Sinnhaftigkeit und Erfüllung im Beruf. Auch strukturelle Rahmenbedingungen müssen gemäss der Studie gegeben sein. Diese bewerteten Berufstätige aus der Pflegebranche weniger positiv. Insbesondere bei der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben soll es laut Studie hapern.

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125 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Orlando von Tlör und zu Uqbar
11.05.2026 13:59registriert Mai 2021
Es bräuchte dringend ein gesamtschweizerisches Organ für solche Fälle - der Föderalismus kommt hier an seine Grenzen.
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el cóndor terminado
11.05.2026 14:27registriert Juni 2021
Beispielhaft für den schweizer Kantönligeist. Man wechselt den Kanton und alles ist wieder gut.
Egal ob Restaurant, Baugeschäft oder Arztpraxis es darf gepfuscht werden wie man will.
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Squawk 7700
11.05.2026 13:54registriert Mai 2025
Wie soll sie eine Infusion legen, wenn sie nicht weiss, was eine NaCl-Lösung ist? Dann weiss sie ja erst recht nicht, welche Konzentration sie haben muss. Da sagen dann die Zellen let's Fetz!
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