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Weltcup-Abfahrt in Wengen
1. Beat Feuz 1:42,53
2. Dominik Paris ITA +0,29
3. Thomas Dressen GER +0,31
5. Mauro Caviezel +0,42
8. Niels Hintermann +0,93
10. Ralph Weber +1,00
15. Carlo Janka +1,54​
Beat Feuz kostet seinen Triumph aus.
Beat Feuz kostet seinen Triumph aus.
Bild: KEYSTONE

Feuz am Lauberhorn nicht zu schlagen: «Das könnte von mir aus jede Woche so sein!»

Zum dritten Mal nach 2012 und 2018 triumphiert Beat Feuz in der Lauberhorn-Abfahrt. Gegen den Emmentaler hat Dominik Paris, sein grosser Rivale im Kampf um den Disziplinen-Weltcup, knapp das Nachsehen.
18.01.2020, 14:1618.01.2020, 22:55

Der Sieger

Beat Feuz gewinnt zum dritten Mal die Lauberhorn-Abfahrt. Der Emmentaler triumphiert auf der verkürzten Strecke 29 Hundertstel vor dem Italiener Dominik Paris. Thomas Dressen aus Deutschland komplettiert das Podest.

«Es ist genial, wenn man hier ins Ziel kommt und die Zeit grün ist und alles tobt», freute sich Feuz im SRF-Interview. Perfekt sei seine Fahrt nicht gewesen, betonte er, beim Seilersboden und im Ziel-S wäre es noch besser gegangen.

«Schon am Start hörte ich die Fans. Das erleben zu dürfen, ist etwas Unglaubliches.»
Beat Feuz, Sieger

Bei der Schlüsselstelle Kernen-S überraschte Feuz mit seiner Aussage. «Ich fuhr ohne genauen Plan rein, hatte drei verschiedene Pläne im Kopf. Kurz vor dem Brüggli entschied ich mich, einen kleinen Schlenker zu machen, der hat zum Glück gut funktioniert.»

Feuz hatte Probleme mit der Hand und fährt eigentlich mit einer Schiene. Die entfernte er jedoch vor dem Start. «Mein Arzt wusste nichts davon», sagte er mit schelmischem Grinsen nach seinem 33. Podestplatz in einer Weltcup-Abfahrt. Am Lauberhorn hat vor ihm im Weltcup nur einer drei Mal die Abfahrt gewonnen: Der Österreicher Franz Klammer.

«Beat ist ein unglaublicher Abfahrer, er fährt wie eine Katze, so fein. Er verfällt nie in Panik. Das Brüggli-S ist er so genial gefahren. Jedes Rennen so dabei zu sein wie er, ist schon grosse Klasse.»
Pirmin Zurbriggen, Schweizer Ski-Star der 80er-Jahre

Feuz fährt auf höchstem Level unglaublich konstant: Er stand zum 16. Mal in den letzten 18 Abfahrten und zum fünften Mal im fünften Rennen dieses Winters auf dem Podest.

Die Rivalen

Dank dem Sieg hat Beat Feuz wieder die Führung im Disziplinen-Weltcup übernommen. Aber Dominik Paris bleibt dem Schweizer dank Rang 2 auf den Fersen, 16 Punkte beträgt sein Rückstand, bevor es in einer Woche auf die Streif in Kitzbühel geht.

«Beat ist hier eine Bombe.»
Dominik Paris, Zweiter

«Ich habe das Kernen-S halbwegs erwischt, bin den Rest sauber gefahren, schön dass das gereicht hat», sagte der Südtiroler nach seinem ersten Podestplatz in Wengen. «Ich habe schon vor der Anreise gesagt: ‹Wenn ich hinter Beat Zweiter werde, unterschreibe ich sofort.› Er ist hier eine Bombe, ihn hier zu schlagen ist fast nicht möglich.»

Der «Kleine» einmal mehr der Grösste: Paris (links) und Dressen haben das Nachsehen.
Der «Kleine» einmal mehr der Grösste: Paris (links) und Dressen haben das Nachsehen.
Bild: AP

Der drittklassierte Thomas Dressen lobte Sieger Feuz in den allerhöchsten Tönen. «Der Beat ist fast ein Phänomen. Was der für ein Skigefühl hat! Wie der das Kernen-S fährt … ich weiss nicht, wo er das Gefühl her nimmt. Ich bin da nur am kämpfen und der fährt das so, Wahnsinn!» Der Deutsche ist mit 201 Punkten auch Dritter im Abfahrts-Weltcup – weit hinter Feuz (400 Punkte) und Paris (384).

Die anderen Schweizer

Gestern in der Kombination sorgte Mauro Caviezel für einen Schreckmoment, als er beim Sprung über den Hundschopf die Abschrankung touchierte. Heute gelang ihm diese Passage besser, dafür hatte er am Kernen-S zu kämpfen. Dort vergab der Bündner einen Podestplatz. «Es ging fast alles auf, bis auf diese eine Stelle», ärgerte sich Caviezel im SRF. Andererseits: «Ich hatte wieder Schwein, so wie gestern.» Er wurde Fünfter.

Carlo Janka, 2010 Abfahrtssieger und zweifacher Gewinner der Lauberhorn-Kombination, sprang mit bester Zwischenzeit über die Minschkante. Doch danach legte es ihn im Canadian Corner beinahe hin, akrobatisch rettete sich Janka. «Das war leider nicht die schnellste Linie, die man da fahren könnte», stellte der Routinier im SRF mit Galgenhumor fest.

Wie bitter der Fehler war, zeigte der Blick auf die Zeiten. Jankas Tempo war vor dem Alpweg weg, aber ab der Ausfahrt Kernen-S bis ins Ziel nahm er Feuz sogar sechs Hundertstel ab. «Es ist besser, wenn ich nicht zu gross studiere, sonst regt es mich nur zu sehr auf. Ich muss den Fehler möglichst schnell abhaken und mich auf Kitzbühel konzentrieren.» So landete Janka auf Rang 15.

Besser waren zwei Abfahrer der zweiten Garde. Niels Hintermann und Ralph Weber belegten die Plätze 8 und 10. «Ich bin mega zufrieden», strahlte Hintermann im SRF. Auch Weber freute sich über sein Resultat. «Ich habe eine schwierige Zeit hinter mir. Hier geniesse ich es sowieso jedes Mal, vor dieser Kulisse. Für einen Schweizer Abfahrer gibt es wohl nichts Schöneres.» (ram)

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quelle: shutterstock / shutterstock
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