DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Coronavirus: Was du wissen musst

1 / 15
Coronavirus: Was du wissen musst
quelle: ap / zoltan balogh
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Appell von italienischer Pflegerin: «Vereitelt unsere Bemühungen nicht!»

10.03.2020, 20:34

Italien ist im Ausnahmezustand. Ein Facebook-Post eines Arztes aus Bergamo geht derzeit um die Welt. Wegen des Coronavirus schieben Ärzte und Pflegende unzählige Überstunden. Dennoch kommt für viele Patienten jegliche Hilfe zu spät. Bis am Dienstagabend sind im ganzen Land 631 Personen dem neuen Virus zum Opfer gefallen.

Nicht nur in der Lombardei ist das Gesundheitssystem am Limit. Dies zeigt ein Instagram-Post einer jungen Pflegerin aus der Toskana, welche in der Stadt Grosseto arbeitet. Sie ruft die Mitmenschen dazu auf, zuhause zu bleiben. Nachfolgend der Post im Wortlaut:

«Ich bin Krankenschwester und stehe im Moment vor diesem medizinischen Notfall. Ich habe auch Angst, aber nicht vor dem Einkaufen, sondern zur Arbeit zu gehen. Ich habe Angst, weil die Maske vielleicht nicht gut auf meinem Gesicht haftet, oder ich mich versehentlich mit schmutzigen Handschuhen berührt habe, oder weil die Linsen meine Augen nicht ganz bedecken und etwas durchgegangen sein könnte.

Ich bin körperlich müde, denn die Schutzausrüstung tut weh, der Kittel bringt mich zum Schwitzen, und wenn ich einmal angezogen bin, kann ich sechs Stunden lang nicht zur Toilette gehen oder trinken.

Ich bin psychisch müde, ebenso wie alle meine Kollegen, die seit Wochen in der gleichen Verfassung sind wie ich, aber das wird uns nicht daran hindern, unsere Arbeit wie immer zu tun. Ich werde meine Patienten weiterhin behandeln und pflegen, denn ich bin stolz und verliebt in meine Arbeit.

Was ich von demjenigen, der diesen Beitrag liest, verlange, ist, dass er unsere Bemühungen nicht vereitelt, selbstlos zu sein, zu Hause zu bleiben und so die Zerbrechlicheren zu schützen. Wir jungen Menschen sind nicht immun gegen das Coronavirus, auch wir können krank werden oder schlimmer noch, wir können uns selbst krank machen. Ich kann mir nicht den Luxus leisten, in Quarantäne in mein Haus zurückzukehren, ich muss zur Arbeit gehen und meinen Teil dazu beitragen. Tragen Sie Ihren Teil dazu bei, ich bitte Sie darum.»

(cma)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So wäscht du dir die Hände richtig

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Angst vor Stäbli und Spritze: Warum man auch ohne Zertifikat ins Restaurant kommt

Autistinnen, Personen mit Trisomie 21 und andere Sonderfälle werden bei der Zertifikatspflicht wegen einer Ausnahmeregel nicht mehr diskriminiert.

Die Welt ist nicht schwarz-weiss. So gibt es Leute, die vielleicht die Gefahr der Coronavirus-Pandemie anerkennen, aber trotz grösstem Wille sich nicht impfen oder testen lassen können. Sie sind keine «Covid-Leugner» oder «Massnahmen-Kritikerinnen», sondern sind mit bestimmten Veranlagungen auf die Welt gekommen, die sie besonders machen. Die Rede ist von Menschen mit Trisomie 21 oder Autismus, die den Alltag anders erleben und andere Gefühle zeigen.

Für autistisch veranlagte Personen kann es …

Artikel lesen
Link zum Artikel