Terrorismus
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Kampf gegen IS

Gefangenenaustausch mit der Türkei: Aargauer IS-Kämpfer Cendrim R. freigelassen



Nach mehr als drei Monaten in der Gewalt der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) waren vor drei Wochen 49 türkische Geiseln freigekommen. Die Terroristen hatten die Türken in ihre Gewalt gebracht, als sie am 11. Juni das Konsulat im nordirakischen Mossul stürmte. Unter den Gefangenen war auch der Generalkonsul. 

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Cendrim R. Bild:

Über die Umstände der Freilassung schwieg sich Ankara aus, was umgehend zu Spekulationen führte. War etwa Lösegeld bezahlt worden? Die britische Zeitung Times will nun erfahren haben, dass die Türkei im Gegenzug insgesamt 180 inhaftierte IS-Kämpfer freigelassen haben soll.

Laut dem Times-Redaktor John Simpson befindet sich darunter auch der in der Schweiz aufgewachsene und später abgeschobene Kosovo-Albaner Cendrim R. Er sass seit Ende März in Untersuchungshaft, weil er und zwei Komplizen in der Südtürkei zwei Soldaten und einen Polizisten erschossen haben sollen. Der IS erklärte später, Cendrim R. freipressen zu wollen. 

Für die Schweiz geht zunächst keine unmittelbare Gefahr von Cendrim R. aus: Da er keine Schweizer Staatsangehörigkeit besitzt und wegen zahlreicher Straftaten 2013 vom Bundesamt für Migration in den Kosovo abgeschoben wurde, besteht für die nächsten Jahre ein Einreiseverbot gegen den 23-Jährigen.

Franz Hollinger, der Cendrim R. wegen unterschiedlicher Delikte in der Schweiz als Pflichtverteidiger vertreten hatte, weiss nichts über dessen Verbleib. «Seit Cendrim die Schweiz damals verlassen hat, habe ich nie wieder Kontakt zu ihm gehabt», so der Anwalt im Gespräch mit watson. (kri)

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