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Michelle Gisin jubelt nach ihrer Ankunft im Ziel.
Michelle Gisin jubelt nach ihrer Ankunft im Ziel. Bild: keystone

«Es macht einfach nur noch Spass» – Michelle Gisin fährt bei Curtoni-Heimsieg aufs Podest

23.01.2022, 13:0923.01.2022, 19:55

Michelle Gisin steigt in Cortina d'Ampezzo zum zweiten Mal in ihrer Karriere auf das Super-G-Podest. Die Engelbergerin wird Dritte, geschlagen einzig von Elena Curtoni und Tamara Tippler. Rechtzeitig für die Olympischen Spiele wähnt sich Gisin zurück in alter Stärke.

«Das ist unfassbar. Es macht einfach nur noch Spass. Ich geniesse es und habe Freude daran, wieder das Selbstvertrauen zu haben, um angreifen zu können.»
Michelle Gisin zu ihrem Top-Resultat in Cortina.

Den Saisonstart hatte Gisin aufgrund der eingeschränkten Vorbereitung wegen dem Pfeifferschen Drüsenfieber verpasst, nach wie vor muss die 28-jährige Allrounderin haushälterisch mit ihren Kräften umgehen und Rennen auslassen. Doch der Erfolg stellt sich bereits regelmässig wieder ein.

Auf der Tofana, einer ihrer Lieblingsstrecken, trennten Gisin nur 24 Hundertstel vom ersten Super-G-Sieg. Dies, nachdem sie vor Weihnachten in Courchevel bereits im Riesenslalom wieder auf Podest gestiegen und nach Weihnachten im Slalom in Lienz ebenfalls Dritte geworden war.

Elf Tage vor den Olympischen Spielen, wo im Gegensatz zum Weltcup die Kombination noch zum Programm gehört, hat Gisin auch in den Speed-Disziplinen an ihr altes Niveau angeknüpft. «Dieser Podestplatz zeigt, dass ich zurück und in den Speed-Disziplinen wieder auf meinem alten Level bin», freute sich Gisin im SRF-Interview. Sie habe nun wieder das Selbstvertrauen, um anzugreifen, hielt sie erfreut fest.

Curtonis Sieg, Goggias Sturz

Derweil feierte Italien zum zweiten Mal innert 24 Stunden einen Heimsieg. Elena Curtoni setzte sich neun Hundertstel vor der Österreicherin Tamara Tippler durch und triumphierte zum ersten Mal im Super-G.

Die Ausnahmekönnerinnen aus der Alpin-Abteilung der «FISI», der Federazione Italiana Sport Invernali, die die Super-G-Disziplinenwertung durch Federica Brignone, Elena Curtoni und Sofia Goggia zu dritt anführen, setzten ihren Siegeszug in den schnellen Disziplinen damit fort. Es war im elften Speedrennen des Winters der neunte Vollerfolg für die Italienerinnen.

Die Stimmung bei den Tifosi war dennoch gedämpft. Sofia Goggia, die mehr als die Hälfte der bisherigen Speedrennen des Winters gewonnen hatte, sorgte am Tag nach ihrem Abfahrtssieg wieder einmal mit einem Sturz für Aufsehen. Ein Verschneider brachte die Dominatorin aus Bergamo, die das Limit auch unmittelbar vor Olympischen Spielen kompromisslos auslotet, in einer Passage mit vielen Lichtwechseln spektakulär zu Fall.

Goggia fuhr nach dem Crash selber ins Ziel, klagte aber über Schmerzen im linken Knie und liess sich später in einem Spital in Mailand untersuchen. Die Diagnose: Die 29-Jährige erlitt neben einer Verstauchung des linken Knies, an dem sie sich 2013 wegen einer Kreuzband-Verletzung hatte operieren lassen müssen, einen kleine Fraktur des Wadenbeins und eine muskulären Sehnenverletzung. Die Italiener wird sich nicht operieren lassen, hofft aber auf einen Start bei den Winterspielen in Peking.

Goggia kommt bei der Rehabilitation entgegen, dass die Speedrennen der Frauen erst in der zweiten Olympia-Woche im Programm stehen. Auf den Super-G am 11. Februar folgt vier Tage später die Abfahrt, in der sie nach dem Sieg 2018 in Pyeongchang nach ihrem zweiten Olympia-Gold streben will.

Gut-Behrami weit zurück

Lara Gut-Behrami ist die einzige, die die italienische Dominanz in den Speedrennen mit ihren zwei Saisonsiegen durchbrechen konnte. Auf dem Hang, auf dem sie vor einem Jahr im Super-G einen ihrer zwei WM-Titel sowie 2014 und 2018 zwei ihrer 17 Weltcupsiege in ihrer Paradedisziplin errungen hat, gehörte die Tessinerin dieses Mal zu den Geschlagenen. Nach dem vom Wind beeinträchtigten 9. Rang in der Abfahrt musste sich Gut-Behrami im Super-G mit Platz 13 begnügen.

Lara Gut-Behrami muss ohne Podestplatz aus Cortina abreisen.
Lara Gut-Behrami muss ohne Podestplatz aus Cortina abreisen.Bild: keystone

Zweitbeste Schweizerin war Corinne Suter als Fünfte, gefolgt von Jasmine Flury im 11. Rang. Punkte gab es ausserdem für Joana Hählen (18.), Jasmina Suter (22.), Stephanie Jenal (25.), Priska Nufer (29.) und die 19-jährige Delia Durrer (30.), die auch dank 22 Ausfällen ihren ersten Weltcup-Punkt errang.

Weiter geht es im Weltcup der Frauen am Dienstag mit dem Riesenslalom am Kronplatz. Am nächsten Wochenende finden in Garmisch-Partenkirchen die letzten Speedrennen vor den Olympischen Spielen statt. (dab/sda)

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1 Kommentar
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Die beliebtesten Kommentare
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PHILIBERT
23.01.2022 13:14registriert Januar 2021
Bravo Michelle 🇨🇭👍👏🇨🇭👍👏🇨🇭👍👏🇨🇭

Ich hoffe sehr für Goggia, dass sie sich nich ernsthaft verletzt hat... das wäre bitter so kurz vor Olympia...
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